Freundschaft und Menschlichkeit

Sechsjähriger Schauspieler auf der Bühne des Gong-Theaters

Ausgabe Nr. 2694

„Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry feierte am Freitagabend Vorpremiere am Hermannstädter Gong-Theater für Kinder und Jugendliche. Weitere Aufführungen des Theaterstücks sind für Ende November geplant. Unser Bild: Die Darsteller im Stück sind Eliza Păuna, Alexandra Șerban, Carol Pușcariu und Paul Bondane (v. l. n. r.).                                      Foto: Cynthia PINTER

„Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry wurde schon oft für die Theaterbühnen der Welt umgesetzt. Nun dürfen sich auch die Hermannstädter an dem modernen Kunstmärchen, das fast immer als Plädoyer für Freundschaft und Menschlichkeit interpretiert wird, erfreuen. Am Freitag, dem 9. Oktober fand die Vorpremiere des Theaterstücks, unter der Regie von Bobi Pricop, am Kinder- und Jugendtheater „Gong“ statt. Am ganzen vergangenen Wochenende wurden fünf Vorstellungen gezeigt, alle fünf waren Tage davor schon ausverkauft.Weiterlesen

Zwei Stücke in einem Band

Theaterstücke von Friedrich Schuller im Ludwigsburger Pop-Verlag erschienen

Ausgabe Nr. 2694

Frieder Schuller: Ossis Stein. Zwei Theaterstücke, Pop Verlag Ludwigsburg, 2020, Reihe Theater Band 3. 244 Seiten, ISBN 978-3-86356-305-9.

Egal was andere in die Securitate-Akte „Otto Stein“ hineininterpretieren mögen, Frieder Schuller hält zu seinem Freund und Kollegen Oskar „Ossi“ Pastior. Nach Pastiors Tod, am 4. Oktober 2006, kamen im Jahre 2010 Vorwürfe auf, der Dichter hätte in den 60er Jahren unter dem Decknamen „Otto Stein“ für den damaligen rumänischen Geheimdienst gearbeitet und seine eigenen Freunde ausspioniert. Die Literaturwelt begann, den Poeten zu kritisieren und selbst sein künstlerisches Erbe in Frage zu stellen. Schuller wagte eine etwas andere Annäherung an Pastiors Geheimdienstvergangenheit. Das daraus entstandene Theaterstück ,,Ossis Stein oder Der werfe das erste Buch“ sowie das Stück ,,Tanz mit der Stille“ sind vor kurzem in einem Band erschienen.Weiterlesen

Wert auf überlieferte Traditionen gelegt

Online-Laden für traditionelle landwirtschaftliche Produkte eröffnet

Ausgabe Nr. 2694

Den meist beklatschten Auftritt boten  die selbstbewusst tanzenden Kindern von dem Ensemble ,,Călușerii Rășinari”.                 Foto: Fred NUSS

Essen, Tanz und Getränke gehen immer, konnte man auch im Falle der Sonderveranstaltungen feststellen, die am Samstag im Freilichtmuseum im Jungen Wald stattgefunden haben. Während bei der Eröffnung der Ausstellung ,,164 Jahre seit Abschaffung der Sklaverei für Roma“ außer den Veranstaltern nur drei Besucher dabei waren, wimmelte es von Menschen an der Abstandsgrenze auf dem Dorfmarkt in der Nähe, von wo auch dauernd rumänische Volksmusik ertönte.

Hier hatte der Verein ,,Tradiții sibiene“ zur Präsentation des online-Ladens für traditionelle landwirtschaftliche Produkte – http://www.tradi tiisibiene.org – eingeladen.Weiterlesen

Feinfühlige Annäherungen

Die Siebenbürgen-Bilder des Dresdener Fotografen Thomas Heller

Ausgabe Nr. 2694

Thomas Heller: „Siebenbürgen süße Heimat“. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale), 2020, 128 Seiten, ISBN 978-3-96311-375-8.

„Siebenbürgen, süße Heimat“. Die Anfangszeile der letzten Strophe des Siebenbürgenlieds habe ich, der ich selbst keine familiären Bezüge zu Siebenbürgen habe, zum ersten Mal als Kind in gestickter Form in den frühen 1970er Jahren wahrgenommen.

Sie zierte in biedermeierlichen Lettern einen selbst gestickten Wandbehang, den sich eine gebürtige Hermannstädterin aufgehängt hatte – in ihrem bescheidenen Zimmer in Oberbayern. Ihre Tochter und ihr Schwiegersohn zählten zum Freundeskreis meiner Eltern. Der vor kurzem im Mitteldeutschen Verlag erschienene Bildband des Dresdener Fotografen Thomas Heller trägt als Titel diesen Vers und erweckte bei mir eine erste spontane Assoziation: Weiterlesen

Rosenkranz, Celan und der Dorfschreiber

Gespräch mit dem Filmemacher, Schriftsteller und Dramatiker Frieder Schuller

Ausgabe Nr. 2694

Frieder Schuller.
Foto: Manuel STÜBECKE

Frieder Schullers Film „Im Süden meiner Seele“ über die Bukarester Jahre von Paul Celan wurde aus Anlass des 100. Geburtstages bzw. des 50. Todestages des am 23. November 1920 in Czernowitz geborenen und am 20.April 1970 in Paris verstorbenen Dichters in diesem Jahr schon zum dritten Mal in Berlin gezeigt, im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Kulturforum östliches Europa in Potsdam und dem Bundesplatzkino   Berlin.

Im Juli 2020 hat die Berlin-Korrespondentin der Hermannstädter Zeitung, die Autorin und Fotografin Christel W o l l m a n n-F i e d l e r, folgendes Interview mit dem Filmemacher, Schriftsteller und Dramatiker Frieder Schuller geführt:Weiterlesen

Ein neues Miteinander

Hermannstädter Gespräche zum Thema Corona

Ausgabe Nr. 2694

Unter Befolgung der Abstandsregeln und der Maskenpflicht fand die Gesprächsrunde im Spiegelsaal des DFDH statt. Foto: Dragoș DUMITRU

Vermutlich wurde in diesem Jahr kein Wort öfter in den Mund genommen als Corona. Die Corona-Krise wurde zum Bestandteil eines jeden Alltags, bereitet den meisten Kummer und Sorgen und veränderte uns und unser Miteinander. Die Frage ,,Was hat  die Corona Krise verändert?“ wurde am Abend des 8. Oktober im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) im Rahmen der Reihe ,,Hermannstädter Gespräche“ diskutiert. Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2694

10 Corona-Infektionsherde im Kreis

Hermannstadt. – Am Mittwoch wurde in Rumänien erneut ein Rekord an Neuinfektionen mit dem Sars-CoV2-Virus gemeldet: 4.016. Die rumänische Regierung hat ebenfalls Mittwoch beschlossen, den Alarmzustand in Rumänien, der bis zum 14. Oktober ausgerufen worden war, um einen weiteren Monat zu verlängern.

150 der Neuinfizierten-Fälle wurden im Kreis Hermannstadt verzeichnet. Die Hermannstädter Gesundheitsbehörde gab bekannt, dass im Kreis Hermannstadt zehn Infektionsherde bestehen. Fünf in der Stadt Hermannstadt (Seniorenheim in der Coșbuc-Straße, positiv getestet wurden 63 Bewohner und 6 Angestellte; ein Betrieb für Autobestandteile, 8 Angestellte; ein Betrieb für Automotive 9, ein Konfektionsbetrieb 5, ein Verpackungsbetrieb 7) und fünf im Kreis (Seniorenheim Schellenberg/Șelimbăr, 41 Bewohner und 15 Angestellte; Alten- und Pflegeheim Săliște, 40 Bewohner und 26 Angestellte, Rehazentrum für Menschen mit Behinderungen Elisabethstadt, 16 Bewohner und 5 Angestellte; Alten- und Pflegeheim Agnetheln, 2 Bewohner und 2 Angestellte; Rehazentrum für Menschen mit neuropsychiatrischen Behinderungen Talmesch, 21 Bewohner und 4 Angestellte).

 

Astra Film-Festival online

Hermannstadt. – Die Online-Version des Astrafilm-Dokumentarfilmfestivals findet vom 16. bis 25. Oktober  d. J. rumänienweit statt. 37 Dokumentarfilme stehen im Programm, die jederzeit in dieser Zeitspanne aufgerufen werden können. Eine Karte für einen Film kostet 10 Lei, ein Abonnement für alle Filme 100 Lei. Das Programm sowie weitere Informationen finden Sie auf www.astrafilm.ro (CP)Weiterlesen

,,Ein gewählter Interessenvertreter“

Gespräch mit dem deutschen Horsemanship-Ausbilder Birger Gieseke

Ausgabe Nr. 2693

Birger Gieseke geht mit dem Araber-Hengst Aramis auf ,,Tuchfühlung“.Foto: Beatrice UNGAR

,,EQS-Horsemanship bezeichnet das Miteinander von Pferd und Mensch auf partnerschaftlicher Basis, wobei der Mensch die Führung übernimmt, unter Berücksichtigung der Naturgesetze und der Bedürfnisse des Pferdes. Freundschaft, Kommunikation, Motivation, Fürsorge, Gerechtigkeit, Fairness, Teamgeist, Respekt und Vertrauen bilden das Fundament. Engagement, Enthusiasmus, Freude, Zielstrebigkeit, Ausdauer, Geduld, Toleranz und Selbstkritik sind die Bausteine.“ So umreißt einer der besten Horsemanship-Ausbilder Deutschlands, Birger Gieseke, auf seiner Homepage, was diese Disziplin ausmacht. Vor kurzem bot er auch in Harbachsdorf/Cornățel Kurse an, auf der Schulfarm der Familie Măsălar. Hier gewährte Birger Gieseke der HZ-Redakteurin Beatrice U n g a r folgendes Interview:Weiterlesen

,,Wenn das Brot… als Rose blüht“

Bewegender Erntedankgottesdienst auf dem Pfarrhof in Heltau

Ausgabe Nr. 2693

Die Musik stand im Mittelpunkt des Erntedankgottesdienstes auf dem Pfarrhof in Heltau. Die rund 30 Gottesdienstteilnehmenden aller Altersklassen freuten sich über den schön geschmückten Altar blickten aber auch sehnsüchtig auf den eingerüsteten Kirchturm. Foto: Beatrice UNGAR

Als die Soldaten nachsahen, sollen Rosen statt Broten in dem Korb der Elisabeth von Thüringen gewesen sein, die Tag für Tag aus dem Schlossvorrat Brot zu den Armen brachte, bis ihre Schwiegermutter draufkam. So lautet die Legende von der Brot teilenden Adligen, die Stadtpfarrer Zoran Kézdi in seiner Predigt im Erntedankgottesdienst der Heltauer evangelischen Kirchengemeinde A. B. am Sonntag auf dem Pfarrhof erzählte. Weiterlesen

2020 räumten Indien und China ab

Streiflichter vom 21. Internationalen Hermannstädter Fotosalon

Ausgabe Nr. 2693

Bei der Vernissage der Ausstellung des 21. Hermannstädter Internationalen Fotosalons am Sonntag im Foyer des Rathauses am Großen Ring fand auch die Preisverleihung statt. Unser Bild: Die Juroren Csaba Balási und Fred Nuss, die Leiterin des Hermannstädter Studentenkulturhauses Liliana Popescu, die Mitveranstalter Dumitru und Delia Radu und der Juror Louis Guermond (v. l. n. r.). Foto: Radu STĂNESE

Die besten Bilder, die zum 21. Internationalen Hermannstädter Fotosalon aus aller Welt geschickt worden sind, kann man noch bis einschließlich 18. Oktober in der Ausstellung im Foyer des Rathauses am Großen Ring bewundern, die am Sonntag eröffnet worden ist. Die international besetzte Jury hatte Fotos aus 60 Ländern zu begutachten. Zu den Gewinnern gehören auch zehn Kunstfotografen aus Rumänien, darunter der Hermannstädter Puppenspieler Jenö Major, der wie auch letztes Jahr dreifach preisgekrönt worden ist.Weiterlesen

In Erinnerung an Anne Junesch

Neues Buch von Andreea Dumitru im Honterus-Verlag

Ausgabe Nr. 2693

Andreea Dumitru: Geschichte aus Geschichten lernen. Kinderliteratur aus Siebenbürgen, Honterus-Verlag, Hermannstadt, 2020, 62 Seiten, ISBN 978-606-008-053-4.

„Ich hab ein neues Kinderbüchlein geschrieben“, so begrüßte mich Anne Junesch immer, wenn sie in die HZ-Redaktion kam, um mir ein paar Exemplare zur Rezension und zum Verschenken an die Leser/innen der Juniorecke zu geben. Und immer ließ ich sie alle „Büchlein“ signieren. Anne Junesch liebte Kinder, schickte auch des öfteren Witze für die Juniorecke, die wir gerne publizierten. Letztes Jahr verstarb sie unerwartet im Altenheim „Dr. Carl Wolff“ in Hermannstadt. Nun liegt ein neues „Büchlein“ auf meinem Schreibtisch, das mich an sie erinnert. Weiterlesen