US-Amerikanerin mit rumänischen Wurzeln gewann Oscar

Ausgabe Nr. 2951

Den Oscar für den besten Live-Action-Kurzfilm gewann bei den 98. Academy Awards „Two People Exchanging Saliva“ (Zwei Menschen tauschen Speichel aus) der rumänisch-amerikanischen Regisseurin und Drehbuchautorin Natalie Musteață (unser Bild mit Partner Alexandre Singh). Die Dystopie, in der es den Menschen verboten ist, sich zu küssen, ist u. a. inspiriert von einem Vorfall im Iran, bei dem ein Paar vor dem Freiheitsturm in Teheran tanzte und deswegen zu zehn Jahren Haft verurteilt wurde. Der Film behandelt Themen wie Repression, Lust und Überwachung und wurde von Isabelle Huppert und Julianne Moore produziert. Der große Gewinner des Abends war „One Battle After Another“. Der Film mit Leonardo DiCaprio und Regisseur Paul Thomas Anderson gewann sechs Academy Awards, u. a. in den Kategorien Best Picture und Bester Cast. Zum besten Dokumentarfilm gekürt wurde „Mr. Nobody Against Putin“, der 2025 das Hermannstädter Astra Film Festival eröffnet hat. Darin dokumentiert ein russischer Lehrer heimlich, wie seine Schule während des Ukraine-Kriegs zum Rekrutierungszentrum wurde.                                     Foto: profimedia

Revolution im Fokus

Rumänien beim Europäischen Filmfestival Wien

Ausgabe Nr. 2949

Filmszene mit dem Hauptdarsteller Adrian Văncică (mit Pistole).
Foto: Transilvania Film

Im Herzen von Wien wurde das Europäische Filmfestival Wien vom 19. bis 26. Februar traditionell zum cineastischen Schaufenster Europas – ein Ort, an dem Film nicht nur unterhält, sondern politische Wirklichkeit spürbar macht. Die diesjährige Ausgabe startete mit besonderer Wucht: Die Eröffnung im Stadtkino Wien gehörte einer rumänischen Produktion, die Vergangenheit und Gegenwart in elektrisierender Intensität verschränkt.Weiterlesen

Von Kabul bis Nowosibirsk

Beim Astrafilm-Festival gab es Dokumentarfilme aus aller Welt zu sehen

Ausgabe Nr. 2934

Festivalsdirektor Dumitru Budrala (vorne, am Mikrofon) präsentiert zum Abschluss der Preisgala, die am Samstag im Thaliasaal stattgefunden hat, sein 19-köpfiges Team, zu dem auch seine Gattin Csilla Kató (rechts außen) gehört.                                                               Foto: AFF

Eine Woche fühlte sich an wie ein Jahr auf Weltreise. Beim Astrafilm-Festival konnte man dieses Jahr von Kabul nach Chongqing oder von Hanau nach Novosibirsk reisen und das aus dem gemütlichen Kinosessel. Tragische Schicksale, fremde Kulturen, exotische Orte, all dies und mehr war beim 32. Dokumentarfestival Astrafilm zu sehen, das vom 17. bis 26. Oktober in Hermannstadt stattgefunden hat. Eine Auswahl von 70 Filmen aus allen Ecken der Erde begeisterte die Dokumentarfilmfans bei der diesjährigen Ausgabe des Astrafilm-Festivals, zusammengestellt von einem Team unter der Leitung von Dumitru Budrala und Csilla Kató. Weiterlesen

,,Ein offenes Fenster zu unserer Welt“

KFilm über Menschen, die vom Verein Diakoniewerk betreut werden

Ausgabe Nr. 2934

Diakoniewerk-Geschäftsführerin Cristina Andreea Costea sowie Projektmanagerin Iuliana Labo begrüßten die Anwesenden im Vorfeld der Vorführung.                                            Foto: Werner FINK

Der Film „Între ieri și mâine: un loc pentru noi“ (Zwischen Gestern und Morgen: Ein Platz für uns) von Gabriel George wurde am 16. Oktober d. J. im CineGold-Kino in Hermannstadt gezeigt. Der Kurzfilm ist Teil des größeren Projektes „Privește prin ochii mei“ (Blicke durch meine Augen), das über die Gemeinschaftsagenda der Stadt Hermannstadt finanziert wird.Weiterlesen

Gezeigt werden die besten Dokus

,,Astrafilm”-Dokumentarfilmfestival läuft noch bis einschließlich Sonntag

Ausgabe Nr. 2933

Dokus verändern Lebensläufe, sagte Csilla Káto (links) bei der Eröffnungsgala, die von Teodora Tompea moderiert wurde.                       Foto: Cynthia PINTER

Tarafmusik, Dokumentarfilm und Diskussion: Vor einer Woche fand die Eröffnungsgala der 32. Auflage des „Astrafilm”-Festivals im Thaliasaal statt. Der Sonntag ist nicht nur der letzte, sondern auch der beste Tag des Festivals, denn da werden die preisgekrönten Filme gezeigt. Ein kleiner Minuspunkt hatte diese Auflage: Heuer fehlte der New Media Dom auf dem Großen Ring, der für immersive Erfahrungen zuständig war.Weiterlesen

Sommerabende mit Film

Freiluftkino mit verlockendem Angebot

Ausgabe Nr. 2918

In einer abendlichen Pressekonferenz stellte Cristina Rotaru (links) die Terasse mit Blumen vor.                            Foto: Ruxandra STĂNESCU

Auf der „Terrasse mit Blumen” (Terasa cu flori) im Ion Besoiu-Kulturzentrum in Hermannstadt kann man bis Mitte September abends Filme im Freien sehen. Die Organisatoren waren bemüht, eine entspannte Atmosphäre zu schaffen. So z. B. kann man sowohl die Sitze, als auch die kleinen Tischlein je nach Gruppengröße bewegen. Snacks und Getränke kann man natürlich auch hier kaufen.Weiterlesen

Gopo-Nominierung für Olga Török

Ausgabe Nr. 2907

Olga Török wurde für den Gopo-Preis des rumänischen Films in der Kategorie beste Schauspielerin in einer Hauptrolle für ihre Rolle in dem Spielfilm „Clara” nominiert.   Die am 17. April 1985 in Sathmar geborene Schauspielerin ist Mitglied des Ensembles des Deutschen Staatstheaters Temeswar und tritt auch in Aufführungen der deutschen Abteilung des Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheaters auf. „Clara” ist der erste lange Spielfilm des rumänischen Regisseurs Sabin Dorohoi und feierte beim Filmfestival Cottbus seine Weltpremiere. Ebenda erhielt der Film den Publikumspreis. Das Sozialdrama, eine deutsch-rumänische Koproduktion, beruht auf wahren Begebenheiten. Mehr als 5 Millionen rumänische Staatsbürgerinnen und -bürger haben in den letzten 15 Jahren Rumänien verlassen, und arbeiten im Ausland. Sie haben mehr als 300.000 Kinder zurückgelassen, die von den Großeltern betreut werden oder sich selbst überlassen sind. Unser Bild: Olga Török bei den Dreharbeiten.                                           Foto: Mihai BUTĂNESCU

Aller guten Dinge…

Silberner Bär für Jude

Ausgabe Nr. 2902

Radu Jude mit dem Silbernen Bären.
Foto: Alexander JANETZKO/Berlinale 2025

Als „Achtungserfolg für den luxemburgischen Film” bezeichnete das Luxemburger Tageblatt die erneute Preiskrönung des Regisseurs Radu Jude bei den diesjährigen 75. Filmfestspielen in Berlin. Jude hat mit seinem neuesten Film, „Kontinental ’25“, bei der Gala am 22. Februar den Silbernen Bären für das beste Drehbuch erhalten. Bei dem Film handelt es sich um eine Koproduktion RT Features (Brasilien), Bord Cadre films (Schweiz), Sovereign Films (Großbritannien) und Paul Thiltges Distributions (Luxemburg). Weiterlesen

„EU-Filmkunst hochhalten”

Deutscher Film im CineGold-Kino für 250 Kinder gezeigt

Ausgabe Nr. 2894

Der Nikolaus hat der Konsulin der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt, Kerstin Ursula Jahn, und 250 Schülern der Allgemeinschule Nr. 2 eine Einladung zu einem deutschen Film im CineGold-Kino gebracht und somit für einen entspannten Vormittag gesorgt.

Konsulin Kerstin Ursula Jahn begrüßte die Kinder von der deutschen Abteilung der Allgemeinschule Nr. 2 nicht alleine, sondern mit einer Fuchs-Handpuppe. „Das war kein Zufall”, erklärte sie nach der Filmvorführung, „ich hatte vorher ein bisschen über den Film gelesen und ich wusste, dass der Fuchs eine entscheidende Rolle spielt”.Weiterlesen

Rückkehr der Deutschen in die alte Heimat Rumänien

Ausgabe Nr. 2892

Die ARTE-Reportage „Rückkehr der Deutschen in die alte Heimat Rumänien” von Paul Weihermann, Markus Harmann und Janine Bechthold wird am Mittwoch, dem 4. Dezember, 19.40 Uhr deutsche Ortszeit/20.40 Uhr rumänische Ortszeit ausgestrahlt. Die Filmemacher begleiteten Anna (69) und Horst (71) Dengel, die in zwei Welten unterwegs sind – in Düsseldorf, wo sie seit 1983 leben, und in Hermannstadt in Rumänien, in ihrer alten Heimat – und Pfarrerin Angelika Beer, die nach Jahren der Suche nach „Heimat“ nach Rumänien zurückgekehrt ist.                               Foto: Kigali films/Markus HARMANN

300 Filme – 300 Reisen um die Welt

Astra Film Festival in Hermannstadt war auch heuer ein großer Erfolg

Während der Festivalstage wehten als Werbung Wimpel über der Auffahrt aus der Unterstadt zum Kleinen Ring.

Ausgabe Nr. 2888

„Die rund 300 Filmproduktionen der diesjährigen Ausgabe waren 300 Reisen um die Welt, die uns geholfen haben, verschiedene menschliche Erfahrungen zu verstehen“, sagte Regisseur Dumitru Budrala, Gründungsdirektor des Astra Filmfestivals bei der Preisverleihung für die besten Filme des Astra Film Festivals, die am Samstag, dem 26. Oktober im Thaliasaal stattgefunden hat. Drei rumänische Produktionen wurden besonders gewürdigt: „Alice On & Off“ von Isabela Tent (Bester Film, Kategorie Rumänien), „Maia – Portrait with Hands“ von Alexandra Gulea (Beste Regie, Kategorie Rumänien) und „Tata“ von Lina Vdovîi und Radu Ciorniciuc (Beste Regie, Kategorie Mittel- und Osteuropa). Der junge Regisseur Daniel Țîcu erhielt außerdem eine lobende Erwähnung in der Kategorie „Studenten“. In der Kategorie „Neue Generation der Filmemacher“ gewann der Film „Rising Up at Night“ von Nelson Makengo und in der Kategorie „Zentral- und Osteuropa“ – „The Forest“ von Lidia Duda. Die Dokumentarfilme aus dem Festival kann man online noch bis zum 10. November sehen.Weiterlesen