Schneemänner auf dem Großen Ring

Ausgabe Nr. 2803

Vor lauter Freude über den ersten richtigen Schnee in diesem Winter in Hermannstadt hatten am Freitagmorgen Unbekannte drei Schneemänner auf den Großen Ring gezaubert. Leider hatten sie kaum Zuschauer. Bloß einige neugierige Tauben umschwirrten die drei seltsamen Gestalten, die wie die Orgelpfeifen dastanden. Vielfach fotografiert wurden sie allerdings, nachdem ein Foto in den sozialen Medien gepostet worden war. Schade eigentlich, dass sie es nicht bis zum Tauwetter geschafft haben. Um die Mittagszeit waren sie nämlich verschwunden. Nur ein roter Faden zeugte noch von ihrer vergänglichen  Anwesenheit.                             

Foto: Silvana ARMAT

Mit der Dampflok zum Marienball

Dankbarer Blick zurück nach dreißig Jahren / Von Joachim STÜBBEN

Ausgabe Nr. 2803

Auf dem Hermannstädter Depotgelände haben sich einige Mitglieder der von Christa Oberth geleiteten Volkstanzgruppe zu einem Gruppenfoto vor der Lok 230.224, die vor beiden Wintersonderzügen zum Einsatz kam, versammelt.                                        Foto: Joachim STÜBBEN

Nach dreißig Jahren ist es Zeit für einen dankbaren Blick zurück auf die Fahrten mit Dampfsonderzügen zu den Marienbällen in Kerz (1992) und Großpold (1993). Fast alle Menschen, die mir damals (ich durfte als DAAD-Gastlektor am Lehrstuhl für deutsche Sprache und Literatur tätig sein) nahestanden, waren in irgendeiner Form an der Planung und Durchführung dieser beiden Veranstaltungen beteiligt. Das ist das, was mich – abgesehen von den damals zustandegekommenen Fotos – mit Dankbarkeit auf die beiden Ereignisse  zurückblicken lässt.Weiterlesen

Eine interessante Herausforderung

Rückblick des DFDH-Vorsitzenden Gabriel Tischer auf das Jahr 2022

Ausgabe Nr. 2800

Die letzte Veranstaltung in der Reihe ,,Neue Kunst und Tradition“ hat am 16. Dezember 2022 stattgefunden, zum Thema ,,Die gemütliche Wärme des Holzfeuers. Dr. Karla Bianca Rosca stellte siebenbürgsiche Kacheln vor und der Michelsberger Baukeramiker Michael Henning (unser Bild) führte vor, wie eine Kachel entsteht.                                                     Foto: Claudia MICU

Die „Rückkehr in die Normalität” nach der Pandemiezeit war für uns alle eine interessante Herausforderung. Jeder und jede von uns kehrte an die Stelle zurück, an der die Projekte stehen geblieben waren und begann, mit zaghaften Schritten, wieder aufzubauen.

Noch im Frühjahr 2022 gab es für Kunst- und Kulturveranstaltungen keine pandemiebedingten Einschränkungen mehr und so konnten auch wir vom Demokratischen Forum der Deutschen in Hermannstadt unsere erfolgreichen Kulturveranstaltungen wieder aufnehmen: die alljährlichen Gemeinschaftsfeste, zahlreiche Begegnungen und Diskussionen zu verschiedenen Themen, Seminare, Dia- und Filmvorführungen, Konzerte und Tanzveranstaltungen.Weiterlesen

Siebenbürgen-Quiz als Smartphone-App

Familie entwickelte ehrenamtlich unterhaltsames Lernspiel für Android-Geräte

Ausgabe Nr. 2798

 

Der Link zur deutschen Fassung lautet: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.globaleducation.siebenbuergenquiz&hl=de

Kennen Sie die drei Hauptbestandteile der Sakuska? Mit Sicherheit! Könnten Sie aber auch sagen, wann und wo die erste Mädchenschule Siebenbürgens nachweisbar ist? Diese Frage ist schon eher für Fortgeschrittene. Wer sein Wissen über Siebenbürgen testen und erweitern will, hat seit neuestem mit einer digitalen App die Gelegenheit dazu. Robert Keintzel, Sina Keintzel und Ákos Keintzel haben ehrenamtlich einige Tausend Stunden Arbeit in die Entwicklung eines Spiels gesteckt, das bewusst neue Wege geht. Mit Robert Keintzel, der zusammen mit seiner Frau die Smartphone-App „Siebenbürgen Quiz“ erfunden hat, führte die Bundeskulturreferentin des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, Dagmar S e c k, das folgende Interview. Weiterlesen

Gemeinsames Gedenken

Volkstrauertag auf dem Hermannstädter Heldenfriedhof

Ausgabe Nr. 2796

Konsulin Kerstin Ursula Jahn (am Rednerpult links) bei ihrer Ansprache. Neben ihr links steht der Zeremonienmeister Oberst Marius Ralea.

Gemeinsam mit der ,,Nicolae Bălcescu“-Bodentruppenakademie Hermannstadt hat das Konsulat der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt auch in diesem Jahr zum Volkstrauertag eine Kranzniederlegung organisiert. Diese fand am Mittwoch auf dem Heldenfriedhof neben dem städtischen Hermannstädter Friedhof statt. Dabei wurde aller Opfer von Gewaltherrschaft und Tyrannei des letzten wie auch dieses Jahrhunderts gedacht. In diesem Jahr stand der Volkstrauertag im Zeichen der Erinnerung an die beiden Weltkriege aber auch im Angesicht des grausamen Krieges in der Ukraine. Kränze niedergelegt haben außer den beiden Organisatoren das Bürgermeisteramt, der Kreisrat und die Präfektur Hermannstadt sowie der Verein der Kriegsveteranen. Vertreter der rumänisch-orthodoxen, der griechisch-katholischen und der evangelischen Kirche A. B. hielten eine Andacht.Weiterlesen

Sammelleidenschaft in die Wiege gelegt

Umfassende Dokumentation der Sammlung Dr. Jürgen Fischer liegt jetzt vor

Ausgabe Nr. 2795

Tulpenpokal für den Zaren „Peter der Große“, Hermannstadt, Sebastian Hann, um 1688

Der Heilbronner Auktionator Dr. Jürgen Fischer hat aus Anlass seines 80. Geburtstages am 20. Oktober 2022 seine private Sammlung siebenbürgischer Silberarbeiten und  siebenbürgischen Schmucks veröffentlicht. Der aus Hermannstadt in Siebenbürgen stammende Sammler hat seit den 1980-er Jahren Silber gesammelt. Weiterlesen

Wilde Bären

Ausgabe Nr. 2794

Wilde Bären am Straßenrand zu füttern ist eigentlich in Rumänien verboten, auch auf der Fogarascher Hochstraße (unser Bild). Durch die Fütterung werden die Bären ermutigt, aus den Wäldern in die Nähe der Ortschaften zu ziehen, was sowohl für die Menschen, als auch für die Bären gefährlich ist.                                     

Foto: Gerhard DEEKEN  

Ein lebendiges Museum

Das alte Handwerk des Buchdrucks wiederbelebt

Ausgabe Nr. 2793

Die Ehepaare Beck (links) und Petrescu (rechts) stellten die Buchdruckpresse vor. Fotos: Ruxandra STĂNESCU

Ein kleines Druckereimuseum in der Altstadt von Hermannstadt wurde vor rund einem Monat eröffnet und bietet Workshops für Kinder und Erwachsene an. Wir wollen ein lebendiges Museum haben, ein Projekt, das dem Handwerk des Buchdrucks gewidmet ist, erklärten die Inhaber der Werkstatt in der Burgergasse/Ocnei, Delia und Tudor Petrescu.Weiterlesen

Gedächtnis und Erinnerung

Interdisziplinäres Symposium in Gundelsheim und online

Ausgabe Nr. 2791

Sie sind die Gäste des interdisziplinären Symposiums (v. l. n. r.) Prof. Dr. Hannah Monyer, Peter Jacobi und Lena Gorelik.

Erinnerungen sind wichtig, sowohl für das Individuum als auch für die Gesellschaft. Sie bestimmen zu einem wesentlichen Teil mit, wer wir sind. Am Sonntag, dem 16. Oktober 2022, um 11 Uhr (deutsche Ortszeit), veranstaltet der Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland in Kooperation mit dem Siebenbürgischen Museum Gundelsheim deshalb ein interdisziplinäres Symposium zum Thema Gedächtnis und Erinnerung auf Schloss Horneck in Gundelsheim. Drei Gäste aus unterschiedlichen Disziplinen und Generationen werden das Thema aus den Perspektiven von Wissenschaft, Kunst und Literatur beleuchten. Vortrag, Künstlergespräch, Lesung und Podiumsdiskussion können entweder direkt vor Ort oder als Livestream u. a. auf dem YouTube-Kanal des Verbandes (youtube.com/SiebenbuergerDE) verfolgt werden. Weiterlesen

Oldtimer-Rallye

Ausgabe Nr. 2790

Die von der Filiale Hermannstadt des Retromobil-Klubs Rumäniens veranstaltete Rallye für Oldtimer, Sibiu Classic Rally hat am 30. September und 1. Oktober stattgefunden. Die 52 eingeschriebenen Teams mussten insgesamt 374,68 Kilometer zurücklegen. Die Sieger: C-Klasse: Daniel Drăgoi / Darius Drăgoi (Ford A Roadster, Baujahr 1930); E-Klasse: Silviu Hanea / Constantin Andrei (Buick Special , 1955); F-Klasse: Rencsik Otto / Mircea Moș (VW 1300, 1970); G-Klasse: Nagy Gergely / Tudor Coca (Dacia 1300, 1977); H-Klasse:Ruxandra Tudoraș / Eduard Tudoraș (Trabant 601, 1981); I-Klasse: Cătălin Iorga / Elena Stanciu (Mercedes Benz 190E, 1991); Dacia: Mihai Vulpe / Răzvan Catană (Dacia 1310 TX Break , 1989); Kategorie RET:Ruxandra Tudoraș / Eduard Tudoraș (Trabant 601, 1981). Gesamtwertung: 1. Ruxandra Tudoraș / Eduard Tudoraș (Trabant 601, 1981), 2. Mihai Vulpe / Răzvan Catană (Dacia 1310 TX Break , 1989) 3. Rencsik Otto / Mircea Moș (VW 1300, 1970). Unser Bild: Start und Ziel waren auf dem Großen Ring, wo man auch die Oldtimer bewundern konnte.                                                                              Foto: Beatrice UNGAR

,,Lebendiges Beispiel der Kooperation“

Ausgabe Nr. 2789

Saxonia-Stiftung feierte 30. Geburtstag mit hohen Gästen und einem Jubiläumskatalog

Vorsitzende unter sich: Martin Bottesch, der Vorsitzende der Saxonia-Stiftung (links), und Dagmar Hübner, die Vorsitzende der Stiftung Saxonia Transilvania, besichtigten gemeinsam die Ausstellung im Saxonia-Haus.

1990 standen ein evangelischer Pfarrer und ein Mathematiklehrer auf dem Mühlbacher Bahnhof ratlos vor einem Waggon eines Güterzuges. Man hatte sie verständigt, dass sie dort ,,Hilfsgüter für die deutsche Minderheit“ schleunigst abholen sollten, bevor der Zug weiterfährt. Sie wussten zwar nicht, was das für Maschinen waren aber sie ließen sie auf einen LKW laden und stellten sie auf den Pfarrhof. Der Mathematiklehrer von damals, Martin Bottesch, erzählte diese Begebenheit als Vorsitzender des Siebenbürgenforums in seinem Grußwort zum 25. Jubiläum der Saxonia-Stiftung vor fünf Jahren. Beim 30. Jubiläum, das am Samstag in Rosenau gefeiert wurde, erinnerte sich Bottesch erneut an jene Zeit, als ,,Endzeitstimmung“ herrschte, ,,alle eifrig mithalfen, aber überfordert waren“ und die Gründung der Saxonia-Stiftung am 12. März 1992 Forum und Kirche entlastet habe.Weiterlesen

Verborgene Schätze

Ausgabe Nr. 2789

Galerist Miklós von Barthas neueste Ausstellung

Blick in die Ausstellung Miklós von Barthas in Basel. Fotos: KBH.G

Die Kulturstiftung Basel H. Geiger (KBH.G) stellt nach Picasso-Plakaten eine weitere Basler Privatsammlung vor. Der renommierte Galerist Miklós von Bartha zeigt Volkskunst aus Siebenbürgen, der Heimat seiner Familie. In der Ausstellung ,,TRANSYLVANIA’S HIDDEN TREASURES“ sind die wichtigsten 186 seiner rund 600 Exponate umfassenden Sammlung zu sehen. 

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