130. Gründungsjubiläum des Mediascher Radfahrer-Clubs

Ausgabe Nr. 2885

Am 30. September 1894 wurde der Mediascher Radfahrer-Club gegründet. Den 130 Jahren seit diesem Ereignis gewidmet sind ein auf Initiative des Mediascher Philatelisten Liviu Pintican Juga von der Rumänischen Post herausgegebener Sonderstempel und ein Sonderbriefumschlag mit Reproduktionen der Flagge des Mediascher Radfahrer-Clubs von 1898. Die Gründung des Clubs geht auf Carl Franz Drotloff zurück, der als Lehrling das Radfahren entdeckt und ein Wettrennen in London gewonnen hat. Die ersten öffentlichen Schaufahrten in Mediasch zeigte Adolf Haltrich, der mit Drotloff als Gründer des Radfahrer-Clubs gilt.

Rosh Hashana 5785

Ausgabe Nr. 2884

Die Hermannstädter jüdische Gemeinde hat gemeinsam mit Gästen von nah und fern am Mittwoch den Auftakt zum Rosh Hashana, dem jüdischen Neujahrsfest in dem Gemeinderaum neben der Synagoge gefeiert. Es ist das Jahr 5785 und es begann am Mittwoch nach Sonnenuntergang am ersten Tag des Monats Tishre und an dem Seder-Abend sollten u. a. Datteln, Apfelschnitten in Honig getaucht, Rote Beete, Kürbis, Karotten, Passionsfrüchte und Fischköpfe gegessen werden. Dazu ist ein guter Rotwein empfohlen. Die Anwesenden wurden von dem Vorsitzenden Gemeinde, Tiberiu Baruch, begrüßt, der auch kurz aus dem Gemeindeleben und über die Pläne zur Sanierung der Synagoge berichtete und darauf hinwies, dass die Gemeinde durch den Zuzug einer Familie größer geworden sei. Unser Bild: Gemeindemitglied Adriana Moscicki (2. v. r.) erläuterte Schritt für Schritt, was an einem Sederabend zum Rosh Hashana-Fest gegessen und getrunken werden sollte.

Foto: Beatrice UNGAR

FUEN tagte in Husum

Ausgabe Nr. 2883

Auch in diesem Jahr hat die Föderalistische Union Europäischer Nationalitäten (FUEN), der Hauptvertreter und größte Dachverband der autochthonen nationalen Minderheiten, Nationalitäten und Sprachgemeinschaften Europas, im Rahmen ihrer Delegiertenversammlung, die am 21. September im Husumhus in Husum/Hüsem (Deutschland) stattfand, wieder eine umfassende Hauptresolution verabschiedet. Diese fordert die Entwicklung eines europäischen Rechtsrahmens zum Schutz und zur Förderung autochthoner nationaler Minderheiten. In der Resolution heißt es: „Die Situation mehrerer autochthoner nationaler Minderheiten weltweit und insbesondere in Europa verschlechtert sich, und der Minderheitenschutz nimmt bedenklich ab. Dies war die wichtigste Schlussfolgerung der internationalen Expertenkonferenz ‚Ewald Ammende‘, die von der FUEN am 3. und 4. März in Brüssel organisiert wurde. Die Konferenz empfahl der FUEN, sich für einen umfassenden EU-Rechtsrahmen mit klaren Schutzstandards einzusetzen, um die Rechte autochthoner nationaler Minderheiten, einschließlich ihrer Kultur, Sprache und Identität, wirksam zu schützen und zu fördern sowie ein neues Kooperationsforum für zivilgesellschaftliche Organisationen zu gründen, das sich auf Minderheitenrechte konzentriert.“ Unser Stand: Beim Stand des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR) und der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Jugendorganisationen in Rumänien (ADJ), beide Mitgliedsorganisationen der FUEN, präsentierte der ADJ-Vorsitzende und DFDH-Kulturreferent Sebastian Arion auch die Hermannstädter Zeitung.                                                                                  

Foto: Benjamin JÓZSA

Eine große Erleichterung ausgehandelt

Ausgabe Nr. 2881

Erfolgreiche Arbeitsreise der bayerischen Arbeits- und Sozialministerin Ulrike Scharf


Bei den Gesprächen im Arbeitsministerium in Bukarest (v. l. n. r.): Botschafter Peer Gebauer, BdV-Präsident Bernd Fabritius, Staatsministerin Ulrike Scharf, Arbeitsministerin Simona Bucura-Oprescu, ANPIS-Generaldirektorin Gabriela Opriș, CNPP-Präsident Daniel Baciu.

Eine große Erleichterung im Verfahren zum bilateralen Leistungstransfer zwischen Rumänien und Deutschland wurde bei Gesprächen im Rahmen der Arbeitsreise der bayerischen Arbeits- und Sozialministerin Ulrike Scharf, MdL, in Begleitung des BdV-Präsidenten Dr. Bernd B. Fabritius in Bukarest ausgehandelt.

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Der Beruf, anderen eine Freude zu machen

Ausgabe Nr. 2881

Ein Tag voller Besuche in Siebenbürgen mit Hildrun Schneider


Hildrun Schneider.
Foto: Finya LUSTINA

Die Sonne steht schon hoch am Himmel, als Hildrun Schneider und ich uns auf den Weg machen. Unser Ziel: die Dörfer rund um Kerz, südöstlich von Hermannstadt. Hildrun Schneider, Referentin für Kontakt zu den Mitgliedern der deutschen Gemeinschaft im Kirchenbezirk Hermannstadt, hat das Auto vollgepackt mit Taschen. Kleidung, Handtücher oder andere nützliche Spenden, die sie bei ihren Besuchen an bedürftige Menschen verteilt, finden auf der Rückbank Platz.

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Dampflok aus Großbritannien

Ausgabe Nr. 2881

Eine Schmalspurtenderlokomotive aus England, gebaut in Leeds im Jahr 1915 war am vergangenen Wochenende im Einsatz bei den schon traditionellen Fahrten der Schmalspurbahn (Wusch) im Harbachtal auf der Kurzstrecke zwischen Holzmengen und Cornățel. Die Dampflok in Rumänien fahren zu lassen war der Traum des britischen Eigentümers, der nicht genannt werden will und der diese Lok für zwei Jahre zur Verfügung gestellt hat. Bei der Fahrt dabei war außer zehn britischen Eisenbahnfreunden, die schon länger mit dem Hermannstädter Verein „Prietenii Mocăniței” (Freunde der Schmalspurbahn)zusammenarbeiten, der britische Lokführer Chris Phillimore, der auch bei großer Hitze im Führerstand korrekt mit schwarzer Weste über dem karierten Hemd agierte. Die Lok zog am 7. bzw. am 8. September jeweils vier geschlossene und einen offenen Wagen mit zahlreichen Fahrgästen. Foto: Joachim STÜBBEN

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2881

Erster Schultag in Hermannstadt: Am Montag, den 9. September, war in Rumänien Schulbeginn. Natürlich auch für rund 57.000 Schüllerinnen und Schüler von der Vorbereitungsklasse bis zur 12. Klasse im Kreis Hermannstadt, davon rund 4.300 an den deutschen Abteilungen und Schulen. In Hermannstadt selbst sind an einigen Schulen die Ausbau- oder Reparaturarbeiten pünktlich abgeschlossen worden, an anderen nicht. So erhalten die Lyzeaner des Octavian Goga-Nationalkollegs vorerst online Unterricht. Die Schülerinnen und Schüler der Schule Nr. 12 auf der Konradwiese haben neue Klassenzimmer mit neuer Ausstattung. Unser Bild: Die II. G-Klasse von der deutschen Abteilung der Nicolae Iorga-Schule posiert mit Lehrerin Anamaria Crețu am ersten Schultag. Foto: Ana-Maria MĂRGINEAN

 

Musik in der Stadtpfarrkirche

Hermannstadt. – In der evangelischen Stadtpfarrkirche konzertieren am Freitag, den 13. September, 12 Uhr, Brita Fakch Leutert (Orgel) und Samstag, den 14. September, 19 Uhr, der St. Matteus Kammarkör Stockholm unter der Leitung von Espen Olsen, Solistin Kristin Alsos Strand (Cello), unter Mitwirkung des Hermannstädter Bachchors. (BU)

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Ein Gesamtkunstwerk

Ausgabe Nr. 2881

Ursula Philippi konzertierte an der Großauer Orgel

Ursula Philippi an der mustergültig restaurierten Orgel in der evangelischen Kirche in Großau. Fotos: die Verfasserin

Alle Register gezogen und mehrere Manuale und Pedale gleichzeitig bedient hat die Organistin Ursula Philippi bei ihrem außerordentlichen Konzert in der Großauer evangelischen Kirche am vergangenen Sonntag. Eigentlich erlebten die Anwesenden ein Gesamtkunstwerk Marke Philippi.

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Eine zentrale Stellschraube

Ausgabe Nr. 2880

,,Equlibrumfest“ zum dritten Mal in Hermannstadt

Mihai und Adina Neguș bei ihrem Stand. Foto: der Verfasser

Das „Equilibrumfest“ fand vor kurzem wieder im Ramada-Hotel in Hermannstadt statt. Auf der Veranstaltung steht eine gesunde Lebensweise im Vordergrund. Besucher können hier verschiedene Bio-Produkte erwerben, sich massieren lassen, sich über alternative Heilmethoden informieren und vieles mehr. Beim Rundgang entdecke ich einige Sachen, die ich vorher noch nie gesehen habe.

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Franzos und sein Siebenbürger Freund

Ausgabe Nr. 2880

Zur rumänischen Übersetzung der Erzählung ,,Der kleine Martin“

Karl Emil Franzos: Micul Martin. Rumänische Fassung Ana-Maria Alb, Selbstverlag Demokratisches Forum der Deutschen Gura Humorului 2024, 167 Seiten Seiten, ISBN 978-973-0-40092-2

Anlässlich der Feier zum 30. Jahrestag der Gründung des Lokalforums Gura Humor/Gura Humorului der Buchenlanddeutschen wurde als Neuerscheinung die von Ana-Maria Alb verfasste Übersetzung ins Rumänische der Erzählung von Karl Emil Franzos „Der kleine Martin“ vorgestellt.Weiterlesen→

Bücher, Antiquitäten und Musik

Ein normales August-Wochenende in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2878

Die deutsche Band „H-Blockx“ auf der Bühne am See beim „Astra Rock Festival“.                                                                                   Foto: LivePictures Ro

„Wieso ist es in Hermannstadt so überfüllt? Sollten nicht alle im August Urlaub machen?“, fragte mich eine Freundin am Samstag, dem 17. August, während wir durch zähfließenden Verkehr Richtung Stadtmitte fuhren. Die Antwort kam mir ganz natürlich: „Weil alle bei uns Urlaub machen“. Weiterlesen→

,,Heute bin ich auch ein Sachse”

Festveranstaltung und Verleihung der Honterus-Medaillen im Thaliasaal

Ausgabe Nr. 2877

DFDS-Vorsitzende Martin Bottesch (3. v. l.) und Bischofsvikar Daniel Zikeli (5. v. l.) überreichten die Honterus-Medaille an Dr. Hans Georg Franchy. Verona Onofrei, Leiterin der Schulkommission des Siebenbürgenforums, überreichte die Blumen, auf der Bühne zu sehen ist auch Hauptanwalt Friedrich Gunesch, der Moderator der Veranstaltung.       Foto: Ruxandra STĂNESCU

Christiane Neubert, die Vorsitzende der Kulturkommission des Siebenbürgenforums moderierte die Veranstaltung, die musikalisch vom Quartett „Avantgarde“ untergemalt wurde. Dr. Paul-Jürgen Porr, DFDR-Vorsitzender, bezeichnete in seinem Grußwort das Große Sachsentreffen als „die ideelle Gelegenheit, die Beziehungen mit der alten Heimat zu festigen”. Weiterlesen→

Neues Gehöft im Freilichtmuseum

Ausgabe Nr. 2876

Das Gehöft eines ukrainischen Müllers aus Letea, Kreis Tulcea wurde am 27. Juli im ASTRA-Freilichtmuseum feierlich eröffnet. Anwesend waren auch Dorina und Ion Maxim und Agafia und Vasilica Ivancenco, die ehemaligen Besitzer des Hauses, Vertreter der Hermannstädter Behörden und Silviu Florin Rahău, der Bürgermeister von Crișan, Kreis Tulcea und Antonel Pocora, der Bürgermeister von C.A. Rosetti, Kreis Tulcea.       

Foto: Beatrice UNGAR