„Kunst ist eine eigene Sprache“

Gespräch mit dem Augsburger Illustrator und Comiczeichner Paul Rietzl

Ausgabe Nr. 2628

Zwei Original-Tuschezeichnungen von Paul Rietzl und das ebenfalls von ihm entworfene Plakat des Workshops als Abdruck.
Foto: André WINTER

Im Multikulturellen Pavillon im ASTRA-Freilichtmuseum, kamen am vergangenen Wochenende mehr als 30 Comic-Autoren aus acht Ländern bei der siebten Auflage des Hermannstädter Comicsfestival zusammen, um die Geheimnisse ihrer Grafiken zu entlarven, Projekte zu entwerfen und zu diskutieren. Seit seiner ersten Auflage 2013, zieht das Festival jedes Jahr viele Teilnehmer an. Der deutsche Künstler Paul Rietzl (32), betreute am Samstag im Deutschen Kulturzentrum Hermannstadt (DKH), zusammen mit der DKH-Kulturrefrentin Elisabeth Köber (27), einen Comic-Workshop unter dem Titel „30 Jahre rumänische Revolution“, an dem zehn Interessierte eifrig mitmachten.

Mit Paul Rietzl führte dabei einer der derzeitigen HZ-Praktikanten, André W i n t e r, folgendes Gespräch:Weiterlesen→

Talent und Leidenschaft

Dreizehnjährige Künstlerin eröffnete ihre erste Ausstellung

Ausgabe Nr.2627

Bei der Vernissage am Montag (v. l. n. r.): Ioan Cândea, Delia Hașegan, Oana Rusu und Marius David.                                Foto: Cynthia PINTER

Sie wird am Sonntag, dem 9. Juni, 13 Jahre alt und wird schon in Hermannstadt als Nachwuchskünstlerin gefeiert. Oana Rusu geht in die 6. Klasse des Brukenthalgymnasiums und verbringt ihre Freizeit an ihrem Büro, wo sie leidenschaftlich malt und zeichnet. Was sie bisher gelernt und geschaffen hat, zeigte sie am Montag in der Vernissage ihrer Debütausstellung, die den Titel „Creioane colorate“ (Buntstifte) trägt und die im Foyer des Kunstlyzeums stattfand. Weiterlesen→

„Zwei Künstler zu Besuch daheim“

Doppelausstellung „Josef & Josef“ in Kronstadt und Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2624

Horst F. Josef: Noberatus, Acryl auf Leinwand, 2006.

Unter dem Titel „Zwei Künstler zu Besuch daheim/Doi artiști în vizită acasă“ laden Dieter Josef und Horst Franz Josef zum Besuch ihrer Doppelausstellung vom 28. Mai bis 28. Juni d. J. im Museum „Casa Mureșenilor“ (Marktplatz/Piaţa Sfatului Nr. 25) in Kronstadt sowie vom 3. bis zum 31. Juli  d. J. in der Galerie für zeitgenössische Kunst des Brukenthalmuseums (Quergasse/Str. Tribunei Nr. 6), in Hermannstadt ein.

Die Wurzeln der beiden Künstler und Vetter Dieter Josef (Lithographie) aus Gumpoldskirchen/Österreich und Horst Franz Josef (Malerei) aus Taufkirchen/Deutschland liegen im Burzenland.Weiterlesen→

„Wartemit Janiauf einlebenszeichen voneuch.“

Ausstellung zum Gedenken an die Deportation in der Sakristei

Ausgabe Nr. 2621

Der Luxemburger Fotograf Marc Schroeder in seiner Ausstellung.
Foto: Jan-Christian BREWER

In seiner Ausstellung „Deportation der Rumäniendeutschen. Immer war diese Hoffnung. Ehemalige Russlanddeportierte erinnern sich“ setzt sich der Luxemburger Fotograf Marc Schroeder mit der im Januar 1945 erfolgten Deportation der deutschen Minderheit aus Rumänien in die damalige Sowjetunion auseinander – und spiegelt damit auch die Gefühle der Überlebenden wider.Weiterlesen→

Das kleine Wunder von Tobsdorf

Johannes Reychmuts Nachlass / Tischlerkunst des 16. Jahrhunderts

Ausgabe Nr. 2620

Projektleiter Dr. Ralf Buchholz bei seiner Präsentation. Foto: Fred NUSS

Die Eröffnung der Ausstellung „Das Tobsdorfer Chorgestühl und seine Restaurierung“ fand am 1. April, im Hermannstädter Friedrich Teutsch-Kultur- und Begegnungszentrum statt. Der Projektleiter der Restaurations-Gruppe, Dr. Ralf Buchholz, war zugegen und bot den Besuchern eine Einführung in das Projekt. Die als Wanderausstellung konzipierte Schau ist noch bis zum 15. Juni geöffnet und bietet auch eine originalgetreue Replik der eigentlichen Konstruktion.Weiterlesen→

Vampire und sphärische Gemälde

Erste Ausstellung mit Werken von Bolesław Biegas in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2618

 

Bolesław Biegas: Russisch-Japanischer Krieg, Öl auf Leinwand, 1906/1907

Einen Zweikampf im Jiu-Jitsu-Stil liefern sich im Adamskostüm der russische Zar Nikolaus II. und der japanische Kaiser Mutsuhito im unteren Bereich eines großformatigen Gemäldes, das den Blickfang darstellt für alle Besucher der Sonderausstellung mit Werken des polnischen Künstlers Bolesław Biegas (1877-1954), die am Samstag im Multimediasaal des Brukenthalmuseums im Blauen Stadthaus eröffnet worden ist. Das Gemälde trägt den Titel „Russisch-Japanischer Krieg“ und sorgte 1907 für einen Skandal bei dem Salon des Indépendantsin Paris. Weiterlesen→

Die Nibelungen und die Farbe rot

Zwei Künstlerinnen stellen in Hermannstadt aus

Ausgabe Nr. 2617

Mihaela Toader mit drei ihrer 13 Illustrationen zu Versen des Nibelungenliedes.                                                                                 Foto: Fred NUSS

Zwei verschiedenen Generationen gehören die beiden Künstlerinnen an, deren Werke derzeit in Hermannstadt ausgestellt sind. Mihaela Toader, Jahrgang 1959, zeigt Illustrationen zum Nibelungenlied im Foyer des Forumshauses und Timea Szabó, Jahrgang 1991, präsentiert in der Galerie für zeitgenössische Kunst des Brukenthalmuseums ihre erste Einzelausstellung.Weiterlesen→

Endlich auch in Berlin

2611

Geta Brătescus Kunst im Neuen Berliner Kunstverein

 

Geta Brătescu in ihrem Atelier in Bukarest. Foto: Ștefan SAVA

 

Auf der Sao Paulo Biennale und in New York war ihre Kunst zu sehen, im Nationalmuseum für Gegenwartskunst in Bukarest, in der Tate Modern in London, auf der Triennale in Paris, auf der Biennale in Venedig ebenfalls. Die Tate Modern in Liverpool und die Hamburger Kunsthalle zeigten ihre Kunst in den Jahren, zur Documenta in Kassel und Athen wurde sie eingeladen und nun endlich auch nach Berlin! In einer kleinen, aber feinen Ausstellung im Neuen Berliner Kunstverein (NBK), neben dem berühmten Dorotheenstädtischen Friedhof, einen Katzensprung vom Literaturforum im Brechthaus in Berlin – Mitte entfernt, konnten vom 27. September 2018 bis zum 25. Januar 2019 künstlerische Werke von Geta Brătescu (1926-2018), der Altmeisterin der rumänischen zeitgenössischen Kunst, betrachtet werden.

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Cornel Irimie – 100 Jahre seit der Geburt

Der Ethnologe hat das Brukenthalmuseum geleitet und das Freilichtmuseum gegründet

Ausgabe Nr. 2608

War sehr oft unterwegs: Cornel Irimie in Wien, 1961.

Am 17. Januar 1919 wurde der Hermannstädter Ethnologe Cornel Irimie geboren, der seinen Lebenstraum verwirklicht hat und als Direktor des Brukenthalmuseums 1963 das Freilichtmuseum im Jungen Wald gegründet und bis zu seinem Tod 1983 geleitet hat.

„Das Freilichtmuseum war mit Sicherheit ein erfüllter Traum unseres Vaters, Cornel Irimie”, erinnern sich seine Tochter, Rodica Irimie Pascu und sein Sohn, Radu Irimie, kurz vor dem 100. Geburtstag des Ethnologen, der vor knapp 36 Jahren verstorben ist.Weiterlesen→

„Herausragend zeitlose Fotografie”

Der Berliner Fotograf Jürgen van Buer stellt in Hermannstadt aus

Ausgabe Nr. 2603

Die Leiterin des Teutsch-Hauses, Gerhild Rudolf, der Kurator Josef Balazs, der Fotograf Jürgen van Buer und Bischof Reinhart Guib freuen sich über eine gelungene Ausstellung (v. l. n. r.).                                    Foto: Fred NUSS

Mit „herausragender zeitloser Schwarz-Weiß-Fotografie“ fasziniere das Buch „Der befestigte Glaube. Kirchenburg in Siebenbürgen“, das der Fotograf Jürgen van Buer und der Kunstkritiker Josef Balazs herausgegeben haben, schreibt der Kameramann und Hochschullehrer Prof. Peter Badel von der Filmuniversität Babelsberg in Potsdam und stellt dabei fest: „Neben den erwartbaren Ansichten der Kirchenbauten selbst in ihrem dörflichen Umfeld bestechen vor allem zahlreiche Detailaufnahmen, deren Materialität und deren im Augenblick festgehaltenen Gebrauchsspuren“. Von den ca. 260 in dem Bildband enthaltenen Fotografie sind noch bis zum 15. März 2019 im Terrassensaal des Friedrich Teutsch-Kultur- und Begegnungszentrums in Hermannstadt 23 großformatige Schwarz-Weiß-Fotografien zu sehen. Die Vernissage der Ausstellung fand am 15. November im Beisein der Fotografen statt.Weiterlesen→

Großzügige Schenkung

103 Graphiken von Hans Hermann gehen an das Landeskirchliche Museum im Teutsch-Haus

Ausgabe Nr. 2602

Hans Hermann: Huetplatz, mit Trachten. (Aquaforte, August 1938)

Von März bis Juli 2018 brachte das Hermannstädter Teutsch-Haus unter dem Titel „Hans Hermann (1885-1980) – Ein Wiedersehen. Graphik aus sechs Jahrzehnten“ eine Retrospektive des graphischen Werks des bekannten siebenbürgischen Künstlers. Die Ausstellung war von August bis Oktober 2018 auch im Bistritzer Silberschmiedshaus zu sehen. Weiterlesen→

Nahtlos eingefügt

Michael Lassel spendete Bild an Brukenthalmuseum

Ausgabe Nr. 2598

Der Künstler Michael Lassel und sein Gemälde „Menschenwerk“, das nun vor dem Eingang in die Abteilung „Kuriositätenkabinett“ im Brukenthalpalais in der Dauerausstellung zu sehen ist.                     Foto: Fred NUSS

Was haben das Brukenthalmuseum in Hermannstadt und die Tate Gallery in London gemeinsam? Werke des Künstlers Michael Lassel, der im Vorjahr bei dem Großen Sachsentreffen erstmals im Brukenthalmuseum eine Ausstellung gezeigt hat. Unter dem Titel „Barockkolloquium“ war die Ausstellung im Landkartenkabinett zu sehen und wie die Veranstalter vom Brukenthalmuseum erklärten, war es die bisher meistbesuchte Sonderausstellung.Weiterlesen→

Auf höchstem Niveau

19. Internationaler Hermannstädter Fotosalon

Ausgabe Nr. 2597

Die Juroren Fred Nuss und Balási Csaba mit dem Vorsitzenden des Orizont-Fotoklubs Radu Stănese.   
Foto: Beatrice UNGAR

Der Hermannstädter Internationale Fotosalon habe einen Ruf zu verteidigen, sagte der Vorsitzende des Verbands der Kunstfotografen Rumäniens, Balási Csaba, bei der Vernissage der 19. Auflage am Sonntag im Foyer des Rathauses am Großen Ring. Als Jurymitglied hatte er gemeinsam mit seinen Kollegen Kerekes István (Ungarn) und Fred Nuss die Auswahl getroffen und die zahlreichen Medaillen, Preise und Sonderpreise vergeben. Weiterlesen→

Mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede

Sieben Künstlerinnen aus Deutschland und Rumänien antworten auf drei Fragen

Ausgabe Nr. 2593

Unter dem Titel „Împreună-Gemeinsam“ sind noch bis zum 6. Oktober Werke der Künstlerinnen Andreea Floreanu, Cristina Gagiu, Wiebke Herrmann, Ulrike Hischke, Oana Ionel, Agnes Mattis-Teutsch und Ingrid Weissman am Flughafen Hermannstadt und im Kunsthaus 7B in Michelsberg zu sehen. Das Gemeinschaftsprojekt des Konsulates der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt, des Flughafens Hermannstadt und des Kunsthaus 7B in Michelsberg wird am 6. Oktober, 16 Uhr im Kunsthaus 7B mit einer Finissage abgeschlossen. Im Vorfeld stellte HZ-Chefredakteurin Beatrice U n g a r den sieben Künstlerinnen drei Fragen: 1. Inwiefern entsprach der Titel „Împreună – Gemeinsam“ Ihren Erwartungen an diese Ausstellung?; 2. Was bedeutet für Sie die Zusammenarbeit zwischen Künstlern/Künstlerinnen?; 3. Würden Sie die Aussage des Galeristen Thomas Emmerling unterschreiben?„Die Gesellschaft verändert sich, weil junge Frauen etwas dafür tun.“

Hier die Antworten:

 

Wiebke Hermann:

Auf die Fragen 1 und 2 würde ich geschlossen antworten, da sie für mich zusammengehören:  Zusammenarbeit unter Künstlern ist nichts Ungewöhnliches. Von Beginn des Studiums an, lernt man, das gerade bei Ausstellungen Teamwork gefragt ist. Am Anfang der Künstlerkarriere stehen weitaus mehr Gruppenausstellungen als Soloshows. Die gemeinsame Planung, Finanzierung, Kuration, Hängung und Aufsicht einer Ausstellung ist dem/der selbstständigen KünstlerIn sehr bekannt. Man lernt zu kommunizieren, zuzuhören, Kompromisse zu schließen und den Prozess der gemeinsamen Entwicklung zu genießen. Vor allem bei der Hängung einer Ausstellung spielt das gemeinsame Sehen und Probieren eine entscheidende Rolle.Weiterlesen→

Keramik, Kupferkessel und Kuchen

Zum 52. Hermannstädter Töpfermarkt gesellten sich Roma- und „Centrum“-Markt

Ausgabe Nr. 2592

Der Große Ring gehörte am Wochenende den Töpfern, den Käufern blieb die Qual der Wahl.          Foto: Fred NUSS

Am Großen Ring hat am vergangenen Wochenende die 52. Auflage des Hermannstädter Töpfermarktes stattgefunden, der traditionell immer am ersten Wochenende im September veranstaltet wird. Auch dieses Jahr fand zeitgleich auf dem Kleinen Ring der Romamarkt statt, was inzwischen auch fast eine Tradition geworden ist.Weiterlesen→