Hohes Niveau musikalischer Intelligenz

Viertes Konzert im Rahmen des Enescu-Festivals in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2930

Der Pianist David Fray und der Geiger Daniel Lozakovich bedanken sich bei dem Publikum im Thaliasaal.                                   Foto: FB Enescu la Sibiu

Junge Musiker erreichen auf ihrem Instrument heutzutage ein Niveau, von dem Künstler aus früheren Zeiten nur träumen konnten. Dies beweist sich immer wieder, wenn Internationale Wettbewerbe stattfinden oder ein Spitzenorchester eine vakante Stelle ausschreibt.

Bewerben muss sich allerdings der junge Geiger Daniel Lozakovich nirgendwo – er steht bereits an der Spitze der Leistungspyramide. Damit ist nicht einmal das technische Vermögen gemeint, bei dem es gilt, viele Töne möglichst schnell herunterzuspielen und den Bogen sicher zu führen, sondern Daniel Lozakovich verfügt mit seinen gerade einmal 23 Jahren über ein sehr hohes Niveau an musikalischer Intelligenz, die es ihm erlaubt, sich ganz um die Musik zu kümmern, die er spielt – die Technik ist da, aber wird der Kunst untergeordnet.Weiterlesen

Sologeiger faszinierte das Publikum

Drittes Konzert im Rahmen des Enescu-Festivals in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2929

Der Geigenvirtuose August Hadelich erntete stürmischen Beifall.
                                                             Foto: FB Enescu la Sibiu

Wenn das Instrument, auf dem gespielt wird, nicht gerade ein Tasteninstrument ist, benötigt es in der Regel ein Klavier (Cembalo, Orgel), das die gespielte Musik mit Harmonien anreichert und damit der Musik mehr Fülle verleiht. Musik für ein Instrument solo stellt eine besondere Herausforderung dar sowohl für den Komponisten wie für den Interpreten, gilt es doch, die vermeintlich fehlende Harmoniebegleitung tatsächlich überflüssig zu machen. Ein komplettes Konzert mit Werken nur für die Geige allein zu bestreiten, ist also nicht einfach – weder für den Musiker noch für das Publikum.Weiterlesen

Konzerte an weniger bekannten Orten

Der Cantores Vivaces-Chor auf Festkonzertreise durch Siebenbürgen

Ausgabe Nr. 2929

Der Cantores Vivaces-Chor und seine Dirigentin Marianne Seiwerth-Galbács (1. v. l.) bei dem Abschlusskonzert in der Johanniskirche in Hermannstadt.                                                                   Foto: Beatrice UNGAR

Anlässlich seines 45-jährigen Bestehens begab sich der Cantores Vivaces-Chor, der von deutschsprachigen Studenten aus Klausenburg gegründet wurde, zu einer Festkonzertreihe durch Siebenbürgen. Nach dem erfolgreichen Jubiläumskonzert in Gundelsheim am 30. November 2024 hatte sich der Chor eine Rundreise durch Rumänien gewünscht, so, wie dies auch in den vergangenen Jubiläumsjahren umgesetzt wurde.

Im Unterschied zu den vorigen Jubiläumsreisen mit Auftritten in Orten der Siebenbürger Sachsen wie Hermannstadt, Michelsberg, Kronstadt, Tartlau, Schäßburg oder Bistritz, hatte unser Mitsänger Stefan Koch diesmal eine Reise an weniger bekannte Orte – wie Temeswar, Großwardein, Sighetul Marmației und Oberwischau geplant, wobei Klausenburg und Hermannstadt natürlich nicht fehlen durften.Weiterlesen

Ein einzigartiges Liederbuch

Lieder der Siebenbürger Landler aus Großau, Großpold und Neppendorf

Ausgabe Nr. 2928

Landlerisch g’sunga. Lieder der Siebenbürger Landler aus Großau – Großpold – Neppendorf, Schiller Verlag Bonn-Hermannstadt 2025, 216 Seiten, ISBN 978-3-94958-362-9, 105 Euro/124 Lei. In Hermannstadt liegt das Buch in der Schiller-Buchhandlung und im Erasmus-Büchercafé auf.

Ein einzigartiges Liederbuch ist vor kurzem unter dem Titel „Landlerisch g’sunga” im Schiller Verlag Bonn-Hermannstadt herausgegeben worden. Passend zum Buch ist der Umschlag, gestaltet von Leonie Wiedenhof-Grießhober, die mit einem Neppendorfer Landler verheiratet ist. Bereits vor einigen Jahren bildete sich eine Arbeitsgruppe um Dagmar Baatz (Großau), Elke Endörfer (Neppendorf) und Christa Wandschneider (Großpold). Die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter, die zur Entstehung dieses gelungenen Liederbuches beigetragen haben, stellen sich am Ende des Buches den Lesern und Musikliebhabern kurz vor. Weiterlesen

Ars Sacra 2025

Ausgabe Nr. 2928

Die dritte Auflage des Ars Sacra-Festivals läuft noch bis zum 21. September in Hermannstadt. Unser Bild (v. l. n. r.): Das Eröffnungskonzert in der Synagoge bestritten Arie Livshin (Bouzouki/Mandoline), Nataly Oryon (Gesang, Arrangements, musikalische Leitung), Nimrod Ben Natan (Gitarre) und Ivan Ceresnjes (Schlagzeug) unter dem Motto „Jerusalem of the Balkans”.                                                  

Foto: Beatrice UNGAR

Konzert in der Synagoge

Ausgabe Nr. 2927

Am Sonntag erklang in der Synagoge in Hermannstadt jüdische Musik, dargeboten von (v. l. n. r.) Filip Ion Sandu (Tenor), Dariana Elena (Sopran), Frankel Orly (Alt), Nitsan-Mugur Nazarie-Schwartzmann (Bass) und Cătălina Tudorie (Klavier). In der Synagoge wird im Rahmen des diesjährigen Ars Sacra-Festivals Nataly Oryon aus Israel am Samstag, den 13. September, 18 Uhr, den Reigen der Konzerte eröffnen.  

Foto: Beatrice UNGAR

 

Stehapplaus in Chemnitz

Sonderkonzert in der Europäischen Kulturhauptstadt 2025

Ausgabe Nr. 2927

Wohlverdienten Stehapplaus ernteten die Aufführenden in der St. Petri Kirche in Chemnitz.                                                                   Foto: Hans KÖNIGES

Kaum erklang das fulminante Ende der „Messe von Kronstadt”, dieses besonderen musikalischen Werkes, erhob sich das gesamte Publikum in der voll besetzten Chemnitzer St. Petri Kirche und hörte nicht auf zu klatschen, bis nicht die Dirigentin ans Pult trat, um noch eine Zugabe anzustimmen. Denn auf der Empore hatten gerade die Evangelischen Kantoreien Siebenbürgen gemeinsam mit der St. Petri-Schloßkantorei Chemnitz ihren Auftritt beendet, der im Rahmen des Kulturkirchentages am 30. August 2025 stattfand.Weiterlesen

Musikalische Sternstunde im Thaliasaal

Erstes Konzert im Rahmen des Enescu-Festivals in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2927

Rafał Blechaz und das Sinfonia Varsovia-Orchester. Foto: FB Enescu la Sibiu

Im Rahmen des George Enescu-Festivals konnte Hermannstadt einen beeindruckenden Abend mit dem Sinfonia Varsovia-Orchester unter der Stabführung von Marta Gardolińska und dem Pianisten Rafał Blechacz als Solist erleben. Das erste der fünf Konzerte, die im Rahmen des Enescu-Festivals auch nach Hermannstadt kommen, bot gleich Musik auf höchstem Niveau. Weiterlesen

Bombenatmosphäre bei „Focus In The Park“

Ausgabe Nr. 2926

Adrian Despot von der Rockband „Vița de Vie“ brachte am Samstagabend das Publikum im Erlenpark zum Tanzen und Singen. Für ausgelassene Stimmung sorgten außerdem u. a. die Musiker Akua Naru, John Newman, „Șuie Paparude”, „Fanfare Ciocărlia” und „Carla’s Dreams“. Mit Imbisswagen und Getränkeständen wurde für das leibliche Wohl gesorgt, ein am Boden verankerter Heißluftballon hob einige waghalsige Festivalbesucher in die Lüfte und für Kinder gab es auch einen Spielplatz. Die 12. Ausgabe von „Focus In The Park“ fand vom 28.-31. August im Erlenpark statt. Foto: Cynthia PINTER

Musikalischer Sommer

Konzerte in Hermannstadt und Michelsberg

Ausgabe Nr. 2924

Sie bestritten das Samstagkonzert am 2. August: Iulia Reitu und Diana Cristea (mit Querflöte) am Spieltisch der Sauer-Orgel in der Hermannstädter evangelischen Stadtpfarrkirche.                              Foto: die Verfasserin

Der Titel des Beitrags trügt irgendwie, denn in Großau reicht der musikalische Sommer in den Herbst hinein und in Hermannstadt gibt es eigentlich im gesamten Jahreslauf regelmäßig Konzerte in der evangelischen Stadtpfarrkirche. Freitags um 12 Uhr bei der Mittagsmusik mit Gebet und samstags jeweils ab 19 Uhr.Weiterlesen