,,Lebenslange Lerner“

Dritte private Schule soll 2020/21 eröffnet werden

Ausgabe Nr. 2639

Botschafter Kevin Hamilton sprach begeistert über Hermannstadt, dabei waren unter anderen (v. l. n. r.) Yann Biden, Ileana Vrânceanu und Maria Minea.                                 
Foto: Ruxandra STĂNESCU

Zu Schulbeginn hat in Hermannstadt auch ein neuer privater Kindergarten seine Türen eröffnet, in dem man zweisprachig unterrichtet: Rumänisch und Englisch. Der Kindergarten ist eine Franchise der kanadischen privaten Schul- und Kindergartenkette ,,Maple Bear“ (Ahorn-Bär), die vor 12 Jahren gegründet wurde und zur Zeit weltweit rund 380 Schulen und Kindergärten betreibt, in denen man das kanadische Schulsystem anwendet. Im nächsten Schuljahr soll in Hermannstadt auch die erste ,,Maple Bear“-Grundschule eröffnet werden, die Sanierungsarbeiten an dem Gebäude laufen schon.Weiterlesen→

Ein Quereinsteiger

Hermannstädter Staatsphilharmonie hat neue Leitung

Ausgabe Nr. 2639

Der neue Direktor der Hermannstädter Staatsphilharmonie, Cristian Lupes (rechts) und die stellvertretende Kreisratsvorsitzende Christine Manta-Klemens bei der Pressekonferenz im Sitzungssaal des Kreisrats.
Foto: Kreisrat Hermannstadt

Nachdem der langjährige Direktor der Hermannstädter Staatsphilharmonie, Ioan Bojin, in den Ruhestand getreten ist, wurde die Stelle im März vom Kreisrat Hermannstadt ausgeschrieben. Beim ersten Durchgang konnte sich die zuständige Kommission auf keinen Kandidaten einigen, so dass die Stelle im April erneut ausgeschrieben worden ist. Schließlich schaffte der junge Dirigent und Kulturmanager Cristian Lupeș das Rennen. Er hat sein Amt Anfang August angetreten.Weiterlesen→

,,… dass wir noch Einige sind…“

Zu Gast beim Gemeindefest in Törnen/Păuca

Ausgabe Nr. 2639

Die Pfarrer Björn Teichert (links) und Dietrich Galter gestalteten gemeinsam den Gottesdienst.                                                  
Foto: Jan-Christian BREWER

Jedes Jahr sind es mehrere Gemeindefeste, die vom Gemeindeverband Neppendorf organisiert werden: Üblicherweise geht es im Juni nach Reußdörfchen, im Juli nach Großau, im September dann nach Törnen und Anfang September oder Ende Oktober nach Neppendorf. Törnen ist erst seit zwei Jahren Gastgeber für die Festivität.Weiterlesen→

,,Sehr geschmackvoll und überaus solid“

Vor 120 Jahren wurde die Synagoge in der Salzgasse feierlich eingeweiht

Ausgabe Nr. 2639

Die Soziologin und Übersetzerin Nadia Badrus (Bildmitte) erzählte den interessierten Gästen aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde in Hermannstadt und dem Bau der noch recht gut erhaltenen Synagoge.
Foto: Beatrice UNGAR

Zahlreiche Interessierte nahmen am Sonntag die Einladung der Hermannstädter jüdischen Gemeinde an, der Synagoge in der Salzgasse einen Besuch abzustatten. Anlass der Veranstaltung war das 120. Einweihungsjubiläum der Synagoge, das in diesem Jahr am gleichen Tag gefeiert wurde wie der Europäische Tag der jüdischen Kultur. Weiterlesen→

Detailreich und kurzweilig

Ioana Heidels Autobiografie in deutscher Sprache

Ausgabe Nr. 2639


Ioana Heidel: Mein Lebensweg bis jenseits des Horizonts.  (rumänischer Originaltitel: „Dincolo de orizont“). Übersetzung ins Deutsche: Ioana Heidel, Verlag Ecou Transilvan, Klausenburg, 2017, 484 S., ISBN 978-606-730-921-2, zu bestellen bei der Autorin, E-Mail: ioahei@yahoo.de, Tel. 0049 (0931) 270.74.82, Mobil: 0049 (0160) 90.57.99.26.

Ioana Heidels Autobiografie erschien 2013 in rumänischer Sprache unter dem Titel „Dincolo de orizont“ und  2017 in deutscher Sprache unter dem Titel ,,Mein Lebensweg bis jenseits des Horizonts“. Jenseits des Horizonts und doch ganz diesseits in dieser Welt bewegt sich die aus Rumänien stammende Schriftstellerin und betritt selbstbewusst, grenzüberschreitend das Terrain des aktuell beliebten Genres des fiktionalisierten, mit Mythen angereicherten, autobiografischen Romans. Weiterlesen→

Pionierstudie und Standardwerk

Vasile Ciobanu: ,,Die Deutschen in Rumänien 1918-1919″  / Von Dr. Mariana HAUSLEITNER

Ausgabe Nr. 2639

Vasile Ciobanu: Die Deutschen in Rumänien 1918-1919, deutsche Fassung: Beatrice Ungar, Honterus Verlag Hermannstadt 2019, 359 S.,  ISBN 978-606-008-018-3

Der Historiker Vasile Ciobanu dürfte vielen in Hermannstadt bekannt sein, da er sich schon seit vielen Jahren intensiv mit der Geschichte der Siebenbürger Sachsen beschäftigt. 2001 publizierte er das Buch „Contribuţii la cunoaşterea saşilor transilvăneni  1918-1944“, das seine umfangreichen Studien zusammenfasste. 2013 folgte „Germanii din România în anii 1918-1919“ und nun die aktualisierte Fassung in der guten deutschen Übersetzung von Beatrice Ungar. Im Vorwort vermerkt Mathias Beer, dass dies eine Pionierstudie und gleichzeitig ein Standardwerk ist (S. 12) ist. Der Autor benennt in der Einleitung kurz, warum in der kommunistischen Ära in Rumänien über das Verhalten der deutschen Minderheit zur Entstehung Großrumäniens wenig publiziert wurde. In der BRD entstanden mehrere Regionalanalysen, aber keine Analyse der Haltung aller vier deutschen Gruppen in diesen Jahren.Weiterlesen→

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2639

Briefwahl ist ,,bequemer“; Fahrt zum Sachsentreffen 2019; Bachchor St. Lorenz auf Reise; Ernte- und Craftbier-Fest; ,,Hermannstadt en detail“; Filmmittwoch; 19. Hermannstädter Treffen in Dinkelsbühl; Konzert und Vortrag; Folk-Festival am See; Sibiu Music Fest; Orgelsommer in Mediasch; Studententheaterfestival; Briefmarkenausstellung; Freizeiten der Frauenarbeit; Radio Neumarkt auf Deutsch; Rumänisches Fernsehen
in deutscher Sprache.
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Fünf Tage Plurikulturalität erlebt

Streiflichter von der 17. Auflage des ProEtnica-Festivals in Schäßburg

Ausgabe Nr. 2638

Ein buntes Bild boten die Ensembles der 19 nationalen Minderheiten aus Rumänien nicht nur bei dem Gruppenbild auf der Bühne am Burgplatz in Schäßburg. Das ProEtnica-Festival war auch in diesem Jahr ein Fest der Vielfalt und bot den rund 600 aktiven Teilnehmenden aller Altersklassen und allen Besucherinnen und Besuchern die Gelegenheit, einander kennen zu lernen und sich auszutauschen.     
 Foto: Jan-Christian BREWER

An fünf Tagen – von Mittwoch, dem 21., bis Sonntag, den 25. August – lockte das vielfältige Angebot des ProEtnica-Festivals in Schäßburg tausende Besucher an. Zum 17. Mal richtete das geschichtsträchtige Städtchen in seiner malerischen Altstadt unter Mitwirkung von ca. 600 Beteiligten nun schon die Festivität aus – und das mit großartigem Erfolg. Weiterlesen→

Der ,,Hexenfluch“ ist gebannt

Streiflichter vom 19. Mittelalterfest in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2638

Die Mittelalterfestival-Parade zog am Freitag Abend auch durch die Heltauergasse auf dem Weg zum Großen Ring, auf dem anschließend Rock- und Metalmusik gespielt wurde. Viele Leute haben den Weg frei gemacht und haben den Umzug gefilmt und fotografiert. Das Festival bot in diesem Jahr eine kleine Zeitreise zurück ins Mittelalter, als Hexenverbrennungen noch üblich waren.    Foto: Werner FINK

Der Fluch der Hexe Despina umhüllte Hermannstadt drei Tage, vom 23. bis 25. August und verwandelte zur 19. Auflage, den Großen Ring in Hermannstadt in einen mittelalterlichen Markt, wo Prinzessinnen, Ritter, Mönche und Dorfbewohner zu sehen waren. Die diesjährige Auflage stand unter dem Zeichen des ,,Hexenfluchs“: Despina, eine junge Frau aus dem Jahr 1519, die der Hexerei bezichtigt und dazu verurteilt wurde, auf dem Scheiterhaufen verbrannt zu werden, wollte um jeden Preis der Strafe entgehen und sprach einen Fluch aus, der die Menschen aus jener Zeit in eine magische Welt führte. Weiterlesen→

Wo man in Schokolade baden kann

Zu Besuch bei Johann Taierling in Szekler-Neumarkt und Bálványos

Ausgabe Nr. 2638

Hier kann man in ,,Schokolade“ baden, zeigt Johann Taierling stolz.
Foto:  Werner FINK

Wer in dem Kurort Bálványos baden geht, kommt an dem Bad „Csiszár Fürdő” nicht vorbei. Für die Bewohner von Szekler-Neumarkt/Târgu Secuiesc und Umgebung gilt das Bad laut einem Internetportal als „der beliebteste Ausflugsort der letzten 100 Jahre”. Den Namen hat das Bad von Csiszár Dénes, der auf der Jagd seinen einbeinigen Jagdstuhl in die Erde gestochen, dabei eine Mineralwasserquelle entdeckt und so das Csiszár-Bad am Ende des 19. Jahrhunderts gestartet hatte.

Gegenwärtig kümmern sich um das Csiszár-Bad die Taierling-Brüder, Johann und Péter Ferenc, die es sich zum Ziel gesetzt haben das Csiszár-Bad wieder aufblühen zu lassen und in den touristischen Kreislauf zu bringen. Wie es dazu gekommen ist, dass Brüder mit diesem Namen sich in dieser Gegend daheim fühlen und sich auch für die Belange der Gemeinschaft vor Ort einsetzen, erfuhren wir auf einem Besuch in Szekler-Neumarkt und Bálványos.Weiterlesen→

Die Musik war im ,,Focus“

Bei der zweiten Auflage des „Focus In The Park“-Festivals regnete es mit Bällen

Ausgabe Nr. 2638

Der Höhepunkt der zweiten Auflage von „Focus In The Park“ war der Auftritt der Band „Subcarpați“, die sich zum Schluss ein Selfie mit dem zahlreich erschienenen Publikum machte.
Foto: Focus In The Park

Weg von den Pflastersteinen und in den kühlen Erlenpark. Dieses Konzept der Organisatoren des einzigen Festivals für alternative Musik in Rumänien hat sich spätestens dieses Jahr bewährt. „Focus In The Park“ wurde von tausenden Menschen am verlängerten Wochenende vom 22.-25. August besucht. Weiterlesen→

Von Schönheit, Natur und Harmonie

Sonderausstellung zum Thema Küche, Geselligkeit und Jagd im Blauen Stadthaus

Ausgabe Nr. 2638

Die Konservatorin Daniela Morosan und die drei Kuratoren Dr. Daniela Dâmboiu, Dr. Alexandru Sonoc und Dr. Iulia Mesea bei der Vernissage im Multimediasaal (v. l. n. r.).                                             Foto: Fred NUSS

„Die Schönheit der Natur, die Rafinesse der Küche. Mit Ceres, Bacchus und Venus“ lautet der Titel der Sonderausstellung, die am 7. August  im Multimediasaal im Blauen Stadthaus am Großen Ring des Brukenthalmuseums von der Kuratorin Dr. Iulia Mesea zusammen mit Kurator Dr. Alexandru Sonoc und mit der Kuratorin Dr. Daniela Dâmboiu eröffnet wurde. Weiterlesen→

Die kleine Perle, die einen packt

Gespräch mit der Gamedesignerin Vanessa Riess über ,,Sound of Magic“

Ausgabe Nr. 2638

Vanessa Riess (Bildmitte) mit Jan Ewald (links) und Kevin Scherer (rechts).
Foto: everbyte

Jeder, der ab und zu gerne ein gutes Spiel spielen möchte oder einfach die Zeit totschlagen will und ein Smartphone besitzt kennt sie: Die Suche nach einem ebenso unterhaltsamen wie auch anspruchsvollen Spiel im Play- oder iOS Store. Oftmals wird die Hoffnung auf einen guten Fund enttäuscht, denn viele Produkte scheinen mehr Null-Acht-Fünfzehn und rein zu kommerziellen Zwecken kreiert worden zu sein. Doch manchmal entdeckt man sie: Die kleine Perle, die einen packt und staunen lässt. So ging es mir vor einer Weile auch, als ich auf ,,Sound of Magic” stieß. So lautet der Titel eines Handy-Spiels (zu dt. „Klang der Magie“), welches Ende letzten Jahres veröffentlicht wurde. Besonders daran ist vor allem, dass es auf beinahe alle visuellen Effekte verzichtet und gewissermaßen ein interaktives Hörspiel mit tiefer gehenden Spielmechaniken ist. Dies hat zur Folge, dass der Spieler automatisch seine eigene Fantasie und Vorstellungskraft einsetzt, um das Abenteuer in der fantastischen Welt „Azalen“ zu erleben. Ein mutiger Schritt in einer Branche, die sich Jahr für Jahr mit neuen visuellen Glanzleistungen übertrifft und zunehmend auf die virtuelle Realität als Mittel der Wahl zusteuert. Die Welt der Spiele besitzt im 21. Jahrhundert eine enorme Tragweite: Jedes Jahr wird der Markt nur so überhäuft mit neuen Produkten von Entwicklern aus aller Welt, wie man regelmäßig auf den großen Messen in Los Angeles bei der E3 oder etwa in Köln bei der Gamescom(welche vom 20. bis zum 24. August stattfand) sehen kann. Die Grafik wird dabei stetig eindrucksvoller; besonders ist das zu beobachten bei großen Entwicklern wie Ubisoftoder ElectronicArts. Jedoch gibt es sie immer noch: Die kleinen Indie Studios („Indie“ kurz für independent, zu dt. unabhängig), welche wenig finanzielles, dafür aber jede Menge kreatives Kapital besitzen und so dafür sorgen, dass der Pool an innovativen Kreationen nicht austrocknet. Sie sind eine tragende Säule für den stetigen Fortschritt in der Branche.Weiterlesen→