Ein „gemeinsamer Traum“

Privater Kindergarten mit deutscher Abteilung im Arhitecților Viertel eröffnet

Ausgabe Nr. 2686

Das Ehepaar Sorin Ivan und Ioana Țălnariu hat sich einen gemeinsamen Traum erfüllt und erwartet die Vorschulkinder in einem heimeligen Ambiente. Foto: der Verfasser

„Kidz Academy“ heißt der neue private Kindergarten mit deutscher Abteilung in der Str. Duiliu Marcu Nr. 20 D, im Arhitecților-Viertel, wo die Kinder ab dem 17. August d. J. eingeschrieben werden können und wo am 14. September dann die offizielle Eröffnung erfolgen soll.

Die Initiative ist höchst willkommen, vor allem da es keine staatlichen Bildungseinrichtungen in diesem Wohnviertel gibt, das verwaltungsmäßig zu Heltau gehört.  Die Initiatorin Ioana Țălnariu, die vor einem Jahr aus Kanada in die Heimat zurückgekehrt ist, bezeichnet es als ihr „Herzensprojekt“. Weiterlesen

Ein wichtiges Dokument

Prachtband zum ASTRA-Verein erschienen

Ausgabe Nr. 2686

Bürgermeisterin Astrid Fodor und die beiden Autoren, Sorana Maier und Constantin Necula (v. l. n. r.) stellten das Buch vor kurzem im Garten des Hochzeitshauses am Kleinen Ring 22 vor.               Foto: Răzvan NEGRU

,,Hocherfreut bezeuge ich, dass wir Söhne eines Vaterlandes sind, das mit Recht zu den zivilisierten europäischen Staaten zählt, denn es besitzt alles, was die Kultur und die Zivilisation eines Staates charakterisiert. (…) Wir haben ein auf die Verfassung aufgebautes Vaterland, das allen gleiche Rechte sichert, dazu gesetzlich festgelegte Freiheit der Presse, der Vereinigung und der Vertretung des Volkes (…)“. Diese Worte sprach Andrei Șaguna, der erste Vorsitzende des ASTRA-Vereins in seiner Rede zum Auftakt der Sitzung am 9./21. März 1861, bei der die Satzungen des Vereins verfassst wurden. Nachzulesen ist die gesamte Rede in dem jüngsten Buch von Sorana Maier und Constantin Necula.Weiterlesen

Lesenswertes über Werte

Zum dritten Band der Reihe ,,Leseproben einer Seelenverwandtschaft“

Ausgabe Nr. 2686

Erna Hennicot-Schoepges/Beatrice Ungar: Werte haben keinen Preis. Leseproben einer Seelenverwandtschaft III. Honterus Verlag Hermannstadt, 2020. 96 S., ISBN 978-606-008-051-0.

Unter dem Titel „Werte haben keinen Preis“ ist vor Kurzem ein Buch erschienen, in dem die beiden Autorinnen Beatrice Ungar und Erna Hennicot-Schoepges nun in einer dritten Folge „Leseproben einer Seelenverwandtschaft“ veröffentlichen. Wieder treffen hier Luxemburg und Siebenbürgen im Gespräch aufeinander und entdecken über sprachliche und geschichtliche Gemeinsamkeiten hinaus sehr vieles an gedanklichem Gleichklang und geistiger Übereinstimmung. Es liegt hier auf knapp hundert Seiten eine ganze Axiologie, eine philosophisch-soziologische Werte-Theorie in vielen Facetten vor, die den Leser und die Leserin tiefe Einblicke in die heutige geistige Situation in Europa und in der ganzen Welt tun lassen.Weiterlesen

General Bem und die Familie Möferdt

Aus der Geschichte der Revolution von 1848/49 in Hermannstadt / Von Béla János BÁCS

Ausgabe Nr. 2686

Rückeroberung Hermannstadts am 19. Juli 1849. (Ganz links unten angeblich General Bem). Lithografie aus der Sammlung Dr. J. Bielz. Foto: Reproduktion aus ,,Vom alten Hermannstadt“ von Emil Sigerus, 3. Folge, Hermannstadt 1928

Von einer für die Stellung des Generals Josef Bem, für sein Leben wichtigen Episode hatte der Verfasser der folgenden Ausführungen, Béla János Bács, aus Hermannstädter Familienschriften erfahren. Die ungewöhnliche Begebenheit veranlasste ihn, die damit verbundenen Örtlichkeiten zu besichtigen und sich mit dokumentarischen Quellen zu befassen, die das Revolutionsgeschehen in Hermannstadt und Umgebung darstellen. Veröffentlichungen von Friedrich Teutsch (Band 3 der „Geschichte der Siebenbürger Sachsen“) und Emil Sigerus („Vom alten Hermannstadt“, Folge 3) waren ihm dabei von Nutzen, auch konsultierte er andere Untersuchungen, von Rikhárd Gelich, József Breit, Tobias Weger u. a. Sein Aufsatz über „Väterchen Bem in einer Hermannstädter Gerberwerkstatt“ wurde in zwei Folgen der Zeitung Hargita Népe publiziert (19. und 26. Juni 2020) und ist aus dem Ungarischen von HZ-Redakteur Werner F i n k  übersetzt worden. Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2686

Foto: Focus Photos

Bisher 73.617 Infizierte

Bukarest/Hermannstadt. – Bis zum 19. August sind in Rumänien 73.617 Personen mit einer Covid-19-Infektion registriert worde, 3.106 Personen sind an den Folgen gestorben. In den letzten 24 Studen (18.-19. August) wurden 1.409 neue Fälle registriert und bei 624 Personen wurde die Infektion bestätigt. 32 Personen sind in dieser Zeitspanne an den Folgen gestorben.  Bei zwei von ihnen waren keine Vorerkrankungen bekannt. 7.067 Personen sind zur Zeit in Krankenhäusern eingewiesen, 480 Personen davon befinden sich auf Intensivstationen.

In Kreis Hermannstadt wurden insgesamt 1.230 Fälle registriert, 7 neue in den letzten 24 Stunden. (RS)

 

Online-Debatte 

Rosenau. – Die Debatte „Deutsche in Rumänien nach dem Zweiten Weltkrieg” wird im Rahmen des Festivals für historische Filme in Rosenau/Râșnov präsentiert. Die Debatte ist online zu sehen (auf www.facebook.com/filmsiistoriirasnov), am Samstag, dem 22. August, zwischen 16 und 18 Uhr. Moderator ist Cosmin Budeancă. Hannelore Baier, Remus Gabriel Anghel und Ottmar Trască werden auf die Frage „Was ist mit den Deutschen in Rumänien nach dem Zweiten Weltkrieg passiert?” antworten. Näheres unter www.facebook.com/events/888580878302695. (RS)Weiterlesen

Drei komplette Stadtratlisten

Hermannstädter DFDR-Kandidaten für die Kommunalwahlen stellten sich vor

Ausgabe Nr. 2685

Prof. Dr. Zeno-Karl Pinter begrüßte die Teilnehmenden, stellte die Spitzenkandidaten Astrid Fodor (2. v. l.) und Gabriel Tischer (1. v. l.) vor und bat Christine Manta-Klemens  (2. Reihe, 1. v. l.) um ein Wort.    Foto: Beatrice UNGAR

 

Bei den Kommunalwahlen, die in Rumänien am 27. September stattfinden werden, tritt das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien (DFDR) im Kreis Hermannstadt mit 131 (2016 waren es 137) Kandidaten an, davon drei Bürgermeisterkandidaten – Astrid Cora Fodor (Hermannstadt), Robert Krafft (Heltau) und Vasile Gavrilă (Freck) – drei kompletten Stadtratlisten (Hermannstadt, Freck und Heltau), einer kompletten Liste für den Kreisrat, einer kompletten Liste für den Gemeinderat in Großlasseln, sowie Kandidaten für die Stadträte in Mediasch und Agnetheln.Weiterlesen

„Neue Akzente setzen”

Die Corona-Pandemie hat auch die Schauwerkstatt der Gesellen beeinflusst

Ausgabe Nr. 2685

Dr. Andreas Apelt auf der Pempflingerstiege. Foto: Ruxandra STĂNESCU

Seit 2007 war der Monat August in Hermannstadt den Wandergesellen gewidmet. Schauwerkstätten, Konzerte und Diskussionen beim Wandergesellenhaus gehörten zum Projekt dazu, das dieses Jahr durch die Reisebeschränkungen anders ausgefallen ist als sonst. Über das Wandergesellenprojekt in der Corona-Zeit sprach Dr. Andreas Apelt, Bevollmächtigter des Vorstandes der Deutschen Gesellschaft e. V. aus Berlin, mit der HZ-Redakteurin  Ruxandra S t ă n e s c u.Weiterlesen

Trans-leithanisch oder cis-leithanisch?

Gedankensplitter zum symbolischen Wert der Krautfleckerln

Ausgabe Nr. 2685

Fast alles ist bipolar. Die Erdkugel hat zwei Pole, elektrische Batterien und auch der kleine Mickey-Maus-Magnet auf der Kühlschranktür haben einen Nord- und einen Südpol. Der Antagonismus von zwei Gegensätzen beschränkt sich jedoch nicht nur auf physikalische Dinge. Die belebte Welt ist auch voller Gegensatzpaare, man denke nur an Linkshänder und Rechtshänder, an die beiden biologischen Geschlechter: die einen sind männlich, die anderen intelligent. Und selbst innerhalb eines Individuums öffnen sich weite Gegensätze wie Stimmungsumschwünge zwischen extremer Freude und Trauer, ja es gibt auch Psychen, die man sogar bipolar nennt.Weiterlesen

Ein übervolles Leben!

Hugo Schneider feierte seinen 85. Geburtstag

Ausgabe Nr. 2685

Hugo Schneider (links) im Gespräch mit dem Schaaler Ehepaar Johanna und Fritz Ziegler beim 40. Mediascher Bezirksgemeindefest, das am 14. Mai 2017 stattgefunden hat.                                           Foto: Beatrice UNGAR

85 Jahre alt wurde Hugo Schneider am 13. August, und viele Glückwünsche werden ihn ins neue Lebensjahr begleiten! Er gehört zu der Generation Siebenbürger Sachsen, die den Mut aufbrachten, nach 1990 in der alten Heimat zu bleiben und neue Wege zu finden. Weiterlesen

Wie eine Enescu-Rhapsodie

Der Roman „Die Unschärfe der Welt“ von Iris Wolff ist bald auf dem Büchermarkt

Ausgabe Nr. 2685

Iris Wolff: Die Unschärfe der Welt, Roman, Verlag Klett-Cotta, Stuttgart 2020, 213 Seiten, ISBN 978-3-608-98326-5, erscheint am 22. August 2020

„Tief ist der Brunnen der Vergangenheit. Sollte man ihn nicht unergründlich nennen?“ Mit diesem Zweiklang stimmt Thomas Mann den Leser in das epische Werk „Joseph und seine Brüder“ ein. Die Koordinaten, die Iris Wolff ihrem Bilderbogen aus Erinnerung, Familie und Freundschaften zwischen dem rumänischen Banat und dem Ausreise-Deutschland in den 80-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts setzt, heißen „Lass mir das Kind“ – zu Beginn – und „Der Blick des Zauberers ist der Blick des Publikums“ – am Schluss. Ein epischer Atem kann zu einem durchkonstruierten Roman führen, er kann aber auch ein Netz aufspannen, ein Zelt aus Einsichten, Begegnungen und Beobachtungen, in dem der Leser hin- und hergehen kann. Weiterlesen

Aus der Situation das Beste gemacht

29 Marburger zu Gast in der Partnerstadt Sibiu/Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2685

Die Marburger Delegation mit Vizebürgermeisterin Corina Bokor (1. v. r. auf der Treppe) und Delegationsleiter Björn Backes (2. v. r. auf der Treppe) im Garten auf der Terrasse des Hochzeitshauses am Kleinen Ring. Foto: Beatrice UNGAR

Am Donnerstagmorgen, den 30. Juli d. J., machten sich insgesamt 29 Marburger und Marburgerinnen mit dem Bus auf den Weg, in die Partnerstadt Sibiu/Hermannstadt (Rumänien), für eine geplante sportliche Jugendbegegnung.

Organisiert wurde die einwöchige Fahrt von den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Fachdienstes Sport der Universitätsstadt Marburg. Bei der Fahrt anwesend waren die Mitarbeiter des Fachdienstes, der Fachdienstleiter Björn Backes, Betreuer aus Vereinen sowie Jugendliche aus Marburg und Umgebung. An der Begegnung nahmen in diesem Jahr 20 Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren teil. Alle zwei Jahre fährt eine Gruppe für diese sportliche Jugendbegegnung nach Hermannstadt, entgegengesetzt findet dies in Marburg mit allen Partnerstädten statt.Weiterlesen