45 Jahre Fotoklub Orizont

Ausgabe Nr. 2592

Sein 45. Jubiläum feiert der im Frühjahr 1973 von einer Gruppe Kunstfotografen – allen voran Gheorghe Lăzăroiu, der erste Klubvorsitzende, und Fred Nuss – gegründete Orizont-Fotoklub mit einer Retrospektive in zwei Räumen im Ratturm. Die Ausstellung ist daselbst bis zum 14. September d. J. zu besichtigen. Unser Bild: Die Kunstfotografen Louis Guermond und Marcel Baciu, die Leiterin des Studentenkulturhauses Liliana Popescu, der Vorsitzende des Fotoklubs Radu Stănese und Gründungsmitglied Fred Nuss bei der Vernissage der Ausstellung.                            

Foto: Radu DUMITRU

Ein unvergessliches Erlebnis

Drei Heimattreffen im Mediascher Kirchenbezirk

Ausgabe Nr. 2592

Inge Schmid-Stolz (links) und Hilde-Marie Tausch neben dem Taufbecken in der Abtsdorfer Kirche.
Foto: Privat

Im Laufe dieses Jahres wurde in Mediasch gemeldet, dass im August in einigen Dörfern einige kleinere Treffen stattfinden werden. Es wurde der Wunsch laut, diese mit einem Gottesdienst zu beginnen (Abtsdorf/Țapu und Scholten/Cenade) oder zu krönen (Großkopisch/Copșa Mare). Der Zufall wollte es, dass ich selber diese drei Begegnungen geistlich begleitet habe – was zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde!Weiterlesen

„Es ging mir einfach ans Herz“

Beim Volkstanzlager in Válaszút war auch Claire Bright aus den USA dabei
Ausgabe Nr. 2592

Claire Bright (2. v. l.) mit ihrer eigenen Kapelle „Fényes Banda“ beim „Palinka Festival“ in Linden, New Jersey.                                              
Foto: Privat

Vom 5. bis 12. August fand das 28. Internationale Volkstanzlager in Răscruci/Válaszút, eine Ortschaft etwa 26 Kilometer von Klausenburg entfernt, statt, wo die zahlreichen Teilnehmer die Tänze und Musik der Region „Mezőség“, der siebenbürgischen Heide, einer ethnografischen Region in Siebenbürgen und zugleich Übergangsgebiet zwischen dem Szeklerland und dem Kalotawinkel (Țara Călatei) lernen konnten. Tagsüber gab es Unterricht und abends wurde im „Tanzhaus“ das Tanzbein geschwungen. Außer den Teilnehmern aus Rumänien oder Ungarn gab es natürlich auch dieses Mal Teilnehmer aus anderen Teilen der Welt.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2592

 

28. Sachsentreffen in Mediasch

Mediasch.– Unter dem Motto „100 Jahre in Rumänien“ steht das 28. Sachsentreffen, das am 22. September d. J. in Mediasch gefeiert wird. Die Predigt im Festgottesdienst, der um 10 Uhr in der Margarethenkirche beginnt, hält Bischof Reinhart Guib, Festredner ist der Historiker Dr. Harald Roth (Eine Anschlusserklärung und die Hoffnung auf Zukunft: Die Siebenbürger Sachsen 1918/19″), mit der Honterus-Medaille des Siebenbürgenforums ausgezeichnet wird Hans Gärtner, der Vorsitzende des Verbands der Heimatortsgemeinschaften in Deutschland.

Im Programm ist wie gewöhnlich ein Trachtenumzug vorgesehen sowie Auftritte der Volkstanz-, Blasmusik- und Musikgruppen aber auch ein Fußballspiel im Schulhof des Stephan Ludwig Roth-Lyzeums und eine Mundarttheater-Aufführung. Die Theatergruppe Fürstenfeldbruck präsentiert das Stück Der Gohrmert“ von Wilhelm Meitert  unter der Leitung von Marion Zank, um 15 Uhr, im Traubesaal. Zum Abschluss konzertiert der Bellevue-Chor (USA) in der Margarethenkirche. Vor dem Schullerhaus gibt es Stände aller Art.

 Für die Fahrt aus Hermannstadt zum Sachsentreffen stellt das Hermannstädter Forum für Forumsmitglieder einen Bus zur Verfügung. Abfahrt um 7.30 Uhr vom Parkplatz Thaliasaal, Rückfahrt um 17 Uhr. Anmeldungen im Sekretariat oder telefonisch unter 0269-21.54.17 oder 0722-29.38.50. (BU)

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Zeitreise ins wilde Mittelalter

Das 18. Mittelalterfestival in Hermannstadt war ein voller Erfolg
Ausgabe Nr. 2591

Mit spitzen Speeren führten die Knappen aus Mediasch Angriffstechniken vor.               
Foto: Cynthia PINTER

Hoch zu Ross und mit Speeren, Äxten und Schwertern bewaffnet. So präsentierten sich manche der Teilnehmer der Parade zu Beginn des diesjährigen Mittelalterfestivals, das am Freitagabend (24. August) in Hermannstadt begann. Bei der 18. Auflage marschierten über 200 mittelalterlich gekleidete Gestalten, angeführt von zwei Trommlern und einem Dudelsackspieler, gefolgt von Fackelträgern und Rittern zu Pferd. Von der Harteneckgasse über die Obere Promenade, durch die Heltauergasse bis auf den Großen Ring ging der lange Zug. Hier wurde auch dieses Jahr ein mittelalterlicher Marktplatz aufgebaut.Weiterlesen

Was haben die HZ und Voltaire gemeinsam?

Ausgabe Nr. 2591

Walther Gottfried Seidner im Publikum beim Stolzenburger Heimattreffen im August 2016, bei dem die restaurierte Orgel eingeweiht wurde.           
Foto: Beatrice UNGAR

Der Stolzenburger Pfarrer und Schriftsteller Walther Gottfried Seidner ist am 26. August gestorben. Zu seinem 80. Geburtstag, den er am 15. März d. J. gefeiert hat, haben die Germanistinnen Andreea Dumitru und Sunhild Galter unter dem Titel „Der siebenbürgische Voltaire“ eine Festschrift herausgebracht, die bei der Tagung „Zwischen Kanzel und Schreibpult. Zum Wirken und Werk von Walther Gottfried Seidner und von Eginald Schlattner“ vorgestellt wird, die am 26. und 27. Oktober d. J. in der Evangelischen Akademie Siebenbürgen stattfinden wird. Im Folgenden veröffentlichen wir vorab den Beitrag der HZ-Chefredakteurin  aus dieser Publikation:Weiterlesen

20.000 Unterschriften gesammelt

Ausgabe Nr. 2591

Die Listen mit den fast 20.000 Unterschriften, die im Rahmen der Bürgerinitiative „Ohne Straftäter in öffentlichen Ämtern“ in Hermannstadt verzeichnet worden sind, wurden zu Wochenbeginn von Mitgliedern der USR im Rathaus hinterlegt. Die Listen wurden Bürgermeisterin Astrid Fodor überreicht (unser Bild), die die Kampagne als Stadtoberhaupt aber auch als Vorsitzende des Kreisforums Hermannstadt und als Vorstandsmitglied des Hermannstädter Deutschen Forums unterstützt hat. Die Listen müssen nun von den zuständigen Behörden auf die Richtigkeit geprüft und validiert werden. Hermannstadt gehört zu den Ortschaften, in denen im Verhältnis zu den stimmberechtigten Personen, die meisten Unterschriften in dieser Kampagne zusammenkamen.„In Hermannstadt gibt es eine ausgeprägte Bürgergesellschaft und wenn so viele Unterschriften zusammen kamen, ist das ein weiterer Beweis hierfür“, erklärte die Bürgermeisterin.

Foto: Presseamt der Stadt

Solidarität gefragt

Verheerender Brand im Bischofspalais in Großwardein

Ausgabe Nr. 2591

Eine Luftaufnahme zeigt die von dem Brand verursachten Schäden.

Von einem Großbrand nahezu zerstört wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Großwardein/Oradea, das griechisch-katholische Bischofspalais am Hauptplatz, ein besonders wertvolles Architekturdenkmal, das 1905 in der Amtszeit des Märtyrerbischofs Demetriu Radu im Jugendstil gebaut wurde. Bischof Radu gehörte zu den Förderern des Neubaus eines Gebäudes des ASTRA-Vereins für die Förderung der rumänischen Sprache und Literatur in Hermannstadt und zu den Verfechtern der Vereinigung Siebenbürgens mit Rumänien.Weiterlesen

Vom Wert der ethnokulturellen Vielfalt

Erstmals Vertreter der sorbischen Minderheit beim Proetnica-Festival

Ausgabe Nr. 2591

 

Die 16. Auflage des interethnischen Proetnica-Festivals hat vom 22. bis 26. August in Schäßburg stattgefunden und die rund 600 Teilnehmer boten nicht nur mit Musik und Tanz einen Einblick in das Leben der nationalen Minderheiten. Unser Bild: „Sonțe“ (Die Sonne) heißt das Ensemble des Verbands der Mazedonier aus Uzlița/Gemeinde Băilești, Kreis Dolj.                                              
Foto: proetnica.ro

Fünf Tage lang, vom 22. bis 26. August 2018, trafen sich beim 16. Proetnica-Festival 20 nationale Minderheiten aus Rumänien. Dazu gesellten sich auch die Vertreter der Sorben aus Deutschland. Der Hauptorganisator,  das Interethnische Jugendbildungszentrum e. V. (ibz), hatte alle eingeladen, gemeinsam die Vielfalt und den kulturellen Reichtum der nationalen Minderheiten gemeinsam mit der Mehrheitsbevölkerung zu feiern, die alle Staatsbürger Rumäniens sind, das vor 100 Jahren ein einheitlicher Nationalstaat wurde.Weiterlesen

„Kunst soll man teilen”

Alexander Pop Suca stellt in Hermannstadt zum ersten Mal aus

Ausgabe Nr. 2591

Der Künstler Alexander Pop Suca im Gespräch mit Redakteurin Ruxandra Stănescu in der HZ-Redaktion.                           
Foto: Beatrice UNGAR

„Gemälde ohne Namen” will Alexander Pop Suca vom 6. bis 12. September im Touristeninformationszentrum des Hermannstädter Bürgermeisteramtes zeigen. Der Wahlhermannstädter – zusammen mit seiner Ehefrau Marlene lebt er seit November 2017 in Hermannstadt – ist eigentlich 1950 in Temeswar geboren und hat über 40 Jahre in Münster gelebt. Nicht nur über die Ausstellung sprach der Künstler mit HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u.Weiterlesen

Texte eines Kunstsinnigen

Kurt Thomas Zieglers zweiter Sammelband

Ausgabe Nr. 2591

Kurt Thomas Ziegler: Den großen Geistern auf der Spur. Erkundungen und Besprechungen, Essays und Aperçus.  hora Verlag Hermannstadt, 2018, 456 S., ISBN 978-606-8399-14-0.

Vor kurzem veröffentlichte Dr. Kurt Thomas Ziegler unter dem Titel „Den großen Geistern auf der Spur“ eine Sammlung von Aufsätzen, Essays und Berichten zu Ereignissen,Veranstaltungen, vor allem aber zu berühmten Personen der „Weltkunst“.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2591

Sommernachtsparty im Teutsch-Haus; Markt- und Sommerkonzerte; Centrum-Fest am Huet-Platz; Serenade am Binder-See; Konzert in Kleinschenk; Zwei Ausstellungen; Sommerfest für Jugendliche; Treffen junger Orthodoxen; Ausflug nach Geoagiu; Grammatik-Kurs; DWS feiert 20. Jubiläum; Vortrag über Alexander Tietz; Fahrt zum Sachsentreffen; Gottesdienst und Treffen; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache.Weiterlesen

„Geflichsel”, Hanklich, kalter Braten

Vierter Wettbewerb der siebenbürgisch-sächsischen Mundart in Michelsberg

Ausgabe Nr. 2590

Wie entsteht ein „Geflichsel“? Bei der vierten Auflage des siebenbürgisch-sächsischen Mundartwettbewerbs zeigte Juliane Henning (auf der Bank sitzend, mit Hut) auf dem Pfarrhof in Michelsberg, wie Stroh geflochten wurde. Im Zuge von Sanierungsarbeiten an einem Haus neben dem Silberbach fanden die Eigentümer auf dem Dachboden einen alten Holzkoffer voller eingeschwefelter Bündel Stroh (im Bild rechts unten).                      
Foto: Beatrice UNGAR

„Es gibt ein nützliches Ding, das wir zum Lesen brauchen, es ist die Brille. Wie heißt die Brille echt mundartlich?“ So lautete die erste Frage für die Teilnehmer der Kategorie bis 14 Jahre beim vierten internationalen Wettbewerb der siebenbürgisch-sächsischen Mundart, der am 11. August in Michelsberg stattgefunden hat. Die richtige Antwort lautete ūjeschpäjel“ (Augenspiegel). Die Sprachwissenschaftlerin Dr. Sigrid Haldenwang, die wie auch bei den ersten drei Auflagen die Fragen vorbereitet hatte, akzeptierte allerdings auch die als städtisch“ eingeschätzte Variante ūjeglǟss“ (Augenglas). Obwohl nur zwei Teilnehmer – Thomas Kattesch und Simon Tartler – in dieser Kategorie mitmachten und beide den zweiten Preis erhielten, war es spannend.Weiterlesen

„Flammen, Rauch und Blut auf den Straßen”

440 Verletzte bei dem „Protest der Diaspora” in Bukarest am 10. August

Ausgabe Nr. 2590

Zwei Wochen nach dem gewalttätigen  „Protest der Diaspora” in Bukarest vom 10. August bleiben noch viele Fragen offen, eine zwischen PSD-Anhänger und den „Rezist”-Mitgliedern gespaltene Gesellschaft und jede Menge  Verschwörungstheorien.  440 Personen wurden bei dem Protest verletzt, gegen die Gendarmen wurden bis jetzt um die 400 Klagen eingereicht.Weiterlesen

Gaumengenuss im Fokus

Vorpremiere Europäische Gastronomische Region2019

Ausgabe Nr. 2590

„Angus Steak Mega Show“hieß die Veranstaltung, die am Wochenende vom 11.-12. August im Freilichtmuseum im Jungen Wald als Vorbereitung auf die Europäische Gastronomische Region Hermannstadt 2019 stattgefunden hat. Ein 1.700 kg schwerer Stier wurde am Spieß in stundenlanger Arbeit zubereitet. Für 20 Lei konnte man vom Riesenstier probieren, Brot und Knoblauchsoße gehörten auch dazu. Der Stier stammte von der Farm der „Karpaten Meat Group” aus Marpod, die die größte Aberdeen Angus Rinderzucht aus Europa besitzen.                              Foto: Cynthia PINTER

Unter dem Titel „Gusturile Toamnei“ (Die Geschmäcker des Herbstes)  konnten die Hermannstädter und ihre Gäste vom 11. bis 19. August so richtig eintauchen in die Welt der Kochkunst. Veranstalter war Konsortium Hermannstadt Europäische Gastronomische Region 2019, gebildet aus dem Kreisrat, dem Bürgermeisteramt Hermannstadt, dem Bürgermeisteramt Mediasch, der Industrie- und Handelskammer, der Lucian Blaga-Universität und dem Tourismusverein des Kreises. Weiterlesen

„Es fielen auf einmal Bomben“

Zenderscher gedachten der zivilen Opfer des Luftangriffs vom 9. September 1944

Ausgabe Nr. 2590

Alfred Gross (links) bei seiner Ansprache vor dem Gedenkkreuz, mit Cosmin Blaga, Sprecher des Bürgermeisteramtes von Neumarkt.           
Foto: Privat

„Wir, die ganze Kolonne der Wägen von Büffeln, Ochsen und Pferden  gezogen, hatten angehalten, um eine Rast einzulegen. Auf einmal tauchten Flieger am Horizont auf, die über uns hinwegzogen, es waren ca. 13 an der Zahl. Nach kurzem wendeten sie und kamen im Sturzflug auf uns zu, es fielen auf einmal Bomben. Das Chaos brach los, alle flüchteten, wer sich nur bewegen konnte, in das nahe liegende Maisfeld, auf der linken Seite, ich hatte einen Bombensplitter in der Hüfte, mein Cousin Andreas Weber eine Wunde überm Auge, die stark blutete, aber wir waren noch am Leben.“ So beschreibt die damals 17-jährige Katharina Gross den bei Sângeorgiu de Mureș erfolgten Angriff deutscher Kampfflugzeuge auf den Konvoi der Evakuierten aus Zendersch und fünf anderen Gemeinden, dem am 9. September 1944 zwölf Zenderscher zum Opfer gefallen sind. Am 11. August d. J. wurde der Opfer vor Ort gedacht und daselbst seitens der Heimatortsgemeinschaft Zendersch ein Gedenkkreuz aufgestellt. Lesen Sie im Folgenden die leicht gekürzte Ansprache des stellvertretenden Vorsitzender der HOG Zendersch, Alfred Gross, dem Sohn der eingangs zitierten Katharina Gross.Weiterlesen