Einsatz rund um die Uhr gesichert

Neue Salvamont-Hütte auf der Hohen Rinne wurde am 1. Februar d. J. eröffnet

Ausgabe Nr. 2756

Neue Salvamont-Hütte: Seit Dienstag steht den Mitarbeitern des Hermannstädter Bergrettungsdienstes Salvamont auf der Hohen Rinne eine neue Hütte zur Verfügung. Nach 1990 ist es die zweite neu gebaute Hütte für Salvamont, nachdem am 28. Oktober 2011 im Bulea-Kessel im Beisein des damaligen Kreisratsvorsitzenden Martin Bottesch die neue Hütte für die Bergretter eröffnet worden war. Die Hütte im Buleakessel trägt den Namen eines Salvamont-Gründers: Toma Boerescu.                                                         Foto: Werner FINK

Ab Dienstag, dem 1. Februar, können nun die Bergretter ihre Aktivitäten auf der Hohen Rinne mit einer erhöhten Effizienz durchführen, denn die neue Salvamont-Hütte auf der Hohen Rinne wurde eröffnet. Die Investition belief sich auf 3.415.169,09 Lei und wurde vom Hermannstädter Kreisrat aus nicht zurückzahlungspflichtigen Regierungsfonds über das Tourismusministerium sowie aus eigenen Fonds getätigt. Das Grundstück stellte das Hermannstädter Bürgermeisteramt zur Verfügung.

 

,,Die gute Nachricht ist, dass wir mit Hilfe der Mannschaft der Kreisverwaltung und der Firma, die die Arbeiten ausgeführt hat, Total Nsa Ag Construct, die Ersten sind, die eine Investition im Rahmen dieses nationalen Programms mit Regierungsfonds fertigstellen”, unterstrich bei der Pressekonferenz zur offiziellen Eröffnung am 1. Februar die Kreisratsvorsitzende Daniela Cîmpean.

Salvamont-Direktor Dan Popescu erklärt den anwesenden Pressevertretern, wofür die Kletterwand bestimmt ist: Nur für Bergretter für Trainingszwecke und auf Anfrage auch für Schulklassen und andere Interessierte.                                                                                 Foto: Werner FINK

Im Rahmen der Eröffnung dabei waren auch Dan Popescu, Direktor des Bergsrettungsdienstes Salvamont des Kreises Hermannstadt, der die Journalisten nach der Pressekonferenz durch die neue Hütte führte, weiterhin Adrian-Cosmin Bibu, öffentlicher Verwalter des Kreises Hermannstadt und Cristian Căprioreanu, Berater im Bereich Projektmanagement beim Kreisrat. Der Bergrettungsdienst des Kreises Hermannstadt ist nämlich dem Kreisrat untergeordnet.

Der Vertrag zur Finanzierung wurde mit dem Tourismusministerium im August 2019 unterzeichnet. Gebaut wurde die Hütte auf einem Grundstück, das vom Hermannstädter Bürgermeisteramt dem Kreisrat zur Verfügung gestellt wurde und das sich in der Nähe der Șoimii-Sportstätte befindet, nicht weit von der Kreuzung der Kreisstraße, die von Hermannstadt auf die Hohe Rinne führt und der Forststraße, die zur Schanta/Șanta führt. Diese Forststraße soll laut Plänen des Kreisrats ebenfalls modernisiert werden.

Der Gesamtwert des Projektes belief sich auf 3.415.169,09 Lei, zuzüglich Mehrwertsteuer. Davon wurden 2.139.900,23 Lei aus Regierungsfonds über das Tourismusministerium finanziert und 1.275.268,86 Lei vom Kreisrat. Die Arbeiten beliefen sich auf 3.057.970,86 Lei und die Kosten der Ausstattung auf 228.480 Lei. Mit dem Rest der Summe wurde die Planung usw. gedeckt. Die Garantie der Arbeiten beträgt 36 Monate.

Im Untergeschoss befindet sich die Garage für das Snowmobil und andere Einsatzfahrzeuge.Foto: Werner FINK

Die neue Salvamont-Hütte verfügt über ein Unter-, ein Erd- und ein Obergeschoss. Im Untergeschoss befinden sich ein Fitnessraum, ein Abstellraum und eine Garage für das Snowmobil und andere Einsatzfahrzeuge. Hier befindet sich auch die Heizanlage. Im Erdgeschoss befinden sich ein Eingangsraum, wo Angehörige auf eine betreute Person warten können, ein Raum für Erste Hilfe und vier Unterkunftsräume für die Bergrettungsmannschaft, die natürlich alle mit Badezimmern versehen sind. Im Obergeschoss gibt es einen Raum mit Tischen, der vielseitig genützt werden kann. Hier gibt es auch eine kleine Küche, eine Speisekammer und einen kleinen Abstellraum. Ebenfalls im Obergeschoss gibt es auch zwei weitere Unterkunftsräume mit Badezimmern, von denen der eine Raum mit zwei Betten, der andere mit 12 Schlafplätzen versehen ist.

Zur Ausstattung der Hütte, von der bei der Eröffnung schon vieles vorhanden war, gehören Schlafbetten, Matratzen, Schränke, Tische, Stühle, eine Spülmaschine, aber auch Untersuchungsbetten, ein Defibrillator, eine Untersuchungslampe, ein Absauggerät, eine Trage, ein Computer, u. a. Außerhalb des Gebäudes wurde eine Kletterwand für Trainingszwecke angebracht.

Cîmpean gab auch einige weitere Ziele des Kreises für dieses Jahr bekannt. ,,Wir haben uns gedacht, Salvamont-Stützpunkte und Notunterkünfte zur Verfügung zu stellen, die sowohl den Nöten der Touristen als auch der Bergretter entsprechen”, erklärte Cîmpean. U. a. möchte man eine Notunterkunft beim Avrig-See bis Ende des Jahres fertigstellen. Ein weiteres Ziel ist das Erstellen einer Machbarkeitsstudie, in der weitere Stellen festgelegt werden, wo weitere Notunterkünfte notwendig sind, sowie in der neue Wanderwege festgelegt werden. Weiterhin möchte man das Erstellen der Dokumentation zur Verbesserung der Energieeffizienz der Salvamont-Hütte beim Bulea-See starten. Außerdem wurden 400.000 Lei zugewiesen für den Kauf eines neuen geländegängigen Fahrzeugs sowie für einen Geländewagen mit Allradantrieb.

2021 gab es im Kreis Hermannstadt 264 Einsätze des Bergrettungsdienstes, in denen 286 Personen geholfen werden musste. Von diesen wurden 61 Personen den SMURD-Rettungswagen übergeben, fünf dem SMURD-Rettungshubschrauber und zwei Personen an das Institut für Gerichtsmedizin. Außerdem gab es zwei Einsätze, wo die Berggendarmerie oder SMURD zuständig waren und von dem Bergrettungsdienst übernommen wurden. Auf den Skipisten im Kreis Hermannstadt gab es 147 Einsätze im Laufe eines Jahres.

Mit Unterstützung des Kreisrates ist es nun gelungen, den Stellenplan zu ergänzen. Der Bergrettungsdienst des Kreises Hermannstadt verfügt nun zusammen mit dem Direktor über 19 Bergretter. Zusammen mit den acht zertifizierten Volontären und den Kandidaten, die zertifizierte Volontäre werden möchten, verfügt man über insgesamt 45 Personen, die Bergrettungsaktivitäten im Kreis Hermannstadt durchführen. Hermannstadt ist nämlich auch ein Ausbildungszentrum. Die Kandidaten müssen allerdings bestimmte Etappen durchlaufen, um anerkannte Bergretter zu werden.

Auf der Hohen Rinne stehen rund um die Uhr zwei Bergretter im Sommer und vier im Winter für Einsätze bereit.

Werner FINK

Veröffentlicht in Aktuelle Ausgabe, Allgemein.