Ein europäischer Schriftsteller

Otto Alscher in Wien wiederentdeckt

Ausgabe Nr. 2945

Das Plakat der Ausstellung, die noch bis zum 20. Februar zu besichtigen ist.

Im Bezirksmuseum Neubau in Wien ist derzeit die Sonderausstellung „Otto Alscher – Von der Westbahnstraße in die Wiener Moderne“ zu sehen. Sie widmet sich einem heute wenig bekannten, aber bemerkenswerten Schriftsteller, dessen Leben und Werk exemplarisch für die kulturelle Vielfalt Mitteleuropas um 1900 stehen.Weiterlesen→

Erneut reguläre Leitung

Raluca Teodorescu ist Managerin des Brukenthalmuseums

Ausgabe Nr. 2944

Raluca Teodorescu. Foto: privat

Das Brukenthalmuseum befindet sich seit dem 27. Januar 2026 erneut unter regulärem Management. Dr. Raluca Maria Teodorescu hat den Wettbewerb des Kulturministeriums für sich entschieden.

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Ein Jahr Hermannstadt

Aus dem Leben einer ,,Heruntergekommen“ / Von Annette KÖNIGES

Ausgabe Nr. 2943

Annette Königes erläutert bei einer Führung in der evangelischen Stadtpfarrkirche den vorreformatorischen Flügelaltar.   Foto: Beatrice UNGAR

Nach Rumänien zurückkehren? Niemals! Zu Besuch ja – ab und zu – aber doch nicht dort leben, wieder, nachdem ich 1981 heilfroh war in die Freiheit und in das Land meiner Sprache auszuwandern, das „Elend“ hinter mir zu lassen, um an der Seite meines Mannes in Deutschland ein neues Leben aufzubauen.

München wurde zu meiner zweiten Heimat – es ist tatsächlich möglich, mehrere Heimaten zu haben – in der ich mich wohl fühlte, wo ich Wurzeln schlug, wo meine Kinder geboren sind, wo wir ein Haus bauten und einen großen Freundeskreis immer noch haben. Ich wurde sogar Stadtführerin und brachte Menschen aus aller Welt „mein“ München näher, aber auch in München lebenden Siebenbürgern unter dem Motto: Wer Wurzeln schlagen will, sollte den Boden gut kennen. Ich lernte also den Boden gut kennen und schlug Wurzeln. Die Zukunft war klar. Bis zu unserer Rente haben wir die Schulden für das Haus abbezahlt, so dass wir dann entspannt und ohne Sorgen das Alter genießen können, in der Nähe unserer Kinder, unserer Enkel und unserer Freunde. So der Plan. Soweit so gut.Weiterlesen→

Anschaulich vorgetragene Beispiele

Interessantes Thema beim Kaffeenachmittag des DFDH im Spiegelsaal

Ausgabe Nr. 2943

Petru Scântei (stehend) bei seinem Vortrag.               Foto: Beatrice UNGAR

Das neue Jahr 2026 beginnt mit einem Winter „wie er früher einmal war“ und mit der ersten Einladung des DFDH zum regelmäßigen Kaffeenachmittag in den Spiegelsaal. Am 20. Januar, 14 Uhr, bei strahlendem Wintersonnenschein, der die obere Eisschicht auftaute und die Besucher zur Vorsicht beim Gehen mahnte, fand ein anspruchsvoller Vortrag von Petru Scântei statt. Weiterlesen→

Wintereinbruch zum Jahreswechsel

Ausgabe Nr. 2942

Gleich zu Jahresbeginn hat es in Hermannstadt gehörig geschneit und es gab inzwischen noch weiteren Schneefall. Mittwoch und Donnerstag hat es geregnet und es wurde glatt. Für das Wochenende ist Frost angesagt. Unser Bild: Der Stadtpark, heute Astra-Park, eignet sich hervorragend für einen winterlichen Spaziergang.                                                      Foto: Beatrice UNGAR

Außergewöhnliche Würdigung

MP Ganț erhielt Ehrenorden der jüdischen Gemeinden

Ausgabe Nr. 2941

Silviu Vexler (rechts) nahm die Ehrung von Ovidiu Ganț vor.

Der Ehrenorden der jüdischen Gemeinschaften in Rumänien im Rang des Komturs wurde dem DFDR-Abgeordneten Ovidiu Ganț anlässlich des Chanukka-Festes am Montagabend in der Innerstädtischen Synagoge in Temeswar verliehen. Gewürdigt werde die entscheidende Rolle und der bedeutende Beitrag zur Förderung, dem Schutz, der Unterstützung und Entwicklung des jüdischen Lebens in Rumänien, besagt die Ehrenurkunde. Weiterlesen→

Rezepte überleben Kriege

Eine Weihnachtsgeschichte aus Törnen: Motters Knoblauchwurst

Ausgabe Nr. 2941

Blick auf die evangelische Kirche und den Friedhof in Törnen.
Foto: Beatrice UNGAR

Sie hatte die Tradition aus ihrer Heimat Siebenbürgens mitgebracht, jenem Landstrich im Südosten Europas, der nach Knoblauch roch wie andere Orte nach Heu oder Sommerregen. Knoblauch wuchs dort in rauen Mengen und wurde nicht sparsam, sondern mit Überzeugung gegessen: roh zum Schmalzbrot, zu gekochten Kartoffeln – in etwas Salz getaucht, beißend scharf, tränentreibend und trotzdem ein Genuss, der zum Alltag gehörte. Gesund? Darüber dachte niemand nach. Man aß so. Man lebte so. Man blieb dabei erstaunlich robust. Und schließlich half er ja, das wissen wir, auch gegen Dracula, der in derselben Gegend sein Unwesen trieb. Ja, Siebenbürgen ist Transsilvanien.Weiterlesen→

Schnitt für Schnitt

Eine Friseurschule mit einzigartigem Konzept eröffnet in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2941

Adrian Niculescu demonstriert den Friseurschülerinnen am HZ-Praktikanten Eduard Reschke die richtige Schnitttechnik.         Foto: Mihai SERESTER

Eine Niederlassung der rumänienweit bekannten Friseurschulkette „Point Cut“ eröffnete am 7. November in Hermannstadt. Den Standort führen Ion und Lavinia Grigore, die gemeinsam mit ihrem Sohn Denis sowie weiteren Friseurlehrern unterrichten. Mit ihnen erweitert der Gründer, Adrian Niculescu, sein Netzwerk auf inzwischen 24 Standorte in Rumänien. „Point Cut“ unterscheidet sich deutlich von klassischen Friseurschulen. Der Grundgedanke lautet: Ab dem ersten Tag arbeiten die Teilnehmer nicht an Übungsköpfen, sondern an echten Menschen. Die kostenlosen Männerhaarschnitte bilden die tägliche Grundlage des Unterrichts und das Herzstück des gesamten Systems.Weiterlesen→

Frauensalon in der EAS

Ausgabe Nr. 2940

Die Evangelische Akademie Siebenbürgen (EAS) hat die Veranstaltungsreihe der Frauensalons wieder aufgenommen. Die Moderation hat Dr. Andreea Dumitru-Iacob (Bildmitte) inne. Der erste Frauensalon hat am Freitag der Vorwoche stattgefunden. Gäste waren die Kulturmanagerin Andreea Ciortea (links) und die Leiterin des Deutschen Kulturzentrums Hermannstadt Ana-Maria Daneș (rechts). Der zweite Frauensalon findet heute, Freitag, dem 12. Dezember, 18 Uhr, im „Hans Bernd von Haeften“-Tagungszentrum (Str. Livezii Nr. 55) statt. Eingeladen sind Diana Mureșan (Unternehmerin und Lokalpolitikerin) und Anca Popa (Projektmanagerin von Kultur- und Sozialprojekten). Der Frauensalon wird mit der finanziellen Unterstützung des Konsulats der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt organisiert.                                                                     Foto: Beatrice UNGAR

Für Verständigung und Toleranz

Amy Gutmann und Daniel Zajfman in Berlin geehrt

Ausgabe Nr. 2939

Felix Klein, Helga Nowotny, Amy Gutmann, Bundeskanzler Friedrich Merz, Daniel Zajfman und Hetty Berg (v. l. n. r.).
Foto: Christel WOLLMANN-FIEDLER

Amy Gutmann und Daniel Zajfman wurden am 15. November 2025 mit dem Preis für Verständigung und Toleranz geehrt. Das Jüdische Museum in Berlin und die Freunde des Museums vergeben diesen ehrenvollen Preis seit 2002 an jeweils zwei herausragende Personen aus Kultur, Politik oder Wissenschaft, die sich auf herausragende Weise um die Förderung der Menschenwürde, der Völkerverständigung, der Integration von Minderheiten und des Zusammenlebens unterschiedlicher Religionen und Kulturen verdient gemacht haben.Weiterlesen→

Exzellenzpreise 2025

Ausgabe Nr. 2939

Die Exzellenzpreise 2025 des vor 30 Jahren gegründeten Rotary Clubs Hermannstadt gingen an: „Tiberiu Sanislau”-Preis für exakte Wissenschaften: 1. Preis und 10.000 Lei: Andrei Țiplic, 2. Preis: Ștefan Gusterițan, 3. Preis: Alexandru Sofonea; „Paul Philippi”-Preis für Geschichte: Darius Luca; Techniker der Zukunft: Ramona Căpruciu; „Nicolae Petria”-Stipendium für Wirtschaftswissenschaften: Elena Vespasiana Ciufu. Unser Bild: Zum Lehrer des Jahres gekürt wurde Giusseppe Bothar (links), Gründungsmitglied des Rotary Clubs Hermannstadt und langjähriger Leiter der Schule in Stolzenburg. Es gratulieren auf der Bühne des Thaliasaals der amtierende Präsident Ionuț Modrescu (Bildmitte) und Clubmitglied Cristina Prodan.   Foto: Beatrice UNGAR

Prunkstück ist ein Jungfernbecher

Vorbericht zur 311. Auktion im Auktionshaus Dr. Fischer in Heilbronn

Ausgabe Nr. 2937

Jungfernbecher des Hermannstädter Meisters Petrus Erosem (Preis 70.-100.000 Euro).

Das Auktionshaus Dr. Fischer in Heilbronn veranstaltet am 6. Dezember d. J. seine 311. Auktion. Besonders erwähnenswert ist das hochwertige Silberangebot, welches besondere siebenbürgische Goldschmiedearbeiten beinhaltet.

In dem zur 300. Auktion vom 9. März 2024 veröffentlichten Katalog ist in dem Kapitel „Kurzer Überblick über die Geschichte der Zünfte im Fürstentum Siebenbürgen” u. a. zu lesen, dass es in Siebenbürgen schon im frühen Mittelalter Gold- und Silberschmiede gab, allerdings befanden sich diese nicht unter den 19 unterschiedlichen Zünften, die in den Urkunden erwähnt werden. Weiterlesen→

Wien ehrt Titu Maiorescu

Gedenktafel zum 185. Geburtstag enthüllt

Ausgabe Nr. 2937

Gruppenbild mit den Teilnehmenden.                              Fotos: Heinz WEISS

Ganz im Zeichen des 185. Geburtstags von Dr. Titu Maiorescu, einer der prägendsten Persönlichkeiten des modernen Rumäniens, stand die feierliche Veranstaltung an der Theresianischen Akademie in Wien am 13. November d. J. Aus diesem Anlass erinnerte die Botschaft von Rumänien in der Republik Österreich mit besonderer Wertschätzung an das vielseitige Wirken eines Mannes, der als Staatsmann, Intellektueller und Kulturförderer gleichermaßen Geschichte schrieb. Weiterlesen→