Sie erhellen den grauen Alltag

Lange Nacht der Galerien in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2693

In der „Dragoste Gallery“ des Organisators Dan Raul Pintea drehte sich (fast) alles um die Liebe.                                    Foto: Jemina HERMANN

„Kunst schenkt uns die Möglichkeit, den grauen Alltag zum Geschenk des Lebens  werden zu lassen.“ Getreu diesem Zitat von Marion T. Douret, wurde vergangenes Wochenende der graue  Alltag vieler durch mehrere Kunstaustellungen erhellt. Genauer gesagt, der graue Alltag wurde zur langen Nacht der Galerien (kurz Nag) die vom 2. bis zum 4. Oktober in Hermannstadt stattfand. An drei Abenden bzw. in drei Nächten konnte man an verschiedenen Orten in Hermannstadt Werke von diversen Künstlern entdecken und bewundern. Weiterlesen

,,Ich liebe Hermannstadt“

Der gebürtige Hatzfelder Udo Friedmann hat eine Firma in Mühlbach gegründet

Ausgabe Nr. 2693

Brigitte und Udo Friedmann im Erasmus-Büchercafé in Hermannstadt. Foto: der Verfasser

Udo Friedmann ist ein Banater Schwabe, der vor 30 Jahren nach Deutschland ausgewandert ist und vor wenigen Jahren  zusammen mit seiner Gattin Brigitte die Firma Ascenda Systems in Mühlbach gegründet hat. Vor kurzem entschied er sich, der lokalen Wirtschaftsgemeinschaft beizutreten und so wurde er im Rahmen des letzten Mitgliedertreffens des Deutschen Wirtschaftsclubs Siebenbürgen als neues Mitglied begrüßt. Weiterlesen

Im Zeichen der Multikulturalität (II)

Ungarn- und rumäniendeutscher Literaturabend in Stuttgart

Ausgabe Nr. 2693

Sprechkunststudierende der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart bestritten die szenische Lesung. Foto: Bernadette DÁN

Es hätte so schön sein können – Dieser Satz hat die lyrische Qualität eines Haiku. Es hätte in der Tat so schön sein können, wäre dem, was sich das Ungarische Kulturinstitut in Stuttgart in Kooperation mit dem Verband ungarndeutscher Autoren und Künstler aus Budapest, mit der Kulturreferentin für Siebenbürgen im Siebenbürgischen Museum in Gundelsheim und mit der Donauschwäbischen Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg am 28. September vorgenommen hatte, Corona nicht im Wege gestanden. Die zweite im Zeichen der Multikulturalität geplante Veranstaltung des Ungarischen Kulturinstitutes in Stuttgart, die gemeinsame Literaturwerkstatt ungarn- und rumäniendeutscher Autorinnen und Autoren, musste wegen der Corona bedingten Aus- bzw. Einreisebestimmungen abgesagt werden. Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2693

Neuer Rekord an Neuinfektionen

Bukarest/Hermannstadt. – Mit 2.958 Neuinfektionen mit dem Virus SARS-CoV2 stellte Rumänien am Mittwoch einen neuen traurigen Rekord in der Pandemiezeit auf. Insgesamt haben sich nun 142.570 Personen infiziert, 5.203 sind inzwischen dem Virus erlegen. Die meisten Neuinfektionen wurden wie immer in Bukarest verzeichnet, hohe Zahlen wurden aber auch in den Kreisen Kronstadt (95) und Hermannstadt (81) verzeichnet.

Im Kreis Hermannstadt verfügte der Präfekt ab dem 7. bis zum 20. Oktober allgemeine Maskenpflicht im Freien und in öffentlichen Innenräumen in den Ortschaften Schellenberg, Cârțișoara, Burgberg und Mergeln. Ebenda sind alle privaten Veranstaltungen in Innenräumen verboten sowie alle Lokale geschlossen. Desgleichen wird empfohlen, dass in diesen vier Ortschaften die Glaubensgemeinschaften ihre Gottesdienste im Freien abhalten. (BU)

 

Weinfest des DWS abgesagt

Hermannstadt. – Das für Sonntag, den 11. Oktober, in der Großauer Kirchenburg angesagte diesjährige Weinfest des Deutschen Wirtschaftsclubs Siebenbürgen (DWS) musste kurzfristig abgesagt werden, teilt der DWS-Vorstand mit. Die Veranstalter bitten um Verständnis und sprechen ihre Hoffnung aus, dass diese Veranstaltung im nächsten Jahr stattfinden kann. (BU)Weiterlesen

Astrid Fodor wurde wiedergewählt

DFDR hat einige Mandate in Stadt und Kreis Hermannstadt eingebüßt

Ausgabe Nr. 2692

Die wiedergewählte Bürgermeisterin Astrid Fodor stellte sich nach dem Urnengang in der Schule Nr. 8 der Presse.            Foto: Cynthia PINTER

Unter dem Landesdurchschnitt von 46,02 Prozent lag die Wahlbeteiligung in Hermannstadt. Hier haben lediglich 34,2 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Das sind 48.247 Wähler von 141.052. Auf Kreisebene lag die Wahlbeteiligung bei 42,57 Prozent.

Die amtierende Bürgermeisterin Astrid Fodor hat sich mit rund 46 Prozent der Stimmen in Hermannstadt ein neues Mandat gesichert, dabei lag sie weit vorne vor dem zweitbesten Kandidaten, Adrian Bibu, von der PNL, der rund 31 Prozent der Stimmen erhalten hat. Raul Apostoiu von USR-PLUS hat rund 10 Prozent der Stimmen erhalten, Cătălin Stanciu (PSD) knapp 8 Prozent. Alle anderen Kandidaten haben unter 2 Prozent der Stimmen erhalten, am schlechtesten hat Dorin Cioabă (0,17 Prozent) abgeschnitten.Weiterlesen

Für ein partnerschaftliches Miteinander

Brief des Deutschen Konsuls in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2692

Konsul Hans Erich Tischler.                                        Foto: Rareș HELICI

Harte Wochen und Monate liegen hinter uns, die uns nach wie vor so viel abverlangen: Geduld, Zuversicht, Bereitschaft zu Veränderung und Flexibilität. Nichts ist in der Zeit der Krise so wie vorher, alle müssen wir improvisieren, uns auf Unbekanntes einlassen.

Die Corona-Krise mit ihren direkten und indirekten Folgen hat überall tiefe Wunden gerissen. Sie hat auch bei uns in Europa Versorgungsengpässe offenbart, hat Mängel bei unseren Gesundheits- und Bildungssystemen aufgezeigt. Lassen Sie uns gerade deshalb diese Krise als Chance nutzen für die Modernisierung unserer Gesellschaftssysteme, die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung und für die so dringend erforderliche Ankurbelung unserer Wirtschaft um so insgesamt gestärkt und besser gerüstet zu sein für die vielen Herausforderungen der Zukunft. Weiterlesen

Ehrungen und Abstimmungen

Pressemitteilung des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien

Ausgabe Nr. 2692

DFDR geehrt: Im Vorfeld der DFDR-Vertreterversammlung am Freitag wurde das DFDR mit der Medaille „Centenarul Marii Uniri” zur Jahrhundertfeier der Großen Vereinigung ausgezeichnet, Rumäniens Staatspräsident Klaus Johannis hatte das diesbezügliche Dekret am 25. März d. J. unterzeichnet. Lesen Sie mehr dazu auf Seite 3. Unser Bild (v. l. n. r.): Der DFDR-Kandidat für den Vorsitz des Kreisrats Hermannstadt Gabriel Tischer, Hermannstadts Bürgermeisterin und Vorsitzende des Kreisforums Hermannstadt Astrid Fodor, der DFDR-Landesvorsitzende Dr. Paul-Jürgen Porr (mit Medaille), Josef Hölczli (Regionalforum Nordsiebenbürgen), Antonia Gheorghiu (Buchenland), Martin Bottesch (Siebenbürgen), die Unterstaatssekretärin Christiane Cosmatu, Klaus Fabritius (Altreich), der DFDR-Abgeordnete Ovidiu Ganț, der Präsidialberater Sergiu Nistor und Johann Fernbach (Banat).                      Foto: Sebastian MARCOVICI

Wegen der Corona-Pandemie traten die Vertreter des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR) erst am Freitag, den 25. September, in diesem Jahr erstmals zusammen. Die Zusammenkunft fand im Hof des Teutschhauses in Hermannstadt unter von der Pandemie gebotenen Vorkehrungen statt. Ebenda hatte zuvor der DFDR-Vorstand getagt, sowie die Überreichung der durch Präsidialdekret dem DFDR verliehenen Gedenkmedaille „Das 100. Jubiläum der Großen Vereinigung“ stattgefunden. Die beiden Sitzungen wurden vom DFDR-Vorsitzenden Dr. Paul Jürgen Porr geleitet, teilgenommen haben Vertreter aus allen fünf Regionalforen und des Jugendforums, der Abgeordnete Ovidiu Ganţ und Unterstaatssekretärin im Departement für interethnische Beziehungen Christiane Cosmatu. Weiterlesen

Ein „siebenbürgisches Ereignis“

Buchvorstellung zum Taufverständnis in orthodoxer und evangelischer Sicht

Ausgabe Nr. 2692

Bei der Buchvorstellung ergriffen Stefan Tobler, Benjamin Józsa, Irimie Marga und der Autor, Hans-Bruno Fröhlich das Wort (v. l. n. r.).Foto: Beatrice UNGAR

Unter einem strahlend blauen Himmel und umgeben von den Stimmen spielender Kinder war am Dienstag, den 22. September im Hof des Teutsch-Hauses eine schwungvolle Buchpräsentation zu erleben. Sichtlich stolz begrüßte Prof. Stefan Tobler (Protestantisch-Theologisches Institut an der Lucian Blaga-Universität) als betreuender Doktorvater das zahlreich erschienene Publikum und besonders den Schäßburger Dechanten, Stadtpfarrer Dr. Hans Bruno Fröhlich, den Verfasser von „Eine einmalige Gabe. Die Frage der Anerkennung der christlichen Taufe zwischen evangelischer und orthodoxer Kirche und die Praxis in Rumänien“. Weiterlesen

Schweizer gewinnt Top-Turnier

„Sibiu Open“ fand ohne Publikum statt

Ausgabe Nr. 2692

Marc-Andrea Huesler in Aktion beim Finalspiel gegen Tomas Martin Etcheverry.                                                     Foto: Dragoș DUMITRU

Das ATP-Challenger Turnier „Sibiu Open“ hat seit Samstag, den 26. September, einen neuen Sieger: der 24-Jährige Marc-Andrea Huesler aus der Schweiz hat in zwei Sätzen 7:5 und 6:0 den Argentinier Tomas Martin Etcheverry im Einzel besiegt. Im Doppel gewannen Hunter Reese (USA) und Jan Zielinski (Polen) gegen Robert Galloway (USA) und Hans Hach Verdugo (Mexiko).Weiterlesen

„Wir bieten Erfahrungen an”

Der Reisebereich ist von der Sars-CoV2-Pademie stark betroffen

Ausgabe Nr. 2692

 

2002 kam Marian Tirla, damals 29, auf einer Wanderung in den Karpaten mit einem Freund so richtig auf den Geschmack, die Berge des Landes zu erleben. Die Folge war, dass er einen Bergführerkurs belegte und inzwischen eine Reisefirma besitzt. Und mit seinem Freund, der inzwischen 72 Jahre alt ist und sein Leben änderte, geht er weiterhin oft wandern.          Foto: Privat

„Hermannstadt ist in der Tourismusbranche ein Beispiel für Rumänien” sagt Marian Tirla, der Gründer und Manager der Kronstädter Firma Active Travel Romania. Rumänien hat gerade in der Sars-CoV2-Pandemie große Chancen verpasst, in diesem Bereich neu zu starten, erklärte der Kronstädter in einem Gespräch der HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u, zum Beispiel sind Georgien und Bulgarien wieder einen Schritt voraus. Die 2007 gegründete Firma bietet hauptsächlich Ausflüge und Reisen in Rumänien für In- und Ausländer an, mit dem Schwerpunkt auf Naturreisen.Weiterlesen

Eine Kostprobe für Letzeburgisch

Luxemburgischer Lyrikabend in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2692

Den luxemburgischen Poesieabend gestalteten  Philippe Blasen, Daniel Plier, Johanna Adam, Liviu Vlad und Romulus Cipariu (v. l. n. r.).Foto: Cynthia PINTER

„Kommt hier aus Frankreich, Belgie, Preisen,/ Mir kënnen iech ons Heemecht weisen;/ Frot dir no alle Seiten hinn:/ Mir wëlle bleiwe wat mer sinn.“ So klingt Letzeburgisch im Gedicht „De Feierwon“, der inoffiziellen Hymne Luxemburgs von Michel Lentz. Eine Kostprobe für die Sprache und die luxemburgische Poesie konnten Hermannstädter am Mittwochabend, dem 23. September, auf der Dachterrasse des Thalia-Saals in der Harteneckgasse/Cetății bekommen.Weiterlesen