,,Die Tage seien als Versuch gedacht“

Gedanken zu Matthias Kehles zweisprachigem Gedichtband ,,Fundus / Stoc“

Ausgabe Nr. 2870

Matthias Kehle: Fundus/Stoc. Gedichte. Deutsch/Rumänisch. Ins Rumänische übersetzt von Traian Pop Traian. Vorwort von Cătălin Dorian Florescu. Pop Verlag Ludwigsburg 2017, 86 Seiten, ISBN: 978-3-86356-149-9, 14 Euro.

Die Sammlung von Kehles Gedichten nimmt den Leser in zwei Sprachen mit auf eine tiefgründige Reise durch menschliche Emotionen und Beobachtungen des Alltags. Übersetzt wurden die Gedichte ins Rumänische von Traian Pop Traian, der in Kronstadt in Rumänien geboren wurde und seit 1989 in Deutschland als Schriftsteller, Verleger und Übersetzer lebt. Matthias Kehle lebt in Karlsruhe als freier Schriftsteller, Journalist und Kritiker. Sein erster Gedichtband erschien 2017 ebenfalls im Pop Verlag Ludwigsburg. Das Buch handelt von dem gewagten Versuch, ins Leben einzusteigen.Weiterlesen

Spannung und Begeisterung

Bukarester gewannen bei ,,Sibiu Streetball“

Ausgabe Nr. 2870

Das Siegerpodium der Kategorie Open Herren.   Foto: Cynthia PINTER

Tag und Nacht herrschte am Elemer Tordai-Spielfeld vor der Transilvania-Halle in Hermannstadt reges Treiben. Basketballspielerinnen und -spieler aller Alterskategorien dribbelten und warfen den gelb-blauen Basketball in den Korb. Sie hatten alle ein Ziel, das Spiel zu gewinnen und warum nicht, als Sieger der Endrunde den Pokal und die Medaillen zu bekommen. Das inzwischen zur Tradition gewordene 3×3 Basketballturnier „Sibiu Streetball“ fand am Wochenende, auf dem „Elemer Tordai“-Basketballplatz statt. Weiterlesen

,,Der Mensch hat keine andere Waffe als die Musik…“

Ein besonderes und sehr gut besuchtes Konzert mit Psalmen-Vertonungen in der Synagoge in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2870

Gryllus Daniel, Marta Sebestyén und Gryllus Vilmos (v. l. n. r.).
Foto: Werner FINK

„Tizenöt zsoltár“ (15 Psalmen) lautete der Titel des Konzerts, das am 3. Juni in der Synagoge in Hermannstadt stattgefunden hat. Gerade als das Konzert beginnen sollte, regnete es draußen wie schon lange nicht mehr. Ob jemand den Weg ins Konzert gefunden hatte? Beim Betreten der Synagoge stellte sich heraus: Drinnen war es voll und es herrschte eine schöne Atmosphäre. Musikliebhaber verschiedener Konfessionen und Ethnien waren gekommen. Márta Sebestyén und die Brüder Dániel und Vilmos Gryllus aus Ungarn, alle drei Kossuth-Preisträger, hatten sich vorgenommen, zwischen dem 2. und 8. Juni die Vorstellung in sieben Gotteshäusern verschiedener Konfessionen in sieben Ortschaften in Siebenbürgen aufzuführen. In Hermannstadt war die Wahl nun auf die Synagoge gefallen.Weiterlesen

Pferdeflüstern und Dachgespräche

Ein Besuch im Salon für Visuelle Künste der UAP-Filiale Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2870

Constantin Pele: Experiment VI.

Schon zur Tradition geworden ist der Salon für Visuelle Künste der Hermannstädter Filiale des Rumänischen Künstlerverbands (UAP), der während des Hermannstädter Internationalen Theterfestivals und bis zum 4. Juli in der UAP-Galerie am Großen Ring 12 besichtigt werden kann. Zu sehen sind Werke von Künstlerinnen und Künstlern von den UAP-Filialen Alba Iulia, Bukarest, Klausenburg, Râmnicu Vâlcea, Suceava. Weiterlesen

Nichts kann uns trennen

Streiflichter von den Christlichen Begegnungstagen im Herzen Europas

Ausgabe Nr. 2870

Die Teilnehmerinnen am Podiumsgespräch (v. l. n. r.): Helena Smolová, Tschechoslowakische Hussitische Kirche, Klára Tarr Cselovszky, Evangelisch-Lutherische Kirche in Ungarn, Mária Hroboňová, Evangelische Kirche A. B. in der Slowakei, Lenka Janotková, Evangelisch-Lutherische Kirche in der Slowakei, Ulriche Trautwein, Evangelische Kirche Berlin, Dr. Elfriede Dörr, Evangelische Kirche A. B. in Rumänien, Marta Zachraj-Mikołajczyk, Evangelisch-Lutherische Kirche in Polen.                 Foto: Privat

Zusammengenommen sind die Christlichen Begegnungstage ein internationaler Kirchentag im Herzen Europas. Das ist ein Fest des Glaubens, zu dem Menschen aus verschiedenen Ländern angereist sind: zunächst aus Deutschland und Polen, dann Tschechien, Slowakei, Österreich, Ungarn, der Ukraine, und auch aus Rumänien. Diese grenzüberschreitende Verbundenheit wurde zeichenhaft in den benachbarten Grenzstädten Frankfurt Oder (Deutschland) und Słubice (Polen) gefeiert. Insgesamt standen unter dem Motto „Nichts kann uns trennen“ rund 150 Veranstaltungen auf dem Programm. Die Christlichen Begegnungstage fanden vom 7.-9. Juni statt. Lesen Sie im Folgenden den Bericht von Dr. Elfriede Dörr, die als Vertreterin der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien daran teilgenommen hat.Weiterlesen

50 Lieder für 50 Jahre

Mit dem Evangelischen Gesangbuch durchs Jahr 2024

Ausgabe Nr. 2870

Bis 1908 hatte das Gesangbuch bereits die 23. Auflage erlebt und ein Exemplar dieser Auflage war das Konfirmationsgeschenk meiner Mutter. Eingekreist und mit einem Herz versehen steht darin das Lied Nr. 338. Es ist ein Lied, welches meine Mutter zeitlebens begleitet hat. 1980 am Tag meiner Ordination hatten sich mehrere Vikare im Bischofshaus eingefunden, begleitet von Eltern und Kuratoren der zugeteilten Gemeinden. Beim Festessen in der Bischofswohnung gab es noch Dankesworte. Einer der Kuratoren des Nösnerlandes war kein geübter Redner, weswegen er sich auch entschuldigte. Aber dieser Mann sang aus voller Kehle alle 6 Strophen des Liedes 338, als Dank für die Zuteilung eines jungen Pfarrers für das einsame Gebiet der damaligen Diaspora. Und meiner Mutter, die neben mir saß, leuchteten die Augen und ihre Lippen bewegten sich Strophe für Strophe.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2870

Heute beginnt das Internationale Hermannstädter Theaterfestival, kurz FITS. Einige Straßen, Parkplätze bzw. Stellplätze sind ganz oder teilweise gesperrt (mehr dazu auf Seite 2). Unser Bild: Die Straßentheatertruppe „Cie Ekart” aus Frankreich hatte bei der 30. Auflage des Festivals 2023 in der Heltauergasse mit der Darbietung „Les Dodos” vor allem bei den Kindern großen Erfolg. Foto: Nicolae GLIGOR

31. Theaterfestival beginnt heute

Hermannstadt. – Im Rahmen der 31. Auflage des Internationalen Theaterfestivals in Hermannstadt (Festivalul Internaţional de Teatru de la Sibiu, FITS), das vom 21. bis 30. Juni stattfindet, werden die Hermannstädter und Touristen mit 830 Events erwartet, bei denen rund 5.000 Künstler aus 82 Ländern mitmachen werden.

Erwartet werden diese Tage in Hermannstadt u. a. John Malkovich, Tim Robbins, Mikhail Baryshnikov, Isabelle Adjani und Neil LaBute.

Das genaue Programm und Karten kann man unter www.sibfest.ro finden, das Festival hat aber auch eine App, die kostenlos auf Android- und IOS-Systeme heruntergeladen werden kann. Viele der Indoor-Veranstaltungen sind ausverkauft, allerdings sind viele Outdoor-Veranstaltungen geplant, die meisten von ihnen kostenlos.

Auf dem Großen Ring, auf dem Habermann-Platz und in der Heltauergasse (Str. N. Bălcescu) finden die meisten Veranstaltungen statt, auf dem Kleinen Ring kann man kostenlos das bunte Labyrinth Luminimax Luminarium zwischen 14.30 und 20.30 Uhr besichtigen. Am Großen Ring konzertieren Holograf, Connect-R & Big Band Radio România (Dirigentin Simona Strungaru), Bella Ciao, Lithos Band, Paul Ciuci und Compact, Viorica und Ioniţă aus Clejani & Taraful Clejanilor bzw. Kočani Orkestar.

Bis Ende Juni ist der Theaterparkplatz kompett geschlossen, teilweise geschlossen sind die Parkplätze bei der 90er Kaserne und der Philharmonie. Für die Laser-Shows ist der Coposu-Boulevard (zwischen Piața Unirii und dem Dicken Turm) am 21. und 30 Juni, zwischen 22.30 und 24 Uhr komplett für den Verkehr gesperrt. (RS)Weiterlesen

Forum hat Mehrheit im Stadtrat

Bürgermeisterin Astrid Fodor hat entspannt ihr drittes Mandat gewonnen

Ausgabe Nr. 2869

Die wiedergewählte Bürgermeisterin beim Wahlgang mit vier Kollegen im Hof der Schule Nr. 8 in der Wolfgasse/Lupeni (v. l. n. r.): Stadtrat Helmut Lerner, ad interim Vizebürgermeister, Kreisrat Gabriel Tischer, Bürgermeisterin Astrid Fodor, Stadtrat Wolfgang Alexander Guib, Vorsitzender des Kreisforums Hermannstadt, und Stadtrat Paul Mezei.                                                                                                                                Foto: Cynthia PINTER

51,12 Prozent der wahlberechtigten rumänischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgerinnen haben am Sonntag bei den Europawahlen und bei den Kommunalwahlen ihre Stimme abgegeben. In Hermannstadt hat Bürgermeisterin Astrid Fodor seitens des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR) ein drittes Mandat gewonnen, unterstützt wird sie von acht DFDR-Stadträten, die somit im Rat die Mehrheit haben. Kreisratsvorsitzende bleibt Daniela Cîmpean (PNL), ihre Partei hat allerdings die absolute Mehrheit im Kreisrat verloren. Die Mandate der amtierenden Stadt- und Kreisräte sowie der Bürgermeister und Kreisratsvorsitzenden laufen erst am 27. September d. J. ab, weil die letzten Kommunalwahlen an diesem Tag im Jahr 2020 stattgefunden haben und so können die Wieder- bzw. Neugewählten ihre Mandate erst ab Oktober d. J. wahrnehmen.Weiterlesen

Bärenmutter mit Jungem an der Transfogarascher Hochstraße

Ausgabe Nr. 2869

Was wie ein Spiel aussieht kann für den Betrachter gefährlich werden, wenn er sich zu stark der Bärenmutter nähert. Wer also aus dem Auto aussteigt, um Bären zu füttern oder auch nur die Fensterscheibe unterfährt, begibt sich in äußerste Gefahr. Die Transfogarascher Hochstraße ist seit vergangenem Wochenende für den Kfz-Verkehr freigegeben, allerdings nur tagsüber, zwischen 7 und 21 Uhr.                                                     Foto: Gerhard DEEKEN

Kleine Runde, große Vorfreude

Hildrun Schneider informiert über das Große Sachsentreffen 2024

Ausgabe Nr. 2869

Am Dienstag, dem 11. Juni, fand das fünfte Seniorentreffen des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt im Spiegelsaal im Forumshaus statt. Trotz einer kleinen Runde bot die Veranstaltung den Teilnehmern eine wertvolle Gelegenheit zum Austausch und zur Information. Weiterlesen

Brukenthalschul-Absolventen

Ausgabe Nr. 2869

116 Absolventen der vier 12. Klassen von der Brukenthalschule wurden am Freitag im Sportsaal feierlich verabschiedet. Unser Bild: Einige Schülerinnen und Schüler der 12. D und der 12. A (mit Klassenlehrerin Rusalina Bădilă) auf dem Weg zum Sportsaal. Am rechten Bildrand ist Tudor Oancea, der als internationaler Olympiker die Bakkalaureat-Prüfung (Abitur) schon abgelegt und bestanden hat.   Foto: Beatrice UNGAR