Pfingstmontag auf der Michelsberger Burg

Ausgabe Nr. 2628

Am Pfingstmontag fanden sich zahlreiche Besucher auf der Michelsberger Burg ein. Auf das Besinnliche (die Pfarrer Stefan Cosoroabă und Zoran Kezdi lasen dreisprachig aus der Bibel) und Musische (geboten von der Geigerin Iuliana Cotîrlea und dem Bratschisten Gabriel Silișteanu) folgten Spiele im Freien, an denen Vertreterinnen und Vertreter aller Altersklassen mit vollem Einsatz mitmachten. Unser Bild: Bei diesem Spiel hieß es „auf die Säcke fertig: los“ und man musste Säckchen in die Mitte von Reifen werfen.  

Foto: Beatrice UNGAR

 

„Wir wollen und können es“

Honterus-Druckerei feiert 25. Betriebsjubiläum

Ausgabe Nr. 2623

 

Geschäftsführer Helmut Mathes präsentiert das Prospekt aus dem Jahr 1994.
Foto: Fred NUSS

„Wie das Altenheim (Anmerkung der Redaktion: Dr. Carl Wolff, das im Oktober 1994 eingeweiht wurde und sich zu jenem Zeitpunkt im Bau befand) sei auch die Druckerei eine ‚Insel der Hoffnung‘; sie schaffe Arbeitsplätze, setze mit ihrer modernen Technik ein Zeichen der Erneuerung, und wenn die Deutschen in Rumänien ihre Brückenfunktion wahrnehmen wollten, bräuchten sie dazu Mittel der Kommunikation. Im Computerraum lag ein Probeausdruck der Hermannstädter Zeitung aus, quasi zum Beweis, dass mit dieser gleichfalls aus BMI-Mitteln finanzierten Druckerei (Kostenpunkt 1,75 Millionen DM) ‚ein langgehegter Wunsch der deutschen Minderheit, ihre eigenen Publikationen drucken und vertreiben zu können‘ in Erfüllung gegangen sei (wie es in einer eigens zu diesem Anlass herausgegebenen BMI-Pressemitteilung heißt). (…)

Die Druckerei wurde im Januar 1990 angefordert und ist nach vier Jahren gekommen,  um in erster Linie Bücher und Publikationen der deutschen Minderheit zu drucken (jedoch auch, um durch Ausführung von Drittaufträgen Geld einzunehmen, um die finanzschwachen deutschen Publikationen überhaupt drucken zu können).“ Das schrieb Horst Weber in der HermannstädterZeitungNr. 1372/13. Mai 1994 in seinem Beitrag „Inseln der Hoffnung“ über den Besuch des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesministerium des Inneren, des Aussiedlerbeauftragten der Bundesregierung, Dr. Horst Waffenschmidt, bei der deutschen Minderheit in Rumänien.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2623

 

 

Zukunft der EU im Mittelpunkt; Maifest am 18. Mai; Fahrradtour und Brunches; Markt der Möglichkeiten; Vortrag; Jazz-Festival; Bilderbuchkino; Street-Food-Fest; Workshop; Männerfrühstück; Lesung im Erasmus; Lange Nacht der Museen; Kein Seniorentreffen; Bezirksgemeindefest im Mai; Ausfahrt nach Reschitza; Gottesdienst an Kantate; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache.Weiterlesen

Geeigneter Gruß für Staatsoberhäupter

2622

Die Open-Air-Fotoausstellung „Another Europe“ in der Heltauergasse eröffnet

Kurator Hamish Clark (links) und der deutsche Fotograf Andreas Trogisch vor dessen Bild, das auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerkes an der Prenzlauer Allee in Berlin entstanden ist. Foto: Werner FINK

Bis zum 16. Mai kann die Fotoausstellung „Another Europe“ (Ein anderes Europa) entlang der Heltauergasse bewundert werden, die von  von dem Österreichischen Kulturforum in Bukarest in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk der nationalen europäischen Kulturinstitute in der Europäischen Union (EUNIC), der Vertretung der Europäischen Kommission in Rumänien und  dem Hermannstädter Bürgermeisteramt im Rahmen der rumänischen EU-Ratspräsidentschaft und hier zum Anlass des EU-Gipfels in Hermannstadt veranstaltet wurde.  

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Zwischen Apfel und Apple

2622

 

Die Krefelder Künstlerin Patrizia Casagranda

Patrizia Casagranda präsentierte bei der Vernissage zwei ihrer Werke aus der Serie „Die verbotene Frucht“ auf Gepäckwagen. Fotos: die Verfasserin

„Wir verharren in unseren Standpunkten farbenfroher Privilegien, scheinbar auf den Wechsel wartend, der niemals kommen wird, wenn wir sitzen bleiben“. So lautet ein Leitsatz der deutsch-italienischen Künstlerin Patrizia Casagranda, die in Krefeld lebt und einen Teil des Jahres regelmäßig in Indien verbringt. Sie blieb also folgerichtig nicht sitzen, als der deutsche Konsul Hans Erich Tischler sie einlud, bei der Ausstellung  „La masă – zu Tisch” mitzumachen, die zum Thema Europäische Gastronomie auf dem Flughafen in Hermannstadt am 15. April eröffnet wurde.

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„Leben, wohnen, arbeiten im Zentrum”

2622

Investoren planen neuen Stadtteil „Amylon 2022″ in Hermannstadt

Paul König und Karl Heinz Perianu. Foto: der Verfasser

Vergangenen Dienstag fand der zweite Workshop einer vierteiligen Workshopreihe zur partizipativen Planung der Stadtentwicklung  in der Gegend Amylon an der Schlachthofgasse/Str. Abatorului in Hermannstadt statt, moderiert im Auftrag der Investorengruppe von der Architekturfirma A.PLAN. Über die hier eingesetzte Methodologie „Urban Design Management“ beabsichtigt man sowohl für den Entwickler als auch für die Gemeinschaft einen Wert zu schaffen. Es geht es um ein über 40.000 Quadratmeter großes Grundstück, wo Paul König zusammen mit Karl  Heinz Perianu als Investoren einen neuen Stadtteil schaffen wollen mit Berücksichtigung des Bedarfs und der Meinung der Hermannstädter Bürgerinnen und Bürger. Die Kernidee sei, wie sich König ausdrückte, „leben, wohnen, arbeiten im Zentrum”.

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„Sehr berührt“

2622

Spenden und Herznasen für den Dr. Carl Wolff-Verein

Heimleiterin Ortrun Rhein (links) und der Österreichische Honorakonsul Andreas Huber bei der symbolischen Scheckübergabe am Mittwoch der Vorwoche. Foto: Beatrice UNGAR

Vor und nach Ostern herrschte in den Einrichtungen des Dr. Carl Wolff-Vereins in Hermannstadt wie immer reger Betrieb. Gleich zwei großzügige Spenden trafen ein für das Kinderhospiz und in alle drei Einrichtungen – Erwachsenenhospiz, Altenheim und Kinderhospiz – schickte der Verein Herznasen Neuburg e. V. die Clowns Sepp und Kerstin Egerer. Eingeladen wurde der Verein von dem Ehekirchner Unternehmer Werner Seeger, der schon lange Zeit in Rumänien als Trainer und Berater für Unternehmen tätig ist. 

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„Es war uns ein Anliegen“

2622

Osterpäckchen für Kinderheime in Weidenbach und Orlat

Markus Goldbach, Hannelore Farnung, Thomas Storch, Michel Geschke (oben, v. l. n. r.) und Michael Lipus (vorne, 2. v. l. ) in Orlat.

Osterpäckchen aber auch alle möglichen Hilfsgüter überbrachte eine Delegation um Michael Lippus von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) Neuhof und Matthias Goldbach vom Kreisverband Fulda des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) an das Kinderheim der Stiftung für verlassene Kinder (PECA) in Weidenbach im Kreis Kronstadt sowie an das Kinderheim in Orlat im Kreis Hermannstadt. Die Helfer kommen seit vielen Jahren regelmäßig vor Ostern und im September nach Rumänien.

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Sehr gut besucht

2622

Lesung mit Traian Pop Traian und Horst Samson

Traian Pop Traian (lins, sitzend) und Horst Samson bei der sehr gut besuchten Lesung im Erasmus-Büchercafé. Foto: Beatrice UNGAR

Angesagt war am Karfreitag letzte Woche eine Lesung mit den Schriftstellern Eginald Schlattner, Horst Samson und Traian Pop Traian im Erasmus-Büchercafé in Hermannstadt. Schlattner sagte kurzfristig ab, so dass Pop und Samson die Veranstaltung bestritten. 

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„alles frei, aber nichts umsonst“

2622

 

Gebürtiger Oberwischauer veröffentlicht Prosaband

Thomas Perle war 2018 Stadtschreiber von Rottweil. Foto: dpa/Gollnow

Thomas Perle, 1987 in Oberwischau/Vișeu de Sus geborener deutscher Schriftsteller und Dramatiker, hat 2018 ein Buch vorgelegt, in dem er über die Zerrissenheit der Menschen zwischen zwei Welten schreibt. Etwas gewöhnungsbedürftig ist das vollkommene Weglassen der Großschreibung. Der Schreiber zeigt damit das Vergängliche, indem er auf die Heraushebung des Bestimmenden, des Ewigen, verzichtet! Thomas Perle beginnt sein Buch am 25. Dezember 1989 vor dem Fernseher und nicht unter dem Weihnachtsbaum, der Fernseher lief den ganzen Tag und zeigte nicht, wie gewohnt, zwei Stunden sozialistische Traumwelt. Es wurden Bilder von buhenden Menschen, Hubschraubern, Panzer, einem alt gewordenen „Conducător“ und einer hysterischen  „Mutter des Volkes“ gezeigt. Ein ganzes Land saß vor dem Fern-
seher und wusste nicht, was kommen wird. 

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