,,Es ist ein sehr wichtiges Signal gewesen“

Zum Besuch des rumänischen Staatspräsidenten in Berlin / Von MP Ovidiu GANȚ

Der Parlamentarier der deutschen Minderheit in Rumänien, MP Ovidiu Ganț (4. v. l.), bei den Gesprächen mit Bundeskanzler Friedrich Merz im Bundeskanzleramt in Berlin. Rechts von ihm, Rumäniens Staatspräsident Nicușor Dan.                                                                                               Foto: privat

Rumäniens Staatspräsident Nicușor Dan hat am Freitag, den 18. Juli, Deutschland besucht. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat seinen Amtskollegen mit militärischen Ehren im Schloss Bellevue empfangen. Danach hatte Bundeskanzler Friedrich Merz das Staatsoberhaupt Rumäniens im Bundeskanzleramt zu einem gemeinsamen Gespräch eingeladen, bei dem bilaterale, europa- und sicherheitspolitische Fragen im Mittelpunkt standen. Zudem hat ein Treffen von Staatspräsident Dan mit Vertretern der rumänischen Diaspora und der landsmannschaftlichen Verbände in der Botschaft von Rumänien in Berlin stattgefunden. Zur rumänischen Delegation gehörte auch der DFDR-Abgeordnete Ovidiu Ganț, der im Folgenden dazu einen Gastkommentar liefert: Weiterlesen→

Bolt fuhr fehlerfrei

22. Auflage der Red Bull Romaniacs hat begonnen

Ausgabe Nr. 2921

Über Baumstämme, Reifen, Rampen und einen künstlich angelegten Teich mussten die Fahrer der 22. Red Bull Romaniacs am Dienstag beim Prolog in Hermannstadt fahren. Ab Mittwoch ging es Offroad in die Karpaten, das Finale findet am Samstag, ab 9 Uhr auf dem Hammersdorfer Berg statt.
Foto: Cynthia PINTER

Die 22. Red Bull Romaniacs – die „Game Changer“-Ausgabe – startete am Dienstag Nachmittag (dem 22. Juli) mit Fahrern aus aller Welt, die angereist waren, um an der härtesten Hard-Enduro-Rallye der Welt teilzunehmen. In der Eröffnungsshow auf dem C. Coposu Boulevard in Hermannstadt absolvierte jeder Fahrer mehrere Runden auf Zeit, um die Startreihenfolge für den ersten Offroad-Tag am Mittwoch, dem 23. Juli zu bestimmen. Das Finale war den Gold-, Silber- und Bronzeklassen im städtischen Prolog, der von Andy Fazekas ausgetüftelt wurde, vorbehalten. Weiterlesen→

Feeric Fashion Week 2025

Ausgabe Nr. 2921

Blanka Gotić (Zagreb, Kroatien) stellte am 18. Juli „Obedience in Fragments” (Gehorsam in Fragmenten) in der Heltauer Kirchenburg vor. Das Konzept der Kollektion basiert auf dem Studium der Kleiderordnung der mormonischen Religionsgemeinschaft und wurde inspiriert durch eine Reise nach Salt Lake City, Utah, Vereinigte Staaten von Amerika, wo sich der Hauptsitz der Mormonen befindet. Die 17. Auflage der Modewoche hat vom 15. bis 19 Juli in Hermannstadt und Umgebung stattgefunden.   Foto: FFW

Neue Heimat in Hermannstadt

Interview mit dem deutschen Pädagogen Philip Puls

Ausgabe Nr. 2921

Philip Puls.
Foto: privat

Ein neuer Buchladen mit deutschen Büchern ist seit kurzem in Hermannstadts Unterstadt unweit des Bahnhofs eröffnet worden. Betreiber ist der gebürtige Oldenburger Philip Puls. Bei einem Besuch gewährte Puls dem HZ-Praktikanten Tudor M a h l folgendes Interview:

Stellen Sie sich bitte kurz vor.

Mein Name ist Philip Puls, ich bin 28 Jahre alt und wohne derzeit in Hermannstadt. Ich wurde in Oldenburg geboren und habe dort 12 Jahre gelebt. Anschließend sind wir nach Tirol gezogen. Dort habe ich 15 Jahre gelebt, Pädagogik studiert und auch als Lehrer gearbeitet. Bildung interessiert mich nämlich sehr und ich möchte selbst nie aufhören zu lernen. Ich führe „Lectura“, einen Buchladen in der Elisabethgasse/Str. 9 Mai 36, und biete zudem Nachhilfestunden an.Weiterlesen→

Mit Winckelmanns Augen

Ausstellung zum Begründer der Kunstgeschichte

Ausgabe Nr. 2921

Anton von Maron: Johann Joachim Winckelmann, 1768. Reproduktion: G._Draschowski/https://www.winckelmann-gesellschaft.com/johann-j-winckelmann/

„Durch Winckelmanns Augen: Die Sehnsucht nach der klassischen Welt in Werken aus den Sammlungen des Brukenthalmuseums“ lautet der Titel der von Alexandra Postelnicu kuratierten Sonderausstellung, die am 16. Juli eröffnet wurde und bis zum 31. August im 2. Stock des Brukenthalpalais besichtigt werden kann. Die Ausstellung führt die Besucher in die Antike und präsentiert eine Auswahl an Kunstwerken aus dieser Epoche, um Einblicke in deren künstlerische Produktion zu geben. Die Konzeption orientiert sich an den Ideen und Theorien des deutschen Kunsthistorikers und Archäologen Johann Joachim Winckelmann.Weiterlesen→

Er löckt wider den Stachel

Der Künstler Roman Tolici stellt in Hermannstadt aus

Ausgabe Nr. 2921

Roman Tolici vor einem seiner Lieblingsbilder.         Foto: Beatrice UNGAR

„Diese Gemälde erinnern mich an die Wimmelbilder, die heute so en vogue sind”, stellte eine Vernissage-Besucherin am Donnerstag der Vorwoche fest. Auf Rumänien-Tournee macht die von der Mobius Galerie Bukarest veranstaltete Ausstellung mit Bildern von Roman Tolici bis zum 17. August in dem Museum für zeitgenössische Kunst des Brukenthalmuseums Station. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.Weiterlesen→

Von Trauer und Hoffnung

Zum 100. Geburtstag von Hans Bergel

Ausgabe Nr. 2921

Peter Paspa (Hg.): Hans-Bergel-Brevier. Aus den Werken 1957 bis 2009, Edition Noack & Block in der Frank & Timme GmbH, Berlin 2021, 286 Seiten, ISBN 978-3-86813-122-2.

Anlässlich des 100. Geburtstages des siebenbürgischen Autors und Journalisten Hans Bergel (1925-2022) werfen wir einen Blick auf seine bedeutendsten Werke. Peter Paspa hat im Jahr 2021 zwei Bände herausgegeben, die die Essenz aller Werke Bergels von 1957 bis 2017 enthält. Auch eines seiner neuesten Werke „Glanz und Elend der Siebenbürger Sachsen – Rückblicke und Ausblicke eines Beteiligten“ rückt in unseren Fokus.Weiterlesen→

Herausfordernde Schulreformen

Folgen der Rumänisierung des Bildungswesens in der Bukowina 1919-1940

Ausgabe Nr. 2921

David Fallik (1908-1926).                                      Foto: Archiv Mihuleac

Eine internationale Tagung zur Bildungsgeschichte hatte der Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde (AKSL) Ende Mai in Hermannstadt veranstaltet. In der Einladung hieß es u. a.: „Als die Vielvölkermonarchie unter habsburgischer Herrschaft 1918 auseinandergebrochen war, versuchten die mittel- und südosteuropäischen Staaten der Zwischenkriegszeit mit verschiedenen gesetzlichen Regelungen die neuen Strukturen und sozialen sowie bildungspolitischen Herausforderungen zu bewältigen. Neben Agrarreformen sahen sie im Bildungswesen und Schulrecht zentralen Handlungsbedarf. In Rumänien wurden nach Übergangsregelungen Ende 1924 das Volksschulgesetz, 1925 das Privat (Partikular-)schulgesetz und das Baccalaureatgesetz im Parlament beraten und beschlossen. Dieses Recht besaß gesamtstaatliche Geltung. Für die angeschlossenen Gebiete hatten die Gesetze und deren Ausführungsbestimmungen aber gravierende Folgen (nicht nur bei den Minderheiten, sondern auch für das von der orthodoxen Kirche getragene Schulwesen). Parallel dazu wurden auch in benachbarten Ländern Schulreformen in Kraft gesetzt, die ebenfalls für Minderheiten herausfordernd waren.” Lesen Sie im Folgenden die gekürzite Fassung des Vortrags von PD Dr. Mariana Hausleitner (Berlin) zum Thema „Die Folgen der Rumänisierung des Bildungswesens für die deutschsprachige Bevölkerung in der Bukowina 1919-1940”.Weiterlesen→

Er lebte diese, seine Zeit

Nikolaus Berwanger und der Temescher Rat der deutschen Werktätigen

Ausgabe Nr. 2921

Foto aus einem Dienstausweis aus dem Jahr 1980 mit der eigenhändigen Unterschrift Berwangers.

Jüngste sachliche Würdigung erfuhr der Publizist, Autor, Literatur- und Kulturförderer sowie Herausgeber Nikolaus Berwanger (5. Juli 1935-1. April 1989) durch die Aufnahme in den ersten Band (Literatur) der Reihe „Enciclopedia Banatului“, erschienen 2016 in Temeswar (Verlag David Press, S. 82-84, mit Foto). Wie in Lexika üblich, ist der Beitrag nicht wertend, umfasst eine geraffte Biographie, ein umfangreiches Werkverzeichnis und wichtige Quellen bzw. Literatur zu Leben und Wirken Berwangers. Verfasserin des Beitrags ist die Temeswarer Germanistin Univ. Prof. Roxana Nubert. Als wichtige Vorarbeit kam ihr die ein Jahr zuvor im Pop-Verlag (Ludwigsburg) erschienene Berwanger-Sonderausgabe der Literatur- und Kulturzeitschrift „Matrix“ (2015) zugute. Lesen Sie im Folgenden den aus aktuellem Anlass – am 5. Juli d. J. wäre Berwanger 90 geworden – verfassten Beitrag des Journalisten Luzian Geier, den dieser freundlicherweise der HZ zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat:Weiterlesen→

,,Gibt es süße Flöten?“

Das Barock-Ensemble Flauto Dolce feiert 25. Jubiläum

Ausgabe Nr. 2921

Gabor Hegyi (Barocktrompete) und das Ensemble Flauto Dolce Noémi Mikls (Cembalo und Orgel), Maria Szabo (Blockflöten), Zoltán Majó (Blockflöten) und Mihaela Maxim (Sopran und Schlagzeug) vor der Stolzenburger Orgel (v. l. n. r.).                                               Foto: Beatrice UNGAR

„Gibt es süße Flöten? Süße Flöten nicht, aber Flauto Dolce aus Klausenburg. Ein inzwischen renommiertes Renaissance-Barock-Ensemble, das heuer sein 25-jähriges Jubiläum erlebt.” Mit diesen Worten beginnt der Beitrag von Horst Göbbel (erschienen in der Siebenbürgischen Zeitung vom 6. Mai 2025) über das Konzert, das dieses Ensemble auf seiner Deutschlandtournee am 6. April in Nürnberg geboten hat. Am 18. und 19. Juli d. J. konnten die Hermannstädter und ihre Gäste zwei Auftritte des Ensembles in der evangelischen Stadtpfarrkirche erleben. Weiterlesen→

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2921

Ungewöhnliche Perspektive: Blick von der Zibinsbrücke an der Neculce-Straße (früher stand hier eine Holzbrücke) durch die an deren Geländer prangenden Blumen auf den Zibin, den an ihm entlang führenden Radweg und den im Hintegrund aufragenden Turm der evangelischen Stadtpfarrkirche.                                             Foto: Ioana DEAC

Prejbe-Hütte im Gespräch

Hermannstadt. – Ein offener Forums-clubabend findet am Donnerstag, dem 31. Juli, 18 Uhr im Innenhof des Forums (bei Regen im Spiegelsaal) statt, organisiert vom Hermannstädter Forum. Die Themen des Treffens sind Bergtourismus, die Arbeit des Siebenbürgischen Karpatenvereins (SKV) sowie die Sanierung (Wiederbelebung) der Prejbe-Hütte.

Die Prejbe-Hütte war über Jahrzehnte ein Ort gemeinsamer Erlebnisse für Schulklassen, Wandergruppen und Angehörige der deutschen Minderheit in Siebenbürgen. Neben Einblicken in die aktuellen Arbeiten an der Hütte und einem Beitrag des stellvertretenden Vorsitzenden der SKV-Sektion Hermannstadt, Radu Zaharie, zur Rolle des Vereins in Vergangenheit und Gegenwart, geht es vor allem darum, eine aktive Gemeinschaft zu bilden mit Menschen, die sich für Natur, Nachhaltigkeit und Bergkultur engagieren. (RS)Weiterlesen→

Die Gräben der Vorurteile überwinden

13. ,,Rabentanz“ hat in Rothberg/Roșia im Harbachtal stattgefunden

Ausgabe Nr. 2920

Das Orchester „Shukar Yakha“, die „Șatra Elijah” und die „Șatra Regală” spielen Songs wie „Gas gas”, die internationale Roma-Hymne „Djelem djelem” oder „Yala Yala” und das Ensemble „Alegrijah” tanzt dazu.
Foto: Werner FINK

Rund 300 vom Verein Elijah betreute Kinder traten am Freitag, dem 4. Juli im Rahmen der 13. Auflage der traditionellen Abschlussfeier „Dansul Corbilor“ (Rabentanz) auf, wo im Rahmen von zwölf Programmpunkten zahlreiche Ensembles, Orchester und Tanzgruppen ihr Talent zeigten. In den Einrichtungen des Vereins werden vor allem Roma-Kinder betreut, aber nicht nur. „Wir wünschen immer ein Miteinander, dass man sich gegenseitig annerkennt und Freunde wird, weil man nur so diese Gräben überwinden kann, die durch Vorurteile entstanden sind“, meinte Ruth Zenkert, die zusammen mit Pater Georg Sporschill das Projekt initiierte. Weiterlesen→

Neue Botschafterin

Ausgabe Nr. 2920

Botschafterin Angela Ganninger (rechts) hat am 8. Juli d. J., ihr von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterzeichnetes Beglaubigungsschreiben an Staatspräsident Nicuşor Dan übergeben und damit ihr Amt als neue Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in Rumänien offiziell angetreten. Bei diesem Anlass unterstrich die Botschafterin das große deutsche Interesse daran, die exzellente bilaterale Zusammenarbeit zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Rumänien in sämtlichen Bereichen von gemeinsamem Interesse fortzuführen und zu vertiefen. Botschafterin Angela Ganninger sagte u. a.: „Rumänien und Deutschland pflegen eine vielfältige und vertrauensvolle Partnerschaft. Gemeinsam arbeiten wir an einem geeinten und sicheren Europa. Als Botschafterin möchte ich gemeinsam mit den rumänischen Partnerinnen und Partnern die enge Kooperation zwischen Deutschland und Rumänien weiter vertiefen. Ich freue mich darauf, die vielfältige Kultur, Natur und Gesellschaft dieses spannenden und schönen Landes in den nächsten Jahren kennenzulernen.“                   Text und Foto: Deutsche Botschaft Bukarest