Für Ohr und Geist

Drei Konzerte in der Passionszeit in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2716

Sie sind das Duo Marmor: Das Musikerehepaar Theresa Braisch (Klarinette) und Maximilian Braisch  (Fagott).                        Foto: Beatrice UNGAR

Während der Passionszeit vor den Osterfeiertagen der Westkirche hatten die Hermannstädter Musikliebhaber die Möglichkeit, innerhalb einer knappen Woche gleich drei unterschiedliche Angebote für Ohr und Geist wahrzunehmen.

Zunächst bestritt das Duo Marmor in der Johanniskirche eine musikalische Passionsandacht unter dem Titel ,,HIOBsBOTSCHAFTEN“ mit israelischer, hebräischer und jüdischer Musik zu Gedanken über das Leid und die Herausforderung Gottes. Vielleicht war es ein Zufall, dass diese Passionsandacht genau am 85. Geburtstag des Klarinettisten Giora Feidman, am 26. März, stattgefunden hat, der auf seiner Homepage sagt: ,,Ich spiele Klarinette, um meine Gefühle mit den Menschen zu teilen“. Jedenfalls teilten die beiden Holzbläser Theresa Braisch (Klarinette) und Maximilian Braisch (Fagott) nicht nur ihre Gefühle den Anwesenden mit sondern auch ihre Gedanken zum Buch Hiob und stellten abschließend fest: ,,Vielleicht ist Leid das einzige Mittel, Gott wahrzunehmen, zu schauen und nicht nur über ihn zu denken.“

Sie waren nur im Livestream zu sehen und zu hören: Florin Greluș, Monica Florescu und Makcim Fernandez Samodaiev (v. l. n. r.). Foto: Radu GRELUȘ

Am Sonntag war das dritte Konzert der Reihe Odae cum harmoniis angesagt, die von dem Musikerehepaar Monica Florescu und Makcim Fernandez Samodaiev mit Unterstützung des Hermannstädter Forums nun schon im vierten Jahr veranstaltet wird. Auch hier spielte – rein zufällig – die Klarinette die Hauptrolle, dank Florin Greluș von der Hermannstädter Staatsphilharmonie, der erstmals in dieser Reihe  auftrat und auch die beiden Werke ausgewählt hatte, die zur Aufführung kamen: Das Trio a-Moll für Klarinette Cello und Klavier op. 40 von Carl Frühling und das Trio für Klarinette, Cello und Klavier von Nino Rota. Die drei konzertierten zwar wie üblich im Spiegelsaal, das Publikum musste mit der Ausstrahlung im Livestream vorliebnehmen.

Ein Geschenk für alle, die an diesem Wochenende Ostern feiern, war das Passionskonzert der Hermannstädter Staatsphilharmonie in der evangelischen Stadtpfarrkirche. Unser Bild: Die Sopranistin Melinda Samson (vorne links) und der Dirigent Stefan Nagy nehmen gemeinsam mit dem Orchester den Beifall entgegen.                             Foto: Beatrice UNGAR

Am Mittwoch konzertierte das Orchester der Hermannstädter Staatsphilharmonie in der evangelischen Stadtpfarrkirche. Unter der Stabführung von Stefan Nagy und mit Melinda Samson als Solistin ertönten werke von Johann Sebastian Bach, Maurice Ravel und Georg Friedrich Händel.

Beatrice UNGAR

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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