Konzerte mit Publikum

Ausgabe Nr. 2678

Unter der Stabführung von Bogdan Postolache boten einige Mitglieder des sinfonischen Orchesters der Hermannstädter Staatsphilharmonie am Donnerstag und am Freitag der Vorwoche erstmals nach Aufhebung der Ausgangssperre Konzerte mit Publikum auf dem Vorplatz neben dem Thaliasaal am Fuße des ehemaligen Schneiderturms.

 Foto: Beatrice UNGAR

Auf Zeitreise im Schloss Horneck

Neues Kinderbuch im Schiller-Verlag erschienen

Ausgabe Nr. 2678

Ines Handel: Pimpolinos Abenteuer auf Schloss Horneck. Schiller Verlag Bonn – Hermannstadt, 2020, 42 Seiten, ISBN 978-3-946954-73-6

Zeitreisen faszinierten die Menschen schon seit Jahrhunderten. H. G. Wells schrieb schon 1895 darüber in seinem bekannten Science Fiction Roman „Die Zeitmaschine“. Auf einer Reise durch die Zeit nimmt auch Ines Handel ihre Leserinnen und Leser mit. Das seit kurzem im Schiller-Verlag Bonn Hermannstadt erschienene Kinderbuch „Pimpolinos Abenteuer auf Schloss Horneck“ führt durch die spannende und ereignisreiche 700 Jahre alte Geschichte des Schlosses Horneck in Gundelsheim, das heute als Siebenbürgisches Kultur- und Begegnungszentrum funktioniert.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2678

Wieder mehr Covid 19-Fälle

Bukarest/Hermannstadt. – Die Anzahl der neuen Covid 19-Infektionen liegt in Rumänien seit mehreren Tagen bei über 300 in 24 Stunden, was den Behörden Sorgen bereitet. In den wichtigsten Covid 19-Krankenhäusern in Bukarest sind bereits keine freien Plätze mehr, auch in Hermannstadt sind die 88 den Covid 19-Infizierten zugeordneten Plätze bereits zu 70 Prozent besetzt. Grund dafür ist u. a., dass in Hermannstadt von Dienstag auf Mittwoch 19 neue Fälle registriert wurden, wobei in Hermannstadt in den letzten Wochen die Zahl der Neuinfektionen in 24 Stunden immer unter zehn Personen lag.

Bis zum 24. Juni d. J. sind 1.555 Personen in Rumänien an den Folgen der Infektionskrankheit gestorben, 48 davon in Hermannstadt. Insgesamt wurden landesweit 651.003 Tests durchgeführt. 24.826 Personen wurde die Krankheit nachgewiesen, davon 616 in Hermannstadt.

In Hermannstadt wurden auch vier Reinfizierungen registriert, als genesen erklärte Patienten haben sich wieder mit dem neuen Coronavirus infiziert. Gesundheitsminister Nelu Tătaru erklärte, dass diese Fälle von den Spezialisten untersucht werden, es könne allerdings sein, dass es sich um unterschiedliche Sars-CoV-2-Stämme handele.

Ab dem 1. Juli sollen neue Lockerungsmaßnahmen eintreten, es ist allerdings nicht klar, welche es sein werden, da die Anzahl der Neuerkrankungen noch nicht gesunken ist. (RS)

 

Sonderausstellung im Teutsch-Haus

Hermannstadt. – Die Ausstellung „PANORAMA. Hermannstadt-Sibiu“ mit Fotografien von Stefan Jammer ist vom 2. Juli bis 15. Dezember 2020 im im Friedrich Teutsch-Kultur- und Begegnungszentrum zu besichtigen. Die Ausstellung wurde mit der finanziellen Unterstützung des Konsulats der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt und des Landeskonsistoriums der EKR realisiert. Das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien fördert den Katalog, und das Hermannstädter Bürgermeisteramt bewirbt die Ausstellung. Weiterlesen

Keine Begegnung auf dem Huetplatz

Ausgabe Nr. 2677

Eigentlich sollte vom 26. bis 28. Juni 2020 das 14. Hermannstädter Treffen in Hermannstadt unter dem Motto ,,Begegnung auf dem Huetplatz“ stattfinden. Wegen der Coronavirus-Pandemie musste die Veranstaltung abgesagt werden. Unser Bild: Diese mit einer Drohne erstellte Aufnahme zeigt den Huetplatz und die evangelische Stadtpfarrkirche. Diese und weitere Aufnahmen sind nur noch heute im Touristeninformationszentrum im Rathaus am Großen Ring in der Fotoausstellung ,,Leere Plätze“ zu sehen.        Foto: Focus Photos

Freudiger Dienst an der Gemeinschaft

Helga Pitters zum 90. Geburtstag / Von Sunhild GALTER

Ausgabe Nr. 2677

Dieses Porträtbild von Helga Pitters ist in dem Bildband ,,Porträts“ von Fred Nuss abgedruckt.                                                        Foto: Fred NUSS

Jeder in Hermannstadt kennt Helga Pitters. Ebenso in unserer Evangelischen Landeskirche. Warum? Weil sie aus einer in Siebenbürgen bekannten Familie von Pfarrern und Lehrern stammt? Nun, vor allem weil sie sich ein Leben lang für die Gemeinschaft eingesetzt hat.

Sie ist eine gebürtige Pfarrerstochter; ihr Vater, Hermann Rehner, der Geschichte und Theologie studiert hatte, war zuerst als Lehrer tätig, übernahm dann aber eine Pfarrstelle in Wolkendorf. Dort verbringt Helga die ersten Jahre ihrer Kindheit unbeschwert, doch unter dem strengen Regiment der aus Österreich stammenden Mutter. 1939 zieht die Familie nach Hermannstadt um. Weiterlesen

Das erste Mal komplett online

Die 27. Auflage des Hermannstädter Theaterfestivals dauert noch bis Sonntag

Ausgabe Nr. 2677

Szenenfoto aus der Tschechow-Inszenierung „Heiratsantrag“ mit Eugen Matcovschi, Viorel Cornescu und Natalia Caraman (v. l. n. r).Foto: Teatrul Național „Satiricus Ion Luca Caragiale“, Chișinău

Kein Theaterfestival gleicht dem anderen. Die Organisatoren versuchen jedes Jahr, neue Herausforderungen an das Hermannstädter Publikum zu bringen.

Doch wie dieses Jahr war es noch nie. Heuer findet nämlich wegen der Coronavirus-Krise die 27. Auflage des Hermannstädter Internationalen Theaterfestivals komplett online statt.  Begonnen hat es am Freitag, dem 12. Juni und dauert bis am Sonntag, dem 21. Juni. Wie in den vergangenen Jahren stehen auch diesmal Theater, Tanz, Oper, Zirkus, Konzerte, Filme und Gespräche im Vordergrund, bloß ist alles diesmal kostenlos und einen Mausklick entfernt.Weiterlesen

Im Jahreslauf

Löwenzahn und Huflattich

Ausgabe Nr. 2677

Blühender Löwenzahn.

Der Löwenzahn (rumänisch: păpădie; lateinisch: Taraxacum offcinale) gehört einer Gattung der Korbblütler an und ist eine Milchsaft enthaltende Wiesenblume mit grob gezähnten, eine grundständige Rosette bildenden Blättern, einzeln auf einem hohlen Schaft stehendem Köpfchen aus meist gelben Zungenblüten und kugeligem Fruchtstand aus zahlreichen Einzelfrüchten, die auf einem langen Stiel eine schirmartig ausgebreitete Federkrone tragen und schon beim leichten Windhauch wie ein Fallschirm davonfliegen. „Löwenzahn“ ist ein Wort, dass dem Siebenbürgisch-Sächsischen fehlt. Es heißt hauptsächlich südsiebenbürgisch mundartlich: „dǝ gadǝlīsz“, im Plural „dǝ gadǝlīsǝn“ sowie „dǝ garlīsz“, im Plural „dǝ garlīsǝn“ (Hermannstadt).Weiterlesen

Beethoven und eine Weltpremiere

Aktuelles von der Hermannstädter Staatsphilharmonie

Ausgabe Nr. 2677

Zum Beethoven-Jahr hat die Hermannstädter Staatsphilharmonie am 9. Juni ein online-Konzert ausgestrahlt, in dessen Vorfeld Konsul Hans Erich Tischler (rechts) und der Philharmonie-Manager Cristian Lupeș den Titanen der Musik gewürdigt haben.       Foto: filarmonicasibiu.ro

Statt wie geplant zum Europatag am 9. Mai d. J. auf der Bühne des Thaliasaals erklang die ,,Ode an die Freude“ aus Beethovens 9. Sinfonie am 9. Juni online, gespielt von einem Quintett, gebildet aus folgenden Mitgliedern des sinfonischen Orchesters der Hermannstädter Staatsphilharmonie: Lilia Radu (Violine), Gabriel Silișteanu (Viola), Makcim Fernandez-Samodaiev (Cello), Valentin Desagă (Kontrabaß) und Raduly Adam (Fagott).Weiterlesen

Schlüssel zum gelingenden Leben

Ein Wort aus Neppendorf zum Wochenspruch

Ausgabe Nr. 2677

Die ursprüngliche in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts auf einer Anhöhe in der Dorfmitte erbaute gotische Saalkirche in Hamlesch war dem Heiligen Michael geweiht und ist 1631 niedergebrannt und wieder aufgebaut worden. 1875 wurde sie wegen Einsturzgefahr behördlich gesperrt und abgetragen. In dem Zeitraum 1897-1898 wird eine neue evangelische Kirche im neuromanischen Stil erbaut, die 1899 durch Bischof Friedrich Müller I. eingeweiht worden ist. Unser Bild: Der neuromanische Altar von 1898 hat als Mittelpunkt ein Kruzifix aus Metall und an den Seitentafeln sind die in der Andacht oben erwähnten Bibelsprüche in goldfarbenen Buchstaben aufgemahlt. Foto: Stefan BICHLER

„Christus spricht: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“(Matthäus 11, 28)

Wie ein Gebirgsbach auf einer Wanderung

Was ist das eigentlich für ein eigentümliches Wort: erquicken? Selten bis nie ist es im Alltag zu hören und ich wüsste nicht, dass ich es – außer beim Zitieren dieses Wochenspruches – jemals verwendet habe. „Ich will euch erquicken“, sagt Jesus, der Christus, der Gesalbte: „Ich will euch erfrischen, stärken, an mir könnt ihr euch laben, ich will euch gütlich tun.“ Oder auch: „Ich will euch ausruhen lassen.“

Wir haben zwar Jesu Worte nicht im Original, wie er sie auf Aramäisch gesprochen hat, überliefert, doch steht in der ältesten, der griechischen Übersetzung ein interessanter Hinweis. In erquicken steckt das Wort Pause drin, anapauso: „Ich gebe euch eine Pause.“ Und diese Pause ist das, was erfrischt, erhebt und belebt. Wie ein Gebirgsbach auf einer Wanderung, in den ich meine Unterarme lege oder die Schuhe ausziehe und mit den Füßen darin wate.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2677

Flugverkehr aufgenommen

Hermannstadt. – Am Hermannstädter Flughafen wurde ab dem 17. Juni der Flugverkehr wieder aufgenommen. Angemeldet sind vorerst nur die Flüge nach und aus Dortmund, Memmingen, Karlsruhe/Baden-Baden, Nürnberg und Frankfurt Hahn der Fluggesellschaft Wizz Air. Auf dem Hermannstädter Flughafen wird u. a. die Körpertemperatur der Fluggäste gemessen, eintreten darf man nur, wenn diese unter 37,3 Grad Celsius liegt. (RS)

 

Erste Konzerte mit Publikum

Hermannstadt. – Die Hermannstädter Staatphilharmonie hat gestern bereits ein erstes Konzert mit Publikum angeboten, das zweite findet heute, ab 19 Uhr statt. Die Konzerte finden im Freien statt, in der Fußgängerzone vor dem Thalia-Saal. Die Anzahl der Teilnehmer ist beschränkt. Eine Karte kostet 20 Lei, Personen, die Abos besitzen, können die übrig gebliebenen Tickets benutzen.

23 Musikerinnen und Musiker spielen Werke von Doru Popovici, Béla Bártok und Wolfgang Amadeus Mozart, Dirigent ist Bogdan Postolache. (RS)  Weiterlesen

Das älteste Fresko Siebenbürgens?

In Heltau wird an der Freilegung eines 800 Jahre alten Freskos gearbeitet

Ausgabe Nr. 2676

Die Restaurierungsarbeiten an der Kirchenburg in der Stadtmitte von Heltau sind sowohl außen als auch innen in vollem Gange. Archäologen, Restaurateure und Bauarbeiter sind hier fleißig am Werk und lassen hoffen, dass die Kirche bald wieder für alle Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde A. B. Heltau und für Touristen geöffnet sein wird.Foto: Cynthia PINTER

Eine Überraschung folgt der anderen in der romanischen Basilika in der Heltauer Kirchenburg. Die größte Überraschung, die von den Archäologen und Restaurateuren gelüftet wurde, ist, dass sich im gesamten Innenraum der evangelischen Kirche unter dem Putz ein mittelalterliches Fresko aus dem 13. Jahrhundert befindet, das gerade unter größter Sorgfalt freigelegt wird. Das Fresko ist sowohl im Chorraum als auch im Mittelschiff der Kirche sichtbar und gilt den Fachleuten zufolge als ältestes Fresko Siebenbürgens.

Die Archäologen und Restaurateure arbeiten hier im Rahmen des EU-Projekts „Reparatur und Konservierung der Heltauer Kirchenburg und deren Einführung in das touristische Angebot der Region“. Der Finanzierungsvertrag dafür wurde Ende April 2017 unterzeichnet, der erste Spatenstich erfolgte am 3. März 2019, die Bauarbeiten am 4. März 2019.Weiterlesen