Organisch anschwellendes Crescendo

Streiflichter von der Sibiu Jazz Competition 2025

Ausgabe Nr. 2936

Zwei Preise gingen nach Polen: JuMa (v. l. n. r.). Michał Korsak (Schlagzeug), Dawid Kamiński (Klavier), Maksymilian Wilk (Saxofon), Tymoteusz Wójtewicz (Kontrabass) präsentieren stolz ihre Diplome.Foto: sibiujazz.eu

Der Wettbewerb für Studentenformationen Sibiu Jazz Competition fand am 3. und 4. November 2025 erstmals im Kellergeschoss des Thaliasaals statt aber wieder im Vorfeld des Jazzfestivals und nicht wie im Vorjahr zwei Monate danach. Organisiert wurde der Wettbewerb wie auch das Jazzfestival selbst von dem Verein Concept Creativ. Die Jury bestand aus Simona Maxim, der Hauptorganisatorin, dem Musiklehrer Primo Salvati und dem Schlagzeuger Lucian Fabro.Weiterlesen→

Ein audiovisuelles Inferno

,,Divina Commedia 2.0″ gastierte im RKI Wien

Ausgabe Nr. 2936

Das Gitarrenduo HESPERUS – Costin Soare (rechts) und Ioan Bănescu – bei der Aufführung im Rumänischen Kulturinstitut in Wien.
Foto: RKI Wien

Wie würde Dantes Inferno in der Gegenwart klingen – und aussehen? Diese Frage stand im Zentrum der beeindruckenden Aufführung „Divina Commedia 2.0 – Inferno“, die am Dienstag, dem 28. Oktober, im Rumänischen Kulturinstitut Wien (RKI) stattfand. Das internationale Projekt des Kulturvereins Kitharologos verwandelte Dantes Reise durch die Hölle in ein intensives Zusammenspiel von Klang, Bild und Emotion, das das Publikum gleichermaßen faszinierte und verstörte.Weiterlesen→

Zwischen Tradition und Moderne

MoldoDuo beim Erich Bergel & Dorothy Kitchen Festival

Ausgabe Nr. 2935

Ein Klangerlebnis: Das Konzert von MoldoDuo, Ștefan Diaconu (links) und Radu Rățoi, in der evangelischen Stadtpfarrkirche. Fotos: Beatrice UNGAR

Schauplatz eines fesselnden musikalischen Ereignisses war die evangelische Stadtpfarrkirche in Hermannstadt am 8. Oktober: Das MoldoDuo, bestehend aus dem renommierten Flötisten Ștefan Diaconu und dem Akkordeonvirtuosen Radu Rățoi konzertierte im Rahmen der 4. Auflage des Internationalen Erich Bergel & Dorothy Kitchen-Festivals. Weiterlesen→

Wegen Opernarien den Bus verpasst

Streiflichter von der 24. Auflage des Hermannstädter Opernfestivals

Ausgabe Nr. 2932

Die „Tragedie de Carmen”, Dirigent Alfredo Stillo, Regie Emanuele Gamba: Die Liebesgeschichte zwischen Carmen (Ana Victoria Pitts) und Escamillo (Franco Pomponi) in ihrer modernen Variante hat leider das gleiche unglückliche Ende wie in Bizets Vision.                                 Foto: Cynthia PINTER

Zwei Wochen lang war Hermannstadt von Mord, Betrug, Liebe und Gesang geprägt, ganz nach dem Witz „Eine Oper ist, wenn jemand ein Messer in den Rücken bekommt und anstatt zu sterben, anfängt zu singen.”, bei der 24. Auflage des Opernfestivals „Sibiu Opera Festival”, das vom 27. September bis zum 11. Oktober stattgefunden hat. Finanziert wurde das Festival vom Hermannstädter Kreisrat und vom Hermannstädter Bürgermeisteramt. Weiterlesen→

Zwischen Gotthard und Siebenbürgenlied

Symphonic Rock Orchestra aus Einsiedeln traf den Hermannstädter Bachchor

Ausgabe Nr. 2932

Das Orchester wurde mit Standing Ovations belohnt, das Publikum mit einer Zugabe.

Wenn ein Schweizer Orchester für eine Konzertreise nach Hermannstadt kommt, nennt man das… „A Transylvanian Journey”. Unter diesem Titel spielte das Orchester „Wood and Metal Connection – The Symphonic Rock Orchestra” unter der Stabführung von Susanne Theiler ein buntes Programm aus Film- und Volksmusik bis hin zu Rock am Samstagabend auf der Bühne des Thaliasaals. Mitglieder des Orchesters und ihre Begleitpersonen waren vor dem Konzert eine Woche zu Besuch in Hermannstadt. Über diese Zeit war Oboist Michael Schweyer, der gemeinsam mit Ana-Maria Daneș, der Leiterin des Deutschen Kulturzentrums Hermannstadt, durch den Konzertabend führte, voll des Lobes. Er dankte allen, die die Schweizer in dieser Woche aufgenommen hatten und die auch schon vorher tatkräftig an den Reisevorbereitungen mitgewirkt hatten. „Ohne euch wäre diese Reise nicht möglich gewesen.“Weiterlesen→

Sibiu Opera Festival

Ausgabe Nr. 2931

„Libiamo, libiamo ne‘ lieti calici“, das bekannte Trinklied aus dem ersten Akt der Oper „La Traviata“ von Giuseppe Verdi war am Montag, dem 6. Oktober, im „Ion Besoiu“-Kulturzentrum in Hermannstadt im Rahmen der 24. Ausgabe des Sibiu Opera Festivals zu hören. Auf unserem Bild sind die Solisten Adorján Pataki als Alfredo (im schwarzen Frack) und Erika Miklósa als Violetta (im roten Kleid), sowie der Chor der Ungarischen Oper aus Klausenburg zu sehen. Das Opernfestival dauert noch bis zum 11. Oktober. Heute, am 10. Oktober, wird „Don Giovanni” von W.A. Mozart, um 19 Uhr, im Thaliasaal und morgen die Operette „Silvia” von Emmerich Kálmán, um 19 Uhr, im „Ion Besoiu“- Kulturzentrum gespielt.                                              

Foto: Cynthia PINTER

 

Inniger Austausch zwischen allen Beteiligten

Letztes Konzert im Rahmen des Enescu-Festivals in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2931

Das Scottish Chamber Orchestra nimmt gemeinsam mit Dirigent Maxim Emelyanichev und dem Solisten Colin Currie den begeisterten Applaus des Hermannstädter Publikums entgegen.                         Foto: FB Enescu la Sibiu

„Durch Nacht zum Licht” – Beethovens Motto für seine 5. Sinfonie bestimmte den denkwürdigen Abschlussabend des Enescu-Festivals im Thaliasaal in Hermannstadt. Im Mittelpunkt stand das 1. Schlagzeugkonzert des Schotten James MacMillan, gespielt vom Scottish Chamber Orchestra und dem ebenfalls schottischen Perkussionisten Colin Currie. Weiterlesen→

Von Bach bis Bartók

Musikalische Erlebnisse in Hermannstadt und Großau

Ausgabe Nr. 2930

Nicoleta Paraschivescu an dem Spieltisch der Sauer-Orgel in der evangelischen Stadtpfarrkirche.                                                   Fotos: Beatrice UNGAR

Drei Musiker unterschiedlicher Jahrgänge begeisterten vor kurzem die Musikliebhabenden in Hermannstadt und in Großau. Die in Hermannstadt geborene Organistin Nicoleta Paraschivescu bot das krönende Abschlusskonzert des Orgelsommers in Großau am 18. September und konzertierte anschließend im Rahmen der Samstagmusik in der evangelischen Stadtpfarrkirche in Hermannstadt. Der ebenfalls in Hermannstadt geborene Bratschist Marius Ungureanu und der Hermannstädter Musikstudent und Geiger Enea Trailović konzertierten am 25. September im Spiegelsaal des DFDH.Weiterlesen→

Hohes Niveau musikalischer Intelligenz

Viertes Konzert im Rahmen des Enescu-Festivals in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2930

Der Pianist David Fray und der Geiger Daniel Lozakovich bedanken sich bei dem Publikum im Thaliasaal.                                   Foto: FB Enescu la Sibiu

Junge Musiker erreichen auf ihrem Instrument heutzutage ein Niveau, von dem Künstler aus früheren Zeiten nur träumen konnten. Dies beweist sich immer wieder, wenn Internationale Wettbewerbe stattfinden oder ein Spitzenorchester eine vakante Stelle ausschreibt.

Bewerben muss sich allerdings der junge Geiger Daniel Lozakovich nirgendwo – er steht bereits an der Spitze der Leistungspyramide. Damit ist nicht einmal das technische Vermögen gemeint, bei dem es gilt, viele Töne möglichst schnell herunterzuspielen und den Bogen sicher zu führen, sondern Daniel Lozakovich verfügt mit seinen gerade einmal 23 Jahren über ein sehr hohes Niveau an musikalischer Intelligenz, die es ihm erlaubt, sich ganz um die Musik zu kümmern, die er spielt – die Technik ist da, aber wird der Kunst untergeordnet.Weiterlesen→

Sologeiger faszinierte das Publikum

Drittes Konzert im Rahmen des Enescu-Festivals in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2929

Der Geigenvirtuose August Hadelich erntete stürmischen Beifall.
                                                             Foto: FB Enescu la Sibiu

Wenn das Instrument, auf dem gespielt wird, nicht gerade ein Tasteninstrument ist, benötigt es in der Regel ein Klavier (Cembalo, Orgel), das die gespielte Musik mit Harmonien anreichert und damit der Musik mehr Fülle verleiht. Musik für ein Instrument solo stellt eine besondere Herausforderung dar sowohl für den Komponisten wie für den Interpreten, gilt es doch, die vermeintlich fehlende Harmoniebegleitung tatsächlich überflüssig zu machen. Ein komplettes Konzert mit Werken nur für die Geige allein zu bestreiten, ist also nicht einfach – weder für den Musiker noch für das Publikum.Weiterlesen→

Konzerte an weniger bekannten Orten

Der Cantores Vivaces-Chor auf Festkonzertreise durch Siebenbürgen

Ausgabe Nr. 2929

Der Cantores Vivaces-Chor und seine Dirigentin Marianne Seiwerth-Galbács (1. v. l.) bei dem Abschlusskonzert in der Johanniskirche in Hermannstadt.                                                                   Foto: Beatrice UNGAR

Anlässlich seines 45-jährigen Bestehens begab sich der Cantores Vivaces-Chor, der von deutschsprachigen Studenten aus Klausenburg gegründet wurde, zu einer Festkonzertreihe durch Siebenbürgen. Nach dem erfolgreichen Jubiläumskonzert in Gundelsheim am 30. November 2024 hatte sich der Chor eine Rundreise durch Rumänien gewünscht, so, wie dies auch in den vergangenen Jubiläumsjahren umgesetzt wurde.

Im Unterschied zu den vorigen Jubiläumsreisen mit Auftritten in Orten der Siebenbürger Sachsen wie Hermannstadt, Michelsberg, Kronstadt, Tartlau, Schäßburg oder Bistritz, hatte unser Mitsänger Stefan Koch diesmal eine Reise an weniger bekannte Orte – wie Temeswar, Großwardein, Sighetul Marmației und Oberwischau geplant, wobei Klausenburg und Hermannstadt natürlich nicht fehlen durften.Weiterlesen→

Ein einzigartiges Liederbuch

Lieder der Siebenbürger Landler aus Großau, Großpold und Neppendorf

Ausgabe Nr. 2928

Landlerisch g’sunga. Lieder der Siebenbürger Landler aus Großau – Großpold – Neppendorf, Schiller Verlag Bonn-Hermannstadt 2025, 216 Seiten, ISBN 978-3-94958-362-9, 105 Euro/124 Lei. In Hermannstadt liegt das Buch in der Schiller-Buchhandlung und im Erasmus-Büchercafé auf.

Ein einzigartiges Liederbuch ist vor kurzem unter dem Titel „Landlerisch g’sunga” im Schiller Verlag Bonn-Hermannstadt herausgegeben worden. Passend zum Buch ist der Umschlag, gestaltet von Leonie Wiedenhof-Grießhober, die mit einem Neppendorfer Landler verheiratet ist. Bereits vor einigen Jahren bildete sich eine Arbeitsgruppe um Dagmar Baatz (Großau), Elke Endörfer (Neppendorf) und Christa Wandschneider (Großpold). Die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter, die zur Entstehung dieses gelungenen Liederbuches beigetragen haben, stellen sich am Ende des Buches den Lesern und Musikliebhabern kurz vor. Weiterlesen→

Ars Sacra 2025

Ausgabe Nr. 2928

Die dritte Auflage des Ars Sacra-Festivals läuft noch bis zum 21. September in Hermannstadt. Unser Bild (v. l. n. r.): Das Eröffnungskonzert in der Synagoge bestritten Arie Livshin (Bouzouki/Mandoline), Nataly Oryon (Gesang, Arrangements, musikalische Leitung), Nimrod Ben Natan (Gitarre) und Ivan Ceresnjes (Schlagzeug) unter dem Motto „Jerusalem of the Balkans”.                                                  

Foto: Beatrice UNGAR

Konzert in der Synagoge

Ausgabe Nr. 2927

Am Sonntag erklang in der Synagoge in Hermannstadt jüdische Musik, dargeboten von (v. l. n. r.) Filip Ion Sandu (Tenor), Dariana Elena (Sopran), Frankel Orly (Alt), Nitsan-Mugur Nazarie-Schwartzmann (Bass) und Cătălina Tudorie (Klavier). In der Synagoge wird im Rahmen des diesjährigen Ars Sacra-Festivals Nataly Oryon aus Israel am Samstag, den 13. September, 18 Uhr, den Reigen der Konzerte eröffnen.  

Foto: Beatrice UNGAR

 

Stehapplaus in Chemnitz

Sonderkonzert in der Europäischen Kulturhauptstadt 2025

Ausgabe Nr. 2927

Wohlverdienten Stehapplaus ernteten die Aufführenden in der St. Petri Kirche in Chemnitz.                                                                   Foto: Hans KÖNIGES

Kaum erklang das fulminante Ende der „Messe von Kronstadt”, dieses besonderen musikalischen Werkes, erhob sich das gesamte Publikum in der voll besetzten Chemnitzer St. Petri Kirche und hörte nicht auf zu klatschen, bis nicht die Dirigentin ans Pult trat, um noch eine Zugabe anzustimmen. Denn auf der Empore hatten gerade die Evangelischen Kantoreien Siebenbürgen gemeinsam mit der St. Petri-Schloßkantorei Chemnitz ihren Auftritt beendet, der im Rahmen des Kulturkirchentages am 30. August 2025 stattfand.Weiterlesen→