Ehrentafel enthüllt

Klingender Neujahrsempfang im Bischofspalais der EKR
Ausgabe Nr. 2801

Am 10. Januar hat der Neujahrsempfang 2023 im Festsaal des Hermannstädter Bischofspalais der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien stattgfunden.
Foto: Stefan Bichler

Bei ungewohnt frühlingshaften Temperaturen folgten viele Gäste Bischof Reinhart Guibs Einladung zum traditionellen Neujahrsempfang, der am 10. Januar im Hermannstädter Bischofspalais der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien (EKR) stattfand. Das Ereignis war zugleich auch der Auftakt zum ,,Jahr der Kirchenmusik” in der EKR.Weiterlesen

Hohe Auszeichnung für TNRS

Ausgabe Nr. 2801

Im Vorfeld des Nationalen Kulturtages, der in Rumänien am 15. Januar, dem Geburtstag des Dichters Mihai Eminescu gefeiert wird, hat Rumäniens Staatspräsident Klaus Johannis (rechts) am 13. Januar d. J. im Rahmen einer Feierlichkeit im Cotroceni-Palais Kultureinrichtungen und Persönlichkeiten der rumänischen Kulturszene gewürdigt. Zu den Einrichtungen gehörte auch das Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheater (TNRS), vertreten durch Intendant Constantin Chiriac (links), der den Kulturverdienstorden im Rang eines Commandeurs in der Kategorie ,,Darstellende Künste“ entgegennehmen durfte.  In der gleichen Kategorie wurde das Ungarische Staatstheater ,,Csiky Gergely“ Temeswar mit dem Kulturverdienstorden im Rang eines Offiziers ausgezeichnet. Ebenfalls am 13. Januar gab Staatspräsident Klaus Johannis bekannt, dass er dem Kulturhauptstadtprogramm ,,Temeswar 2023″ seine Hohe Schirmherrschaft verliehen hat.                                                                   Foto: presidency.ro

 

,,Ein Zeichen der Transparenz“

SRI hat die Revolutionsakte am 22. Dezember 2022 freigegeben

Ausgabe Nr. 2801

Mittags, am 21. Dezember 1989, auf dem Großen Ring.

Noch vor Weihnachten 2022, genauer am 22. Dezember, hat der rumänische Nachrichtendienst (Serviciul Român de Informații, SRI) die Revolutionsakte freigegeben. Es handelt sich um die Akte über die Rolle von damaligen Securitate-Mitarbeitern, die in die SRI übernommen wurden, bei der blutigen Unterdrückung der antikommunistischen Revolution im Dezember 1989 in Rumänien. Weiterlesen

Der feierliche Abschluss des Jubiläumsjahres

Ausgabe Nr. 2801

,,30 Jahre deutsch-rumänische Freundschaft und Partnerschaft in Europa” hat am 14. Dezember 2022  im Garten des Deutschen Konsulates in Hermannstadt stattgefunden. Die Gäste konnten bei dieser Gelegenheit das im Kontext des Jubiläumsjahres entstandene Street-Art-Gemälde auf einem Gebäude des Konsulats in Anwesenheit des Künstlers Claudiu Peța (links) betrachten. Konsulin Kerstin Ursula Jahn (rechts) stellte bei diesem Anlass auch den Hermannstädter Tierschutzvereien Animal Life, vertreten durch die Geschäftsführerin Andreea Roseti, vor und forderte die Gäste auf, dafür zu spenden. Die Feier fand bei warmen Getränken und Gulasch in winterlicher und rustikaler Atmosphäre im Konsulatsgarten statt.                                                     Foto: Sebastian MARCOVICI

 

Wo sind sie geblieben?

Ausstellung zum Gemäldediebstahl aus dem Jahr 1968

Ausgabe Nr. 2801

Anthony van Dyck (1599-1641): Tod der Kleopatra (Öl auf Leinwand, 120×198 cm)

,,Diese Bilder wurden auch Ihnen gestohlen!“ heißt es auf einem quadratischen Transparent in der Heltauergasse, auf dem alle vier Bilder abgebildet sind, die nach dem Gemäldediebstahl im Jahr 1968 aus dem Brukenthalmuseum noch nicht aufgetaucht sind. Vier der damals acht gestohlenen Gemälde waren nämlich 1998 quasi aus dem Nichts in den USA aufgetaucht und wurden nach Rumänien zurückgebracht. Das geschah sogar mit der Präsidialmaschine des damaligen Staatspräsidenten Emil Constantinescu.Weiterlesen

Unermesslicher Schatz

Zum 125. Geburtstag des Fotografen Josef Fischer

Ausgabe Nr. 2801

Haltestelle Rozdești der Schmalspurbahn des Sägewerks Feltrinelli im Zoodt-Tal. Foto: Josef FISCHER

„Foto Fischer“ – das ist nicht nur in Hermannstadt ein Begriff. Die beiden Brüder Emil Fischer (1873–1965) und Josef Fischer (1898–1985) haben mit ihren professionellen Fotografien einen unermesslichen Schatz geschaffen. In unzähligen Bildern haben sie das vielfältige Gesicht Siebenbürgens – Menschen, Landschaft, Architektur, Ereignisse – festgehalten. So porträtierte der HZ-Redakteur Horst Weber die beiden Brüder treffend: ,,Die Fischers wurden so etwas wie die Chronisten dieses Jahrhunderts (Anm. d. Red: gemeint ist das 20. Jh.). Wann immer in der ,Haupt- und Hermannstadt‘ eine Musik- oder Theateraufführung war, ein hoher Würdenträger in sein Amt eingesetzt wurde oder ein Volksfest stattfand, wo immer in Siebenbürgen etwas Wichtiges passierte – ,der Herr Fischer‘ (Emil oder Josef) war dabei und betätigte den Auslöser.“ (In: ,,Bildchronist, nicht Fotoreporter“, DW Nr. 645/25. April 1980)Weiterlesen

,,Die Weißweine von Tekendorf sind die köstlichsten”

Zu Besuch bei Familie Zaig in Tekendorf/Teaca

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Eckehardt Zaig Junior und Eckehardt Zaig Senior vor dem Eingang zu ihrem Weinhaus in Tekendorf. Foto: Werner FINK

Wenn man den Hang vor Tekendorf hinunterfährt ist am Straßenrand ein Schild mit dem Namen ,,Zaig” zu lesen, dahinter ist eine mit Wein bebaute Fläche zu sehen.  Eckehardt Zaig Junior, einer der wenigen im Dorf verbliebenen Siebenbürger Sachsen, nahm die Existenz eines historischen Weinberges im Familienbesitz zum Anlass, 2013 mittels europäischer Fördergelder einen Neuanfang zu wagen und eine alte siebenbürgisch-sächsische Tradition mit moderner Technologie zu verbinden. Schließlich soll bereits der Gelehrte Johannes Tröster in seinem 1666 in Nürnberg erschienenen Buch ,,Das Alt und neu Teutsche Dacia“ erwähnt haben: ,,Die Weißweine von Tekendorf sind die köstlichsten, die ich je getrunken hatte.“Weiterlesen

Notizen aus der Studienzeit

Raritäten aus der Bibliothek von Samuel von Brukenthal (III)

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Lesenotizen in der ,,Elementa iuris civilis“, die Samuel von Brukenthal zugeschrieben werden.

In den ersten beiden Artikeln hatten wir auf zwei wichtige Bücher aus der Bibliothek von Samuel von Brukenthal aufmerksam gemacht. Das erste, ,,Das vollständig vermehrte Hermannstädtische Gesangbuch“ (1766), ist ein siebenbürgisches Buchjuwel, aus dem ein hoffnungsvoller religiöser Hymnus, den Brukenthal selbst ausgewählt hatte, bei seiner Beerdigung gesungen wurde. Das zweite ist der früheste handschriftliche Katalog der Bibliothek des Barons, der von Samuel Hahnemann und Johann Michael Soterius von Sachsenheim um 1780 zusammengestellt wurde. Aber wie hat das alles angefangen? Wann und wie hat Samuel von Brukenthal mit dem Aufbau seiner Bibliothek begonnen? Die Antwort scheint in seiner Studienzeit zu liegen.Weiterlesen

,,Mein Gott, was bin ich für eine Kanone“

Zum 100. Todestag des tschechischen Autors Jaroslav Hašek

Ausgabe Nr. 2801

Schwejks Abenteuer wurden auch am Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheater durch Viorel Rață (Schwejk) – hier  in „Švejk pe front” (Premiere am 7. Januar 2022) – inszeniert.                                                 Foto: TNRS

„Melde gehorsamst, dass ich blöd bin“ ist eine Zeichnung des Karikaturisten George Grosz von 1928 untertitelt, die den Soldaten Schwejk darstellt. Dieser Satz könnte über dem Hauptwerk des tschechischen Autors Jaroslav Hašek (sprich: „Hascheck“) stehen, der heute kaum noch bekannt ist. Dafür sind die „Abenteuer des braven Soldaten Schwejk“ (tschechisch: Svejk) unsterblich, weil sie satirisch den Irrsinn der militärischen Bürokratie des k. u. k. – Reichs und des Ersten Weltkriegs ad absurdum führen. Heute – über einhundert Jahre später – sind die Gräuel und Lügen im Krieg Russlands gegen die Ukraine leider immer noch aktuell. Am 3. Januar 1923 ist Hasek im Alter von 39 Jahren an Herzversagen gestorben.Weiterlesen

,,Ich lebe zwischen zwei Welten“

Gespräch mit dem gebürtigen Agnethler Unternehmer Dietmar Stirner

Ausgabe Nr. 2801

Dietmar Stirner.                                Foto: Privat

„Seit unserer Gründung am 1. November 2010 sind wir ein absolut zuverlässiger Partner im Bereich Bauleitung, Stuckateur- und Malerhandwerk” erklärte der Inhaber des deutschen Unternehmens Heiße Fassaden – Scharfe Farben Dietmar Stirner, der am 1. Juni 2021 in Agnetheln die Firma ARTcoloreröffnet hat. Ein Jahr später kam ebenfalls in Agnetheln eine zweite Firma dazu, ARTreno. Über seine Tätigkeit in Rumänien und Deutschland sprach Dietmar Stirner mit HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u. Weiterlesen