Geteilte Osterfreude in Stadt und Land

Ausgabe Nr. 2954

Kurzberichte zu Veranstaltungen an den beiden Osterwochenenden

Das Eierschippeln auf der Michelsberger Burg gehört am Ostermontag nicht nur für die evangelische Kirchengemeinde zu einem festen Termin im Jahr. Nach der Andacht in der romanischen Basilika, gehalten von den Pfarrern László Zorán Kézdi und Stefan Cosoroabă, machten alle begeistert mit. Foto: Beatrice UNGAR

„Eine einmalige Tradition” (O tradiție unică) titelte die Hermannstädter Tageszeitung Tribuna am 7. April den Bericht über das traditionelle Eierschippeln im Hof der evangelischen Kirche in Neppendorf am Ostermontag. Wahrscheinlich hatte jemand den Reporter auf die Schippe nehmen wollen, denn einmalig ist dieser Brauch mitnichten. In Michelsberg wurde auch geschippelt was das Zeug hielt, sogar Erwachsene machten mit. Dabei gingen fast alle hartgekochten bunt bemalten Eier zu Bruch, die auf die Burg gebracht worden waren. Im Folgenden gibt es mehrere Kurzberichte über das österliche Treiben in und um Hermannstadt:

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Arbeitsbesuch

Ausgabe Nr. 2954

Arbeitsbesuch des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und Nationale Minderheiten, Bernd Fabritius (Bildmitte), im Dr. Carl Wolff Heim in Hermannstadt: Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Michael Schmidt Stiftung, Dipl. Ing. Michael Horst Schmidt (links), konnten in einem Gespräch am 8. April mit der Leiterin dieser wichtigen Einrichtung der Altenpflege und der Kinder- und Erwachsenen- Hospizarbeit, Ortrun Rhein (rechts), Anliegen der Sozialeinrichtung der deutschen Minderheit in Rumänien erörtert werden. Thematisiert wurden unter anderem auch Anliegen, die in der nächsten Sitzung der deutsch-rumänischen Regierungskommission im Juli 2026 in München adressiert werden sollen. Bundesbeauftragter Fabritius dankte der Michael Schmidt Stiftung für die in den letzten Jahren nachhaltige Unterstützung der Einrichtungen, durch die kurzfristige Haushaltsengpässe und unvorhergesehene Notwendigkeiten überbrückt werden konnten. Mit einer Unterstützung von 120.000 Euro im Jahre 2024 und 60.000 Euro im Jahre 2025 gehört die Michael Schmidt Stiftung zu den bedeutendsten Unterstützern dieser Einrichtung außerhalb der staatlichen Finanzierung aus Rumänien und dem deutschen Bundeshaushalt.    Foto: BMI

Marathon 2026: Ein typischer Teenager

Ausgabe Nr. 2954

Geschäftsführerin Ana Bugneriu spricht über ,,eine Konstellation”

Ana Bugneriu

Ana Bugneriu ist Geschäftsführerin der Gemeinschaftsstiftung Hermannstadt (Fundația Comunitară Sibiu) und sprach mit HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u über den kommenden Internationalen Marathon Hermannstadt (Maratonul Internațional Sibiu, maratonsibiu.ro) am letzten Wochenende im Mai, wo bereits über 5.000 Läufer eingeschrieben sind. Bis zum 4. Mai kann man sich als Läufer noch einschreiben, bis um 1. Juli kann man spenden. Seit Jahren ist er der größte Benefizlauf des Landes, mit ein bisschen Schwung wird es 2026 auch der größte Marathonlauf Rumäniens überhaupt.

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Zwischen Musik und Archiv

Ausgabe Nr. 2954

Die Rundfunk-Journalistin Elisabeth Deckers und ihr Einsatz in Hermannstadt

Elisabeth Deckers am PC im Büroraum des Landeskirchlichen Archivs im „Friedrich Teutsch”-Begegnungs- und Kulturzentrum.Foto: Beatrice UNGAR

Elisabeth Deckers Lebenslauf ist alles andere als geradlinig. Zwischen Musik, Reisen und Geschichte ist sie heute vor allem eines – Dokumentarin im Teutsch-Haus in Hermannstadt. Seit etwa zehn Jahren hilft sie dort, das umfangreiche Archiv rund um die Siebenbürger Sachsen zu dokumentieren und zugänglich zu machen. Wie es dazu kam und wie ihr Leben vorher aussah, erzählt sie der HZ im Gespräch im Erasmus-Büchercafé in Hermannstadt. Sie bringt ihren freiwilligen Einsatz wie folgt auf den Punkt: „Es ist zwar keine Musikdokumentation, aber Dokumentation.“

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Nachrichten

Ausgabe Nr. 2954

Hermannstadt im Rennen

Hermannstadt. – Vier Hermannstädter Finalisten gehören zum Online-Wettbewerb im Bereich Inlandtourismus, „Reiseziel des Jahres 2026”: Die evangelische Stadtpfarrkirche in der Kategorie Landmarks, das Brukenthalmuseum, in der Kategorie Tărâmul Cunoașterii, der Große Ring in der Kategorie Nuclee urbane und das Bindersee-Erholungsgebiet in der Kategorie Joacă și Adrenalină. Noch bis einschließlich den 25. April d. J. kann man dafür weltweit stimmen unter https://www.destinatiaanului.ro/competitia/voteaza

Stimmen muss man für alle 11 Kategorien, dann muss eine E-Mail-Anschrift angegeben werden, um die Abstimmung zu bestätigen, nachdem die diesbezügliche E-Mail erhalten wurde.

In folgenden Kategorien gibt es Finalisten aus dem Kreis Hermannstadt: Joacă și Adrenalină/Spiel und Adrenalin: Anii drumeției (Wanderjahre), Sanctuare ale istoriei/Sanktuare der Geschichte: Kirchenburg Almen/Alma Vii, Sate de poveste/Märchendörfer: Rășinari, Tărâmuri fermecate/Verwunschene Gegenden: Colinele Transilvaniei/Siebenbürgisches Hügelland, Landmarks: die Kirchenburg in Birthälm, (Comori naturale/Naturschätze): Bulea-See.

2024 hatte Hermannstadt bei diesem Wettbewerb den großen Preis „Reiseziel des Jahres 2024“ und den ersten Preis in der Kategorie „Städte, die begeistern“ erhalten. Die Preisverleihung findet am 14. Mai im Casino in Konstanza/Constanța statt. (RS)

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Nachrichten

Ausgabe Nr. 2953

Farbenfroh trotz Regenwetter präsentierte sich der Schillerplatz in Hermannstadt seit Wochenbeginn. Die Magnolie und die Forsythia blühen und duften mit anderen Ziersträuchern um die Wette. An den nächsten beiden Oster-Wochenenden werden höhere Außentemperaturen und auch Sonnenschein erwartet. Foto: Cynthia PINTER

In eigener Sache

Da der 10. April, Karfreitag, und der 13. April, Ostermontag, arbeitsfrei sind, erscheint die nächste Ausgabe der HZ am 17. April.

Die Redaktion

 

EKR zählt 10.885 Gemeindemitglieder

Hermannstadt. – 10.885 Mitglieder zählte die Evangelische Kirche A. B. in Rumänien (EKR) laut den diesbezüglichen Meldungen der Bezirksdekanate am 31. Dezember 2025. Die meisten Mitglieder, 4.140 befinden sich im Kirchenbezirk Kronstadt, es folgen die Kirchenbezirke Hermannstadt (2.413), Schäßburg (2.106), Mühlbach (1.212) und Mediasch (1.014). Laut denselben Meldungen der Bezirksdekanate gehörten diese 10.885 Gemeindeglieder zu 224 Kirchengemeinden, wobei die Kleinstgemeinden und Betreuungspunkte mitgezählt wurden. Lediglich sechs Kirchengemeinden zählten 300 Mitglieder: im Kirchenbezirk Hermannstadt ist das Hermannstadt mit 714 Mitgliedern, im Kirchenbezirk Kronstadt sind das Kronstadt mit 895, Bukarest mit 938 Mitgliedern und Zeiden mit 364 Mitgliedern, im Kirchenbezirk Mediasch ist das Mediasch mit 602 Mitgliedern bzw. im Kirchenbezirk Schäßburg Schäßburg mit 414 Mitgliedern. Mehr dazu auf Seite 4. (BU)Weiterlesen

Verlässliche Wissensbasis

Ausgabe Nr. 2951

Johann Lauer stellte sein Projekt bei der Tagung „Die siebenbürgisch-sächsische Volksschule in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts” Ende Oktober 2025 in Hermannstadt vor.                               Foto: Beatrice UNGAR

Als Philosoph und Politikwissenschaftler wage ich einen seltenen Spagat. Getreu meinem Motto „Tradition und Fortschritt verbinden“ konzipierte ich ein Projekt, das historisches Bewusstsein mit Spitzentechnologie vereint. Das Ergebnis ist ein Porträt der Gemeinschaft der Siebenbürger Sachsen – zu finden unter https://www.siebenbuergersachsen.de/genki/portrait.pdf -, getragen vom Leitgedanken „Gewidmet allen kommenden Generationen – damit das siebenbürgisch-sächsische Kulturerbe lebendig bleibt.“Weiterlesen

Meerjunge auf der Selbst-Suche

Stoische Philosophie als Märchen erzählt

Ausgabe Nr. 2950

Der Philosoph Carsten Adler.
Foto: Privat

Mit seinem Buch „Pepe Poseidonios – der kleine Stoiker aus dem Atlantik“ wählt der Autor Carsten Adler, von Beruf Philosoph, einen ungewöhnlichen Zugang zu einer der ältesten philosophischen Traditionen Europas. In erzählerischer Form nähert er sich dem Stoizismus – jener Denkschule der Antike, die sich mit Fragen nach innerer Ruhe, Selbstbeherrschung und persönlicher Verantwortung beschäftigt.Weiterlesen

Tradition in feinen Fäden

Ein Märzchen in Wien erzählt

Ausgabe Nr. 2949

Ich bin ein Märzchen aus Wien – klein, doch voller Geschichten. Meine zwei Fäden, rot und weiß, wurden einst geflochten, um den Dialog der Jahreszeiten zu bewahren: Wärme und Kälte, Abschied und Neubeginn, Ruhe und Erwachen. Seit Jahrhunderten reise ich durch Rumänien und Südosteuropa, ein stiller Bote für Gesundheit, Wohlstand und guten Willen zum Beginn des landwirtschaftlichen Jahres. Als mein Brauch 2017 als immaterielles Kulturerbe von der UNESCO gewürdigt wurde, fühlte ich mich gesehen – doch mein wahres Leben beginnt immer dort, wo ich verschenkt werde.Weiterlesen

Kreisrat tagte am Flughafen

Ausgabe Nr. 2949

Erwartungsgemäß gab es einen Schlagabtausch bei der in der VIP-Lounge auf dem Hermannstädter Internationalen Flughafen anberaumten Tagung des Kreisrats am 26. Februar. Der frühere Flughafenkommandant und derzeitige Kreisrat Augustin Sava kritisierte die neue Leitung des Flughafens und die Leitung des Kreisrats aufs Heftigste. Die Kreisratsvorsitzende wies alle Beschuldigungen ab. Im Anschluss an die Tagung gab es eine Besichtigung für alle interessierten Kreisräte. Unser Bild (v. k. n. r.): der stellvertretende Kreisratsvorsitzende Vlad Vasiu, die Kreisratsvorsitzende Daniela Cîmpean, der Generalsekretär des Kreisrats Ioan Radu Raceu, der Generaldirektor des Flughafens, Marius Ioan Gîrdea.

Die HZ hatte Geburtstag

Ausgabe Nr. 2948

Die erste Ausgabe der neuen Hermannstädter Zeitung ist am 25. Februar 1968 erschienen. Das war an einem Sonntag. Seither erscheint die Wochenzeitung jeden Freitag in Hermannstadt und ist inzwischen auch im Internet zu lesen, auf Instagram und auf Facebook. Mittwoch feierte das HZ-Team in kleinem Kreis diesen Geburtstag der Zeitung, auch wenn es kein runder Geburtstag war. Die Tatsache, dass die HZ immer noch gedruckt werden kann, ist wert, gefeiert zu werden, Jahr für Jahr. Nun zu der eingangs als neue HZ bezeichnete Ausgabe vom 25. Februar 1968: Eine erste Zeitung mit dem Namen Hermannstädter Zeitung ist am 3. Januar 1861 erschienen, ab 1863 erschien sie „vereint mit dem Siebenbürger Boten” und wurde dann 1907 eingestellt.          

Foto: Cynthia PINTER