Von Borsos Miklós bis David Yengibarjan

Streiflichter von der 11. Auflage des Ars Hungarica Festivals in Hermannstadt
Ausgabe Nr. 2507
 

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Mit der Vernissage einer Borsos Miklós-Ausstellung im Ratturm wurde am Donnerstag der Vorwoche die 11. Ars Hungarica in Hermannstadt eröffnet. In diesem Jahr werden nämlich 110 Jahre seit der Geburt des Bildhauers und Grafikers Borsos Miklós gefeiert. Außerdem gab es auch in diesem Jahr zahlreiche Veranstaltungen für jedes Alter und jeden Geschmack. Ungarische Kirchen in Südsiebenbürgen können noch eine Woche lang im Rahmen einer Malerei-Ausstellung des Architekten Wagner Peter im Rathaus bewundert werden.Weiterlesen

„Einfach ein Musiker“

Der Jazzpianist Marius Popp ist tot
Ausgabe Nr. 2507
 

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Der Klavier spielende Architekt wurde zum Pianisten, der Architektur studiert hat, und später war er ganz einfach Musiker“. So hatte der bekannte Jazzmusiker Richard Oschanitzky (1939-1979) den Jazzpianisten Marius Popp seinerzeit treffend charakterisiert. In einem Nachruf auf den am 8. November d. J. Verstorbenen bezeichnet Florian Lungu, Rundfunkjournalist und Jazzkenner, Marius Popp als „einen Hauptpfeiler an der Kuppel der rumänischen Jazzszene“. Weiterlesen

„Mesopotamien“ in Siebenbürgen

Reiseführer von Lucy Abel Smith erschienen
Ausgabe Nr. 2507
 

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Unter dem Titel „Routes of the heart: Lucy Abel Smith’s Transylvania“ (Routen des Herzens: Lucy Abel Smith’s Siebenbürgen) stellt die Autorin Lucy Abel Smith ihren in der Reihe „Blue Guide“ erschienenen Reiseführer für die Große Kokel am Dienstag, dem 22. November d. J., 19 Uhr, im Rumänischen Kulturinstitut in London vor. Die Hermannstädter Studentin der Angewandten Sprachen Cătălina Barbu hat den Reiseführer gelesen und stellt ihn im Folgenden kurz vor:Weiterlesen

Von der Mutter zu lernen: Ein Privileg

US-Geiger Nicholas Kitchen bestritt Schlusskonzert im Heltauer Musiksalon
Ausgabe Nr. 2506
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Anfang 2015 gründeten US-amerikanische Musiker die Erich Bergel&Dorothy Kitchen Foundation mit dem Ziel, einen internationalen Violin-Wettbewerb für Nachwuchsgeiger zu veranstalten. Initiator ist der in Heltau geborene Mihai (Mitch) Scurtu, der seit mehreren Jahrzehnten in Hills Borough/North Carolina lebt und Erich Bergel sen. am Heltauer deutschen Gymnasium als Lehrer hatte. Erich Bergel jun. (1930-1998), der eine Namensgeber der Stiftung, war in den USA u. a. Chefdirigent des Houston Symphony Orchestra und ab 1989 Chefdirigent der Budapester Philharmoniker. Die Musikpädagogin Dorothy Kitchen von der Duke-University North Carolina, die Erich Bergel jun. persönlich gekannt hat, war von Scurtus Idee begeistert und so kam es im März 2015 zu dem ersten Wettbewerb in Heltau. Die zweite Veranstaltung der Stiftung fand vom 4. bis 6. November d. J. als „Internationales Festival Erich Bergel – Dorothy Kitchen“ ebenfalls in Heltau statt, in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein Remember Enescu, der evangelischen Kirchengemeinde und dem Bürgermeisteramt von Heltau.  Weiterlesen

Sonderfall Rumänien

Gut besuchter Vortrag von Dr. Mathias Beer
Ausgabe Nr. 2506
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Warum wurden die Deutschen nicht aus Rumänien vertrieben? Dieser Frage ging der Zeithistoriker Dr. Mathias Beer – ein gebürtiger Hermannstädter – am 1. November in seinem Vortrag im Erasmus-Büchercafé nach. Mit seinem Interesse an diesem Rätsel der Geschichte ist er nicht allein: So viele Zuhörer kamen in das Büchercafé, dass immer weitere Stühle herbeigeschafft werden mussten und diese auch dann gerade noch reichten. Selbst die Veranstalter hatten scheinbar keinen so großen Andrang erwartet. Nur acht Exemplare von Dr. Beers Buch „Flucht und Vertreibung der Deutschen“ lagen zum Verkauf bereit, sie waren sofort vergriffen.  Weiterlesen

Aus der Sicht eines Menschen „wie du und ich“

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Alptraum Balkan“ im Cartier-Verlag in rumänischer Übersetzung erschienen

 i-cosmar-balcani-sas-265016Alptraum Balkan” von Anna M. Wittmann ist das Buch, welches ich nur zögernd in die Hand nahm, denn der Titel ließ auf traumatische Erfahrungen schließen. Jedoch verschlang ich es in Windeseile, denn trotz dramatischen Inhalts häufen sich darin Erfahrungen voller ungestümer Lebensleichtigkeit, die mich mit sanfter Liebe und ohne jegliches Pathos an die ungezwungene Art meiner Siebenbürger Sachsen erinnern, an das Wesen des Volkes in deren Mitte ich aufgewachsen bin. Nach Beendigung der Lektüre ließ mich dieses Buch nicht mehr los und es hinderte mich daran, mein „normales” Leben weiter zu führen. Ich musste meine Eindrücke über dieses kleine Juwel zu Papier bringen! Wie ich inzwischen weiß, war ich wohl nicht die einzige Person, der es so ergangen ist.
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Toleranz kann töten

Premiere von Biedermann und die Brandstifter
Ausgabe Nr. 2506
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Eines der im deutschsprachigen Raum am meisten aufgeführten Theaterstücke feierte am Samstagabend (5. November) Premiere an der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters Hermannstadt. Gavriil Pinte inszenierte Max Frischs „Biedermann und die Brandstifter“, von dem er sagt, es sei eines jener Stücke, das heute aktueller sei als zur Zeit seiner Erschaffung.
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DFDR-Abgeordneter kandidiert wieder

MP Ganţ wurde beim vorigen Mandat nicht nur von DFDR-Mitgliedern gewählt
Ausgabe Nr. 2506
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Ovidiu Ganţ, der Abgeordnete des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien kandidiert für ein neues Mandat. In einer Pressekonferenz im Spiegelsaal des Hermannstädter Forums stellte er seine Pläne vor, unterstützt von dem DFDR-Vorsitzenden Dr. Paul Jürgen Porr und Hermannstadts Bürgermeisterin Astrid Fodor.
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Förderantrag für Öko-Anbau geplant

Europäische Gemeinden wollen ein Netzwerk aufstellen und gemeinsam arbeiten
Ausgabe Nr. 2506
 

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Einen EU-Antrag für das Agrarprojekt „Ressource Lebensmittel bi(o)lateral sinnvoller nutzen” sollen mehrere europäische Gemeinden stellen. Initiator des Projektes ist die deutsche Gemeinde Groß-Zimmern, mit dabei ist auch Burgberg/Vurpăr bei Hermannstadt. Eine neunköpfige Delegation aus Groß-Zimmern hat Anfang November die rumänische Partnergemeinde zum ersten Mal besucht. Dabei waren auch Bürgermeister Achim Grimm, die Organisatoren Jürgen und Brigitte Günster sowie Hans Peter Wejwoda, Sachbearbeiter Sport, Kultur und Öffentlichkeitsarbeit, die mit der HZ-Redakteurin Ruxandra STĂNESCU über die Partnerschaft, die seit 2015 besteht, gesprochen haben.
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Habent sua fata libelli oder So haben die Büchlein ihr Schicksal

Persönliche Betrachtungen zu dem zweisprachigen Gedichtband „Rot/roșu“ von Christel Ungar
Ausgabe Nr. 2506
 i-carte-christel-ungarDass ich diese besinnlichen Zeilen über Christel Ungars schmalen, von Beatrice Ungar ins Rumänische übertragenen Gedichtband Rot/roșu“ – zu dem Nora Iuga das berückende Vorwort geschrieben hat –, dass ich also meine Hommage an Christel Ungar, die Dichterin, aber auch an ihre Schwester Beatrice, die Übersetzerin, mit diesem zweiten Teil des Verses des römischen Dichters Terentianus Maurus (Ende des 3. Jahrhunderts n. Chr.) beginne: (Pro captu lectoris)habent sua fata libelli / (Ganz wie der Leser sie fasst,) so haben die Büchlein ihr Schicksal, dass ich also diese Betrachtungen damit beginne, kommt daher, dass dieser Band seit seiner unvergesslichen Vorstellung im Festsaal der ASTRA- Bibliothek (am 19. Juni 2016, im Rahmen des Internationalen Theaterfestivals) auf meinem Schreibtisch liegt.
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