Blick zurück – Blick nach vorn

Dokumentarfilmreihe in Berlin von Januar bis Mai
Ausgabe Nr. 2583

 

Der Schriftsteller und Filmemacher Frieder Schuller und die Moderatorin Dr. Ingeborg Szöllössi.                                              
Foto: Christel WOLLMANN-FIEDLER

Dr. Ingeborg Szöllösi, Südosteuropareferentin beim Deutschen Kulturforum östliches Europa, plante eine Dokumentarfilmreihe, wollte dem Berliner Publikum Siebenbürgen zeigen, das Land inmitten der Karpaten. Vor achthundert Jahren kamen deutsche Kolonisten aus dem Moselland und Luxemburg in diese Landschaft, ließen sich nieder, bauten ihre Dörfer und Kirchen und blieben. Sie blieben bis vor über fünfundzwanzig Jahren. Nach der Öffnung der Grenzen in Europa begann der große Exodus nach Westen, nach Deutschland. Weiterlesen

Ein roter Teppich nur für Frauen?

Streiflichter von den 71. Internationalen Filmfestspielen in Cannes

Ausgabe Nr. 2579

Nadine Labaki mit Hauptdarsteller Zain al-Rafeea bei den Dreharbeiten zu „Capharnaum“.                                               Foto: www.thenational.ae

Gleich zu Anfang wusste man, dass dieses 71. Festival von Cannes anders sein würde als früher. Weniger bekannte Namen, dafür mehr Entdeckungen. Und der, der viele Entdeckungen gemacht hatte, war kurz zuvor verstorben und das Festival wurde ihm gewidmet: Pierre Rissient, jahrelang graue Eminenz, hatte u. a. Clint Eastwood und Lino Brocka nach Cannes gebracht. Und es war das Jahr der Frauen, die offen ihren Tribut forderten, es gab auf dem roten Teppich“ sogar eine montée des marches (so wird der gemeinsame Auftritt eines Filmteams auf dem roten Teppich“ im Fachjargon genannt)nur von Frauen.Weiterlesen

Einblicke ins wahre Leben

Astra-Filmfestival wurde von 70.000 Zuschauern aller Altersklassen besucht

Ausgabe Nr. 2552

Mit dem Exzellenzpreis des Festivals ausgezeichnet wurde der Regisseur Iosif Demian (hier beim Austausch mit dem Publikum). Sein Spielfilm „Baloane de curcubeu“ wurde beim Astra-Filmfestival in Premiere gezeigt. Der Spielfilm wurde in der kommunistischen Ära verboten und zerstört. Bloß eine Kopie blieb versteckt erhalten.                        
Foto: Cornel MOȘNEAG

Während der goldene Oktober zum Spaziergang durch die bunten Wälder einlud, stürmten die Hermannstädter die Kino-Säle. Zum 18. Mal fand zwischen dem 16. und 22. Oktober das Dokumentarfilmfestival „Astra Film Fest“ statt. Eine reiche Auswahl an guten und sehr guten Dokus wartete auf die teilweise von weit hergereisten Filmfans. Insgesamt 132 Filme aus 73 Ländern wurden in sieben verschiedenen Sälen ausgestrahlt. Man hatte als Dokumentarfilmfan die Qual der Wahl.Weiterlesen

Ein sündhaft guter Film

Landespremiere von „Un pas în urma serafimilor“ im Gong-Theater

Ausgabe Nr. 2548

 

Regisseur Daniel Sandu (links) und Hauptdarsteller Ştefan Iancu sprachen mit dem Hermannstädter Publikum von der Bühne des Gong-Theaters am Sonntag, dem 24. September.                               Foto: Dragoș DUMITRU

Die rumänischen Spielfilme, die nach 1989 gedreht wurden, sind oft humorlos und haben nichts mit dem amerikanischen Storytelling gemeinsam. Seit letzter Woche läuft ein Film in den rumänischen Kinos, der ganz anders ist. „Un pas în urma serafimilor“ (Ein Schritt hinter den Seraphen) ist der erste Film von Daniel Sandu und spielt in einem rumänisch-orthodoxen theologischen Seminar. Am vergangenen Wochenende (22.-24. September) besuchten viele Hermannstädter die Landespremiere des Films im Gong Kinder- und Jugendtheater. Am Sonntag nahmen auch Regisseur und die beiden Hauptdarsteller Ștefan Iancu und Cristian Bota an der Präsentation teil und beantworteten nachher die neugierigen Fragen der Zuschauer.Weiterlesen

Fragmentarische Parallelwelten

Gedanken zu Radu Judes neuem Langspielfilm „Țara Moartă” (Das tote Land)

Ausgabe Nr. 2545

 

In seinem neuen Langspielfilm „Țara Moartă” (Das tote Land) verlässt der rumänische Regisseur Radu Jude das Feld der Fiktion, um auf experimentelle Weise die Thematik der Judenverfolgung in Rumänien im zweiten Weltkrieg zu verarbeiten.Weiterlesen

Uns persönlich reicht es langsam

Es ist amtlich: Toni Erdmann” goes Hollywood
Ausgabe Nr. 2544

 

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Von modernen Meisterwerken der Filmkunst aus aller Welt und wie sie die US-amerikanischen Studios kopieren – um mit der überarbeiteten” Version auch in unseren Kinos Box-Office-Rekorde zu erzielen; davon handelt der nachfolgende Beitrag im Allgemeinen und im Besonderen geht es um den mit dem europäischen Filmpreis 2017 geehrten Film von Maren Ade, Toni Erdmann“.Weiterlesen

Alle fieberten mit

Zuschauerrekord bei TIFF in Hermannstadt
Ausgabe Nr. 2535

 

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Obwohl der beim TIFF-Filmfestival in Klausenburg für sein gesamtes Lebenswerk geehrte Alain Delon nicht nach Hermannstadt gekommen ist, wurde bei der diesjährigen Hermannstadt-Auflage laut Veranstaltern ein Zuschauerrekord verzeichnet. Mehr als 18.000 Filmfans besuchten die mehr als 40 Vorstellungen an den fünf Festivalstagen. Weiterlesen

Mutige Entscheidungen der Jury

Streiflichter vom 70. Filmfestival in Cannes / Von Claus REHNIG
Ausgabe Nr. 2532

 

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Von Cannes 2017 werden die langen Schlangen vor den Sälen und im Markt in Erinnerung bleiben, weil die Sicherheitsvorkehrungen noch drastischer waren als in den vergangenen Jahren. Wegen einer Bombendrohung musste sogar eine Vorführung später beginnen. Es wurde viel gefeiert zum 70. Festival. Es gab viele Filme, zu viele, und die Qualität war nicht immer auf der Höhe der Erwartungen, weil Meisterwerke fehlten.Weiterlesen

Kochen wie die Heiducken

Kulinarische Reise in Hamlesch und Hermannstadt
Ausgabe Nr. 2523
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Jedes Jahr fährt das Team „Watch&Eat” durch die Welt, lernt Gerichte kochen und stellt sie den Gästen in Österreich vor. Hannes Ager, Inhaber des Restaurants „Schulhaus” in Söll und der Koch Andreas Faistenauer reisen dieses Jahr mit Kameramann Andreas Zulauf durch Rumänien, die Republik Moldova und Russland. Rund 1.000 Gäste des Restaurants werden im Spätherbst nicht nur die Filme dieser Reise sehen, sondern auch die Gerichte probieren. Weiterlesen

Und die Gewinner sind…

Preisverleihung beendete das Astrafilm-Festival
Ausgabe Nr. 2504
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Haben Sie sich schon mal gefragt, wie es im Haus von Florin Salam, dem König der Manele aussieht? Oder wie Adrian Copilul Minune zu Reichtum und Erfolg gekommen ist? Diese Fragen werden teilweise im von BBC in Auftrag gegebenen Dokumentarfilm „The New Gipsy Kings“ erläutert. Der Film von Liviu Tipuriță wurde im Rahmen des Astrafilm-Festivals am Donnerstagabend im vollen Thaliasaal gezeigt und gewann bei der Preisverleihung am Samstagabend den Spezial-Preis der Fachjury. Vor der Ausstrahlung des Films fand ein Konzert der Band „Kana Jambe und Dan Bursuc“ statt, das schon einmal einen Vorgeschmack auf den sehr kontroversen Film bot. Weiterlesen

Ein „Filmermöglicher“

Günter Czernetzky beim EAS-Männerfrühstück
Ausgabe Nr. 2504
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Am Samstag, dem 22. Oktober d. J., sprach beim Männerfrühstück der Evangelischen Akademie Siebenbürgen Günter Czernetzky zum Thema: Sieben Jahre Projektarbeit in Siebenbürgen“. Czernetzky versteht sich als Filmermöglicher“, was für ihn bedeutet, dass er Filme zu bestimmten Themen überhaupt erst möglich mache. Als Regisseur verantwortete er in den vergangenen Jahren Dokumentarfilme zur Zeitgeschichte, unter anderem zur Geschichte seiner rumänischen Heimat. Weiterlesen