,,Auf das Machen konzentrieren“

DFDR-Kandidaten für Stadt und Kreis Hermannstadt vorgestellt

Ausgabe Nr. 2683

Mit entsprechendem Sicherheitsabstand und im Freien, im Hof des Friedrich Teutsch-Kultur- und Begegnungszentrums und der Johanniskirche stellten sich die DFDR-Kandidaten vor, am Rednerpult befindet sich gerade Hermannstadts Bürgermeisterin Astrid Fodor.                            Foto: Ruxandra STĂNESCU

Das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien (DFDR) hat am Montag im Hof des Teutsch-Hauses die Kandidaten für die Kommunalwahlen im Herbst vorgestellt. Astrid Fodor stellt sich für ein weiteres Mandat als Bürgermeisterin von Hermannstadt. Für den Vorsitz des Kreisrates tritt Gabriel Tischer an, zur Zeit u. a. Vorsitzender des Verwaltungsrates des Hermannstädter Flughafens. Vorgestellt wurden auch Robert Krafft, Kandidat für das Heltauer Bürgermeisteramt und Vasile Gavrilă, Kandidat für das Bürgermeisteramt in Freck. Eine Überraschung folgt noch: Nach mehr als einem Jahrzehnt soll das DFDR auch in Mediasch eigene Kandidaten in das Rennen schicken, diese stellen sich demnächst vorort vor.Weiterlesen

Ein cineastisches Theatererlebnis

Erste deutsche Premiere der online-Spielzeit am Radu Stanca-Nationaltheater

Ausgabe Nr. 2683

Szenenfoto mit Valentin Späth (links) und Johanna Adam.Foto: TNRS, Dan ȘUȘA

Am vergangenen Freitag, den 24. Juli, feierte das Stück „Live“ Premiere an der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters in Hermannstadt. Seit Anfang des Jahres hatten die acht Schauspieler sowie alle Beteiligten zusammen mit dem Regisseur, Bobi Pricop, und dem Dramatiker, Thomas Perle, an der Inszenierung gearbeitet – nach wenigen Treffen vorerst nur noch in Videokonferenzen, in den letzten drei Wochen dann endlich gemeinsam auf der Bühne. Die Sitzplätze des Theaters blieben allerdings leer, denn wie auch alle anderen Aufführungen der Saison gab es „Live“ nur online zu sehen.

Im Gegensatz zu anderen Stücken wurde dieses aber nicht nur aufgezeichnet und dann ausgestrahlt, sondern an allen drei Spieltagen, vom 24. bis 26. Juli, auch immer live aufgeführt.Weiterlesen

Freude am Musizieren und am Geselligen

Gespräch mit Erich Türk zu 25 Jahre Barockensemble ,,Transylvania“

Ausgabe Nr. 2683

Das Barockensemble ,,Transylvania“ heute (v. l. n. r.): Mátyás Bartha (Violine), Erich Türk (Cembalo), Ciprian Câmpean (Bass) und Zoltán Majó (Blockflöte)

Das Barockensemble „Transylvania“ aus Klausenburg widmet sich seit 1995 der siebenbürgischen Barockmusik. Es benützt Kopien barocker Instrumente, setzt sich aber auch für die zeitgenössische Musik Siebenbürgens ein und hat mehrere ihm gewidmete Werke der Komponisten Hans Peter Türk, Adrian Borza, Dan Voiculescu, Adrian Pop und Cornel Ţăranu aufgeführt. Vom Wirken des Barockensembles ,,Transylvania” zeugen fünf CDs und eine Dokumentar-DVD über siebenbürgische Musik, Rundfunk- und Fernsehübertragungen und eine rege Konzerttätigkeit (ca. 500 Auftritte). Alle Mitglieder des Ensembles sind Absolventen der Klausenburger „Gh. Dima“- Musikakademie.  In diesem Jahr feiert das Ensemble sein 25. Gründungsjubiläum. Aus diesem Anlass gewährte der Musiker Erich Türk, der seit 1996 als Cemballist dabei ist, der HZ-Chefredakteurin Beatrice U n g a r folgendes Interview:Weiterlesen

Ein Meilenstein für Bosch

In 5 Jahren 25 Millionen Sauerstoffsensoren gefertigt

Ausgabe Nr. 2683

Kleines Bestandteil mit großer Wirkung: Der Sauerstoffsensor, auch Lambdasonde genannt.                                                                     Foto: Bosch

Seit 1960 bemüht sich Bosch um die Verbesserung von Sauerstoffsensoren. Gegenwärtig werden über die Hälfte der von Bosch produzierten Sauerstoffsensoren in der Bosch-Niederlassung in Blasendorf/Blaj hergestellt. Vor Kurzem feierte das Werk in Blasendorf die Produktion von 25 Millionen Sensoren in fünf Jahren. Alexander Firsching, Senior-Vizepräsident und kaufmännischer Leiter beiBosch, ist nach Auslandsaufenthalten wie Russland, Japan oder  China seit drei Jahren in Rumänien tätig und war bereit, dem HZ-Redakteur Werner F i n k  auf einige Fragen zu diesem Thema zu antworten:Weiterlesen

Im Museum getöpfert und gekocht

8. Auflage des Sonder-Töpfermarktes „Schön. Keramisch. Nützlich”

Ausgabe Nr. 2683

Der 8. ,,Schön. Keramisch.Nützlich“-Töpfermarkt hat am Wochenende stattgefunden. Unser Bild: Krineläwend (Krensuppe) kochten Teilnehmenden die Vertreter der Tonal-Werkstatt.    Foto: Fred NUSS

Die andere Art Töpfermarkt – „Schön. Keramisch. Nützlich” – hat an diesem Wochenende im Freilichtmuseum stattgefunden, diesmal allerdings ein bisschen anders als in den Vorjahren, denn wegen der Corona-Pandemie wurde jetzt die Sommerauflage ausschließlich mit Töpfern aus dem Inland organisiert. Eine Herbstauflage soll ebenda vom 18. bis 20. September stattfinden. Weiterlesen

Tiefgründig und mitreißend

Der Roman ,,Metzgerei Kennedy“ von Radu Țuculescu

Ausgabe Nr. 2683

Radu Țuculescu: Metzgerei Kennedy (Zarte Nebenwirkungen der globalen Erwärmung). Aus dem Rumänischen von Peter Groth.  Originaltitel ,,Măcelaria Kennedy“ (Polirom Verlag, Bukarest, 2017). Mitteldeutscher Verlag GmbH, Halle (Saale), 2019, 240 Seiten, ISBN 978-3-96311-107-5

Mit „Metzgerei Kennedy“ ist Radu Ţuculescu eine meisterhafte Komödie gelungen, die auch einen kritischen Blick auf die rumänische Gesellschaft wirft und selbst vor dem Klimawandel nicht haltmacht. 2017 unter dem Titel „Măcelăria Kennedy“ im Polirom Verlag erschienen, folgte nun im vergangenen Jahr endlich die deutsche Übersetzung des Romans, der vier Preise erhalten hat: „Romanul românesc în mileniul 3” beim Internationalen Transilvania-Buchfestival (2017), „Ovidiu Cotruş” der Zeitschrift Familia (2017), „Radu Petrescu” der Schiftstellergesellschaft und der „George Coşbuc”-Bibliothek in Bistritz (2017) sowie „Pavel Dan” der Klausenburger Zweigstelle des Rumänischen Schriftstellerverbands (2018).Weiterlesen

Von Griechen und Geten, Dakern und Römern

Erzählt der Band „Dacia Felix“ von Kai Brodersen / Von Jürgen HENKEL

Ausgabe Nr. 2683

Sarmizegetusa Regia in den Brooser Bergen. Foto: Bogdan BRYLYNSKI

„In unseren Adern fließt Römerblut“ – so heißt es bis heute in der rumänischen Nationalhymne. Die Rumänen sind stolz auf ihre römischen Wurzeln, die sich in den Auseinandersetzungen zwischen ihren dakischen Vorfahren und den Römern sowie der Zeit als Provinz Dacia des Römischen Reiches ab 106 n. Chr. herausgebildet haben. Für die rumänische Geschichtsschreibung ist diese dakisch-römische Identität freilich nicht nur eine zu beweisende Theorie, sondern Axiom, Prämisse und Prinzip. Doch wie sieht es um die historische Zuverlässigkeit dieser These aus? Weiterlesen

UCI WorldTeams sahnten ab

Streiflichter von der 10. Hermannstädter Radtour

Ausgabe Nr. 2683

Die zehnte Auflage der Hermannstädter Radtour – Sibiu Cycling Tour – hat vom 23. bis 26. Juli stattgefunden. Unser Bild: Die ersten Drei bei der Einfahrt ins Ziel der letzten Etappe am Sonntag waren  Pascal Ackermann (Bora-Hansgrohe), Michael Schwarzmann (Bora-hansgrohe), Eduard Grosu (Nippo Delko One Provence).                                                                         Foto: Werner FINK

Die Hermannstädter Radtour 2020 ist scheinbar interessanter gelungen als alle anderen bisherigen Auflagen, nicht nur weil es sich um die 10. Auflage handelte, sondern gerade wegen den durch die Cononavirus-Pandemie verursachten Umplanungen im Veranstaltungskalender des Radsportweltverbandes UCI. Die Tour de France wurde verschoben, die traditionell immer zur gleichen Zeit stattgefunden hatte und außerdem fand jetzt nach über vier Monaten Pause das erste UCI 2.1-Radrennen statt.  Weiterlesen

Die Zukunft neu definiert

Vier slowakische Künstlerinnen im Kunsthaus 7B

Ausgabe Nr. 2683

Der Galerist Thomas Emmerling zeigt eines seiner Lieblingsbilder: Die Tuschezeichnung ,,Grenzen, Schranken, Hindernisse und andere lustige Dinge“ von Mária Čorejová aus der Serie ,,Stationen der Krise“.    Foto: Beatrice UNGAR

Noch bis Ende September ist im Kunsthaus 7B in Michelsberg die Ausstellung ,,Remapping the Future“ mit Malerei, Zeichnung und Objektkunst der vier slowakischen Künstlerinnen Alena Adamíková, Mária Čorejová, Kristina Mésároš und Olga Paštéková zu besichtigen.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2683

Einige Paare von der siebenbürgisch-sächsischen Volkstanzgruppe der Brukenthalschule unter der Leitung von Bianke Grecu.                                                                 
Foto: Bianke GRECU

Sachsentreffen 2020 abgesagt

   Hermannstadt. – Das Sachsentreffen 2020 findet nicht statt, teilt der Vorstand des Siebenbürgenforums mit. In der diesbezüglichen Pressemitteilung heißt es: ,,Was wir gehofft hatten vermeiden zu können, müssen wir nun doch tun: das Sachsentreffen 2020 absagen.

Nachdem die Zahl der Corona-Infizierten in Rumänien wieder angestiegen ist und weiterhin Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gelten werden, haben sich die Mitglieder des Vorstands des Siebenbürgenforums für diese Entscheidung ausgesprochen.

Großau, wo das Sachsentreffen dieses Jahr stattfinden sollte, wird als zukünftiger Austragungsort jedoch nicht aufgegeben und ein nächstes Sachsentreffen soll dort abgehalten werden.“ (BU)

 

Zum Abschluss ein Benefizkonzert

Hermannstadt. – Mit einem Benefizkonzert zugunsten der Filiale Hermannstadt des Rumänischen Roten Kreuzes schließt die Hermannstädter Staatsphilharmonie heute, 19 Uhr, auf der Terrasse des Thaliasaals ihre Sommerspielzeit. Unter der Stabführung von Iosif Ion Prunner bringt das Orchester Werke von Mozart, Schubert und Piazolla zu Gehör.  (BU)Weiterlesen

,,Weit über das Maß schwacher Zahl“

Siebenbürgisches Kultur- und Begegnungszentrum Schloss Horneck eröffnet

Ausgabe Nr. 2682

Hon.-Prof. Dr. Konrad Gündisch und Architekt Peter Schell schneiden das blau-rote Band durch und übergeben Schloss Horneck damit seiner neuen Bestimmung. In zweiter Reihe zu sehen sind (v. l. n. r.) S.E. Frank Bayard, Dr. Bernd Fabritius, Mag. Wolfgang Rehner und Dr. Axel Froese.                Foto: Jürgen BINDER

Das Internationale Kultur- und Begegnungszentrum mit angeschlossener Bibliothek auf Schloss Horneck in Gundelsheim ist aufgrund der derzeitigen Bestimmungen im Rahmen einer Feier in kleinem Kreis am 10. Juli eröffnet worden. Die von dem Verein Siebenbürgischen Kultur- und Begegnungszentrum Schloss Horneck e. V. umgebaute Einrichtung erhielt den ökumenischen Segen von S. E. Frank Bayard, Hochmeister des Deutschen Ordens, und Mag. Wolfgang Rehner, dem Superintendenten der Evangelischen Kirche A. B. in der Steiermark, Hon.-Prof. Dr. Konrad Gündisch, Vorsitzender des Vereins, und der bauleitende Architekt Peter Schell durchschnitten auf der Schlossbrücke das  symbolische blau-rote Band.Weiterlesen