Spiel mir den Blues

Erstes Blues-Festival „Sibiu Blues Nights“ – ein Erfolg

Ausgabe Nr. 2812

George Baicea Blues Band.

Who’s got the blues? Hermannstadt has got the blues. „Sibiu Blues Nights“ fand zum ersten Mal am vergangenen Wochenende, am Freitag und Samstag (31. März und 1. April) im Thaliasaal statt und war ein Riesenerfolg. Lokale und internationale Künstler, Albumveröffentlichungen, fesselnde Blues-, Pop- und Rockrhythmen, lebendige Improvisationen, geniale Riffs und Soli gab es auf der Philharmoniebühne zu sehen und zu hören. Die Organisatoren vom Verein „5F – Concerts & More“ versprachen  „eine unvergesslichen Erstausgabe“ und sie hielten ihr Wort. Jubelnder Stehapplaus beendete fast jedes Konzert.  Weiterlesen

Gemeinsam die Finsternis besiegt

Erste deutsche Premiere des Jahres am Hermannstädter Gong-Theater

Ausgabe Nr. 2812

Die vier Molfare feiern den Sieg über die Finsternis (v. l. n. r.): der Realist (Adrian Prohaska), der Lehrling (Angela Paskuy), der Träumer (Claudia Stühler) und der Nörgler (Jenö Major).                                      Foto: Tudor TROANCA

In der Kultur der Huzulen wird eine Person mit magischen Fähigkeiten ,,Molfar“ genannt. Ihre Fähigkeiten konzentrieren sich auf Kräuterkunde und andere Volksmagie. In dem Stück ,,Der Märchenball“ der ukrainischen Autorin Martusya Hurin, in  der Regie von Iryna Tsypina bestimmen gleich vier Molfare die Handlung: die erfahrenen Molfare – der Nörgler und der Realist – und die Nachwuchs-Molfare – der Träumer und der Lehrling. Sie zaubern nicht und erklären auch nicht, wofür welche Kräuter gut sind, denn sie müssen sich darum kümmern, die Finsternis aus dem Wald zu verjagen, die plötzlich eingezogen ist und die Tiere bedroht. Die Premiere des Stücks, das von Cynthia Pinter aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt worden ist, fand am Donnerstag der Vorwoche an der deutschen Abteilung des Hermannstädter Gong-Theaters für Kinder und Jugendliche statt.Weiterlesen

Alten Sachen neues Leben verliehen

Besuch im Laden ,,The Loft” von Amalia Schröder in der Reispergasse

Ausgabe Nr. 2812

Amalia Schröder gibt den Kunden freundlich und gerne Auskunft in ihrem Laden in der Reispergasse.                                                      Foto: Werner FINK

,,The Loft ” (etwa ,,der Dachboden”) ist auf dem Schaufenster des merkwürdigen Ladens zu lesen, der seit Mitte Oktober in der Reispergasse/Str. Avram Iancu Nr. 6 in Hermannstadt geöffnet hat. Und darunter ,,Collective” mit etwas kleineren Buchstaben. ,,Wear clothes that tell a story” (trage Kleider, die eine Geschichte erzählen), ist auf dem anderen Schaufenster zu lesen und auf einem Schild ,,Fashion, Vintage, Ceramic, Art, Local Designers, Chai Latte, Matcha Tea  & Many Things That Make You Happy”. Da fragt man sich gleich, wie passt Mode und Tee und alles andere zusammen? Drinnen erwartet Inhaberin Amalia Schröder die Kunden.Weiterlesen

Wenn das Land nicht mehr dasselbe ist

 Zum 75. Todestag der Autorin Maria Lazar / Von Konrad WELLMANN

Ausgabe Nr. 2812

Oskar Kokoschka: Dame mit Papagei. Öl auf Leinwand, 1916

Maria Lazar (1895-1948), heute nur wenigen bekannt, war keine Ungarin oder Rumänin, wie ihr Name vermuten ließe, sondern eine österreichisch-jüdische Schriftstellerin und Übersetzerin, deren Bücher seit einigen Jahren in Österreich wiederentdeckt und vom Literaturwissenschaftler Johann Sonnleitner im Wiener DVB-Verlag (= Das vergessene Buch) publiziert und ausführlich kommentiert wurden. Maria Lazar wurde als jüngstes von acht Kindern einer wohlhabenden jüdischen Familie 1895 in Wien geboren. Ihr Vater stirbt, als sie 13 Jahre alt ist; zu ihrer Mutter hat sie ein recht gutes Verhältnis, anders als sie es in ihrem Debütroman darstellen wird. Weiterlesen

„Alles Helden, oder was?“

Streiflichter von der 26. Internationalen Tagung der Kronstädter Germanistik

Ausgabe Nr. 2812

Dr. Sunhild Galter (links) und Dr. Delia Cotârlea.                          Foto: Privat

Unter dem Motto „Alles Helden, oder was? Paradigmen, Perspektiven, Traditionen und Tendenzen in Kultur, Kunst, Literatur und Sprache“ fand vom 23. bis 25. März des Jahres in Kronstadt die nunmehr 26. Internationale Tagung der Kronstädter Germanistik statt. Jahr für Jahr erwarten treue Teilnehmer der Tagung voller Neugier das Motto, denn die langjährige Organisatorin der Tagungsreihe, Dr. Carmen Elisabeth Puchianu, ließ sich immer wieder Überraschendes einfallen. Aber auch Dr. Delia Cotârlea, die die diesjährige Tagung größtenteils gestaltet hat, hat ein gutes Händchen bei der Themenwahl bewiesen. In dem von kriegerischen Auseinandersetzungen und deren Folgen gebeutelten Europa also etwas über Helden. Mit Fragezeichen, wohlgemerkt.Weiterlesen

Blütenpracht

Ausgabe Nr. 2811

Überall in der Stadt blühen Sträucher und Bäume und verbreiten Frühlingsstimmung. Unser Bild: Ein Hingucker sind auch in diesem Jahr die blühenden Blutpflaumen (Prunus cerasifera Nigra) in der Str. Tudor Vladimirescu, die früher Kappgasse geheißen hat.                                                                                      Foto: Cynthia PINTER

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2812

Im Astra-Freilichtmuseum im Jungen Wald fungieren Schafe schon seit längerem gewissermaßen als ,,natürliche Rasenmäher auf vier Beinen“. Das Foto entstand am 25. März, inzwischen gabe es reichlich ,,Lämmerschnee“ und am Dienstag musste das Museum wegen Gefahr durch unter der Last des nassen Schnees umstürzender Bäume geschlossen bleiben. Foto: Cynthia PINTER

Die nächste Ausgabe der HZ erscheint am 21. April

Da der Karfreitag für alle christlichen Konfessionen in Rumänien seit letztem Jahr ein gesetzlicher Feiertag und deshalb arbeitsfrei ist, und die rumänische Regierung erwägt, auch den orthodoxen Gründonnerstag, heuer den 13. April, zum arbeitsfreien Tag zu erklären, und folglich die Rumänische Post nicht arbeitet, erscheint unsere nächste Ausgabe erst am 21. April 2022.

Wir danken für Ihr Verständnis und wünschen allen, die an diesem und am nächsten Sonntag Ostern  bzw. die ab heute und bis zum 13. April Pessach feiern, ein frohes Fest im Kreise Ihrer Lieben.

Die RedaktionWeiterlesen

,,Mensch und Natur“ & ,,Heimat ohne Grenzen“

Beim Siebenbürgenforum laufen die Planungen auf Hochtouren

Ausgabe Nr. 2811

Blick in den Spiegelsaal beim Planungstreffen der Organisatoren des Großen Sachsentreffens 2024.                                               Foto: Winfried ZIEGLER

Die Planungen für das Sachsentreffen 2023 in Keisd und für das Große Sachsentreffen 2024 in Hermannstadt standen am vergangenen Samstag im Mittelpunkt. Zunächst tagte der Vorstand des Siebenbürgenforums, danach die Vertreterversammlung und schließlich trafen sich die Organisatoren des Großen Sachsentreffens 2024 zu einer Besprechung. Lesen Sie dazu die diesbezügliche Pressemitteilung seitens des Siebenbürgenforums.Weiterlesen

Auch Bürgermeisterämter prämiert

4. Gala der besten Sportlerinnen und Sportler, Trainerinnen und Trainer

Ausgabe Nr. 2811

Den Titel eines Ehrenbürgers des Kreises Hermannstadt nahm Judoka Daniel Natea (Bildmitte) von der Kreisratsvorsitzenden Daniela Cîmpean  (rechts) entgegen. Der 27-fache Landesmeister und mehrfache Balkanmeister gehört in seiner Disziplin zu den 16 besten Sportlern der Welt.           Foto: cjsibiu.ro

Bei der vierten Auflage der Sportgala des Kreises Hermannstadt, die am Donnerstag, dem 23. März, in der Transilvania-Halle stattgefunden hat, wurden nicht nur die Sportler, sondern auch die Trainer gewürdigt. Insgesamt 70 Sportler, Trainer, Mannschaften und Bürgermeisterämter aus dem Kreis Hermannstadt erhielten Geldprämien. Die Gesamtsumme belief sich auf 100.000 Lei. Weiterlesen

Wer klappert denn da?

Ausgabe Nr. 2811

Schon Mitte März, genauer am 20. März, trafen die ersten Störche in Großau/Cristian, der ,,Hauptstadt der Störche“ in Rumänien ein und begannen fleißig an ihren Horsten zu ,,flicken“. Das Storchengeklapper lässt inzwischen die Bewohnerinnen und Bewohner kalt, nur Besucherinnen und Besucher sind mit Kameras unterwegs, um das schönste Bild von Meisterin und Meister Adebar – die sich übrigens von dem Straßenverkehrslärm nicht stören lassen – zu schießen.                     Foto: Beatrice UNGAR