Versachlichung der Debatte zu spüren

Der Historiker Martin Jung setzt sich mit rumänischer Zeitgeschichte auseinander
Ausgabe Nr. 2510
 

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Kurt Tucholsky meinte einmal über den Journalisten, seine Waffe sei das Totschweigen. Für die Geschichtswissenschaft gilt dasselbe: Wichtiger als was niedergeschrieben wird ist oft, was verschwiegen wird. Der Historiker Martin Jung ist solchen „Leerstellen“ nachgegangen. Seine Dissertation „In Freiheit. Die Auseinandersetzung mit der Zeitgeschichte in Rumänien (1989 bis 2009)“ ist nun in der Reihe „Forum Rumänien“ erschienen. Darin zeigt Martin Jung, wie Holocaust und Kommunismus in Rumänien verarbeitet wurden ‒ und wann dies nicht geschah. Weiterlesen

„Nachdenklich machen und berühren“

Dr. Carol König sprach in München mit der Regisseurin Brigitte Drodtloff
Ausgabe Nr. 2510
 

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Die Rumänischen Kulturtage in München fanden in diesem Jahr in der Zeitspanne vom 17. November bis 11. Dezember statt. Veranstalter war die Gesellschaft zur Förderung der Rumänischen Kultur und Tradition e. V. in München, unterstützt von der Bayerischen Staatskanzlei, dem Kulturreferat der Stadt München und dem Filmmuseum der Stadt München. Weitere Einzelheiten können auf der Website www.ge-fo-rum.de abgerufen werden. Vorsitzende der Gesellschaft ist die erfolgreiche Drehbuchautorin, Dramaturgin und Regisseurin Brigitte Drodtloff. Drodtloff ist 1959 in Bukarest geboren und hat als Kind sieben Jahre lang die Kindersendung im Rahmen der deutschen Sendung im Rumänischen Staatsfernsehen moderiert. Nach ihrem Studium an der Theater- und Filmhochschule in Bukarest wanderte sie nach Deutschland aus. Sie hat u. a. 2010 und 2011 als Drehbuchautorin und Regisseurin an der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters in Hermannstadt drei Premieren herausgebracht: Friedrich Schillers Die Räuber“ (2011), Vater/Anatomie eines Mordes“ und Prah/Anatomie einer Angst“ (beide von György Spiró, 2010). Bei den Rumänischen Kulturtagen in München dabei war der langjährige Direktor im Kulturministerium, Dr. Carol König, der bei diesem Anlass mit Drodtloff folgendes Gespräch geführt hat:Weiterlesen

Frohe Weihnachten!

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Die Redakteurinnen und Redakteure der Hermannstädter Zeitung wünschen Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2017! 🙂

Nachrichten

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Parlamentswahlen am Sonntag; Ausweise im Eilverfahren; Morgen Basar der DWS-Frauen; Männerfrühstück in der EAS; AUAN-Gala im Thalia-Saal; Ökumenisches Konzert; Carols-Konzert; Silvesterparty im Forum; Basar der Botschaft in Bukarest; Lufthansa bietet drei; Flüge werktags nach München; Eishotel beim Bulea-See; Radio-Bruk; Uriah Heep an Silvester; Museumsprogramm; Eislaufplatz vor Orangerie; Ausstellung mit Verkauf; Radio Neumarkt auf Deutsch; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache.Weiterlesen

Von der Gefahr der Selbstzensur

Workshop Investigativer Journalismus an der Evangelischen Akademie
Ausgabe Nr. 2510
 

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Bei einer Fortbildung zum Thema Anti-Korruption und Investigativer Journalismus lernten Journalisten aus Rumänien und der Republik Moldova, wie sie Skandale aufdecken, effektiv recherchieren und ihre Computer verschlüsseln können. Drei Tage lang hörten sie bei dem Workshop ‒ gemeinsam organisiert von der Friedrich-Naumann-Stiftung und der Evangelischen Akademie in Hermannstadt ‒ Vorträge von Profis ihres Fachs. Gegen staatliche Beeinflussung können sie sich nun viel besser schützen. Eines jedoch wurde schnell klar: Die größte Bedrohung für die Pressefreiheit kommt meist aus einer ganz anderen Ecke. Weiterlesen

„Von Respekt vor dem Anderen geprägt“

Martin Buber-Plakette für Rumäniens Staatspräsident Klaus Johannis
Ausgabe Nr. 2509
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Die Martin Buber-Plakette der Euriade-Stiftung nahm am 18. November d. J. in der Abtei Rolduc zu Kerkrade (NL) Rumäniens Staatspräsident Klaus Johannis entgegen. Laut Mitteilung der Euriade-Stiftung hätten das Kuratorium Martin Buber-Plakette und der Vorstand der Euriade Johannis zum diesjährigen Laureaten wegen seiner humanen Einstellung bzw. eines Auftretens, welches von Respekt vor dem ANDEREN geprägt ist, gewählt. Entsprechend übernimmt er in Rumänien und in Europa politische und gesellschaftliche Verantwortung“.Weiterlesen

Nicht selbstverständlich, einen Kandidaten zu haben

DFDR-Spitzenkandidat MP Ovidiu Ganț zu Gast bei der Mitgliederversammlung des DFDH
Ausgabe Nr. 2509
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Am Montag der Vorwoche fand die Mitgliederversammlung des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) statt. Begrüßt wurden die Anwesenden von Hans Klein, dem Vorsitzenden des DFDH. Als Sondergast dabei war im Vorfeld der Parlamentswahlen der DFDR-Abgeordnete Ovidiu Ganț, der sich für ein weiteres Mandat als Abgeordneter zur Verfügung stellt. „Wir haben uns daran gewöhnt, dass wir einen Abgeordneten haben, wir sollten aber nicht vergessen, dass es nicht selbstverständlich ist, dass wir einen Abgeordneten im Parlament haben”, unterstrich Martin Bottesch, Vorsitzender des Siebenbürgenforums.Weiterlesen

Gegen das Vergessen

Pfarrer Uwe Seidner beim Dialogkreis der EAS
Ausgabe Nr. 2509
 

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Seit rund zwei Jahrhunderten spukt die Befürchtung eines „finis saxoniae“ herum. In Nordsiebenbürgen hat sich diese Befürchtung in vielen Gemeinden bereits erfüllt. Damit sie nicht in Vergessenheit geraten, plant Pfarrer Uwe Seidner aus Wolkendorf nun einen Bildband: Er möchte in die Dörfer fahren und mit Fotografien dokumentieren, was von dem Erbe der Sachsen dort übrig ist. Am 17. November stellte er das Projekt in einem Vortrag im Rahmen des Wissenschaftlichen Dialogkreises der Evangelischen Akademie Siebenbürgen vor. Weiterlesen

Interkulturalität und kein Ende

Streiflichter von der Tagung der Hermannstädter Germanistik
Ausgabe Nr. 2509
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Wenn es denn so etwas wie Trends gibt in einer bewusst wenig trendigen Wissenschaft wie der Germanistik, dann lautet ein aktueller „Interkulturalität“. Dank Globalisierung und wachsenden Migrationsströmen wurde die Vermischung verschiedener Kulturen und Sprachen auch für die Germanistik zu einem immer beliebteren Untersuchungsgegenstand. Für das Diskutieren darüber eignen sich wohl wenige Orte auf der Welt besser als das plurikulturelle Siebenbürgen. Die diesjährige Tagung der Hermannstädter Germanistik tat nun eben das vom 24. bis zum 26. November unter dem Motto „Zwischen Fakten und Deutung. Wege interkultureller Germanistik“. Weiterlesen

Eine Bereicherung für Hermannstadt

Das Hochmeister“-Restaurant Ecke Schillerplatz-Wintergasse
Ausgabe Nr. 2509
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Neue Restaurants in Hermannstadt gab es in den letzten Jahren einige und wird es mit Sicherheit noch einige geben. Aber wenn mal was Besonderes dabei ist, das ist selten!

Beim „Hochmeister“ handelt es sich um eine solche Seltenheit. Der Standort schon alleine: Am Schillerplatz/Piața Schiller Ecke Wintergasse/Timotei Popovici, zwar abseits des Touristentrubels und doch mitten drin! Wenn man in der Innenstadt unterwegs ist, ist es mit Sicherheit eine sehr gute Alternative zu den Touri-Gaststätten an den beiden Ringen!Weiterlesen