Lebensgirlande eines Genies

Das Wunderkind Siebenbürgens, Carl Filtsch, wurde im herbstlichen Wels gefeiert

Ausgabe Nr. 2938

Dino Sequi und zwei weitere Klavierlehrende der Musikschule Wels, die Interpretierenden Lea Voithofer, Frida Werneck, Benjamin Gotthard, Brianna Reiter, Dr. Christian Schuster, dem es zu verdanken ist, dass dieser Abend zustande gekommen ist, Katie Wu und Dagmar Dusil, Verfasserin und Vortragende des Textes (v. l. n. r.).
Foto: Otto Wilhelm ELEKES

„Wels verbindet, Wels pulsiert, Wels ermöglicht“ – derart macht die (nach Linz) zweitgrößte Stadt Oberösterreichs, malerisch an der Traun gelegen, für sich Reklame. Wir aber beziehen uns auf den 3. Teil des Mottos, nämlich „Wels ermöglicht“ und zwar ein besonders literarisch-musikalisches Ereignis. Durch die mobilmachende Vorankündigung des äußerst rührigen Welser Obmanns und Nachbar-Vaters Christian Schuster fanden sich (nicht nur) Siebenbürger Sachsen aus nah und fern (und das sind nicht wenige), sondern sogar auch aus Wien anreisende Interessenten am 15. November im großen Saal der Landesmusikschule Wels ein, um mitzuverfolgen, was Dagmar Dusil Zink (Lesung) und fünf mit Begeisterung und Talent ausgestattete Eleven dieser Schule (am Klavier) zu bieten haben.Weiterlesen

Jazz für Seele und Geist

Nachlese zum 53. Hermannstädter Internationalen Jazzfestival

Ausgabe Nr. 2936

Das Bluesette Duo mit Gastgitarristen bestritt das letzte Konzert mit freiem Eintritt im Spiegelsaal (v. l. n. r.): Alex Man, Raluca Stoica und Alex Tomaselli.                                    Foto: Laura MICU

Jazz für die Seele gab es beim Festivalauftakt in der Synagoge von Hermannstadt. Mit einem besonderen Konzert unter dem Titel „Jazz für die Seele“ eröffnete das diesjährige Hermannstädter Internationale Jazzfestival „Sibiu Jazz Festival“ am Mittwochabend, dem 5. November, seine 53. Ausgabe. Der Veranstaltungsort, die Große Synagoge von Hermannstadt, bot dafür einen eindrucksvollen Rahmen. Trotz der herbstlichen Kälte war der Saal nahezu bis auf den letzten Platz gefüllt, viele Besucherinnen und Besucher nahmen auch auf den Emporen Platz.Weiterlesen

Organisch anschwellendes Crescendo

Streiflichter von der Sibiu Jazz Competition 2025

Ausgabe Nr. 2936

Zwei Preise gingen nach Polen: JuMa (v. l. n. r.). Michał Korsak (Schlagzeug), Dawid Kamiński (Klavier), Maksymilian Wilk (Saxofon), Tymoteusz Wójtewicz (Kontrabass) präsentieren stolz ihre Diplome.Foto: sibiujazz.eu

Der Wettbewerb für Studentenformationen Sibiu Jazz Competition fand am 3. und 4. November 2025 erstmals im Kellergeschoss des Thaliasaals statt aber wieder im Vorfeld des Jazzfestivals und nicht wie im Vorjahr zwei Monate danach. Organisiert wurde der Wettbewerb wie auch das Jazzfestival selbst von dem Verein Concept Creativ. Die Jury bestand aus Simona Maxim, der Hauptorganisatorin, dem Musiklehrer Primo Salvati und dem Schlagzeuger Lucian Fabro.Weiterlesen

Ein audiovisuelles Inferno

,,Divina Commedia 2.0″ gastierte im RKI Wien

Ausgabe Nr. 2936

Das Gitarrenduo HESPERUS – Costin Soare (rechts) und Ioan Bănescu – bei der Aufführung im Rumänischen Kulturinstitut in Wien.
Foto: RKI Wien

Wie würde Dantes Inferno in der Gegenwart klingen – und aussehen? Diese Frage stand im Zentrum der beeindruckenden Aufführung „Divina Commedia 2.0 – Inferno“, die am Dienstag, dem 28. Oktober, im Rumänischen Kulturinstitut Wien (RKI) stattfand. Das internationale Projekt des Kulturvereins Kitharologos verwandelte Dantes Reise durch die Hölle in ein intensives Zusammenspiel von Klang, Bild und Emotion, das das Publikum gleichermaßen faszinierte und verstörte.Weiterlesen

Zwischen Tradition und Moderne

MoldoDuo beim Erich Bergel & Dorothy Kitchen Festival

Ausgabe Nr. 2935

Ein Klangerlebnis: Das Konzert von MoldoDuo, Ștefan Diaconu (links) und Radu Rățoi, in der evangelischen Stadtpfarrkirche. Fotos: Beatrice UNGAR

Schauplatz eines fesselnden musikalischen Ereignisses war die evangelische Stadtpfarrkirche in Hermannstadt am 8. Oktober: Das MoldoDuo, bestehend aus dem renommierten Flötisten Ștefan Diaconu und dem Akkordeonvirtuosen Radu Rățoi konzertierte im Rahmen der 4. Auflage des Internationalen Erich Bergel & Dorothy Kitchen-Festivals. Weiterlesen

Wegen Opernarien den Bus verpasst

Streiflichter von der 24. Auflage des Hermannstädter Opernfestivals

Ausgabe Nr. 2932

Die „Tragedie de Carmen”, Dirigent Alfredo Stillo, Regie Emanuele Gamba: Die Liebesgeschichte zwischen Carmen (Ana Victoria Pitts) und Escamillo (Franco Pomponi) in ihrer modernen Variante hat leider das gleiche unglückliche Ende wie in Bizets Vision.                                 Foto: Cynthia PINTER

Zwei Wochen lang war Hermannstadt von Mord, Betrug, Liebe und Gesang geprägt, ganz nach dem Witz „Eine Oper ist, wenn jemand ein Messer in den Rücken bekommt und anstatt zu sterben, anfängt zu singen.”, bei der 24. Auflage des Opernfestivals „Sibiu Opera Festival”, das vom 27. September bis zum 11. Oktober stattgefunden hat. Finanziert wurde das Festival vom Hermannstädter Kreisrat und vom Hermannstädter Bürgermeisteramt. Weiterlesen

Zwischen Gotthard und Siebenbürgenlied

Symphonic Rock Orchestra aus Einsiedeln traf den Hermannstädter Bachchor

Ausgabe Nr. 2932

Das Orchester wurde mit Standing Ovations belohnt, das Publikum mit einer Zugabe.

Wenn ein Schweizer Orchester für eine Konzertreise nach Hermannstadt kommt, nennt man das… „A Transylvanian Journey”. Unter diesem Titel spielte das Orchester „Wood and Metal Connection – The Symphonic Rock Orchestra” unter der Stabführung von Susanne Theiler ein buntes Programm aus Film- und Volksmusik bis hin zu Rock am Samstagabend auf der Bühne des Thaliasaals. Mitglieder des Orchesters und ihre Begleitpersonen waren vor dem Konzert eine Woche zu Besuch in Hermannstadt. Über diese Zeit war Oboist Michael Schweyer, der gemeinsam mit Ana-Maria Daneș, der Leiterin des Deutschen Kulturzentrums Hermannstadt, durch den Konzertabend führte, voll des Lobes. Er dankte allen, die die Schweizer in dieser Woche aufgenommen hatten und die auch schon vorher tatkräftig an den Reisevorbereitungen mitgewirkt hatten. „Ohne euch wäre diese Reise nicht möglich gewesen.“Weiterlesen

Sibiu Opera Festival

Ausgabe Nr. 2931

„Libiamo, libiamo ne‘ lieti calici“, das bekannte Trinklied aus dem ersten Akt der Oper „La Traviata“ von Giuseppe Verdi war am Montag, dem 6. Oktober, im „Ion Besoiu“-Kulturzentrum in Hermannstadt im Rahmen der 24. Ausgabe des Sibiu Opera Festivals zu hören. Auf unserem Bild sind die Solisten Adorján Pataki als Alfredo (im schwarzen Frack) und Erika Miklósa als Violetta (im roten Kleid), sowie der Chor der Ungarischen Oper aus Klausenburg zu sehen. Das Opernfestival dauert noch bis zum 11. Oktober. Heute, am 10. Oktober, wird „Don Giovanni” von W.A. Mozart, um 19 Uhr, im Thaliasaal und morgen die Operette „Silvia” von Emmerich Kálmán, um 19 Uhr, im „Ion Besoiu“- Kulturzentrum gespielt.                                              

Foto: Cynthia PINTER

 

Inniger Austausch zwischen allen Beteiligten

Letztes Konzert im Rahmen des Enescu-Festivals in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2931

Das Scottish Chamber Orchestra nimmt gemeinsam mit Dirigent Maxim Emelyanichev und dem Solisten Colin Currie den begeisterten Applaus des Hermannstädter Publikums entgegen.                         Foto: FB Enescu la Sibiu

„Durch Nacht zum Licht” – Beethovens Motto für seine 5. Sinfonie bestimmte den denkwürdigen Abschlussabend des Enescu-Festivals im Thaliasaal in Hermannstadt. Im Mittelpunkt stand das 1. Schlagzeugkonzert des Schotten James MacMillan, gespielt vom Scottish Chamber Orchestra und dem ebenfalls schottischen Perkussionisten Colin Currie. Weiterlesen

Von Bach bis Bartók

Musikalische Erlebnisse in Hermannstadt und Großau

Ausgabe Nr. 2930

Nicoleta Paraschivescu an dem Spieltisch der Sauer-Orgel in der evangelischen Stadtpfarrkirche.                                                   Fotos: Beatrice UNGAR

Drei Musiker unterschiedlicher Jahrgänge begeisterten vor kurzem die Musikliebhabenden in Hermannstadt und in Großau. Die in Hermannstadt geborene Organistin Nicoleta Paraschivescu bot das krönende Abschlusskonzert des Orgelsommers in Großau am 18. September und konzertierte anschließend im Rahmen der Samstagmusik in der evangelischen Stadtpfarrkirche in Hermannstadt. Der ebenfalls in Hermannstadt geborene Bratschist Marius Ungureanu und der Hermannstädter Musikstudent und Geiger Enea Trailović konzertierten am 25. September im Spiegelsaal des DFDH.Weiterlesen