Er wohnt in einer Jurte

Der Töpfermeister Bálint Csaba aus Szeklerburg

Ausgabe Nr. 2689

Auch bei den Hungarikum-Tagen 2020 konnte man Bálint Csaba beim Schautöpfern zusehen.                                                     Foto: Werner FINK

Der Töpfermeister oder Keramiker Bálint Csaba aus Szeklerburg (Csíkszereda/Miercurea Ciuc) zeigte auch dieses Jahr an der Töpferscheibe im Rahmen der letzten Hungarikum-Tage im Freilichtmuseum wie Tongefäße entstehen. Bereits 2015 hatten die Hermannstädter die Möglichkeit, ihn kennen zu lernen, als er hier an dem „Frumos. Ceramic. Folositor“- Töpfermarkt teilnahm. Seit sechs Jahren leitet er auch die Scout Nocrich-Keramikwerkstatt der Pfadfinder in Leschkirch/Nocrich, die im ehemaligen evangelischen Pfarrhaus ihren Sitz haben und ist außerdem auch an Sanierungsarbeiten beteiligt was äußere Keramik betrifft. Er war am Wochenende beim Töpfermarkt in Hermannstadt anzutreffen und wurde von der Jury mit dem Preis für die Wiederbelebung des traditionellen Handwerks ausgezeichnet.Weiterlesen

Produktvielfalt wie immer garantiert

Streiflichter vom 37. Jahrmarkt der Handwerke im ASTRA-Freilichtmuseum

Ausgabe Nr. 2686

Die Leiterin des Ikonenmalereikreises ,,Veraicon” der orthodoxen Pfarrei Sf. M.M. Gheorghe aus Olteniţa/Landkreis Călărași, Ecaterina Mitran (rechts) mit zwei ihrer bei der Schülerolympiade im Letzten Jahr preisgekrönten Schülerinnen: Alina Bălan (1. v. l.) und Constantina Ivașcu.                                    Foto: Fred NUSS

Die 37. Auflage des Jahrmarktes der volkstümlichen Handwerke war insbesondere für die Aussteller eine kleine Entspannungspause in einem sonst sehr schweren Jahr. Denn die meisten Volkskünstler leben von dem Verkauf auf Märkten, die im Laufe des Jahres überall im Land stattfinden – insbesondere im Sommer. Die Corona-Pandemie hat vieles verändert. „Dieses Jahr war es sehr wichtig, dass wir die Volkskünstler und das Publikum zusammen bringen, denn man muss  bedenken, dass es ein delikates Jahr ist”, erklärte Alina Matei, die Hauptorganisatorin seitens des Freilichtmuseums.  „Es war ein sehr schweres Jahr für die Volkskünstler in Rumänien, weil sie an den kulturellen Ereignissen nicht teilgenommen haben, weil sie ihre Werke nicht vorstellen konnten. Wir sind überzeugt, dass hauptsächlich für diese die Veranstaltung des Jahrmarktes sehr wichtig war.”Weiterlesen

10. Kronenfest in Frauendorf

Ausgabe Nr. 2680

Jonathan Servatius-Depner erklomm 2018 gekonnt den Kronenbaum und ließ Bonbons herunterregnen.                       
Foto: Privat

In Frauendorf wurde im Jahr 2011 zum ersten Mal nach vielen Jahren wieder das schöne gemeinschaftsstiftende Kronenfest gefeiert. Damals wurde die Idee von der zurückgekehrten Kuratorin Ilse Constantin geb. Seidner gemeinsam mit Freundinnen aus Deutschland, dazu die zuständige Pfarrerin (aus Mediasch) Hildegard Servatius-Depner und weiteren rumänischen Dorfbewohner entwickelt. Zimmermannsleute aus Deutschland haben einen Stamm für die Krone gedrechselt.Weiterlesen

Die „Sündenböcke“ ausfindig gemacht

4. Urzellauf in Großschenk nach der Wiederaufnahme des Brauches

Ausgabe Nr. 2660

Zwei Männer mit der ,,Eier“-Lade voran bewegte sich der Zug der Urzeln durch die Gemeinde Richtung Rathaus. Eine Urzel trug die Fahne Siebenbürgens und die andere die Fahne des neu gegründeten Kulturvereins ,,Scaunul Cincului“ (Großschenker Stuhl). Foto: Werner FINK

„Dä nea schun vuir longer Zet, mät oallen ausgewemdert set. Doch vuir det  Urzelnleofen nin ech un, set ihr extra än de Hoimet kun“, sagte Narrenrichter Helmuth Zink in der Ansprache.  Ja so war es am vergangenen Samstag in Großschenk. Einige der ausgewanderten Sachsen waren wieder extra aus Deutschland in die Heimat gekommen, um als Urzeln gemeinsam mit weiteren Teilnehmern hier den Winter aus der Gemeinde zu vertreiben.  Insgesamt gab es dieses Mal 65 Urzeln denen sowie allen anderen Beteiligten dieser besondere Tag eine Riesenfreude zu bereiten schien.Weiterlesen

Zwei Tage Regen, zwei Tage Sonnenschein

Streiflichter vom 36. Jahrmarkt der Handwerke im Freilichtmuseum

Ausgabe Nr. 2637

Bei dem reichen Angebot lag die Qual der Wahl bei den Besuchern, die auch in diesem Jahr zahlreich in das Freilichtmuseum im Jungen Wald strömten, und die Stände der Handwerker in Augenschein zu nehmen und natürlich auch um zu kaufen. Unser Bild: Roxana Vasile (Bukarest) hatte gefilzte Objekte ausgestellt.
Foto: Fred NUSS

Knapp 20.000 Hermannstädter und Touristen haben am Wochenende das Freilichtmuseum besucht, wo zum 36. Mal der Jahrmarkt der Handwerke stattgefunden hat. Ergänzt wurde das Angebot am Sonntag mit Traditionen und Kultur aus dem Kokelgebiet, vorgestellt von den Gemeinden Marktschelken/Șeica Mare und Kleinschelken/ Șeica Mică. Weiterlesen

44. Mal „Lieder der Berge”

2636

Eines der ältesten Hermannstädter Festivals

Auszeichnungen zum 75. Jubiläum: Im Rahmen der 44. Auflage des internationalen Folklorefestivals ,,Cantecele Muntilor“ (Lieder der Berge), das vom 31. Juli bis 5. August von dem Hermannstädter Kreiszentrum für die Erhaltung der Traditionen ,,Cindrelul – Junii Sibiului“ veranstaltet wurde, feierte das Folkoreensemble ,,Junii Sibiului“ sein 75. Gründungsjubiläum. Aus diesem Anlass wurde das Ensemble und dessen Leiterin Silvia Macrea mehrfach ausgezeichnet. Am 1. August durch den Staatspräsidenten Klaus Johannis, der dem Ensemble den Verdienstorden für Kultur im Rang eines Kavaliers Kategorie D (Bühnenkünste) und der Leiterin den Verdienstorden für Kultur im Rang eines Kavaliers Kategorie F (Kulturförderung) per Präsidialdekret verliehen hat, und am Sonntag durch Hermannstadts Bürgermeisterin Astrid Fodor (links), die bei der Abschlussveranstaltung auf der Bühne am Großen Ring Silvia Macrea (2. v. l.) die Insignien einer Ehrenbürgerin von Hermannstadt überreichte. Foto: Cindrelul Junii Sibiului

Die 44. Auflage des Folklorefestivals „Lieder der Berge” (Cântecele Munţilor) brachte nicht nur Musik, Tanz und Traditionen aus aller Welt nach Hermannstadt, sondern auch Ehrungen für das Ensemble „Cindrelul-Junii Sibiului”, das sein 75. Gründungsjubiläum feierte. Der Große Ring war jeden Abend voll, auf der Bühne traten am Wochenende 19 Folkloreensembles aus acht Ländern, aber auch rumänische Popmusiker auf. 

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Die häufigste Frage: „Wer bist du?“

Agnethler HOG brachte Buch zum Brauch des Urzellaufs heraus

Ausgabe Nr. 2609

Horst Fabritius (Hg.): Wer bist du? Die Urzelmaske im siebenbürgischen Agnetheln, im württembergischen Sachsenheim und in Süddeutschland. Heimatortsgemeinschaft Agnetheln. Heilbronn 2008.

„Wer bist du? Die Urzelmaske im siebenbürgischen Agnetheln, im württembergischen Sachsenheim und in Süddeutschland“ heißt das Bilder- und Lesebuch, in dem der Herausgeber Horst Fabritius dem Leser eine Vielzahl von authentischen Beiträgen zum Thema Urzel, die meist von Autoren verfasst sind, die selber aktive Teilnehmer beim Urzelnlaufen waren, zur Verfügung stellt. Wer nun im Vorfeld des Urzellaufs in Agnetheln  am Sonntag, dem 27. Januar oder in Großschenk am 9. Februar mehr über den siebenbürgisch-sächsischen Brauch des Urzellaufs wissen möchte, über Ursprünge, Geschichte, Hintergründe und heutige Verbreitung, ist dieses Buch eine informative und interessante Lektüre. Das Buch erschien als Festgabe der HOG Agnetheln zum siebenten Agnethler Treffen am 11. Oktober 2008 in Bad Rappenau bei Heilbronn.Weiterlesen

„Was sind schon 100 Jahre?“

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Streiflichter vom 28. Sachsentreffen am 22. September in Mediasch

Zwei Mitglieder einer Tanzgruppe freuen sich über das wunderschöne Wetter.                                      Foto: Claudiu POPA

Bei der Jubiläumsauflage des vom Siebenbürgenforums veranstalteten Sachsentreffens, die am 19. September 2015 in Mediasch unter dem Motto „Schule – gestern, heute, morgen“ stattgefunden hatte, sagte der damalige Bundestagsabgeordnete Dr. Bernd Fabritius, das Sachsentreffen sei die beste Gelegenheit zu zeigen, „dass wir eine Gemeinschaft sind“ und schwärmte  davon, man könne durchaus 25 Jahre seit dem Beginn einer „sächsischen Wiedervereinigung“ feiern. Das 28. Sachsentreffen, das am vergangenen Samstag erneut in Mediasch stattgefunden hat, stand unter dem Motto „100 Jahre in Rumänien“ und Dr. Fabritius war in seinem neuen Amt als Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten dabei. 

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