Nestor der Schulgeschichte der Siebenbürger Sachsen

Ausgabe Nr. 2914

Festvortrag zur Erinnerung des 100. Geburtstags von Walter König in Hermannstadt

Dr. Ulrich Wien bei seinem Festvortrag. Foto: Beatrice UNGAR

Anlässlich der vom 29.-31. Mai abgehaltenen internationalen Konferenz des AKSL-Hermannstadt zur Bildungsgeschichte in Zentraleuropa während der Zwischenkriegszeit, deren Problematik nicht zuletzt von Walter König zum Forschungsgegenstand erhoben worden war, konnte – gewissermaßen als Reverenz gegenüber dem 2015 verstorbenen Nestor der Schul- und Bildungsgeschichte der Siebenbürger Sachsen – diese Tagung in Kooperation von AKSL, Siebenbürgenforum, RPTU Kaiserslautern-Landau und IKGS mithilfe der Förderung des Schroubek-Fonds (München) und des Amtes der Kärntner Landesregierung ausgerichtet werden. Neben dem Bildungshistoriker Prof. Dr. Angelo Van Gorp hatte Prof. Dr. Ulrich Andreas Wien (beide Landau) die Vorbereitung und Leitung übernommen. Letzterer hielt am Freitag, dem 30. Mai, im Spiegelsaal des Hermannstädter Forums eine würdigende Ansprache, die durch eine kleine, von Friedrich Philippi besorgte Ausstellung mit Quellentexten (Gesetze und Übersetzungen) sowie Schulbüchern ergänzt war. Lesen Sie im Folgenden eine gekürzte Fassung der Würdigung:

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,,Sei stärker als der Muskelkater!“

Ausgabe Nr. 2913

  1. Internationaler Benefizmarathon in Hermannstadt

Gemeinschaft gefeiert haben am Wochenende in Hermannstadt beim 14. Internationalen Benefizmarathon nicht nur die über 10.000 Läuferinnen und Läufer aus Rumänien, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Österreich, Polen, Griechenland u. a., sondern auch die 600 Volontäre. Mehr dazu auf Seite 4. Unser Bild: Zum Abschluss des ersten Tages stellten sich alle Volontäre zum Gruppenbild vor dem Start- und dem Finishtor auf, das in diesem Jahr die malayesische Künstlerin Tuan Nini gestaltet hat. Foto: Beatrice UNGAR

Mehr als 10.000 Läuferinnen und Läufer haben an dem 14. Hermannstädter Internationalen Benefizmarathon (Maratonul Internaţional Sibiu – MIS) am Wochenende teilgenommen und sich für 54 soziale Projekte eingesetzt, gaben die Organisatoren von der Hermannstädter Gemeinschaftsstiftung (Fundaţia Comunitară Sibiu) bekannt. Die Erwachsenen und die Jugendlichen sind am 24. Mai gelaufen, die Kinder zwischen 4 und 12 Jahren am 25. Mai. Spenden kann man noch bis Ende Juni. Alle Ergebnisse unter https://www.cronometraj.ro/rezultate-live/

Zwei freiwillige Helferinnen, die anspornende Sprüche auf Kartons aufgemalt hatten. Fotos: Beatrice UNGAR

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,,Das muss man erlebt haben“

Ausgabe Nr. 2913

Gespräch mit der scheidenden Deutschen Konsulin Kerstin Ursula Jahn

Konsulin Kerstin Ursula Jahn vor dem Street-Art-Bild von Claudiu Peța.

Die Diplomatin Kerstin Ursula Jahn ist seit 2021 Konsulin am Konsulat der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt. Ab Juli 2025 wird sie dienstlich nach Bordeaux wechseln. Sie habe sich aus zwei Gründen für den Posten in Hermannstadt beworben, sagte sie in einem Interview kurz nach ihrem Amtsantritt: „Der erste Grund ist, dass es in meiner Laufbahn sehr wenige vergleichbare Posten gibt, wo jemand im gehobenen Dienst eine Auslandsvertretung leiten darf. Mein Mann und ich haben uns dann über Land und Leute dokumentiert und uns dann dafür entschieden.” Vor ihrem Abschied von Hermannstadt gewährte Kerstin Ursula Jahn der HZ-Chefredakteurin Beatrice U n g a r folgendes Interview:

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Kampfflagge für das Militärspital

Ausgabe Nr. 2913

Das Hermannstädter Militärspital „Dr. Alexandru Augustin“ hat in festlicher Runde am Mittwoch, dem 28. Mai, eine Kampfflagge entgegen nehmen dürfen und gleichzeitig den 106. Jahrestag seit der urkundlichen Bestätigung der Übernahme durch das 7. Korps der rumänischen Armee gefeiert. Oberstarzt Dr. Doru Florian Cornel Moga, Kommandant des Militärkrankenhauses, übernahm die Kampfflagge vom Leiter der medizinischen Abteilung des Verteidigungsministeriums, Generalleutnant Dragoș-Marian Popescu und versprach: Das Jahr 2025 steht für uns im Zeichen des Wachstums und der Herausforderungen bei den Investitionen, die wir tätigen. Wir werden auf alle kommenden Herausforderungen professionell, einfühlsam und unverzüglich reagieren. An der Veranstaltung nahmen u. a. Bürgermeisterin Astrid Fodor, Kreisratsvorsitzende Daniela Cîmpean und Präfekt Mircea Crețu teil.                                                        Foto: Ruxandra STĂNESCU

Introspektiv und philosophisch

Ausgabe Nr. 2913

Japanischer ,,Iona“ feierte Premiere in Hermannstadt

Der japanische Schauspieler Kuranosuke Sasaki.
Foto: Alexandru CONDURACHE

 

Der berühmte rumänische Regisseur Silviu Purcărete ist für seine opulenten Inszenierungen bekannt. Die Üppigkeit, der Reichtum an Eindrücken sind in seinen Theaterstücken geradezu betäubend. Bei der neuesten Premiere am „Radu Stanca“-Nationaltheater Hermannstadt erwarteten die meisten Zuschauer laute Explosionen wie in „Faust“, provokante Kostüme wie in „Lulu“ oder mindestens einen seichten Pool wie in den „Metamorphosen“. Für die One-Man-Show „Iona“ von Marin Sorescu richtete sich aber alle Konzentration auf den japanischen Schauspieler auf der Bühne: Kuranosuke Sasaki.Weiterlesen

Kabinettausstellung

Ausgabe Nr. 2913

Unter dem Titel „’Da geht ein Wandern mir durch Hirn und Sinn.‘ Walther Teutsch // William Shakespeare. Sonette in Bildern’” verbindet die am 29. Mai d. J. eröffnete Kabinettausstellung, die bis zum 14. September d. J. im Siebenbürgischen Museum Gundelsheim zu besichtigen ist, selten gezeigte, kraftvoll expressive Holzschnitte des siebenbürgischen Künstlers Walther Teutsch mit einem Stück Weltliteratur, den berühmten Sonetten William Shakespeares. Der aus Kronstadt/Braşov stammende Maler und Grafiker Walther Teutsch (1883-1964) hat 1922 einen Holzschnittzyklus zu William Shakespeares Sonetten in Leipzig sowohl als Grafikmappe als auch in Buchform zusammen mit den Gedichten des großen englischen Dramatikers in der Übersetzung Eduard Saengers herausgegeben. „Die Sonette sind geladen von dunkler Ahnung um diese Zeitenwende und von heraufdämmernder Tragik umwittert“, schrieb der Journalist Bruno Erich Werner 1922 im Vorwort der Buchausgabe. Unsere Reproduktion: Walther Teutsch: Illustration zu Shakespeares Sonett XXVII, 1922, Holzschnitt, Siebenbürgisches Museum Foto: Siebenbürgisches Museum (M. Lörz); © Walther Teutsch, VG Bild-Kunst Bonn 2025

 

Beispielhafte Völkerverständigung

Ausgabe Nr. 2913

Landshut feierte nach zehn Jahren wieder das Europafest mit seinen Partnerstädten

Oberbürgermeister Alexander Putz, Partnerschaftsvereinsvorsitzende Michèle Bilbault und Sheila Brumby, Bürgermeisterinnene Astrid Fodor, Christina Marigo, Vizebürgermeisterin Barbara Corzato, Bürgermeister Bernhard Zwielehner, 2. Bürgermeister Thomas Haslinger (V. l. n. r.). Foto: Matthias AMMER

„Hermannstadt und Landshut sind seit 23 Jahren Partnerstädte – der Stichtag war am 13. April dieses Jahres. In dieser ganzen Zeit pflegten die beiden Städte eine aktive Freundschaft, durch konkrete gemeinsame Projekte. Folglich hat die Zusammenarbeit zwischen den beiden Städten den Test der Zeit bestanden. Events wie das Europafest oder die Landshuter Hochzeit haben uns jedes Mal zusammengebracht. Wie in jeder Freundschaft macht die Pflege der Beziehung den Unterschied zwischen Form und Inhalt. Deshalb schätze ich Ihre Bemühungen, die Verbindung zu unserer Stadt zu pflegen. Hermannstadt pflegt seinerseits die Beziehungen zu dieser schönen bayerischen Stadt – ein besonderes Verdienst kommt dabei dem Freundschaftsverein Landshut-Sibiu zu. Herzlichen Dank an Frau Wegmann und das Team des Vereins für die gewährte Unterstützung.” Dies sagte Hermannstadts Bürgermeisterin Astrid Fodor in ihrem Grußwort bei dem Begrüßungsabend zum Auftakt des Europafestes im Rathausprunksaal in Landshut.

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Äpfel gegen Zigaretten

Ausgabe Nr. 2913

Unter dem Motto „Sănătate pentru comunitate. Respir, deci exist” (Gesundheit für die Gemeinschaft. Ich atme, also bin ich) führt die Hermannstädter Lungenklinik auch in diesem Jahr (vom 20. Mai bis 5. Juni) eine Kampagne gegen das Rauchen durch. In deren Rahmen bestreiten bekannte Hermannstädter Ärztinnen und Ärzte am Dienstag, den 3. Juni, 18 Uhr, eine Konferenz zum Motto der Kampagne in der Aula Magna der Medizinfakultät der Lucian Blaga-Universität. Der Eintritt ist frei. Unser Bild: Zum Auftakt der Kampagne 2024 hat in der Heltauergasse die Aktion „Äpfel gegen Zigaretten” stattgefunden, an der u. a. die Fußballer vom FC Hermannstadt, die Basketballer von BC CSU Sibiu, Brukenthalschüler, Fachärztinnen und -ärzte teilgenommmen haben. Die Teilnehmenden forderten rauchende die Besucherinnen und Besucher der Terrassen, ihre Zigaretten gegen einen Apfel einzutauschen. In diesem Jahr startet die Aktion ebenda heute, den 30. Mai, 13.30 Uhr.               Foto: Spitalul de Pneumoftiziologie Sibiu

 

Heimat und Fremde zugleich

Ausgabe Nr. 2913

Ein Hermannstadt gewidmeter Poesieabend

Cristina Blaga-Tomuș und Roger Pârvu. Fotos: Beatrice UNGAR

Unter dem Titel „Hermanniade/Hermaniada” boten Cristina Blaga-Tomuș und Roger Pârvu in der Bibliothek des Hermannstädter Forschungsinstituts für Geisteswissenschaften am 15. Mai im Rahmen eines von Andreea Dumitru-Iacob moderierten Poesieabends einen abwechlungsreichen Einblick in die Hermannstadt gewidmete oder von Hermannstadt inspirierte Literatur. Weiterlesen

Fernsehen mit der Tradition im Herzen live erlebt

Ausgabe Nr. 2913

Schülerinnen und Schüler zu Besuch bei der deutschen ,,Akzente“-Sendung

Die Tanzgruppe mit den begleitenden Lehrerinnen vor dem Gebäude des Rumänischen Fernsehsenders TVR in Bukarest. Foto: Alexander SCHWARZ

Was haben Volkstänze, bunte Trachten und Polkaschritte gemeinsam? Sie sind Teil einer Tradition, die wir als Mitglieder der siebenbürgisch-sächsischen Volkstanzgruppe der Brukenthalschule aus Hermannstadt mit Stolz und Begeisterung weiterführen. Am 22. Mai 2025 durften wir etwas ganz Besonderes erleben: einen Schnuppertag bei der deutschen Sendung „Akzente“ mit einer Tanzaufführung auf dem Gelände des Rumänischen Fernsehsenders TVR. Ein Tag voller Aufregung, Tradition und Teamgeist – den wir so schnell nicht vergessen werden.Weiterlesen

UNITER-Preis

Ausgabe Nr. 2913

 

Mit dem Preis des Rumänischen Theaterverbands (UNITER) ausgezeichnet wurde Adrian Sitaru für das Videodesign des Stückes „Bluthochzeit” von Federico García Lorca. Den Preis nahm am Montag im „Marin Sorescu”-Nationaltheater in Craiova Hunor Horváth (links) entgegen, der das Stück an der deutschen Abteilung des Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheaters inszeniert hat.                                               Foto: uniter.ro