„…mit Recht eine musikalische Stadt”

180 Jahre Hermannstädter Musikverein, 70 Jahre Hermannstädter Staatsphilharmonie

Ausgabe Nr. 2610

Postkarte von 1900 mit Blick auf das Musikvereins-Gebäude (heute Hermania-Restaurant) auf der Kleinen Erde (heute Str. Filarmonicii).

„Hermannstadt kann man mit Recht eine musikalische Stadt nennen, denn in jedem Hause ist gewiss jemand, der wenigstens ein Instrument zu spielen weiß“, schrieb 1828 ein Wiener Schriftsteller über die Pflege der Hausmusik. Elf Jahre danach, am 20. Januar 1839, findet die Gründungsversammlung des Hermannstädter Musikvereins – übrigens der erste überhaupt in Hermannstadt gegründete Verein – statt, 121 Jahre danach, am 1. Januar 1949, wird die Hermannstädter Staatsphilharmonie gegründet. In diesem Jahr dürfen sich die Hermannstädter Musikliebhaber auf zwei Jubiläen freuen: 180 Jahre seit der Gründung des Hermannstädter Musikvereins und 70 Jahre seit der Gründung der aus dem 1935 aufgelösten und 1943 neu gegründeten städtischen philharmonischen Orchester hervorgegangenen Hermannstädter Staatsphilharmonie. Aus diesem Anlass drucken wir in der neuen Rechtschreibung Auszüge aus einem Beitrag des letzten Vorsitzenden des Hermannstädter Musikvereins, dem langjährigen Professor und Direktor am Landeskirchlichen Lehrerseminar Dr. Hans Tobie, ab, der in der Hermannstädter ZeitungNr. 53 vom 24. Januar 1969 veröffentlicht worden ist.Weiterlesen

Mit Schwung ins Neue Jahr

Neujahrskonzert der Hermannstädter Philharmonie

Ausgabe Nr. 2608

 Das Neujahrskonzert der Hermannstädter Staatsphilharmonie fand an drei Abenden vor ausverkauftem Saal statt. Den Blumenschmuck für die Bühne und ein Glas Sekt in der Pause spendete der Rotary Club Hermannstadt als langjähriger Partner dieser Veranstaltung.                Foto: ArtGrafica

Zum Auftakt der neuen Konzertsaison lud die Hermannstädter Staatsphilharmonie gleich dreimal zum Neujahrskonzert ein. Von Donnerstag, den 10. Januar, Freitag, den 11. Januar und Samstag, den 12. Januar d. J. spielte das Sinfonische Orchester unter Leitung von Dirigent Theo Wolters jeden Abend pünktlich um 19 Uhr auf. Und an jedem Abend waren die Eintrittskarten ausverkauft.Weiterlesen

Mitternachtsmesse am Nachmittag

Streiflichter von einem musikalischen Sonntag im Advent in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2605

Minutenlangen Stehapplaus gab es nach beiden Aufführungen des Weihnachtskonzertes des Hermannstädter Bachchores in der reformierten Kirche. Musikwart Jürg Leutert (rechts außen) freute sich mit den Musikerinnen und Musikern mit, die unter seiner Leitung aufgetreten waren.                  Foto: Fred NUSS

Am Sonntag gab es eine Premiere für den Hermannstädter Bachchor: Zum ersten Mal fand das  von diesem Klangkörper gestaltete Weihnachtskonzert in der reformierten Kirche in der Fleischergasse statt. „Wenn es Ihnen so gut gefallen hat, kommen Sie um 18 Uhr auch zu der zweiten Aufführung“, sagte Musikwart Jürg Leutert, der die Gesamtleitung innehatte, weil der Applaus nach dem Konzert um 16 Uhr nicht enden wollte. Freude hatten auch die Chormitglieder, die Solistinnen und die Instrumentalisten aus Hermannstadt, Klausenburg und Kronstadt, die an diesem Tag gleich zwei Aufführungen erfolgreich absolvieren konnten.

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„Für mich ist es ein Seelenprojekt“

„Caravana Gypsy Jazz“ gab den Startschuss für ein Romabildungsprojekt

Ausgabe Nr. 2605

Teresa Leonhard, Emanuel Mario Bebe, „Vater“ Ognian Chobanov und Pfarrer Alexandru Ioniță bei der Vorstellung der Band (v. l. n. r.).
Foto: Werner FINK

„Djelem djelem lungone dromensa, maladilem bachtale romenza“, erklang eine Version des Liedes, das zugleich auch als die internationale Hymne der Roma gilt am vergangenen Donnerstag im Spiegelsaal des Hermannstädter Deutschen Forums.  Genau am Nikolaustag hatte nämlich die „Caravana Gypsy Jazz” zum ersten offiziellen Konzert eingeladen. Das Ensemble „Caravana Gypsy Jazz”, das aus sieben jungen ambitionierten Musikern  besteht, ist gleichzeitig aber auch ein Bildungsprojekt, durch das jungen Menschen, die aus benachteiligten Verhältnissen kommen, eine Perspektive geboten werden soll, indem die Ensemblemitglieder diesen Musikunterricht anbieten. Initiator des Projektes ist der 1996 in Bukarest geborene Emanuel Mario Bebe, der selber im Kinderheim aufgewachsen ist und es als sein „Seelenprojekt” bezeichnet.Weiterlesen

Die Polen räumten wieder ab

40. Auflage des Internationalen Jazzwettbewerbs für Nachwuchsmusiker

Ausgabe Nr. 2601

Das Marcin Pater Trio aus Polen (v. l. n.r.): Marcin Pater (Vibraphon), Mateusz Szewczyk (Kontrabass) und Adam Wazdjik (Schlagzeug).                    
Foto: Fred NUSS

Die polnische Band Marcin Pater Trio räumte regelrecht ab bei der 40. Auflage der Sibiu Jazz Competition, dem Jazzwettbewerb für Nachwuchsmusiker, der am 3. und 4. November im Thaliasaal über die Bühne gegangen ist. Die drei Absolventen der Musikakademie Katowice hatten schon beim Soundcheck Aufsehen erregt. Die Jury kürte sie dann auch erwartungsgemäß zur besten Band und Marcin Paters Stück „Take Down“ zur besten Komposition.Weiterlesen

Konzertmarathon zum Herbstbeginn

Reiches musikalisches Angebot in der letzten Oktoberwoche in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2600

Die beiden Geigerinnen Sonia Vulturar (links) und Teodora Buia eröffneten die Konzertwoche im Spiegelsaal.                                   
Foto: Beatrice UNGAR

Als wollten noch alle Anbieter vor der Umstellung der Uhren auf die Winterzeit, die Musikliebhaber aus Hermannstadt so richtig verwöhnen, gab es in der letzten Oktoberwoche fast täglich ein Konzert. Răzvan Suma und Adrian Mantu, zwei rumänische Cellovirtuosen, waren schon eine Woche zuvor, am 22. Oktober, im Festsaal der Astra-Bibliothek im Rahmen ihrer „Vă plaCello?” (Gefällt Ihnen Cello?)-Tournee aufgetreten und hatten sozusagen den Konzertmarathon der folgenden Woche im Zeichen des Projekts 100  in 100 Konzerteneingeläutet.Weiterlesen

„Und so jemand soll weg???“

Stabübergabe an die Stiftung für die professionelle Ausbildung von Orgelbauern

Ausgabe Nr. 2598

Die Stabübergabe des Hilfe-zur-Selbsthilfe-Projekts der Schweizerischen Stiftung für Orgeln in Rumänien an die Nachfolger, die rumänische Stiftung für Berufsausbildung (FPPR) und die Werkstatt in Honigberg fand am 13. Oktober in der Kronstädter Martinsberger Kirche statt. Unser Bild: Hauptakteure waren Martin Brombacher, Ruth Grendelmeier, Beat Forster, Ernst Leonhardt, Barbara Dutli, Ferdinand Stemmer, Daniel Popovici, Edith Olosz und Arpad Magyar (v. l. n. r.).                 Foto: Beatrice UNGAR

„Darüber hinaus ist es erklärtes Ziel der Stiftung, der Werkstatt, die in Honigberg bei Kronstadt in Siebenbürgen errichtet worden ist, möglichst bald zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit als Lehr- und Produktionsbetrieb zu verhelfen.“ So lautet der letzte Absatz in der Präsentation der Schweizerischen Stiftung für Orgeln in Rumänien (SSOR), die 1999 von dem Schweizer Orgelbaumeister Ferdinand Stemmer ins Leben gerufen worden ist. Am letzten Samstag, den 13. Oktober, war es soweit: In der Martinsberger Kirche in Kronstadt fand eine gediegene Feier statt, in deren Rahmen das 15. Jubiläum intensiver Ausbildungstätigkeit der SSOR in der Orgelbauwerkstatt in Honigberg gewürdigt wurde und die Stafette übergeben wurde von dem SSOR-Stiftungsrat an die Nachfolger, die Vertreter der rumänischen Stiftung für die professionelle Ausbildung von Orgelbauern und Massivholzschreinern (FPPR).Weiterlesen

Konzert des Kölner Domchores

Ausgabe Nr. 2598

Der am 27. April 1842 unweit des Waidmarkts von 30 Sängern des Kölner Domchores gegründete Kölner Männer-Gesang-Verein konzertierte im Rahmen seiner ersten Rumänien-Tournee am Montagabend in der Hermannstädter römisch-katholischen Stadtpfarrkirche am Großen Ring. Insgesamt 90 von derzeit ca. 150 Sängern boten unter der Leitung ihres Dirigenten Bernhard Steiner getreu der Gründungslosung „Durch das Schöne stets das Gute“ ein Konzert der Extraklasse, zu dessen Gelingen auch der Organist Christopher Brauckmann beigetragen hat. Die Tournee kam zustande, da Köln die deutsche Partnerstadt von Klausenburg ist. Morgen können die Kronstädter und ihre Gäste den Chor ab 17 Uhr in der Schwarzen Kirche erleben.

Foto: Fred NUSS

Nicht nur für Erwachsene

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Streiflichter vom 17. Sibiu Opera Festival

Die 17. Auflage des Hermannstädter Opernfestivals fand vom 9. bis 28. September statt. Lesen Sie mehr dazu auf Seite 5. Unser Bild: Das Ballettensemble der Komischen Oper für Kinder aus Bukarest bot am 23. September gleich zwei Vorstellungen mit „Don Quijote“ im Radu Stanca-Nationaltheater. Foto: Fred NUSS

Opern und Operetten, eine Ballettaufführung, Chorkonzerte und vieles andere mehr standen auf dem Programm der 17. Auflage des Hermannstädter Opernfestivals (Sibiu Opera Festival), das in diesem Jahr vom 9. bis 28. September von der Hermannstädter Staatsphilharmonie organisiert worden ist. Weiterlesen