Solidarität gefragt

Verheerender Brand im Bischofspalais in Großwardein

Ausgabe Nr. 2591

Eine Luftaufnahme zeigt die von dem Brand verursachten Schäden.

Von einem Großbrand nahezu zerstört wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Großwardein/Oradea, das griechisch-katholische Bischofspalais am Hauptplatz, ein besonders wertvolles Architekturdenkmal, das 1905 in der Amtszeit des Märtyrerbischofs Demetriu Radu im Jugendstil gebaut wurde. Bischof Radu gehörte zu den Förderern des Neubaus eines Gebäudes des ASTRA-Vereins für die Förderung der rumänischen Sprache und Literatur in Hermannstadt und zu den Verfechtern der Vereinigung Siebenbürgens mit Rumänien.

 

Den Flammen fiel der gesamte Dachstuhl zum Opfer, der erst seit kurzem komplett erneuert worden war. Die Restaurierungsarbeiten konnten erst 2005 in Angriff genommen werden, da erst in jenem Jahr das 1948 enteignete Gebäude an die griechisch-katholische Kirche rückerstattet worden ist. Bis dahin beherbergte es zunächst die Volkskunstschule und später die Bibliothek des Kreises Bihor.

Bischof Virgil Bercea konnte 2007 anhand von Spenden aus dem In- und Ausland mit den Arbeiten beginnen. Restauriert wurde zunächst die Fassade. Da im Inneren noch nicht gearbeitet wurde, war das Palais unbewohnt und die gesamte Ausstattung sowie Bücher und Kunstobjekte ausgelagert. Nun muss alles wieder neu aufgerollt werden.

Bischof Bercea gab bekannt, dass sowohl der Kreisrat Bihor als auch das Großwardeiner Bürgermeisteramt in die Bresche gesprungen sind. Der Kreisrat veranschlagte für die Restaurierung eine Milliarde Lei, das Bürgermeisteramt hat einen Stadtratsbeschluss vorbereitet, demenstprechend die Stadt das Gebäude für die Zeitspanne von 20 Jahren in Verwaltung übernehmen werde, um die Arbeiten finanzieren zu können.

Die Solidarität der Behörden ist nicht hoch genug einzuschätzen, aber es bedarf immer noch Spenden, um das Bischofs-
palais, eine Sehenswürdigkeit der Stadt, wieder in vollem Glanz erstrahlen zu lassen.

Das griechisch-katholische Bistum hat ein Spendenkonto eröffnet: Banca Transilvania/Sucursala Oradea: Episcopia Română Unită cu Roma Greco-Catolică de Oradea: IBAN: EURO – RO78BTRLEURCRT0463151401; RON – RO31BTRLRONCRT0463151401; USD – RO82BTRLUSDCRT0463151401; CHF – RO57BTRLCHFCRT0463151401; SWIFT: BTRLRO22.

Alexandru Constantin CHITUȚĂ

 

 

 

 

 

 

 

Posted in Aktuelle Ausgabe, Kirche.