,,Reisen ist Freiheit“

Ausgabe Nr. 2868

,,Reisen ist Freiheit“

Axel Barners Erzählband ,,Abflug“ posthum in Berlin erschienen

Dr. Markus FISCHER
Axel Barner: Abflug. Reiseerzählungen, PalmArtPress Berlin 2024, 198 Seiten, ISBN 978-3-96258-181-7, 20 Euro.

Das literarische Oeuvre des im Dezember vergangenen Jahres verstorbenen Schriftstellers, Literaturwissenschaftlers, Deutschlehrers und Travellers Axel Barner kreist wesentlich um das Reisen. Mehrere seiner Werke rechnen sich qua Gattungsbezeichnungen explizit zur Reiseliteratur, so seine Reiseminiaturen „Umwege nach Moabit“ (2010), sein Reisekrimi „Der Weg nach Timbuktu“ (2014; Neuausgabe 2023), seine Reiseerzählung „Äthiopisches Album“ (2021), sein Roman „Lennings Reise“ (2022) und seine posthum in diesem Jahr erschienenen Reiseerzählungen unter dem vielsagenden Titel „Abflug“.Weiterlesen

Vom Central Verband zur Alliance

Gespräch mit der Präsidentin der Allianz der Siebenbürger Sachsen in den USA

Denise A. Crawford, die Präsidentin der Allianz der Siebenbürger Sachsen in den USA (Alliance of Transylvanian Saxons, ATS), spach mit der HZ-Praktikantin Rebecca H o f f m a n über die deutsche Gemeinschaft in Amerika und ihre Pläne.Weiterlesen

Nachrichten

Verkaufsstände anmelden

Hermannstadt. – Die Anmeldung für Verkaufsstände beim Großen Sachsentreffen 2024 (2.-4. August) ist bis zum 30. Juni möglich. Verkaufshäuschen (Grundfläche 2 x 3 m) können für 3.000 Lei auf dem Großen Ring oder 2.000 Lei auf dem Kleinen Ring für das gesamte Wochenende genutzt werden. Im Preis inbegriffen sind die Stromkosten, der Auf- und Abbau und sonstige Nebenkosten. Bei der Anmeldung muss man mitteilen, was in dem Stand angeboten werden soll. Eventuell notwendige Genehmigungen für den Verkauf muss der Nutzer des Verkaufsstandes selbst beschaffen.

Die Zahl der Stände ist begrenzt. Bis zum 7. Juli wird den Anwärtern mitgeteilt, ob sie einen Stand erhalten können. Anmeldung unter: sachsentreffen@siebenbuergenforum.ro (WZ)

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6 % der Hermannstädter sind gelaufen

Kein Pech bei der 13. Auflage des Hermannstädter Benefizmarathons

Ausgabe Nr. 2867

13. Benefizmarathon: Fast 9000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden bei dem diesjährigen, dem 13. Hermannstädter Internationalen Benefizmarathon gezählt, der am 25. Mai (Erwachsene) und 26. Mai (Kinder) stattgefunden hat.  Unser Bild: In voller Montur liefen mehrere Feuerwehrmänner mit. Die Organisatoren hatten erklärt, sie freuen sich über alle Teilnehmer, die in ihrer Arbeitskleidung mitmachen oder, warum auch nicht, z. B. als Pokemon oder Bär verkleidet. Foto: Andrei BĂLĂȘAN

Knapp 9.000 Läufer haben beim Hermannstädter Internationalen Benefizmarathon (Maratonul Internaţional Sibiu – MIS) am Wochenende teilgenommen und sich für 51 soziale Projekte eingesetzt. Mehrere Rekorde wurden dieses Jahr gestellt, so die Organisatoren von der Hermannstädter Gemeinschaftsstiftung (Fundaţia Comunitară Sibiu). Die Erwachsenen und die Jugendlichen sind am 25. Mai gelaufen, die Kinder zwischen 4 und 12 Jahren am 26. Mai. Spenden kann man noch bis Ende Juni. Weiterlesen

Kommunalwahlen am 9. Juni 2024

84 Kandidatinnen und Kandidaten des DFDR im Kreis Hermannsatdt

Ausgabe Nr. 2867

Der DFDR-Kandidat für den Vorsitz des Hermannstädter Kreisrats Paul Kuttesch (Position 1 auf dem Wahlzettel).

Am 9. Juni d. J. finden in Rumänien Europa- und Kommunalwahlen statt. Die Wahllokale sind von 7 bis 22 Uhr geöffnet. Jede und jeder Wahlberechtigte in Rumänien erhält fünf Stimmzettel: 1 für die Wahlen ins Europaparlament, 1 für den Bürgermeister der Ortschaft, in dem sie/er den Wohnsitz hat, 1 für den Stadt- bzw. Gemeinderat dieser Ortschaft, 1 für den Vorsitzenden des Kreisrats des Landkreises, in dem sie/er den Wohnsitz hat, 1 für den Kreisrat dieses Landkreises. Weiterlesen

Fünf neue Flugziele mit FlyLili

Fluggesellschaft mit Hermannstädter Wurzeln bietet neue Flüge ab dem 20. Juli an

Ausgabe Nr. 2867

Nach der Pressekonferenz folgte ein Flugzeugbesuch, der eigens dafür nach Hermannstadt gebracht wurde. Foto: Ruxandra STĂNESCU

FlyLili, eine neue rumänische Fluggesellschaft, wird ab dem 20. Juli vom Hermannstädter Internationalen Flughafen fünf neue Reiseziele anbieten, nach Deutschland, Italien und Spanien. Gegründet wurde FlyLili von Jürgen Faff, der in Hermannstadt auch das Lili’s Café und Restaurant betreibt. Lili war übrigens die English Cocker Spaniel-Dame der Familie. Weiterlesen

Zweimal preisgekrönt

Ausgabe Nr. 2867

Hermannstadt wurde bei der diesjährigen Gala des Online-Wettbewerbs im Bereich Inlandtourismus, Reiseziel des Jahres”, mit zwei Preisen ausgezeichnet: dem großen Preis „Reiseziel des Jahres 2024“, sowie dem ersten Preis in der Kategorie „Städte, die begeistern“. Bürgermeisterin Astrid Fodor nahm die Auszeichnungen am Dienstag der Vorwoche selbst entgegen und dankte allen, die Hermannstadt zu einer beliebten Destination gemacht haben: Reisever-
anstaltern, Gastgewerbebetreibern, Kulturinstitutionen u. a.. Im Rahmen derselben Gala erhielt Birthälm den Preis
Märchendorf”.                                   Fotos: Presseamt der Stadt Hermannstadt

 

Großes Ehrenwappen

Ausgabe Nr. 2867

Der DFDR-Abgeordnete Ovidiu Ganț (rechts) wurde beim 75. Heimattag der Siebenbürger Sachsen am 18. Mai in Dinkelsbühl mit dem Großen Ehrenwappen des Verbandes der Siebenbürger Sachsen ausgezeichnet. Überreicht hat es ihm der Verbandsvorsitzende Rainer Lehni (links). Mit dabei war Winfried Göllner, Landesjugendreferent der Siebenbürgisch-Sächsischen Jugend in Nordrhein-Westfalen.             Foto: Christian SCHOGER

Einfach und tiefgründig

Premiere mit Kafkas „Der Prozess“ in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2867

Szenenfoto mit Josef K. (Gyan Ros Zimmermann) auf der Anklagebank.
Foto: Andrei VĂLEANU

Minutenlanger Stehapplaus beendete beide Vorstellungen des Stücks „Der Prozess“ nach Franz Kafka am Freitag und Samstag (24. und 25. Mai) im vollen Saal des Radu Stanca-Nationaltheaters in Hermannstadt. Der galt vor allem den Schauspielern der deutschen Abteilung, allen voran dem Hauptdarsteller Gyan Ros Zimmermann für seine geniale Interpretation des Josef K., aber auch Regisseur Botond Nagy. Zimmermann hatte übrigens auch die Hauptrolle in Georg Büchners Woyzeck gespielt. Das Stück hatte Hunor Horváth inszeniert und erhielt dafür eine Nominierung für einen UNITER-Preis. Den holte für das Lightning Design desselben Stückes Michael Bischoff. Weiterlesen

UNITER-Preis für Koproduktion

Ausgabe Nr. 2867

Bei der Gala des Rumänischen Theaterverbands (UNITER), die am Montag in Bukarest stattgefunden hat, wurde die Koproduktion „Povești invizibile“ in der neuen Kategorie „Animationstheater/Kindertheater” mit dem UNITER-Preis ausgezeichnet. Die Koproduktion des Bukarester Replika-Zentrums für Theaterpädagogik und des Hermannstädter Gong-Theaters war Teil des Projekts „Povești invizibile. În lumea copiilor nevăzători” (Unsichtbare Geschichten. In der Welt der blinden Kinder). Das Stück schrieb Michaela Mihailov, Regie führte Selma Dragoș, es spielten Eliza Păuna und Mihaela Rădescu. Unser Bild (v. l. n. r.): Alexandrina Halic übergab den Preis an Eliza Păuna, Adrian Tibu, Mihaela Michailov, Selma Dragoș, Mihaela Rădescu, Gabi Albu und Mircea Corcoveanu.                                                                   Foto: Andrei GÎNDAC

Franz Kafkas ,,Brief an den Vater“

Zum 100. Todestag Kafkas (3. Juli 1883 in Prag – 3. Juni 1924 in Kierling, Niederösterreich)

Ausgabe Nr. 2867

Ist Franz Kafkas „Brief an den Vater“ ein autobiographisches Zeugnis oder literarische Fiktion? Er ist mit Sicherheit ein zentrales Zeugnis der lebenslangen Auseinandersetzung mit seinem Vater Hermann Kafka, die sich auch in zahlreichen anderen Texten des Autors wiederfindet. Verfasst wurde er an drei Tagen im November 1919 nördlich von Prag in dem kleinen Erholungsort Schelesen/Zelizy, wohin sich der an Tuberkulose erkrankte Kafka zeitweise zurückgezogen hatte. Erstmals wurde der Brief 1937 in ausgewählten Passagen von Kafkas Nachlassverwalter Max Brod veröffentlicht. Vollständig erschien er erst nach dem Zweiten Weltkrieg (1952), als Kafkas Werke in der ganzen Welt rezipiert wurden – ausgenommen in den kommunistischen Ländern des damaligen Ostblocks, wo sie erst Ende der 1960er Jahre erscheinen durften. Weiterlesen