Weniger wäre mehr…

Ausgabe Nr. 2386
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Zu Dieter Roths Roman Der müde Lord"

 

484 Seiten hat der Verfasser Dieter Roth dafür aufgewandt, um den in Bukarest verbrachten Lebensabschnitt seines alter ego Christian Rosenow literarisch aufzubereiten. Es handelt sich immerhin um prägende Jahre – Christian Rosenow zieht, wie schon vor ihm einige bildungshungrige Roman- oder Novellenhelden, „durchs Gebirge“ in den Süden.  Das ist in diesem Fall die Reise aus dem fiktiven Burgstedt über Kronstadt nach Bukarest, der Landeshauptstadt von Rumänien. Dort will er in der Redaktion der deutschen Tageszeitung „Neues Land“ unterkommen, um sich dadurch ein Studium der Germanistik finanzieren zu können.

 Damit beginnen für uneingeweihte Leser auch schon die Schwierigkeiten. Denn die Namen, Personen- wie Ortsnamen, sind teils real, teils fiktional, teils rudimentär fiktionalisiert. Kronstadt und Bukarest sind mit eventuellem Nachschlagen der rumänischen Bezeichnung durchaus auf der Landkarte zu finden, Burgstedt hingegen wird man vergeblich suchen. Alfred Margul-Sperber und Paul Celan dürfen ihre Klarnamen behalten, aus Immanuel Weißglas wird jedoch Immanuel Glass, Alfred Kittner wird zu Alfred Kyttner, aus Hans Liebhardt wird Hans Lipphardt, andere Namen sind wiederum nur für Kenner der Materie realen Personen zuordenbar.Weiterlesen

„Unser Herz lenkt unsere Schritte“

Ausgabe Nr. 2385
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Mehr als 400 Teilnehmende kamen zum fünften Mediascher Treffen

 

Alle drei Jahre treffen sich die Mediascher Sachsen in ihrer Heimatstadt, um gemeinsam ein Wochenende zu verbringen. In diesem Jahr war es das fünfte Treffen und es fand von Freitag bis Montag statt. Am Freitag trafen sich alle um 9 Uhr auf dem Kirchhof der Margarethenkirche, dort erhielten sie ein Programmheft und ein Abzeichen, das alle Teilnehmenden trugen.

 

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Und nächstes Jahr kommt Brandauer

Ausgabe Nr. 2385
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Rückblick auf das 21. Internationale Theaterfestival in Hermannstadt

 

Es war die erfolgreichste Auflage aller Zeiten. Das Internationale Theaterfestival Hermannstadt, kurz Sibfest, endete am 15. Juni mit einem riesengroßen Feuerwerk, das etwa 15 Minuten dauerte. Es waren neun Tage, an denen die Stadt am Zibin von Künstlern aus 72 verschiedenen Ländern überfallen und erobert" wurde. Laut den Organisatoren sollen über 600.000 Menschen die 21. Auflage des Theaterfestivals besucht haben.  Die meisten davon sahen sich die Veranstaltungen im Freien an. Vor allem die Konzerte und Zirkusshows auf dem Großen Ring zogen eine große Anzahl von Hermannstädtern in ihren Bann.

 

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Grabsphinx am Torturm

Ausgabe Nr. 2385
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Gräfenburg in Urwegen saniert und eingeweiht

 

Eine der letzten erhalten gebliebenen Gräfenburgen in Siebenbürgen, jene von Graf Daniel im 13. Jahrhundert in Urwegen im Unterwald errichtete, wurde am Sonntag nach im Rahmen des EU-Kirchenburgenprojekts durchgeführten Sanierungsarbeiten, durch Bischof Reinhart Guib, Dechanten Dr. Wolfgang Wünsch und Ortspfarrer Wilhelm Meitert eingeweiht.Weiterlesen

Franziskanerinnen

Ausgabe Nr. 2385
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Vor 150 Jahren kamen erstmals Mallersdorfer Schwestern (Franziskanerinnen) nach Hermannstadt. Hier mietete 1864 und kaufte 1865 die Herzogin Montenuovo, geb. Gräfin Juliánna Batthanny in der Berggasse/Dealului ein Haus und Grundstück, wo die Schwestern nach und nach eine Volksschule, einen Kindergarten, eine Bürgerschule für Mädchen und eine Lehrerinnenbildungsanstalt mit Internat, eine Handels- und eine Haushaltsschule für Mädchen betrieben. Weihnachten 1949 wurde das Anwesen enteignet und die Schwestern vertrieben. 2007 haben es die seit 1991 wieder in Siebenbürgen tätigen Mallersdorfer Schwestern rückerstattet bekommen und haben seitdem unter Koordination von der aus Regensburg stammenden Schwester Michaela schon einige Räume (unser Bild: der Festsaal) saniert und restauriert. Am 17. Oktober d. J. ist ein Jubiläumsgottesdienst in der römisch-katholischen Stadtpfarrkirche geplant. Dazu soll auch eine Ausstellung eingerichtet werden. Aus diesem Anlass bittet Schwester Michaela alle früheren Betreuten bzw. deren Nachfahren Fotos, Erinnerungsstücke oder Erinnerungsgeschichten aus ihrer Zeit bei den Franziskanerinnen an die Hermannstädter Zeitung zu schicken oder zu mailen.                                                           

Foto: Beatrice UNGAR

 

Erstflug mit Wasserwerfern erwartet

Ausgabe Nr. 2385
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Seit Samstag kann man aus Hermannstadt auch direkt nach London Luton fliegen

 

Von der Feuerwehr wurde der Flug Wizz Air von London nach Hermannstadt erwartet, denn ganz traditionell wurde am Samstag, dem 14. Juni, dieser Jungfernflug getauft. Das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft, besser gesagt Zusammenarbeit zwischen dem Kreisrat Hermannstadt, der den Flughafen betreibt, und der Low-Cost-Fluggesellschaft Wizz Air, denn in Hermannstadt gibt es große Pläne und dieses Jahr soll eine weitere neue Route eröffnet werden. Etwa zwei neue Destinationen pro Jahr sollen in den nächsten Jahren eingeführt werden, erklärte der Kreisratsvorsitzende Ioan Cindrea. Erwünscht ist u. a. ein Flug nach Bukarest, der morgens die Hermanstädter in die Hauptstadt bringt und nachmittags wieder heimbringt.Weiterlesen

Nachrichten

2385

Woche der Traditionen

Buchpräsentation

Transilvanian Brunches 2014

Einladung zum Friedensgebet 

Michelsberger Spaziergänge:

Exkursion zu Bauten des Architekten Fritz Balthes

Brukenthalschüler Spitze

Radio Neumarkt auf Deutsch

Rumänisches Fernsehen in deutscher SpracheWeiterlesen

„Ein Loch ins generationshohe Fass schlagen“

Ausgabe Nr. 2384
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Der Liechtensteiner Künstler Martin Frommelt stellt in Hermannstadt aus

 

Natürlich geben wir acht auf unsere Tradition, hüten sie, und doch, so paradox es klingt, müssen wir jeweils ein Loch in dieses generationshohe Fass schlagen, damit etwas vom Inhalt ablaufen kann und wir Neues zufließen lassen können". So lautet ein Gedankensplitter von Martin Frommelt, einem Liechtensteiner Künstler Jahrgang 1933, der seit Donnerstag der Vorwoche erstmals in Hermannstadt ausstellt. Unter dem Titel Arc" sind in der Galerie für zeitgenössische Kunst des Brukenthalmuseums in der Quergasse/Tribunei noch bis zum 29. Juni d. J. 13 großformatige Gemälde des Künstlers zu sehen, die erstmals dem Publikum gezeigt werden.

 

 

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