Lesenswerte Lektüre

Einer näheren Betrachtung wert: Zwei Jahrbücher für 2022 im Überblick

Ausgabe Nr. 2756

Links im Bild: Berthold W. Köber(Hg.): Jahrbuch 2022/Menschen und Zeiten/Siebenbürgisch-Sächsischer Hauskalender, 67. Jahrgang, Im Auftrag der Gemeinschaft Evangelischer Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben im Diakonischen Werk der EKD – Hilfskomitee und in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien; Schiller Verlag, Hermannstadt – Bonn 2021, 248 Seiten, ISSN-Nr. 0583-192X.Rechts im Bild: Deutsches Jahrbuch für Rumänien 2022, Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien (ADZ), 336 Seiten, ISSN 2559 – 4869, ISSN-L 2559-4869. Foto: Cynthia PINTER

Ein neues Jahr, zwei neue Jahrbücher. „Menschen und Zeiten“ ist der Titel des Jahrbuches bzw. des Siebenbürgisch-Sächsischen Hauskalenders, der im Auftrag der Gemeinschaft Evangelischer Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben im Diakonischen Werk der EKD – Hilfskomitee und in Zusammenarbeit der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien von Berthold W. Köber herausgegeben wurde und im Schiller Verlag Hermannstadt-Bonn erschienen ist. Und das Deutsche Jahrbuch für Rumänien 2022, von der Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien mit Unterstützung des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien mit Mitteln des Departements für Interethnische Beziehungen der Regierung Rumäniens in der Honterus-Druckerei gedruckt, ist ebenfalls einer näheren Betrachtung wert.Weiterlesen

,,Mehr als ein Erlebnis“

Ein Buch zum Thema Trekking durch die Mongolei

Ausgabe Nr. 2756

Gerhard M. Bonfert bei einer Dünenwanderung in der Wüste Gobi.                             Foto: Privat

,,Eine Trekkingtour durch die südliche und zentrale Mongolei – Süd Gobi und Kharakhorum“, lautet der Untertitel des Buches ,,Wind zwischen Sandkörner“, das der gebürtige Hermannstädter Journalist Gerhard M. Bonfert 2017 verfasst und 2021 im Eigenverlag in Augsburg, wo er seit 1990 lebt, herausgegeben hat. Mongolei? Mongolen? Die Neugierde des Lesers wird schnell geweckt. Erinnerungen an die Geschichtsstunden werden wach. Die Mongolen hatten ja im 13. Jahrhundert das Land verwüstet, die Bevölkerung niedergemetzelt. Was machen die Mongolen heute? Wie sieht das Zuhause der einst angsteinflößenden Mongolen aus?Weiterlesen

Antrittsbesuch

Ausgabe Nr. 2756

Durch eine ganz unerwartete Fügung fand das erste Treffen zwischen Konsulin Kerstin Ursula Jahn und Otto Deutsch, dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde in Hermannstadt, ausgerechnet am 27. Januar dieses Jahres, zum Internationalen Holocaust Gedenktag statt.  An diesem frostigen Wintertag fand die Begegnung in der warmen und willkommen heißenden Atmosphäre des Gebets- und Veranstaltungsraums der jüdischen Gemeinde in Hermannstadt statt. Herr Deutsch hat Frau Konsulin Jahn einen ausführlichen und äußerst interessanten geschichtlichen Überblick zu der jüdischen Gemeinde in Hermannstadt, der baulichen Entstehung der Synagoge und dem jüdischen Leben vor Ort sowie der spezifischen Veranstaltungen und Feierlichkeiten der mittlerweile sehr kleinen Gemeinde geboten. Dabei ist er auf ein besonderes historisches, Hoffnung spendendes Ausnahmegeschehen zu sprechen gekommen: Auch wenn sich die Mitglieder der Hermannstädter jüdischen Gemeinde vor und während des Zweiten Weltkrieges erniedrigenden und das Leben erschwerenden Regeln zu beugen hatten, wurde immerhin kein einziges Mitglied der Gemeinde deportiert. Ganz anders als in vielen anderen Regionen des Landes.

Frau Konsulin Jahn wurde zu den zukünftigen Veranstaltungen der Gemeinde herzlich eingeladen, sobald die Entwicklung der Pandemie die Organisation derselben wieder zulässt. Unser Bild: Konsulin Kerstina Ursula Jahn (rechts) und Otto Deutsch in der Synagoge. 

Text und Foto: Konsulat der Bundesrepublik Deutschland

in Hermannstadt

,,Unheilschwangere Wolkengebilde“

Birgit Reiner und ihre ,,Cushioned Clouds“ möbeln Wien auf  / Von Ingrid WEISS

Ausgabe Nr. 2756

Birgit Reiner (links) im Gespräch mit Ingrid Weiss.                                                 Foto: Heinz WEISS

Ob im März 2020 anlässlich der Eröffnung der Wiener Privatgalerie ART 9TEEN in der pandemiebedingten  „Watch Party“, oder als eigene Ausstellung in der Kunstgalerie 7B in Michelsberg (Herbst 2021) und jetzt hier in Wien mit den „Cushioned Clouds“ – die Bilder und Kunstinstallationen von Birgit Reiner sind hochkarätige Eyecatcher! Aber alles der Reihe nach… Bereits im Oktober 2021 stach mir bei der Durchsicht der Hermannstädter Zeitung ein kurzer Bildbericht besonders ins Auge: Thomas Emmerling präsentierte in seiner Galerie Kunsthaus 7B in Michelsberg Bilder der in Hermannstadt geborenen und jetzt in Bonn lebenden Künstlerin Birgit Reiner. Die Vernissage sei gut besucht gewesen, hieß es da, und der kurze Beitrag schloss mit dem Ausblick, dass die faszinierende Ausstellung nach dem 5. Dezember 2021 in Wien gezeigt würde. Die Location dafür wäre ebenfalls bereits fixiert: der Private Art Club ART 9TEEN im noblen Wiener Bezirk Döbling!Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2756

Fünfte Welle ,,schwappt“ übers Land

Bukarest. – Die fünfte Welle der Pandemie ,,schwappt“ über Rumänien. Täglich werden zwischen 35.000 und 40.000  Neuinfizierte gemeldet. Im Kreis Hermannstadt waren es am Mittwoch 1374, die Inzidenz lag bei 17,91 im Kreisvorort bei 28,87. Die höchste Inzidenz verzeichnete der Kreis Temesch mit 24,78.

Inzwischen wurde die ansteckendere Omikron-Variante BA.2 bereits bei 13 Personen nachgewiesen, teilte am Dienstag das Institut für Öffentliche Gesundheit in Bukarest mit. In  Dänemark, wo diese Variante dominiert, hat eine Universitätsstudie ergeben, dass der Subtyp BA.2 der Omikron-Variante dem Impfschutz viel geschickter ausweiche als alle bisher entdeckten und im Umlauf befindlichen Varianten des Coronavirus. Geimpfte Personen würden allerdings das Virus nicht so leicht übertragen wie ungeimpfte. Desgleichen erklärten die Wissenschaftler aus Kopenhagen, dass Personen mit Drittimpfung, so genannte ,,Geboosterte“, diesen Subtyp in noch geringerem Maße verbreiten würden als Personen mit dem vollen Impfschutz (Erst- und Zweitimpfung). (BU)Weiterlesen

Endlich Schnee in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2755

Am Sonntag, dem 23. Januar, hat es in Hermannstadt gehörig geschneit, ebenfalls an diesem Tag wurde um 6.30 Uhr in Elisabethstadt/Dumbrăveni mit minus 20 Grad Celsius die bisher niedrigste Außentemperatur seit Winterbeginn gemessen. Dienstag, den 25. Januar, zog Hermannstadt nach, hier wurde um 8 Uhr morgens die gleiche Außentemperatur gemessen. In den Fogarascher Bergen herrscht bei über 2000 m  Lawinen-Warnstufe 5. Im Buleakessel maß die Schneedecke am Sonntag zweieinhalb Meter. Im Erlenpark waren am arbeits- und schulfreien Montag, dem 24. Januar, Kinder mit Schlitten aber auch Fußgänger zu sehen.                                       Foto: Fred NUSS

 

,,Vom Morden des reichen Mannes“

Thomas Perle und sein Stück ,,ein jedermann“

Ausgabe Nr. 2755

Jedermann im siebenbürgischen Salzburg: Die Premiere des Stücks ,,ein jedermann“ (rum. ,,domnul iedeman”) von Thomas Perle hat am Donnerstag der Vorwoche an der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters stattgefunden und erntete Stehapplaus. Das Stück spielt in Salzburg/Ocna Sibiului bei Hermannstadt, wohin sich Jedermann, von den rumänischen Bediensteten ,,domnul iedeman“ genannt, mitsamt Familie und Belegschaft eingekauft hat und von einem Skigebiet ganz wie in Österreich träumt. Unser Bild (v. l. n. r.): Szenenfoto mit  den beiden Trobairitzen Theodora Sandu und Johanna Adam,  Fabiola Petri als ,,Frau Jedermann“, Ali Deac als Universalpriester und Benedikt Haefner als Jedermann.                                                             Foto: Dragoș DUMITRU

Nach der ausgezeichneten Produktion ,,LIVE“ (2020, Regie: Bobi Pricop) kehrte der aus Oberwischau in der Zips stammende und in Wien lebende Dramatiker Thomas Perle mit einer scharfen und auf den rumänischen Kontext abgestimmten Adaption eines der Referenztexte des österreichischen Theaters – „Jedermann“ (ein Text von Hugo von Hoffmannstahl aus dem Jahr 1911) – an die deutsche Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters zurück. Das explizit gesellschaftskritisch und mit Lokakolorit versehene Stück „ein jedermann/domnul iedeman“ wurde von dem slowakischen Regisseur Dávid Paška inszeniert und hatte am 20. Januar Premiere im Rahmen eines Minifestivals der deutschen Abteilung. Im Vorfeld der Premiere sprach HZ-Redakteurin Beatrice U n g a r mit Thomas Perle.Weiterlesen

,,Wir sind wieder wer, aber wer“?

Forschungs- und Kooperationsprojekt zu den Deutschen in Rumänien geplant

Ausgabe Nr. 2755

Blick in den Spiegelsaal des Hermannstädter Deutschen Forums beim Arbeitstreffen, das in hybridem Format stattgefunden hat.                                                                                  Foto: die Verfasserin

Der Arbeitstitel eines Forschungs- und Kooperationsprojekts, das die Münchner Kammerspiele gemeinsam mit dem Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheater planen, lautet ,,deutsch sein“, der Untertitel – gestützt auf den bekannten Spruch  ,,Mir wëlle bleiwe wat mir sinn“ – ,,wir sind wieder wer, aber wer“. Ein erstes Arbeitstreffen der Projektpartner und möglichen Unterstützern hat am Freitag im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt stattgefunden.Weiterlesen

WGT 2022: ,,Zukunftsplan: Hoffnung“

Frauenarbeit der EKR veranstaltete wieder Multiplikatorinnenwerkstatt

Ausgabe Nr. 2755

Die Teilnehmerinnen beim Gruppenbild auf Abstand auf der Terrasse des Neubaus des Elimheims in Michelsberg.          Foto: Beatrice UNGAR

Der Weltgebetstag (WGT) steht in diesem Jahr unter dem Motto ,,Zukunftsplan: Hoffnung“ und die Gottesdienstordnung wurde von Christinnen aus drei Ländern verfasst: 2017 wurden England, Wales und Nordirland (EWNI) auf der internationalen Konferenz in Brasilien als Weltgebetstagsländer für 2022 gewählt. Die Frauenarbeit der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien veranstaltete dazu am 15. Januar im Elimheim in Michelsberg eine landesweite  Werkstatt  für WGT-Multiplikatorinnen. Weiterlesen

,,Unser Weg ins Altreich“

Buchvorstellung im Schillerhaus in Bukarest

Ausgabe Nr. 2755

Christiane Cosmatu präsentiert den Band.Foto: Christel UNGAR

Der 18. Januar 2022 war ein besonderer Tag für das Friedrich-Schiller Kulturhaus in Bukarest mit der Vorstellung eines Sonderbandes mit dem Titel „Unser Weg ins Altreich“. Während der Pandemie war es schwieriger, solche Veranstaltungen zu organisieren, aber alles begann mit der Initiative des Vorsitzenden Regionalforums Altreich des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien, Dr. Klaus Fabritius, der die Idee hatte, ein Buch herauszugeben, das eine heftige Quelle der Begeisterung bei kommenden Generationen auslösen sollte. Die Veranstaltung selbst umrahmte virtuos mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart das Klavierduo Ana und Marius Boldea. Beide sind derzeit Doktoranden an der Nationalen Musikakademie in Bukarest und werden in diesem Jahr weitere Auftritte haben, bei denen sie Musik mit Theaterkunst verknüpfen werden.Weiterlesen