Einzigartig und publikumswirksam

Die 32. Auflage des Hermannstädter Internationalen Theaterfestivals

Ausgabe Nr. 2917

Auf dem Großen Ring war immer etwas los. Unser Bild: Am ersten Abend lockte zum Sonnenuntergang das atemberaubende Spektakel „Ymirs Traum” von der Straßentheatertruppe Elementz Art aus Italien tausende Zuschauer auf den Großen Ring.                                                                                           Foto: Nicolae GLIGOR

Durch die Heltauergasse marschieren laute Trommler, auf dem Großen Ring schwingen Akrobaten in 50 Metern Höhe von einem Gestell und aus der römisch-katholischen Stadtpfarrkirche ertönen Gospel-Songs. Schon erraten? Wenn Hermannstadt sich in eine riesengroße Bühne verwandelt, dann kann das nur eines bedeuten: Das Internationale Theaterfestival hat begonnen! Die 32. Auflage, die unter dem Motto „Danke“ noch bis Sonntag, dem 29. Juni stattfindet, hat auch dieses Jahr tausende Touristen in die Stadt gelockt und unzählbare Hermannstädter ins Zentrum verleitet. Täglich gibt es hier zu jeder Stunde etwas zu erleben.Weiterlesen

Spendenaufruf für das Portal der Brukenthalschule

Ausgabe Nr. 2917

Tag für Tag bist Du hindurchgegangen. Mal voller Vorfreude, mal mit Lampenfieber, manchmal auch mit einem mulmigen Gefühl. Vier Jahre lang war das Portal der Brukenthalschule für Dich der stille Zeuge unzähliger Erlebnisse – vom ersten Schultag bis zum Abschied. Aber die Zeit und die vielen Schüler haben ihre Spuren hinterlassen. Darum startet die Evang. Kirchengemeinde Hermannstadt eine Sammel-aktion unter den Absolventen, um diese Türe auch für die nächsten Generationen erhalten zu können.

Mach mit – für das Portal, durch das Du gegangen bist. Für Deine Schule. Für die Zukunft.

Von einem Architekturbüro und einer deutschen Steinmetzin, die in Hermannstadt ansässig geworden ist, haben wir ein professionelles Gutachten nebst den nötigen Arbeitsschritten erkundet, die zeigen, was zur Restaurierung nötig ist.

Das Eingangsportal ist das wertvollste Steinelement der Fassade und trägt wesentlich zu deren Lebendigkeit bei. Es handelt sich höchstwahrscheinlich um ein ursprüngliches Element des Gebäudes. Das Steinportal des Haupteingangs bildet den Mittelpunkt der Hauptfassade. Die Restaurierungsmaßnahmen zielen darauf ab, die Verfallsursachen und ihre Auswirkungen zu beseitigen bzw. zu mildern und die künstlerischen und historischen Komponenten durch Betonung des historischen Materials aufzuwerten.

Die nötigen Arbeiten erfolgen so, dass das ursprüngliche Steinmaterial vollständig erhalten bleibt – einschließlich seiner natürlichen Patina.

Die Wahl der Materialien und Methoden richtet sich nach der mineralogischen Beschaffenheit der zu behandelnden Elemente, der Form der Schädigungen sowie den mikroklimatischen Bedingungen und dem Feuchtigkeitsgrad des geschädigten Steins.

Der Kostenvoranschlag für Planung und Durchführung der notwendigen Reparaturen beläuft sich auf 11.440 Euro.

Spendenkonten bei der Banca Transilvania – Inhaber: Parohia Evanghelică C. A. Sibiu

Euro: RO78 BTRL 0330 4205 E231 45XX

Lei: RO16 BTRL 0330 1205 E231 4501 – bitte den Zweck „Portal Bruk“ angeben.

Die evangelische Kirchengemeinde Hermannstadt

Erfrischende Bootsfahrten

Ausgabe Nr. 2917

Erfrischende Bootsfahrten oder Fahrten mit Tretbooten können Klein und Groß auf dem See mitten im Hermannstädter Zoo. Auch im Zoo ist immer etwas Neues zu sehen. Der älteste Zoobewohner ist der 26 Jahre alte Braunbär Crin. Öffnungszeiten bis einschließlich im August: Mo.-So. täglich 9.30 bis 19.30 Uhr. Karten kann man auch online unter www.easy2visit.com/sibiu-zoo oder unter www.zoosibiu.ro kaufen. KInder bis 3 Jahre zahlen nicht. Kinder ab 3, Schüler, Studenten und Rentner 5 Lei, Erwachsene 10 Lei. Es gibt auch Abonnements für 10 Eintritte um 30 Lei. Die Bootsmiete kostet 50 Lei pro halbe Stunde.     Foto: www.zoosibiu.ro

Solidarität half die Tortur zu überstehen

Deutsche Roman-Fassung über Deportation in den Bărăgan erschienen

Ausgabe Nr. 2917

Benjamin Józsa, Beatrice Ungar und Mariana Gorczyca bei der Buchvorstellung (v. l. n. r.).                                                                 Foto: Cynthia PINTER

Zwischen Brăila und Slobozia führt ein Feldweg nach rechts. Dort ist Rubla, ein Ort mit einem einzigen Haus und einem Bewohner, Constantin Ciolacu. Er wurde 1951 zusammen mit anderen Menschen, die in den Dörfern in der Nähe der rumänisch-jugoslawischen Grenze lebten, in den Bărăgan zwangsumgesiedelt. Über die Deportation in die Bărăgan-Steppe schrieb die in Schäßburg lebende Autorin Mariana Gorczyca 2022 den Roman „Rubla, locul fără umbră“. Nun wurde die von Beatrice Ungar erarbeitete deutsche Fassung „Rubla, Ort ohne Schatten“, am Freitag, dem 13. Juni, im voll besetzten Spiegelsaal des Forums in der Moderation von Verlagsleiter Benjamin Józsa vorgestellt.Weiterlesen

Viorel Hizo Ehrenbürger

Ausgabe Nr. 2917

Der ehemalige Fußballtrainer Viorel Hizo (links) – die Fußballer und Fußballfans kennen ihn unter dem Spitznamen „Nea Vio” – nahm am Montag im Rahmen einer Feierstunde im Rathaus von Bürgermeisterin Astrid Fodor die Insignien eines Ehrenbürgers der Stadt Hermannstadt entgegen. Den Wortlaut des diesbezüglichen Beschlusses des Hermannstädter Stadtrates verlas Vizebürgermeister Helmut Lerner. Die Laudatio hielt Bürgermeisterin Astrid Fodor, die auch die Initiative hatte, diesen Ausnahmetrainer zu würdigen.                      Foto: Beatrice UNGAR

 

Von Bach bis Trotta

Kirchenmusikalisches rund um den Johannistag

Ausgabe Nr. 2917

Der Hermannstädter Bachchor und das Instrumentalensemble Collegium Musicum Brukenthal unter der Leitung von Brita Falch-Leutert.   Foto: B. UNGAR

Es werde in der evangelischen Stadtpfarrkirche reichlich Musik erklingen an drei Anlässen am ersten Wochenende des Hermannstädter Internationalen Theaterfestivals, gab Musikwart Jürg Leutert bekannt. Er hat nicht zu viel versprochen konnten alle Anwesenden sowohl bei dem Mittagsgebet mit Musik am Freitag als auch bei der Samstagmusik und im Sonntagsgottesdienst feststellen.Weiterlesen

Zehn von dreizehn

40. Ordinationsjubiläum evangelischer Pfarrer

Ausgabe Nr. 2917

Gruppenbild mit Prof. Hans Klein (Bildmitte) vor dem Altar der evangelischen Stadtpfarrkirche (v. l. n. r.): Helmut Reich, Dietmar Auner, Walter Sinn, Friedrich Meister, Ortwin Plattner, Paul Sattler, Johann Pitters, Zeno Scheirich, Stefan Cosoroabă, Dietrich Galter.                       Foto: privat

In den Ordinationsprotokollen hieß es 1985: „Der inneren Berufung durch Gott zur Verkündigung des Evangeliums (vocatio interna) wird durch die Berufung der Kirche (vocatio externa) bestätigt und befähigt zum Dienst als Pfarrer”. Es folgt der jeweilige Namen der 13 ordinierten Pfarrer der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien. Vom 19. bis 22. Juni feierten zehn von den dreizehn in Hermannstadt ihr 40. Ordinationsjubiläum.   Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2917

Kronenfest am 29. Juni in Kerz

Kerz/Cârța. – Das traditionelle Kronenfest in Kerz, das der Kirchenbezirk Hermannstadt der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien in Zusammenarbeit mit dem Demokratischen Forum der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) und der evangelischen Kirchengemeinde Kerz als Bezirksgemeindefest veranstaltet, findet am Sonntag, den 29. Juni, dem Peter-und-Pauls-Tag, in Kerz statt.

Im Mittelpunkt der wichtigsten Begegnungsveranstaltung der Siebenbürger Sachsen aus dem Kreis Hermannstadt stehen der Gottesdienst um 12 Uhr und der Umzug mit den Tanzgruppen und der Neppendorfer Blaskapelle sowie allen Teilnehmenden ab 14 Uhr.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen führen die Tanzgruppe der Brukenthalschule und die Lehrerinnentanzgruppe siebenbürgisch-sächsische Volkstänze auf. Auch in diesem Jahr beteiligt sich eine Tanzgruppe der Kinder und der Jugendlichen aus Kerz an der Gestaltung des Kulturprogramms.

Das DFDH bietet Interessierten eine Busfahrt zum Kronenfest an. Abfahrt 9 Uhr vom Parkplatz Thaliasaal. Anmeldungen beim Sekretariat des DFDH unter 0269-21.54.17. (BU)Weiterlesen

Lebendige Kultur: ,,Wir, im Wandel der Zeit“

Temeswar: Streiflichter von den 17. Heimattagen der Deutschen im Banat

Ausgabe Nr. 2916

An dem beeindruckenden Trachtenumzug im Zentrum Temeswars haben rund 550 Trachtenträgerinnen und Trachtenträger, 240 Paare, und die Blaskapellen teilgenommen.                 Foto: Ruxandra STĂNESCU

„Liebe Landsleute, liebe Freunde, gemeinsam wollen wir feiern, uns erinnern und die lebendige Kultur unserer Gemeinschaft präsentieren” – so lautete die Einladung des Demokratischen Forums der Deutschen im Banat zu den diesjährigen 17. Heimattagen der Deutschen im Banat, die unter dem Motto „Wir, im Wandel der Zeit” vom 13. bis 15. Juni in Temeswar stattfanden. Rund 1.000 Teilnehmer – davon die Hälfte aus Deutschland – nahmen dieses Jahr an dem dreitägigen Fest teil, das mit Unterstützung durch das Departement für Interethnische Beziehungen im Generalsekretariat der Regierung Rumäniens organisiert wurde. Weiterlesen

Carl-Wolff-Medaille für Ortrun Rhein

Ausgabe Nr. 2916

Unermüdlich engagiert: Ortrun Rhein, die Leiterin des „Dr. Carl Wolff“-Alten- und Pflegeheimes sowie des Erwachsenen- und des Kinderhospizes in Hermannstadt wurde von der Carl Wolff-Gesellschaft (CWG) im Rahmen des 75. Heimattags der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl die Carl-Wolff-Medaille zuerkannt „in Würdigung ihres unermüdlichen Engagements für Menschen, die Hilfe und Zuwendung so dringend benötigen“. Die Laudatio hielt Birgit Hamrich, Dekanin im evangelischen Dekanat Büdinger Land (Hessen) und Studienkollegin der Geehrten am Theologischen Institut in Hermannstadt. Unser Bild (v. l. n. r.): Rainer Lehni, Bundesvorsitzender des Verbands der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, Ortrun Rhein und Reinhold Sauer, Vorsitzender der Dr. Carl Wolff-Gesellschaft bei dem Festakt in der St. Paulskirche.                          

Foto: Gwendoline ROTH

,,…jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“

Abschiedsansprache von Konsulin Kerstin Ursula Jahn

Ausgabe Nr. 2916

Konsulin Kerstin Ursula Jahn (rechts) und ihre Dolmetscherin Ioana Deac.
Foto: Cynthia PINTER

Die Deutsche Konsulin Kerstin Ursula Jahn hatte aus Anlass ihres Abschieds von Hermannstadt am Dienstag zu einem Sektempfang in den Garten des Konsulats der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt eingeladen. Ihre deutlich emotional geprägte Ansprache lesen Sie im Folgenden:

Vier Jahre Amtszeit als Konsulin der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt neigen sich ihrem Ende. Es war eine Zeit geprägt von Begegnungen, großen Ereignissen, Herausforderungen und vor allem von tiefen menschlichen Verbindungen. Vor vier Jahren war mein Einstieg wie gebremst: Die Corona-Pandemie brachte alle möglichen Pläne durcheinander.Weiterlesen

Einladung zum (Nach)lesen

,,Siebenbürgischer Kalender 2026″ von Hermann Fabini

Ausgabe Nr. 2916

Siebenbürgischer Kalender 2026 von Hermann Fabini, herausgegeben von der Patrimonium Saxonicum-Stiftung zur Erhaltung des sächsischen Kulturerbes in Siebenbürgen, Querformat 30,4×23,5 cm, Spiralbindung, ABF Monumenta-Verlag Hermannstadt 2025, ISBN 9789738875647. Das Bild auf dem Deckblatt zeigt die Kirche von Tobsdorf/Dupuș/Táblás.

Der Architekt Dr. Hermann Fabini bietet in seinem ,,Siebenbürgischen Kalender“ schon seit Jahren nicht nur Bilder – im Kalender für das Jahr 2026 kommen diese Bilder aus den Ortschaften Baaßen, Mediasch, Michelsberg,   Deutschweißkirch, Meschendorf, Kirtsch, Tarteln, Tobsdorf, Bulkesch, Waldhütten, Klosdorf bei Reps und Malmkrog – sondern auch Einblick in seine Lektüre und damit Anreize zum (Nach)lesen.Weiterlesen

Gelebte Kulturpflege

Besonderes Stickseminar der Frauenarbeit der EKR

Ausgabe Nr. 2916

Aufmerksam verfolgen die Teilnehmerinnen die Erklärungen der Referentin Liane Junesch (rechts außen).                         Foto: Frauenarbeit der EKR

Ein ganz besonderes Stickseminar hat am Samstag, den 14. Juni 2025, im stimmungsvollen Ambiente des Bischofshauses in Hermannstadt ein ganz besonderes Stickseminar statt. Margit Kezdi, Geschäftsführerin der Frauenarbeit der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien (EKR), und die Referentin Liane Junesch luden zu einer inspirierenden Werkstatt ein, bei der sowohl Anfängerinnen als auch Fortgeschrittene herzlich willkommen waren. Weiterlesen

Ein dichtender Wanderer

Emil Bruckner zum 120. Geburtstag

Ausgabe Nr. 2916

Zum 120. Geburtstag des am 23. Juni 1905 in Bistritz geborenen und am 30. September 1983 in Hermannstadt verstorbenen Dichter Emil Bruckner können Sie im Folgenden lesen, was der Schriftsteller und Stolzenburger Pfarrer Walther Gottfried Seidner (1938-2018) in der Nr. 916 vom 5. Juli 1985 der damals Die Woche getitelten HZ geschrieben hat. Der Titel des Beitrags weist wohl auch darauf hin, dass Emil Bruckner 1972 den Wanderklub „Freunde der Berge” (Amicii munților) gegründet hat:Weiterlesen

Überraschende Vielfalt

Ausstellungsreigen in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2916

Rèszegh Botond (links) erläutert seine Werke im Dachboden des Brukenthalpalais, eine der beiden Kuratorinnen, Alexandra Runcan (rechts) hört aufmerksam zu.

Ein regelrechter Ausstellungsreigen dreht sich auch in diesem Jahr im Juni im Voreld und während des Internationalen Theaterfestivals in Hermannstadt (FITS). Die Ausstellungen „Imaginierte Räume”, mit Werken von Antal Vásárhelyi, „Bodies of Prometheus” mit Werken von Rèszegh Botond und die traditionelle Ausstellung mit Werken von Mitgliedern der Hermannstädter Filiale des Rumänischen Künstlerverbands (UAP) wurden schon eröffnet und sind bis zum 29. Juni d. J. zu besichtigen. Eine weitere, „Costume.Sculpture. Body.” mit Theaterobjekten des polnischen Künstlers Tadeusz Kantor wird morgen im Brukenthalpalais eröffnet und kann dort bis zum 31. August d. J. besucht werden.Weiterlesen

Kaffeenachmittag im Spiegelsaal

Ausgabe Nr. 2916

Bis Mitte des 20. Jahrhunderts waren unsere siebenbürgischen Vorfahren zum größten Teil das, was man heute Ökobauern nennt”, erklärte Karl Hann (stehend) bei seinem Vortrag zum Thema „Biologisch gärtnern? Selbstverständlich!” bei dem gut besuchten Kaffeenachmittag im Spiegelsaal des DFDH am 10. Juni. Der Landwirt Karl Hann, der in Schäßburg geboren ist und heute in Kerz lebt, hat mehr als 20 Jahre in Kanada für den biologischen Anbau gekämpft, im Sinne der asiatischen Kunst, die Bodenfruchtbarkeit über Jahrtausende zu erhalten und viele Millionen Menschen zu ernähren, wie es Franklin Hiram King in seinem Buch „Farmers of Fourty Centuries. Organic Farming in China, Korea, and Japan” 1911 beschrieben hat.          Foto: Beatrice UNGAR