Ein objektives Bild

Film von Florin Besoiu im Forumsclub uraufgeführt

Ausgabe Nr. 2721

Florin Besoiu, Winfried Ziegler und Aurelia Brecht (v. l. n. r, stehend) beim anschließenden Publikumsgespräch.                               Foto: der Verfasser

Der Dokumentarfilm  „Neues Leben in alten Mauern“ wurde am Dienstag im Rahmen des Forumsclubs in der neu renovierten evangelischen Stadtpfarrkirche gezeigt. Der Film wurde von Florin Besoiu im Auftrag des  Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt erstellt und rückt die Wiederbelebung der Kirchenburgen durch Restaurierungsarbeiten und neue Nutzungskonzepte in den Mittelpunkt. Gezeigt wurde der Film mit rumänischen Untertiteln.

Weiterlesen

Die Presse als Beispiel

,,Hermannstädter Gespräche“ über Oscar-nominierten Film

Ausgabe Nr. 2714

Premiere in der rumänischen Filmgeschichte: Der rumänische Dokumentarfilm „Colectiv“, in der Regie von Alexander Nanau (2. v. r.), wurde in zwei Kategorien (bester Dokumentarfilm und bester internationaler Film) in die kurze Auswahl für den Oscar 2021 nominiert. Unser Bild: Am Samstag war Nanau Gast der ersten Auflage der „Hermannstädter Gespräche“ in diesem Jahr und diskutierte mit Günter Czernetzky (1. v. l.), Aurelia Brecht (2. v. l.) und Raimar Wagner (1. v. r.).Foto: Cynthia PINTER

Seit Montag ist es offiziell: Der rumänische Dokumentarfilm „Colectiv“, in der Regie von Alexander Nanau, wurde in zwei Kategorien (bester Dokumentarfilm und bester internationaler Film) in die kurze Auswahl für den Oscar-Filmpreis 2021 nominiert. Das ist eine Premiere, denn kein anderer rumänischer Film hat es bisher auf die Shortlist der Oscar-Verleihung geschafft.

Einen besonderen Einblick in die Arbeit für den Film und die Veränderungen, die der Film in Rumänien und international mit sich brachte, konnte man bei dem Podiumsgespräch zum Thema „Colectiv. Tödliche Verflechtungen von Politik und Gesundheitssystem“, das am vergangenen Samstag im Spiegelsaal des Hermannstädter Forums im Rahmen der „Hermannstädter Gespräche“ stattgefunden hat, gewinnen.Weiterlesen

Berliner Filmfestspiele

Ausgabe Nr. 2711

Der neueste Spielfilm von Radu Jude – ,,Babardeală cu bucluc sau porno balamuc“ (Bad Luck Banging or Loony Porn, Koproduktion Rumänien/Luxemburg/Kroatien/Tschechische Republik, zu Deutsch: ,,Pech beim Vögeln oder Porno-Irrsinn“) – wurde für den Wettbewerb der Berliner Filmfestspiele 2021 ausgewählt, die vom 1. bis 5. März d. J. bzw. vom 9. bis 20. Juni d. J. stattfinden. Der Film mit der 27-jährigen Schauspielerin vom Jüdischen Theater Bukarest, Katia Pascariu (unser Bild), in der Hauptrolle, wird in Weltpremiere  gezeigt. Vom 9. bis 20. Juni kann das Berlinale-Publikum beim Summer Special in zahlreichen Kinovorführungen einen Großteil der Filmauswahl aller Sektionen in Anwesenheit der Filmschaffenden erleben.

Informationen unter https://www.berlinale.de/de/programm/ticket-info/ticket-info.html                                Foto: ROLLERCOASTER PR

Groteske Tragikomödie

Regiedebüt für die Schauspielerin Ofelia Popii

Ausgabe Nr. 2709

Szenenfoto mit Ciprian Scurtea (links) und Adrian Matioc.    Foto: TNRS

Ein Mann geht durch den Wald, rüttelt an Bäumen. Dann holt er einen Strick heraus, bindet eine Schlaufe, die er sich um den Hals legt. Im Hintergrund ist Vögelgezwitscher und Cellomusik zu hören. Kein Ast ist gut genug, nichts scheint in seinem Leben zu gelingen, nicht einmal sein Feuerzeug funktioniert. Sogar sein Vorhaben, sich das Leben zu nehmen, wird von einem zweiten Mann unterbrochen, der ebenfalls Selbstmord begehen will. So beginnt der Film „Cea mai frumoasă zi“ (Der schönste Tag), in der Regie von Ofelia Popii, nach einem Text von Sławomir Mrożek. Mit diesem Film, der seit dem 1. Februar online auf der Plattform „Scena digitală“ des „Radu Stanca“- Nationaltheaters zu sehen ist, feiert die bekannte Hermannstädter Schauspielerin (die für ihre Rollen in „Faust“, „Lulu“ oder „Felii“ bekannt ist) ihr Debüt als Regisseurin. Weiterlesen

Astrafilm-Gewinner stehen fest

Die besten Dokus beim Astrafilm-Festival wurden preisgekrönt

Ausgabe Nr. 2696

Szene aus dem preisgekrönten Dokumentarfilm ,,Long Live Love“ von Sine Skibsholt.

Die Liste mit den besten Dokumentarfilmen, die bei der Online-Auflage des diesjährigen Astrafilm-Festivals gezeigt wurden, wurden am Montag veröffentlicht. Rund 3.000 Dokus haben die Organisatoren zugeschickt bekommen, 37 davon wurden online gezeigt. Trailer der Gewinnerfilme, mit Infos zur jeweiligen Jury und kurzen Dankesworten sind unter youtu.be/PXs1kW1etRM zu finden.Weiterlesen

38 Filme zur Auswahl im Angebot

2. Etappe des Astrafilm-Festivals 2020: Dokumentarfilme online bis Sonntag zu sehen

Ausgabe Nr. 2695

 

Szene aus dem Film „Garagenvolk“ von Natalija Yefimkina.      Foto: AFF

Die 21. Auflage des Dokumentarfilmfestivals „Astrafilm“ hat heuer zwei Etappen. Die erste fand im Freien zwischen dem 4. und 13. September an verschiedenen Orten in Hermannstadt statt. Der zweite Teil hat am 6. Oktober begonnen und dauert noch bis Sonntag, dem 25. Oktober, und ist ausschließlich online, im Internet zu sehen. Gezeigt werden Filme aus folgenden Kategorien: „Voci emergente ale documentarului“ (Neue Generation der Filmemacher), „Zentral- und Osteuropa“, „Remember competiția România“,  „AFF Memorabilia“ und „Eveniment“.Weiterlesen

Seit 1993 ununterbrochen

Erster Teil des diesjährigen Astrafilm-Festivals fand im Freien statt

Ausgabe Nr. 2690

Auf den Beanbag-Sitzsäcken konnte man im Freilichtmuseum bequem die Dokus genießen.                                                                Foto: Fred NUSS

Ein großes Lob bekamen Festivalsdirektor Dumitru Budrala und sein Organisationsteam vom Astrafilm Festival am Sonntagabend dafür, dass sie es doch noch geschafft haben, trotz jetzigen Coronavirus-Umständen, ein Film-Festival auf die Beine zu stellen. Dafür und für seine gesamte Tätigkeit als Übermittler von Kultur im Kreis Hermannstadt bekam Dr. Dumitru Budrala die Auszeichnung Ehrenbürger des Kreises Hermannstadt von der stellvertretenden Kreisratsvorsitzenden Christine Manta-Klemens ausgehändigt. Im Rahmen der Preisverleihungsgala am Sonntag, dem 13. September, wurden die Gewinnerfilme der Kategorie „Rumänien“ der diesjährigen Auflage des Dokumentarfilmfestivals Astrafilm, bekannt gegeben. Es sprachen zudem Sergiu Nistor, der Berater des Staatspräsidenten Klaus Johannis, Ciprian Ștefan, Direktor des Astra-Museums, Bogdan Gheorghiu, Kulturminister, Oana Giurgiu, Regisseurin und Jurymitglied, Christine Manta-Klemens und Dumitru Budrala.Weiterlesen

„Ehrfurcht haben vor allem, was Leben heißt“

Zum 55. Todestag von Dr. Albert Schweitzer / Von Christel WOLLMANN-FIEDLER

Ausgabe Nr. 2688

„Il est Minuit Dr. Schweitzer“ (Es ist Mitternacht Dr. Schweitzer) ist der Titel eines Kinofilms von 1952, den André Haguet nach dem gleichnamigen Theaterstück von Gilbert Cesbron damals mit bekannten französischen Schauspielern und der berühmten Jeanne Moreau drehte. „Beim Oganga von Lambarene“ von dem württembergischen Lehrer Richard Kik, 1954 als Kinderbuch im längst vergessenen Enßlin & Laiblin Verlag in Reutlingen erschienen, bekam ich als Schülerin mit Widmung geschenkt. Durch sämtliche Phasen des Lebens und den vielen Umzügen in alle vier Himmelsrichtungen begleitete mich das Büchlein. Wie viele Male es ein- und ausgepackt und ins Bücherregal gestellt wurde, kann ich kaum sagen. Die Begeisterung für den Theologen Dr. Albert Schweitzer, vor allem für dessen humanistisch-medizinisches Engagement im afrikanischen Urwald, ist über die Jahre geblieben. Weiterlesen

Tragend und psychedelisch

Murnaus ,,Nosferatu“ zur Musik von Violeta Dinescu auf der Terrasse des Thalia-Saals

Ausgabe Nr. 2685

Das Trio Contraste – Sorin Petrescu (Flügel und Keyboard), Ion Bogdan Ștefănescu (Flöte) und Doru Roman (Perkussion) – schuf mit Violeta Dinescus Musik eine dem Film entsprechende Stimmung. Foto: der Verfasser

Als eine der ersten Filmadaptionen von Bram Stokers Roman „Dracula“ zählt der Stummfilmklassiker „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ zu den Mitbegründern des Horrorgenres und begeistert auch 98 Jahre nach seiner Premiere noch immer Filmfans weltweit. Im Rahmen der Reihe „Dach-Konzerte“ wurde am vergangenen Freitag, dem 7. August, die restaurierte digitale Fassung des Kultfilms von dem Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau auf der Terrasse des Thalia-Saales gezeigt. Das Trio Contraste unterlegte den Gruselstreifen mit einer neuen Filmmusik komponiert von Violeta Dinescu. Weiterlesen

Mörder unter sich

Schwarzer Humor im neuesten Film des TNRS

Ausgabe Nr. 2682

Unter dem Titel ,,Tom și Jerry 2.0″ wurde im Rahmen der online-Spielzeit des Radu Stanca-Nationaltheaters die Verfilmung des Stücks ,,Jerry and Tom“ von Rick Cleveland an drei Abenden ausgestrahlt. Unser Bild: Ali Deac (links) und Marius Turdeanu warten als Jerry und Tom auf ihr nächstes Opfer. Foto: Rareș HELICI

Es geht weder um ein Stück Käse, noch um eine Schüssel Milch in diesem „Tom und Jerry“. Tom und Jerry sind keine lustigen Zeichentrickfilmhelden sondern kaltblütige Mörder. Die einzige Ähnlichkeit zwischen dem Zeichentrickfilm und dem Film ist der schwarze Humor. Die Verfilmung des Stücks „Jerry and Tom“ von Rick Cleveland wurde vergangene Woche drei Mal online, unter dem Titel ,,Tom și Jerry 2.0″ im Rahmen der „Digitalen Spielzeit“ des Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheaters (TNRS) gezeigt, am 15., 16. und 17. Juli. Es spielten die Schauspieler Marius Turdeanu, Ali Deac und Ioan Paraschiv, Regie führte Florin Piersic Jr. Wiederholt wird der Film am 2., 3. und 4. September.Weiterlesen

Zwanzig Jahre einer Stadt

Hermannstadt-Dokus von 1997 und 2017

Ausgabe Nr. 2672

Ein Blick aus einer Schießscharte der Michelsberger Burg auf die evangelische Stadtpfarrkirche in Hermannstadt ziert die Kassette mit dem Film von 1997.

Was zwanzig Jahre im Leben einer Stadt bedeuten können, durfte man am 3. Mai d. J. erleben, auf der Homepage des Astra Film Studios wurden zwei Dokumentarstreifen ausgestrahlt, die Hermannstadt gewidmet sind. Den von 1997 hatte der Studioleiter sowie Initiator und Direktor des Astra-Filmfestivals, Dumitru Budrala, 1997 gemeinsam mit Paul Barbăneagră im Auftrag des Kulturministeriums gedreht, den von 2017 Budrala selbst.Weiterlesen