Kreisverwaltung kauft Hermeshaus

Haushaltsentwurf des Kreises Hermannstadt für 2022 vorgestellt

Ausgabe Nr. 2757

An der Pressekonferenz im Großen Sitzungssaal des Kreisrats mit der Kreisratsvorsitzenden Daniela Cîmpean (2. v. l.) beteiligten sich auch ihre beiden Stellvertreter Marius Luca (1. v. l.)  und Vlad Vasiu (2. v. r.) und der Verwalter des Kreises Hermannstadt, Adrian-Cosmin Bibu. Foto: Werner FINK

„Das Wichtigste ist, wir haben Lösungen dafür gefunden, dass die Institutionen das produzieren, was die Leute von ihnen erwarten: Entwicklung, also Investitionen in Gesundheit, Infrastruktur, Tourismus, Naturschutz und Investitionen für eine gut funktionierende Verwaltung“, unterstrich Kreisratsvorsitzende Daniela Cîmpean bei der Pressekonferenz zum Haushaltsentwurf für das Jahr 2022 am Montag. Von Arbeiten, die abgeschlossen werden, über Projekte, an denen weiter gearbeitet wird bis zu neu geplanten Projekten gibt es alles. Der Ankauf des Hermeshauses, die Planung zur Sanierung von historischen Baudenkmälern, die Erstellung des GIS-Systems zur Digitalisierung der Verwaltung oder die Planung des Ausbaus der Transilvania-Halle sowie die Planung von Photovoltaikparks sind nur einige der Punkte des Haushaltsentwurfs.Weiterlesen

Neue Chance für alte Kirche

Rettungseinsatz an der siebenbürgisch-sächsischen Kirchenburg in Wermesch

Ausgabe Nr. 2757

1332 erstmals urkundlich erwähnt liegt Wermesch/Vermeș/Vermes, siebenbürgisch-sächsisch Waarmesch, im Kreis Bistritz-Nassod (Bistriţa-Năsăud) ca. 20 km Luftlinie südwestlich von Bistritz. Die ehemals stattliche Kirchenburg thront über dem Ort. Zunächst wurde in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts eine turmlose spätgotische Saalkirche gebaut. Inzwischen sind Orgel, Taufbecken und Altar entfernt.  Bemerkenswert ist die gotische Kanzel von 1497 , der Kanzelaufgang weist eine Rokokoverzierung auf.  Unser Bild: So sah die Kirchenburg im Sommer 2018  aus.                                                                                                                  Foto: Stefan BICHLER

Alles hat seine Zeit.  Der Wermescher Kirche läuft jetzt die Zeit davon. Einst war sie eine prächtige Kirchenburg, heute ist sie nur eine traurige Ruine. Ein ähnliches Schicksal haben viele Baudenkmäler in Siebenbürgen. Es ist jetzt an der Zeit, diesem Verfall entgegenzuwirken. Dafür setzt sich die Ambulanz für Denkmäler/Ambulanța pentru Monumente durch weitere regionale Denkmalschutzvereine ein. Im Dezember 2021 wurde die Ambulanz für Denkmäler Bistritz-Nassod ins Leben gerufen, die diesen Notdienst künftig auch in Nordsiebenbürgen, genauer im Nösnerland – leisten wird. Die Bistritzer Stiftung Petrus Italus Trust wurde von der Ambulanz für die Durchführung der Rettungseinsätze vor Ort ausgewählt. Der erste Einsatz betrifft die Notsicherung der evangelischen Kirche in dem Dorf Wermesch/Vermeș, das verwaltungsmäßig zur Gemeinde Lechnitz/Lechința gehört. Weiterlesen

Neue Grundschulbücher in deutscher Sprache

Gedanken aus der Schulbuchwerkstatt des DFDR

Ausgabe Nr. 2757

„Der Wind bricht einen biegsamen Baum nicht“ ist der Spruch, der mich von dem afrikanischen Sprücheblock auf meinem Schreibtisch anlächelt, im Hintergrund ein einzelner Baum in wüstenartig-gelbem Boden, der sich gegen einen tiefblauen Himmel abhebt. Der Spruch passt gut zu der Erfahrung, die wir in den vergangenen Monaten mit der Übersetzung der neuen Grundschulbücher gemacht haben. Da ist schon im Vorfeld der eigentlichen Übersetzungsarbeit manch ein Wind aufgekommen. Weiterlesen

Das ,,Hermannstädtische Gesangbuch“

Raritäten aus den Beständen der Bibliothek von Samuel von Brukenthal (I)

Ausgabe Nr. 2757

Der Gründer und Namensgeber des ältesten Museums in Hermannstadt und Rumänien hat nicht nur Gemälde, Münzen usw. gesammelt sondern auch Bücher. Seine Bibliothek im Brukenthalpalais ist eine Schatzkammer, die zur Zeit für das Publikum geschlossen ist. Der für die Bibliothek zuständige Kurator Alexandru-Ilie Muntean hatte die Initiative, in loser Folge einige Raritäten aus dieser Schatzkammer in der HZ vorzustellen. In der ersten Folge geht es um ein von dem Buchdrucker Samuel Schárdi (1705-1779) dem Baron Samuel von Brukenthal gewidmete Buch, auf dessen Titelblatt zu lesen ist: ,,Das vollständig vermehrte Hermannstädtische Gesang=Buch, darinnen 688. auserlesene, alte und neuere, in der Christlich-Evangelischen Kirche gebräuchliche Lieder, gesammlet, und, nach den Abtheilungen des geoffenbarten Lehrbegriffs, in Ordnung gebracht worden, nebst einem auf ähnliche Art eingerichteten Gebet=Buch./Hermannstadt, in der St. Buchdr. gedruckt und verlegt Samuel Schardi. 1766″.Weiterlesen

,,Man muss ordentlich übertreiben”

Satiren-Buch von Peter Biro in rumänischer Sprache erschienen

Ausgabe Nr. 2757

Peter Biro.                                Foto: Privat

Peter Biro, bis Ende 2021 Anästhesist in der Schweiz, hat seit Jahren seine Leidenschaft für die Literatur entdeckt. Im Vorjahr ist sein erstes Buch in rumänischer Sprache erschienen, „Incredibila poveste a lui Jean Jaques Récamier”. Über Satiren, Bücherherausgabe und Pläne sprach der Autor mit der HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u.Weiterlesen

Im Galopp durch die Trilogie

Lesung mit Jan Koneffke im Brecht-Haus in Berlin

Ausgabe Nr. 2757

Der Schriftsteller Jan Konneffke.Foto: die Verfasserin

Ein großartiger Erzähler ist Jan Koneffke, der Vielreisende. Rom, Bukarest und Wien, ein siebenbürgischer Flecken sind seine Fluchtpunkte. Gerade kommt er mit dem Zug aus Rom angereist und landet pünktlich am 22. Januar d. J. im Literaturforum im Brecht-Haus in Berlin zu der Lesung aus seiner Romantrilogie – ,,Eine nie vergessene Geschichte“ (DuMont Verlag 2008), ,,Die sieben Leben des Felix Kannmacher (DuMont Verlag 2011), ,,Ein Sonntagskind“ (Galiani Verlag 2015) –  im Rahmen der vom Deutschen Kulturforum östliches Europa veranstalteten Lesereihe ,,Unerhörte Familiengeschichten aus dem östlichen Europa“. An ideenreichen Geschichten und Geschehnissen lässt er uns teilhaben. Weiterlesen

Olympia ohne Medaille

Ergebnisse der rumänischen Sportler in Peking

Ausgabe Nr. 2757

Nach Redaktionsschluss traf die Meldung ein, dass Vasile Gîtlan und Darius Lucian Șerban (unser Bild) im Doppelsitzer im Rennrodeln mit einer Bestzeit von 1:59.937 auf Platz 14 gelandet sind.                                                                                                                                       Foto: cosr.ro

Mittwoch, 9. Februar 2022. Was gibt es Neues von der Winterolympiade in Peking? Skifahrerin Maria Ioana Constantin (21 Jahre) wurde disqualifiziert. Am Morgen nahm die Kronstädterin am ersten Lauf im Slalom der Damen teil und verpasste ein Tor und damit die Chance auf eine Medaille. Im Riesenslalom schaffte sie es am Samstag bis auf Platz 45. Bisher konnten die 21 rumänischen Teilnehmer/innen an der Winterolympiade keine Medaille gewinnen. Also bleibt der einzige Erfolg bei einer Winterolympiade, die Bronzemedaille von 1968, als in Grenoble Ion Panțuru und Nicolae Neagoe im Zweier Bob den dritten Platz gewannen.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2757

DFDR-Abgeordneter als ,,Nazi“ bezeichnet

  Hermannstadt. – Der DFDR-Abgeordnete Ovidiu Ganț hat die Generalstaatsanwaltschaft aufgefordert, von Amts wegen Klage einzureichen, nachdem der AUR-Abgeordnete Titi Stoica ihn am Mittwoch in der Sitzung der Kommission für Geschäftsordnung als „Nazi“ bezeichnet hatte.

Stoica wies die Anschuldigung im Plenum der Abgeordnetenkammer zurück, er habe die in der Kommission verwendeten Methoden als jene der NS bezeichnet, ergänzte jedoch: „Historiker haben festgelegt, dass das DFDR der Rechtsnachfolger der im Prozess von Nürnberg verurteilten Deutschen Volksgruppe in Rumänien (DViR)“ sei.

MP Ovidiu Ganț stellte richtig: Das DFDR ist der vom Gericht anerkannte rechtsmäßige Vertreter der deutschen Minderheit in Rumänien und dessen Repräsentant im Rumänischen Parlament und der Rumänischen Regierung sowie in internationalen Beziehungen und keineswegs der DViR-Nachfolger.

Die Kommission hatte die Vorschläge zur Veränderung der Geschäftsordnung der Kammer infolge der am Montag im Plenum des Parlaments erfolgten Anpöbelung von Energieminister Virgil Popescu durch den AUR-Abgeordneten und Parteichef George Simion untersucht.

Bei diesem Vorfall hatte der DFDR-Abgeordnete umgehend reagiert – mit der Bemerkung ,,ein solches Verhalten wird in keinem Parlament der zivilisierten Welt akzeptiert“ – und die Mitglieder der Fraktion der nationalen Minderheiten hatten aus Protest den Saal verlassen. (HB)Weiterlesen

Einzeln verpackte Krapfen verteilt

15. Auflage des Urzellaufs in Agnetheln nach der Wiederaufnahme

Ausgabe Nr. 2756

Einzeln verpackt, nicht in der Quetsche: ,,Schaut her, wie tolle Krapfen wir gebacken haben“, scheinen diese beiden Urzeln zu rufen, die die rund 500 einzeln verpackte Krapfen in zwei Handwägelchen in der Parade hinter sich herzogen.                                              Foto: Max SCHUZ

„Mer wäinschen vill Gläck än diesem Hais, mer draiwen mät asen Gaußeln och Schallen de Suarjen ais. As Lauder och Wätz koun en jäider hieren, daut mer Ech besecken zaucht daut mer Ech ieren!“ Dieser Urzelspruch war im Vorjahr nicht zu hören, dafür aber am vergangenen Sonntag wieder, nachdem der Urzellauf pandemiebedingt im letzten Jahr nicht hatte stattfinden können. In diesem Jahr feierten die Agnethler Urzeln ein kleines Jubiläum und zwar die 15. Auflage des 2007 wieder aufgenommenen Urzellaufs. Weiterlesen

Einsatz rund um die Uhr gesichert

Neue Salvamont-Hütte auf der Hohen Rinne wurde am 1. Februar d. J. eröffnet

Ausgabe Nr. 2756

Neue Salvamont-Hütte: Seit Dienstag steht den Mitarbeitern des Hermannstädter Bergrettungsdienstes Salvamont auf der Hohen Rinne eine neue Hütte zur Verfügung. Nach 1990 ist es die zweite neu gebaute Hütte für Salvamont, nachdem am 28. Oktober 2011 im Bulea-Kessel im Beisein des damaligen Kreisratsvorsitzenden Martin Bottesch die neue Hütte für die Bergretter eröffnet worden war. Die Hütte im Buleakessel trägt den Namen eines Salvamont-Gründers: Toma Boerescu.                                                         Foto: Werner FINK

Ab Dienstag, dem 1. Februar, können nun die Bergretter ihre Aktivitäten auf der Hohen Rinne mit einer erhöhten Effizienz durchführen, denn die neue Salvamont-Hütte auf der Hohen Rinne wurde eröffnet. Die Investition belief sich auf 3.415.169,09 Lei und wurde vom Hermannstädter Kreisrat aus nicht zurückzahlungspflichtigen Regierungsfonds über das Tourismusministerium sowie aus eigenen Fonds getätigt. Das Grundstück stellte das Hermannstädter Bürgermeisteramt zur Verfügung.Weiterlesen