Filme aus dem wahren Leben

Neuer Rekord beim Astra Film Festival in Hermannstadt aufgestellt

Ausgabe Nr. 2599

S.E. Botschafter Emil Hurezeanu (links) und der Journalist und Filmkritiker Cristian Tudor Popescu bei der Diskussion zum Thema „Rumänische Diaspora“ im Thaliasaal. Foto: Cynthia PINTER

Über 70.000 Zuschauer besuchten laut Organisatoren das Astra Film Festival dieses Jahr, fast fünf Prozent mehr als 2017. Über 25.000 davon waren Kinder und Jugendliche, die zusammen mit ihren Lehrer/innen jeden Morgen beim Astra Film Junior dabei waren. Die 19. Auflage des Dokumentarfilmfestivals Astra Film fand heuer vom 15. bis 21. Oktober statt und zeigte Filme aus dem wahren Leben. In Zahlen sah das Astra Film Festival heuer folgendermaßen aus: 128 Dokumentarfilme, davon 55 Filme aus 30 Ländern die in 5 Kategorien beim Wettbewerb teilgenommen haben. Weiterlesen

Tiefsinniges über die Welt und das Leben

Das Astra Film Festival feiert die 19. Auflage und 25-jähriges Bestehen

Ausgabe Nr. 2598

Besonders beliebt bei Kindern sind auch die Vorstellungen im „Full Dome“ auf dem Großen Ring. Hier werden in zwei runden Zelten (im Bild das große vor dem römisch-katholischen Stadtpfarramt) die Filme drinnen auf die Kuppel projiziert, so dass ein 360 Grad weites Bild entsteht.  Foto: Fred NUSS

25 Jahre sind vergangen seit Dumitru Budrala 1993 das erste Astra Film Festival organisiert hat. Damals noch im kleinen Kreise in nur einem Raum und die Filme wurden auf einem Fernseher verfolgt. Im nächsten Jahr waren es zwei Fernseher und Schritt für Schritt wuchs die Veranstaltung – die erst alle zwei Jahre und dann, wie heute, jährlich stattfindet – zu dem, was sie heute ist: das größte internationale Dokumentarfilmfestival Rumäniens. Weiterlesen

Kino unter freiem Himmel

5. Arini Fest Cinema war Christopher Nolan gewidmet
Ausgabe Nr. 2589

 

Etwa 800 Hermannstädter entspannten im Erlenpark beim Freiluftkino von „Arini Fest Cinema“.                                    Foto: Arini Fest Cinema

Eine Wohlfühloase im Erlenpark. Mit Picknickdecken, Popcorn und Bier machten es sich zahlreiche Hermannstädter am Wochenende (3.-5. August) bei der fünften Auflage des „Arini Fest Cinema“ bequem. Tagsüber tollten die Kinder auf dem eigens dafür angelegten Spielplatz und sobald es dunkel wurde, entstand ebenda ein Freiluftkino. Organisiert wurde das Festival von der Agentur „Grey Projects“ und „Cameleon PR&Events“.Weiterlesen

Oscarreife Filme beim TIFF 2018

Streiflichter von der 12. Auflage des Transilvania Film Festivals in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2583

In der ehemaligen Brukenthalschen Sommerresidenz in Freck soll am 10. August das erste von Christian Rätscher organisierte Brukenthal-Fest stattfinden, Ehrengäste sind Ricky Dandel, Florin Piersic und Bernhard Moestl. Näheres unter www.gqentertainment.ro. Unser Bild: Am Samstagabend  wurde hier der Film „La Ch’tite famille“ gezeigt.
Foto: Dragoș DUMITRU

„Der Regisseur ist die einzige Person, die weiß, worum es in einem Film geht.” Dieses Zitat stammt von dem bekannten indischen Filmregisseur Satyajit Ray. Und weil er in den meisten Fällen Recht hat mit seiner Behauptung, leiteten die Organisatoren des „Transilvania International Film Festival“ (TIFF) – das vom 25. Mai bis 3. Juni in Klausenburg stattfgefunden hat -, nach den meisten Filmvorführungen eine Diskussionsrunde mit Regisseur und Mitarbeitern ein, wobei die Zuschauer Fragen zu dem Film stellen können. So geschehen auch vergangene Woche in Hermannstadt, als vom 20. bis 24. Juni die zwölfte Auflage des TIFF stattfand. Weiterlesen

Blick zurück – Blick nach vorn

Dokumentarfilmreihe in Berlin von Januar bis Mai
Ausgabe Nr. 2583

 

Der Schriftsteller und Filmemacher Frieder Schuller und die Moderatorin Dr. Ingeborg Szöllössi.                                              
Foto: Christel WOLLMANN-FIEDLER

Dr. Ingeborg Szöllösi, Südosteuropareferentin beim Deutschen Kulturforum östliches Europa, plante eine Dokumentarfilmreihe, wollte dem Berliner Publikum Siebenbürgen zeigen, das Land inmitten der Karpaten. Vor achthundert Jahren kamen deutsche Kolonisten aus dem Moselland und Luxemburg in diese Landschaft, ließen sich nieder, bauten ihre Dörfer und Kirchen und blieben. Sie blieben bis vor über fünfundzwanzig Jahren. Nach der Öffnung der Grenzen in Europa begann der große Exodus nach Westen, nach Deutschland. Weiterlesen

Ein roter Teppich nur für Frauen?

Streiflichter von den 71. Internationalen Filmfestspielen in Cannes

Ausgabe Nr. 2579

Nadine Labaki mit Hauptdarsteller Zain al-Rafeea bei den Dreharbeiten zu „Capharnaum“.                                               Foto: www.thenational.ae

Gleich zu Anfang wusste man, dass dieses 71. Festival von Cannes anders sein würde als früher. Weniger bekannte Namen, dafür mehr Entdeckungen. Und der, der viele Entdeckungen gemacht hatte, war kurz zuvor verstorben und das Festival wurde ihm gewidmet: Pierre Rissient, jahrelang graue Eminenz, hatte u. a. Clint Eastwood und Lino Brocka nach Cannes gebracht. Und es war das Jahr der Frauen, die offen ihren Tribut forderten, es gab auf dem roten Teppich“ sogar eine montée des marches (so wird der gemeinsame Auftritt eines Filmteams auf dem roten Teppich“ im Fachjargon genannt)nur von Frauen.Weiterlesen

Einblicke ins wahre Leben

Astra-Filmfestival wurde von 70.000 Zuschauern aller Altersklassen besucht

Ausgabe Nr. 2552

Mit dem Exzellenzpreis des Festivals ausgezeichnet wurde der Regisseur Iosif Demian (hier beim Austausch mit dem Publikum). Sein Spielfilm „Baloane de curcubeu“ wurde beim Astra-Filmfestival in Premiere gezeigt. Der Spielfilm wurde in der kommunistischen Ära verboten und zerstört. Bloß eine Kopie blieb versteckt erhalten.                        
Foto: Cornel MOȘNEAG

Während der goldene Oktober zum Spaziergang durch die bunten Wälder einlud, stürmten die Hermannstädter die Kino-Säle. Zum 18. Mal fand zwischen dem 16. und 22. Oktober das Dokumentarfilmfestival „Astra Film Fest“ statt. Eine reiche Auswahl an guten und sehr guten Dokus wartete auf die teilweise von weit hergereisten Filmfans. Insgesamt 132 Filme aus 73 Ländern wurden in sieben verschiedenen Sälen ausgestrahlt. Man hatte als Dokumentarfilmfan die Qual der Wahl.Weiterlesen

Ein sündhaft guter Film

Landespremiere von „Un pas în urma serafimilor“ im Gong-Theater

Ausgabe Nr. 2548

 

Regisseur Daniel Sandu (links) und Hauptdarsteller Ştefan Iancu sprachen mit dem Hermannstädter Publikum von der Bühne des Gong-Theaters am Sonntag, dem 24. September.                               Foto: Dragoș DUMITRU

Die rumänischen Spielfilme, die nach 1989 gedreht wurden, sind oft humorlos und haben nichts mit dem amerikanischen Storytelling gemeinsam. Seit letzter Woche läuft ein Film in den rumänischen Kinos, der ganz anders ist. „Un pas în urma serafimilor“ (Ein Schritt hinter den Seraphen) ist der erste Film von Daniel Sandu und spielt in einem rumänisch-orthodoxen theologischen Seminar. Am vergangenen Wochenende (22.-24. September) besuchten viele Hermannstädter die Landespremiere des Films im Gong Kinder- und Jugendtheater. Am Sonntag nahmen auch Regisseur und die beiden Hauptdarsteller Ștefan Iancu und Cristian Bota an der Präsentation teil und beantworteten nachher die neugierigen Fragen der Zuschauer.Weiterlesen

Fragmentarische Parallelwelten

Gedanken zu Radu Judes neuem Langspielfilm „Țara Moartă” (Das tote Land)

Ausgabe Nr. 2545

 

In seinem neuen Langspielfilm „Țara Moartă” (Das tote Land) verlässt der rumänische Regisseur Radu Jude das Feld der Fiktion, um auf experimentelle Weise die Thematik der Judenverfolgung in Rumänien im zweiten Weltkrieg zu verarbeiten.Weiterlesen

Uns persönlich reicht es langsam

Es ist amtlich: Toni Erdmann” goes Hollywood
Ausgabe Nr. 2544

 

toni-erdmann

Von modernen Meisterwerken der Filmkunst aus aller Welt und wie sie die US-amerikanischen Studios kopieren – um mit der überarbeiteten” Version auch in unseren Kinos Box-Office-Rekorde zu erzielen; davon handelt der nachfolgende Beitrag im Allgemeinen und im Besonderen geht es um den mit dem europäischen Filmpreis 2017 geehrten Film von Maren Ade, Toni Erdmann“.Weiterlesen