Nachrichten

Ausgabe Nr. 2665

In eigener Sache; Testlinie für Covid 19 gespendet; Alle Gottesdienste fallen aus; Hilfe im Alltag; Aufruf zur Blutspende; Nur in die schwarze Tonne; EAS-Mitgliederversammlung; Terminvereinbarung nötig; Ausweis nötig; Wasser online bezahlen; Projekte vorgestellt; Arbeiten in der Papiu Ilarian; Geld für alte PKWs; Einschreibungen gestoppt; Germanistiktagung verschoben; Kartenverkauf verschoben; Bewerbungsphase gestoppt; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache.

In eigener Sache

Angesichts der im Zusammenhang mit der Covid 19-Pandemie erfolgten Ausrufung des Notstands in Rumänien und der damit verbundenen Einschränkungen bitten wir unsere Leserinnen und Leser um Verständnis, dass wir in der HZ nicht alle Aspekte dieser Notlage beleuchten können und bitten Sie, sich möglichst aus offiziellen Quellen zu informieren.

Dazu hat die rumänische Regierung eine online-Plattform unter stirioficiale.ro ins Leben gerufen, auf der man auch die Echtheit von Nachrichten prüfen kann.

Bleiben Sie gesund und zuversichtlich!

Die HZ-RedaktionWeiterlesen

Roller Derby: Rempeln und Stoßen auf Rollen

Neue, unbekannte Sportarten (I) / Von Cynthia PINTER

Ausgabe Nr. 2665

Die rumänische Nationalmannschaft (rote Trikots) kämpfte bei der WM 2018 gegen Südafrika.     Foto: Marie LEANDER

Fußball, Basketball, Box, Tennis, Schwimmen oder Eishockey. Das sind einige der bekanntesten Sportarten der Welt. Aber es entstehen immer wieder neue Sportarten. Meistens sind es Abwandlungen alter Sportarten, manchmal aber auch total neue Disziplinen. In dieser Reihe möchten wir einige der im letzten und diesem  Jahrhundert erschienenen Sportarten vorstellen.  Weiterlesen

Bukarest wird nicht gesperrt

Maßnahmen zur Vorbeugung der Corona-Infizierungen

Ausgabe Nr. 2664

Raed Arafat, Staatssekretär im Innenministerium und Nelu Tătaru, Staatssekretär im Gesundheitsministerium, haben am Mittwoch Vormittag bei einer Pressekonferenz Maßnahmen und Empfehlungen zum Thema Corona-Virus vorgestellt. Am Nachmittag hat Raed Arafat für einen TV-Sender ausdrücklich erklärt, dass „Bukarest nicht gesperrt wird“, wie ein Gerücht gerade die Bevölkerung verunsichert hatte. Alle Empfehlungen sind vorerst gültig bis zum 31. März,  und können bei Bedarf verlängert werden. Denen, die die Quarantäne bzw. Autoisolation nicht respektieren, drohen 4.000 Euro Strafe.Weiterlesen

,,Ein Tag im Sinne der Transparenz“

Erster „Tag der Offenen Tür“ beim Deutschen Forum war ein Erfolg

Ausgabe Nr. 2664

 

Die Tanzgruppe des Jugendforums Hermannstadt, unter der Leitung von Sebastian Arion, stellte ihr Können unter Beweis und lud die Gäste in Begleitung der Neppendorfer Blaskapelle zu einer Polka ein.  Foto: Cynthia PINTER

„Die Türen des Forumshauses sind fast immer offen, nicht nur heute“, mit diesen Worten hieß Prof. Dr. Zeno-Karl Pinter, der Vorsitzende des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt (DFDH), alle Gäste willkommen zum Tag der Offenen Tür am Samstagmorgen, dem 7. März, im Spiegelsaal des Hermannstädter Forums.

Der Andrang war groß, vor allem der voll bepackte Büchertisch mit Veröffentlichungen, die mit finanzieller Unterstützung des Departements für interethnische Beziehungen im Generalsekretariat der Rumänischen Regierung durch das DFDH und das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien (DFDR) erschienen sind. Alles konnte man kostenlos mitnehmen.Weiterlesen

Kochen wie anno 1900

Elise Fröhlichs „Die siebenbürgische Küche“  wurde ins Rumänische übersetzt

Ausgabe Nr. 2664

Elise Fröhlich: Bucătăria transilvăneană. Rumänische Fassung von Ruxandra Stănescu. Armanis-Verlag Hermannstadt, 2020, 388 Seiten, ISBN 978-606-9006-99-3.Das Buch kann in der Astra-Bibliothek käuflich erworben werden. Näheres dazu bei Dan Nanu unter 0745-26.39.17.

1987 brachte Elise Fröhlich in Hermannstadt das Kochbuch „Die Siebenbürgische Küche“ heraus, für alle „Hausfrauen Freundinnen“. Der Erfolg ließ nicht auf sich warten, fünf Auflagen durfte die Sammlerin betreuen, aus 1.200 Rezepten wurden es bei der 5. Auflage 1.400. Leider konnte Elise Fröhlich sich über den Erfolg ihres Werkes nicht mehr freuen, da sie im Februar 1901 bei der Geburt ihres Kindes starb. Der Seraphin-Verlag in Hermannstadt gab knapp 10 Jahre später eine weitere Ausgabe ihres Kochbuches heraus, brachte der Autorin eine Hommage und versprach, ihr Lebenswerk weiter zu führen und zu ergänzen. Mehr als ein Jahrhundert später wurde die 5. Auflage durch ein Projekt der Astra-Bibliothek in Hermannstadt übersetzt und kann gekauft werden.Weiterlesen

Investition für Kirchenburg in Roseln

Interview mit Hauptanwalt Friedrich Gunesch über EU-Projekte in Siebenbürgen

Ausgabe Nr. 2664

 

Die Kirchenburg in Roseln/Ruja – die frühere Gemeinde ist heute verwaltungstechnisch ein Stadtteil von Agnetheln/Agnita.Foto: Niels STERN

Durch eine EU-Finanzierung wird die Kirchenburg in Roseln, der Heiligen Magdalena geweiht, saniert. Eines der Ziele des Projektes ist, die Besucherzahlen mindestens zu verdoppeln. Der Vertrag mit der Agentur für regionale Entwicklung Mitte (Agenția pentru Dezvoltare Regională Centru) wurde am 2. Februar 2018 unterzeichnet, gut zwei Jahre später beginnen nun die Renovierungsarbeiten.

Zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert, als Siebenbürgen noch Teil des mittelalterlichen Königreichs Ungarn war, begannen die Siebenbürger Sachsen ihre Kirchen zu befestigten, Kirchenburgen und Wehrkirchen auszubauen, als Schutz vor den Raubzügen des wachsenden Osmanischen Reiches. Um die 150 solcher Anlagen bestehen noch, eine davon ist die Kirchenburg in Roseln/Ruja im Kreis Hermannstadt. Roseln liegt mittig eingebettet zwischen Agnetheln und Probstdorf im Harbachtal. Gut 100 Jahre nach ihrem Bau zu Beginn des 15. Jahrhunderts wurde die Kirche befestigt; die oberen Mauern wurden mit Bastionen versehen, der Glockenturm im Westen wurde hinzugefügt und um die Kirche wurde eine Befestigungsmauer errichtet, welche im 19. Jahrhundert allerdings wieder abgerissen wurde.

Friedrich Gunesch, Hauptanwalt des Landeskonsistoriums der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, sprach mit Niels Stern, Praktikant der  Hermannstädter Zeitung, über das Projekt.Weiterlesen

„Das Wort Kunst definiert mich”

Achte Bikini Race fand in der Arena Platoș am 8. März statt

Ausgabe Nr. 2664

 

Alle sieben Teilnehmerinnen stellten sich zum Schluss auf und vor dem Siegerpodium zum Gruppenfoto auf. Foto: der Verfasser

Am vergangenen Sonntag fand in der Arena Platoș auf der Hohen Rinne die achte Auflage  der „Bikini Race” statt,  in diesem Jahr genau am Internationalen Frauentag. Gegeneinander traten in diesem  Jahr sieben von nah und fern angereiste,  nur spärlich bekleidete Schneeprinzessinnen an, die teils mit ihrer Sportlichkeit teils mit ihrem künstlerischen Können die Zuschauer und die Jury faszinierten. Als  glückliche Gewinnerin des Wettbewerbs und damit des vom Fresh Meat-Team  angebotenen Ski- und Snowboardausflugs „Snow Mission” im Skiresort Avoriaz in Frankreich,  ging die 22-jährige Sabrina Bărbulescu hervor.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2664

Preis für Solidarität; Männerfrühstück; Animatoren-Kurse; Volontäre gesucht; EAS-Mitgliederversammlung; Arbeiten in der Papiu Ilarian; Hermannstädter Gespräche und Filmabend; Stipendium für rumänische Nachwuchsjournalisten; Neuer Termin festgelegt; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache.

Corona-Virus schließt alle  öffentlichen Einrichtungen

Hermannstadt. – In Hermannstadt sind alle Museen, das Gong-Theater für Kinder und Jugendliche, das Radu Stanca-Nationaltheater, die Hermannstädter Staatsphilharmonie, alle staatlichen und privaten schulischen Einrichtungen seit Mittwoch und vorerst bis zum 22. März für den Publikumsverkehr gesperrt. Ausnahmsweise findet heute im Studiosaal im Ion Besoiu-Kulturzentrum die Premiere des Stücks ,,Quartett“ von Heiner Müller ohne Publikum statt.  (BU)Weiterlesen

Geheimnisse der Heltauer Kirche

Archäologen gaben Ergebnisse ihrer Forschungen bekannt

Ausgabe Nr. 2663

Archäologen lüften 800-jähriges Geheimnis: Die Ergebnisse der archäologischen Grabung an der evangelischen Kirche in Heltau wurden am Mittwochabend vorgestellt.     Foto: Cynthia PINTER

Wo Archäologen am Werk sind, kommen immer große Geheimnisse zum Vorschein. So geschehen im Heltauer Kultursalon am Mittwochabend, dem 26. Februar, wo die Archäologin Dr. Maria Crângaci Țiplic vom Forschungsinstitut für Geisteswissenschaften Hermannstadt im Rahmen des Gemeindeabends der Evangelischen Kirchengemeinde Heltau zum Thema „Die Geheimnisse der Evangelischen Kirche in Heltau: Archäologie und Geschichte“ sprach. Die Forscherin stellte die bisherigen Ergebnisse der archäologischen Grabungen in der Heltauer Kirchenburg vor. Die wissenschaftlich sehr informative Veranstaltung wurde von vielen neugierigen Heltauern aber auch Historikern und Forschern aus Hermannstadt besucht. Weiterlesen

Nachruf auf ein Idiom

Wer spricht heute in Hermannstadt noch „Kucheldeutsch“?

Ausgabe Nr. 2663

In Zeiten, in denen die Listen der vom Aussterben bedrohten oder bereits ausgestorbenen Pflanzen, Tiere, Völker, Sprachen immer länger werden, ist an ein Idiom zu erinnern, dass so gut wie unbemerkt uns ebenfalls abhandengekommen ist. Noch vor vierzig Jahren schrieb der aus Siebenbürgen stammende, in Hermannstadt zur Schule gegangene und damals schon viele Jahre in Deutschland tätige Journalist Alfred Coulin (1907–1992), ein Sohn des Malers Artur Coulin: „Auf der Welt gibt es nur wenige Städte, die über eine eigene und nur ihnen eigene Sprache verfügen. Hermannstadt in Siebenbürgen zählt dazu. Die dort oft zu hörende Sprache ist das sogenannte Kucheldeutsch.“

Damals mag man diese „Sprache“ auf der Straße oder im Bekanntenkreis noch oft gehört haben, inzwischen ist sie mit ihren Sprechern ausgestorben oder bestenfalls ausgewandert, was Coulin mit folgender Anekdote belegt: »Der Hermannstädter hält, wie gesagt, an seinem Kucheldeutsch fest, und wer es spricht, ist überzeugt, es sei Deutsch, was – wie glaubhaft berichtet wird – in einem Kaufhaus einer deutschen Großstadt zu folgender Szene geführt hat: Ein siebenbürgisches Ehepaar kommt mit seinem etwa zehnjährigen Sohn in das Kaufhaus. Was er sieht, spricht den Jungen sehr an, und so stellt er unaufhörlich Fragen. Er verwendet dabei unbekümmert den von Haus aus gewohnten sächsischen Dialekt, bis dem Vater die Geduld reißt. Der Junge bekommt eins hinter die Ohren, und der Vater herrscht ihn an: ,Red nimmähr das ordinäre Sächsisch, hier gibts keine Purligaren, hier red mer deitsch, wie es sich geheert.‘«Weiterlesen