Kein Happy End

Deutsches Theater aus Temeswar live auf Facebook

Ausgabe Nr. 2670

Szenenfoto mit Radu Brănici, Simona Vintilă und Isa Berger (v. l. n. r.). Foto: DSTT

Ein Gutes hat die Coronavirus-Krise. Man hat die Gelegenheit, Theaterstücke online zu sehen, zu denen man sonst keinen Zugang hätte. Fast alle großen Theaterhäuser des Landes bieten seinen Zuschauern auf ihrer Facebook-Seite im Online-Streaming Inszenierungen an. Darunter befinden sich das Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheater, das Ion Luca Caragiale-Theater aus Bukarest und seit vergangenen Montag auch das Deutsche Staatstheater Temeswar. Das erste Theaterstück, das man aus der Ferne genießen konnte, war „Im Schatten des Vergessens“ von Simona Vintilă, in deutscher Sprache mit rumänischer Untertitelung, das am 11. Mai 2018 in Temeswar Premiere gefeiert hatte.Weiterlesen

Fußball auf dem Monitor

Rumänienpokal-Spiele auf FIFA 20

Ausgabe Nr. 2670

Den Fußball begraben, wie in dieser Karikatur zu sehen, kann man wohl für einige Zeit weltweit. Nicht nur diese Sportart, dies gilt für alle rund um den Globus.                                  Karikatur: Marian KAMENSKY

Statt auf dem Spielfeld sitzen beim FIFA 20-Spiel jeweils zwei Fußballer vor ihrem Laptop und schieben auf dem virtuellen Spielfeld ihre jeweiligen Team-Kollegen über den Monitor hin und hier. So werden seit Montag die Achtelfinalspiele des Rumänienpokals ausgetragen. Am 6. Mai ist das Finale geplant.Weiterlesen

Eine Liaison mit dem Tod

Zu ,,Die Professoressa“ von Carmen Elisabeth Puchianu / Von Niels STERN

Ausgabe Nr. 2670

Carmen Elisabeth Puchianu: Die Professoressa. Ein Erotikon in gebundener und ungebundener Rede. Reihe Epik, Band 102, Pop-Verlag, Ludwigsburg, 2019, 176 Seiten, ISBN: 978-3-86356-244-1

,,Die Professoressa – Ein Erotikon in gebundener und ungebundener Rede“ von Carmen Elisabeth Puchianu, erschienen 2019 im Pop-Verlag Ludwigsburg, ist ein literarischer Mischling, dessen Hauptmotiv, sozusagen der rote Faden, welcher sich durch das Buch zieht, der Tod ist. Der Tod als ständiger Begleiter des Lebens, als Liebhaber, als jemand, den man in sein Leben lassen, mit dem man sich anfreunden und von dem man sich umgarnen lassen muss, in der Hoffnung, am Ende vielleicht doch verschont zu bleiben.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2670

Der Große Ring in Corona-Krisenzeit. Foto: Cynthia PINTER

In eigener Sache

Angesichts der im Zusammenhang mit der Covid 19-Pandemie erfolgten Ausrufung des Notstands in Rumänien und der damit verbundenen Einschränkungen bitten wir unsere Leserinnen und Leser um Verständnis, dass wir in der HZ nicht alle Aspekte dieser Notlage beleuchten können und bitten Sie, sich möglichst aus offiziellen Quellen zu informieren.

Dazu hat die rumänische Regierung eine online-Plattform unter stirioficiale.ro ins Leben gerufen, auf der man auch die Echtheit von Nachrichten prüfen kann.

Bleiben Sie gesund und zuversichtlich!

Die HZ-Redaktion

 

Gemeinsam mit Musik in den Mai

Michelsberg/München. – In Siebenbürgen war es üblich, dass die Blaskapellen am 1. Mai zu Sonnenaufgang den Frühling auf einem nahegelegenen Berg oder von dem Glockenturm „einbliesen“. Anschließend zogen sie durch die Ortschaft, wo man sich für ihre Ständchen mit Wein und Gebäck bedankte. Maiblasen oder Maisingen, das wird in diesem Jahr etwas anders gefeiert: Die Michelsberger laden am 1. Mai, ab 8.30 Uhr (rumänische Ortszeit) auf der Online-Plattform Zoom zum Maisingen und -blasen auf die Michelsberger Burg ein. Unter www.cetateacisnadioara.info/news oder auf Facebook unter Michelsberg heute/Cisnadioara azi kann man mitmachen.

Am gleichen Tag, 11 Uhr ruft der Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland ebenfalls dazu auf, den Mai mit Musik zu begrüßen. Jeder für sich und doch alle zusammen! Aus den Fenstern, von den Balkonen, in den Gärten.

Filmen Sie Ihre Version von „Der Mai ist gekommen“ und schicken Sie das Video direkt per Facebook-Nachricht an die Facebookseite des Verbands unter www.facebook.com/siebenbuerger.de oder über den Facebook-Messenger an Siebenbuerger.de. Die Veranstalter schneiden die besten Aufnahmen zusammen und laden das Ergebnis später auf dem YouTube-Kanal des Verbandes www.youtube.com/siebenbuerger de hoch. (BU)

WEITERE NACHRICHTEN IM ÜBERBLICK:

Neue Spenden; Längere Ausgangszeiten; Noch keine Flüge; Covid-19 im Kreis; Schulen bleiben geschlossen; Infos für deutsche Staatsbürger in Rumänien; Schreibwettbewerb; Anthologie in kurdischer Sprache; Kostenloses Frühstück; Konzerte im Livestream; Ultramarathon zu Hause; Alle Gottesdienste fallen aus; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache.Weiterlesen

Schutzmasken bleiben verpflichtend

Leben geht ab dem 15. Mai nicht wieder normal weiter, warnte Präsident Johannis

Ausgabe Nr. 2669

Aus dem Fenster eines Zimmers im Apollo-Hotel in Hermannstadt bedankt sich ein Ehepaar, das hier seine Quarantäne-Zeit verbringen musste, mit einem Transparent mit der Aufschrift ,,Wir danken euch für eure Fürsorge!“ bei den Betreuern.                                       Foto: Kreisrat Hermannstadt

9.710 Personen wurden in Rumänien bis zum 22. April mit Covid-19 infiziert, 519 Personen sind an den Folgen gestorben und 2.406 gelten als genesen und wurden aus den Krankenhäusern entlassen. Staatspräsident Klaus Johannis erklärte am Mittwoch, dass der bis zum 15. Mai ausgerufene Notstand nicht einen weiteren Monat verlängert wird und die ersten Lockerungen ab Mitte Mai eintreten dürften, falls die Anzahl der Neuerkrankungen und Todesfälle bis dann stetig sinkt. Weiterlesen

Keine Zukunftsmusik mehr

Finanzierungsvertrag für Fahrradwege unterzeichnet

Ausgabe Nr. 2669

Die Zukunftsmusik tönt immer näher: So soll laut Planern der Fahrradweg am Zibinsufer aussehen. Im Juli 2022 muss er fertig sein.

Als Stadtplaner von der Klausenburger Firma Planwerk vor mehr als zehn Jahren an dem Entwicklungsplan von Hermannstadt arbeiteteten und u. a. vorschlugen, die Zibinsufer als Erholungsbereiche einzurichten und auszustatten, auch für Radfahrer, klang es vielen wie Zukunftsmusik in den Ohren. Seit gut einer Woche ist diese Idee keine Zukunftsmusik mehr. Am 14. April hat nämlich Bürgermeisterin Astrid Fodor die Finanzierungsverträge für den Neubau bzw. den Ausbau von Fahrradwegen in Hermannstadt aus EU-Mitteln unterzeichnet.Weiterlesen

Spende für das Altenheim

Ausgabe Nr. 2669

Eine Spende von Pflegematerialien aller Art im Gesamtwert von 6.000 Euro für das Dr. Carl Wolff-Altenheim in Hermannstadt initiierten der Deutsche Wirtschaftsklub Siebenbürgen (DWS) und das Hilfswerk der Siebenbürger Sachsen. Heimleiterin Ortrun Rhein (2. v. l.) bezeichnete diese logistische Leistung von 10 Europaletten als ,,große Hilfe bei der schwierigen Versorgungslage“. Die Spende organisierten und überreichten seitens des DWS Harald Friedrich (1. v. l.) und Wolfgang Köber 1. v. r.).                              Foto: Cristian BUCURA

 

Urlaub auf Balkonien oder Gardenien?

Perspektiven auf die Sommerferien 2020 in Frage gestellt

Ausgabe Nr. 2669

Entspannter Sommerurlaub auf Balkonien.                       Foto: Maja POP

Die Dominikanische Republik, Türkei, Griechenland, Bali, Dubai, USA, Mauritius, Israel und Thailand. Das waren die beliebtesten Reiseziele der Rumänen im vergangenen Jahr. Heuer hat der Coronavirus gerade erst den Osterurlaub über den Haufen geworfen. Nun gerät der Sommerurlaub auch in Gefahr, vor allem für jene, die ins Ausland reisen wollten. Da bleibt nur noch, den Urlaub auf Balkonien oder Gardenien zu genießen.Weiterlesen

,,Gut Ding will Weile haben“

Neues aus der Schulbuchwerkstatt des Deutschen Forums

Ausgabe Nr. 2669

Die schon übersetzten Bücher erscheinen alle auf manuale.edu.ro als PDF und können dort eingesehen bzw. heruntergeladen werden.Alle, bis auf das Informatikbuch für die 7. Klasse (unser Bild), das im Litera-Verlag herausgegeben worden ist.

Wie das laufende Schuljahr angesichts der Coronakrise abgeschlossen werden kann, steht in den Sternen. Niemand kann genau absehen, wie sich die Epidemie entwickeln und welche Folgen das kurz- oder langfristig, hier und weltweit, für Wirtschaft, Bildung, Gesundheit, Kultur, Soziales oder Politik haben wird. Die Medien berichten über allerhand pessimistische Szenarien, aber auch über hoffnungsvolle Forschungsergebnisse, letztlich jedoch kommt man über Mutmaßungen nicht hinaus. Die Unsicherheit ist groß, und COVID-19 bestimmt unser momentan etwas eingeschränktes Leben.Weiterlesen

Von Mauer zu Mauer hüpfen

Neue, unbekannte Sportarten (V) / Von Cynthia PINTER

Ausgabe Nr. 2669

So kann ein Hindernisparcours aussehen.                    Foto: LDA Partners

Fußball, Basketball, Box, Tennis, Schwimmen oder Eishockey. Das sind einige der bekanntesten Sportarten der Welt. Aber es entstehen immer wieder neue Sportarten. Meistens sind es Abwandlungen alter Sportarten, manchmal aber auch total neue Disziplinen. In dieser Reihe stellen wir einige der im letzten und diesen Jahrhundert erschienenen Sportarten vor. Heute geht es um Parkour.Weiterlesen

Heimat – Identität – Glaube

 Ein wichtiger Beitrag zur Zeitgeschichte / Von Hermann PITTERS

Ausgabe Nr. 2669

Am 8. Juli 2019 wurde Hartmut Koschyk mit der Goldenen Ehrennadel des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien geehrt. Die Laudatio hielt der DFDR-Abgeordnete Ovidiu Ganț. Unser Bild: Hartmut Koschyk (links) präsentiert das Diplom, die Auszeichnung überreichte der DFDR-Vorsitzende Dr. Paul-Jürgen Porr (rechts).                           Foto: Fred NUSS

In der Zeit zunehmender Globalisierung scheinen die Begriffe „Heimat“, „Identität“, „Glaube“ wenig, vielleicht gar keine Bedeutung zu haben. Immer mehr Menschen  werden entwurzelt, finden ihren Arbeits- und Lebensplatz irgendwo, weit weg von ihrem ursprünglichen Zuhause und tauchen in ein ganz anderes sprachlich-kulturelles Umfeld ein, in dem ihre Identität mehr und mehr verwischt und ihre Glaubens- uns Werteüberzeugungen relativiert und als unwichtig angesehen werden. Da erscheint eine Buchveröffentlichung unter dem Titel „Heimat, Identität, Glaube“ als wenig zeitgemäß, ja, vielleicht als rückgewandt und überholt. Weiterlesen