Gute Laune in Klangform

Ausgabe Nr. 2347
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Erste Auflage des Focus-Musikfestivals

 

Nicht nur das Mittelalter, sondern auch die alternative Rockmusik war am Wochenende in Hermannstadt vertreten, denn es fand die erste Auflage des Focus-Musikfestivals statt, nach der gleichnamigen Fotoausstellung, die seit fünf Jahren organisiert wird.

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Rauschende Electro-Swing Partys!

 Alice Francis aus Temeswar hat die 20er Jahre wieder entdeckt

 

Als ich vor einigen Monaten eine Freundin besucht habe, lief im Hintergrund Musik, die ich nicht kannte. Diese prägnante Stimme hatte ich bisher weder im Radio, noch in Kneipen oder Diskotheken gehört. Das überraschte mich, denn die elektronischen Beats gingen sofort ins Bein. Was war denn das für eine Mischung aus Pop, Swing und Hip Hop? „Das ist Electro-Swing“, sagte meine Freundin. Den Namen der Sängerin kannte sie selbst noch nicht. „Kennste nicht – oder? Ist ja auch fast noch ein Geheimtipp!“

Ich war begeistert. Eine lässig-freche, manchmal auch raue Stimme. Mal kam sie heftig und laut, mal nur gehaucht daher. Sie passte bestens zu der mitreißenden Swingmusik! Der Name der Musikerin war daheim schnell gegoogelt: Alice Francis!

   

Die Veröffentlichung ihrer ersten CD war eine kleine Sensation. „St. James Ballroom“, so der Titel, wurde zum besten Newcomer-Album des Jahres gekürt. Der Titelsong eroberte sogar Platz 1 in den Myvideo-Musikclip-Charts. Seitdem tourt sie durch ganz Europa und Nordamerika. Heute ist sie längst mehr als ein Geheimtipp. Sie hat sich vielmehr zur Ikone einer ganzen Musikrichtung, des heute weltweit angesagten Electro-Swing, gemausert!

Dabei sieht sie ganz so aus, wie die Reinkarnation der großen Josephine Baker. Sie singt und tanzt kraftvoll und schrill, ähnlich wie ihr Vorbild aus Paris. Allerdings, Alice Francis ist moderner, elektronischer, noch schräger und musikalisch voll auf der Höhe unserer Zeit!

Alice Francis, die in Köln lebt, ist Tochter eines tansanischen Vaters und einer rumänischen Mutter aus Temeswar. Sie ist, trotz ihres jungen Alters, eine begeisterte Anhängerin der 20er Jahre und damit eines verspielt-trotzigen Lebensgefühls, das wegen der heraufziehenden weltweiten Krisen auch als „Tanz auf dem Vulkan“ bezeichnet wird.

Dieses Lebensgefühl spürt man auch, wenn Alice Francis mit ihrer Band auf der Bühne steht. Zusammengesteckte Haare und Topfhüte, Liedschatten und Lippenstift, enganliegende und kniefreie Cocktail-Kleider sowie Nylonstrümpfe bestimmen ihr Erscheinungsbild. Dazu gibt es Unmengen von Franzen, Perlenketten und Federn! Der Auftritt und das Outfit der cool tanzenden Sängerin passt bestens in die Vorstellung der „Roaring Twenties“!

Die beiden Musiker, die hinter ihr stehen, bedienen Kontrabass und Grammophon. Sie erscheinen mit Zylinder und Baskenmütze, mit Weste, Frack, Schlips und Fliege, ebenfalls im 20er Jahre-Retro-Look. Und doch sind sie viel mehr, als nur ein Rückgriff auf Altbewährtes einer weit zurück liegenden Zeit! Sie bieten eine musikalische und technische Extraklasse!

Denn wenn der aus Korea stammende Musiker Sir Chulmin-Yoo und der Produzent und Musiker Goldielocks auf der Bühne erst einmal richtig loslegen, dann simulieren sie mit Harmonizer und Launchpad ausgerüstet, den Sound von Backgroundchören oder einer ganzen Bigband. Zusammen mit den singenden und tanzenden Flappergirls und der extravaganten Stimme ihrer coolen Frontfrau entfachen diese Gentlemen einen furiosen Musik-Vulkan.

Dabei überraschen die stampfenden Beats, die raffiniert-elektronischen Plug-ins und Jingles den Zuhörer ständig aufs Neue. In Kombination mit der einzigartigen Stimme von Alice Francis, die je nach Bedarf swingt, rappt, flüstert oder röhrt, schafft es der unvergleichliche Electro-Sound, dass sofort Partystimmung entsteht und kein Tanzbein still bleiben kann.

In ihren Texten, die Alice Francis übrigens alle selbst geschrieben hat, ist sie humorvoll und emanzipiert. Auch damit steht sie ganz in der Tradition der 20er Jahre. Da wird in „Shoot him down“, der ersten Single der CD, dem untreuen Liebhaber unmissverständlich mitgeteilt, dass er sich längst nicht alles erlauben kann. In „Kiss my ass“ wird dagegen einem zu aufdringlichen Verehrer auf augenzwinkernde Weise nahegebracht, dass er nicht die erste Wahl der Interpretin ist. Der auf der CD abschließende Song „Sandmann“ ist eine gehauchte Hommage an einen Sand bringenden Traummann. Er ist es, der die Sängerin jede Nacht zum Fliegen bringt, weil es in der Realität nun mal keine echten Traummänner gibt.

Diese Texte unterstreichen, dass Frauen sich in den wilden 1920er Jahren selbst entdeckt haben. Sie wurden selbstbewusster und nahmen ihr Leben fest in die Hand. Sie kämpften gegen die Jahrhunderte währende Unterdrückung durch die Männerwelt! Alice Francis knüpft an diese Zeit nach dem ersten Weltkrieg an. Damals hatten Frauen sich endlich das Wahlrecht erkämpft und traten für ihre gesellschaftliche und politische Gleichstellung ein.

Alice Francis, die sich auch Miss Flapperty, eine Verbindung aus Flapper und Liberty, nennt, bezieht sich auf diese Kämpferinnen. Flapper wurden in den 20er Jahren selbstbewusste Frauen genannt, die abends ganz emanzipiert, trotz Prohibition und gegen den Willen ihrer Männer, Kneipen und Spielsalons besuchten. Frauen, die rauchend, mit Zigarettenspitze, Federboa und Stirnband ausgerüstet Partys veranstalteten, Absinth tranken und Charleston tanzten. Sie bedient dieses elegante, lebensfreudige, manchmal aber auch verführerische und laszive Frauenbild mit ihrer Musik, den Texten und einer mitreißenden Show perfekt.

Mittlerweile gibt es nahezu in jeder größeren Stadt einen Electro-Swing Club, Boheme Sauvage Veranstaltungen, Cocktail Soirées oder Neo-Charleston-Partys. Die Veranstalter werben damit, dass es dort knistert und glitzert, jazzt, tanzt und bebt! Sie schreiben Kleiderordnungen und Dress Codes nach Vorbild der 20er Jahre vor. Selbst die gängigen Modehäuser haben sich im Laufe des Jahres auf diese neue Nachfrage eigestellt und liefern die notwendige Couture dafür. Alice Francis hat heute, als Mitinitiatorin und Teil dieser begeisternden Welle, auch Fans in Asien und Südamerika. Ihre Lieder wurden vom Neo-Swing-Papst Parov Stelar gecovert, sie wird bei MTV gespielt und tritt in klassischen deutschen TV Formaten auf. Es ist dieser großartigen Musikerin mit ihren Gentlemen und Flappergirls zu wünschen, dass sie in Zukunft noch auf unzähligen Partys mit ihrem Electro Swing den Ton angibt und die Tanzbeine schwingen lässt!

All denjenigen, die nicht die Möglichkeit haben, in nächster Zeit ein Konzert von Alice Francis zu besuchen (2013: Am 5. September in Bad Homburg, am 6. September in Freiburg im Breisgau, am 20. September in Baden/Schweiz, am 8. November in Wien, am 28. Dezember in Bochum) sei die außergewöhnliche CD „St. James Ballroom“ wärmstens ans Herz gelegt. Viel Spaß!

Das Album St. James Ballroom, ist bei Universal Music Classics & Jazz erschienen (2012). Es enthält 17 Songs. Produzenten, Komponisten, Autoren und Produzenten sind Goldielocks, Alice Francis u.a.

Aus dem Album kann man kaum einen Song hervorheben, da sie alle ganz verschieden sind und mit großer technischen und musikalischen Perfektion eingespielt wurden. Trotzdem empfehlen wir vier Anspieltipps: „St. James Ballroom", „Shoot him down", „Kiss my ass", „Sandmann".

Holger VIERECK

 

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Alice Francis alias Miss Flapperty

  

Vorzeigeprojekt für die EU

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DE;“ lang=“DE“ style=“font-family: Arial;“>Vergangene Woche wurde ein viertägiges Burg- oder Dorffest in Probstdorf gefeiert. Am Sonntag, dem letzten Festtag, wurde nach dem Gottesdienst die Erfolgsgeschichte des Armutsbekämpfungsprojektes Probstdorf” vorgestellt, das sich als Ziel gesetzt hat, ein gesamtes Dorf aus der Armutsspirale zu holen. Initiatorin des Projektes ist Barbara Wiebke Schöfnagel, Attachée für soziale Angelegenheiten der Österreichischen Botschaft Bukarest.

Der zweite Aspekt, den Schöfnagel in ihrer Ansprache hervorhob ist, dass ein allumfassendes Projekt gemacht wurde. Begonnen wurde nämlich bei der Schulförderung. Es wurde Nachmittagsschule und Sommerschule eingeführt. Für die Frauen wurden ebenfalls Ausbildungsmöglichkeiten geschaffen. Vor allem im Tourismus, in der Gärtnerei und bei der Obstverarbeitung haben sie eine Anstellung und Verdienstmöglichkeit gefunden. Den Männern wurden viele Bereiche der Arbeit eröffnet. Als Maurer, Zimmerleute, Elektriker, Installateur und Fassadenrestaurator haben diese Dorfbewohner unter fachmännischer Anleitung viel Erfahrung sammeln können. Eine Einkommensquelle für das ganze Dorf wurde vor allem durch die Obstbearbeitung geschaffen. „Es kann sich jeder im Dorf, der arbeiten möchte, irgendwo wiederfinden und hat eine Chance”, sagte Schöfnagel, „und wenn er mit neuen Ideen kommt und sagt ‘Ich kann das’, dann schauen wir, dass wir ihm helfen, das umzusetzen”. Ein Beispiel hierfür sei der Hufschmied.

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Erfolgreiches Armutsbekämpfungsprojekt: Letzte Woche gab es in Probstdorf im Oberen Harbachtal ein Burg- und Dorffest. Lesen Sie dazu unseren Bericht auf Seite 3. Unser Bild: Bei der Pressekonferenz in der Kirche am Sonntag Mircea  Brânda, Martin Bottesch, Andreas Huber,  Thomas Gerlach, Astrid Fodor, Markus Mandl, Bärbel Schöfnagel und Wolfgang Hosiner.                                                          Foto: Werner FINK

 

Der Schauspieler Adrian Prohaska (außen links) vom Gong-Theater machte beim Kindertag als Animateur mit.             Foto: Wolfgang HOSINER

Ricky Dandel wie er leibt und lebt

Das zweistündige Warten auf den erfahrenen Hermannstädter Star hat sich gelohnt

 

Auf den Plakaten und auf dem Bühnenhintergrund stand auf Rumänisch Ricky & Elvin Dandel und ihre Gäste" zu lesen,aber zuerst kamen dann doch die Gäste auf die Bühne auf dem Großen Ring, vor der sich am Donnerstag der Vorwoche um 20 Uhr allmählich die Hermannstädter und auch zahlreiche Touristen scharten.

Den drohenden Regen wimmelten, mit klaren Rhythmen, die vier von der Hermannstädter Band The Noise (was so viel bedeutet wie „der Lärm") ab. Die Gitarristen Horia Mărginean und Paul Grigoraş, der Schlagzeuger Bogdan Tătăroiu und der Bassist und Leadsänger Sebastian Marcovici hatten regelrecht Freude am Musizieren und so sprang der Funke über auf das Publikum aller Altersklassen. Viele hatten sich auf die zahlreichen Terrassen am Großen Ring unter die Schirme gesetzt und warteten auf den Auftritt von Ricky Dandel. Andere standen im Schutz des Generallochs. Die meiste Ausdauer bewiesen zwei Damen, die vor der einen Buchhandlung zwei Stunden lang standen, um endlich Ricky zu hören. Ja, erst nach zwei Stunden, pünktlich um zehn Uhr, kündigte Sohn Elvin die Show seines Vaters an mit den Worten, Ricky Dandel sei zwar nicht mehr in Hermannstadt zu Hause, er sei aber dieser Stadt nach wie vor sehr verbunden, kurzum, er sei ein Hermannstädter mit Herz und Seele.

Auf seiner Facebook-Seite schwärmte Elvin am Freitag danach: „Gestern hatten wir ein unvergessliches Konzert in Hermannstadt! Vielen Dank an alle die da waren! Außerdem wurde das Konzert vom öffentlich-rechtlichen Sender aus Rumänien gefilmt und wird in Kürze ebenfalls ausgestrahlt."

Dank des Fernsehens konnten jene, die sich auf die Terrassen zurückgezogen hatten, das Geschehen auf der Bühne auf zwei Flachbildschirmen verfolgen. Doch viele lockte schon Elvin Dandel mit seiner ausgezeichnet besetzten Band vor die Bühne. Und hier ging es über fast eineinhalb Stunden zur Sache. In der ursprünglichen Elvin Dandel Band spielen Daniel Kufner (Schlagzeug und Percussion), Sascha Gutmann (Gitarre und Backgroundvocals), Bylle Baringer (Bass und Backgroundvocals). In Hermannstadt kam noch Julian Haberler (Gitarre) hinzu. Gemeinsam mit ihnen konnte Elvin Dandel sein Motto erneut unter Beweis stellen. Dieses lautet so: „Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber es unmöglich ist zu schweigen.” Bei dem Auftritt in Hermannstadt kamen auch einige eigene Kompositionen von Elvin Dandel zu Gehör, ein unverwechselbarer Crossover aus rockigen Elementen, gepaart mit Pop- und Soul-Klängen. Die Reaktion des Publikums ließ nicht auf sich warten, alle machten mit, die Stimmung war bald am Siedepunkt angekommen.

Zeit für den Auftritt von Ricky Dandel. Und dieser war auch das Highlight des Abends. Alle waren sich einig: Es hat sich gelohnt, zwei Stunden darauf zu warten.

In einer schwarzen kurzen Lederjacke ganz Rockstar, trat Ricky auf die Bühne, wo er sich wie immer wie ein Fisch im Wasser bewegte. Ricky Dandel wie er leibt und lebt eben. Ein Energiebündel, das es versteht, die Leute zu begeistern. Bald tanzten fast alle auf dem Großen Ring mit, zollten minutenlangen Beifall und sangen auch mit. Am besten kam bei dem Publikum die Medley „Tribute to Elvis Presley" an, das große Vorbild und der Lieblingssänger von Ricky Dandel. Von „Suspicious Mind" bis „Dancing In The Dark" entführte Dandel die Fans in das Goldene Zeitalter des Rock`n Roll, ließ auch mal das Publikum singen, ging auf die Knie, wie es sich für einen Showmaster seines Kalibers gehört.

Die Band RIFF mit dem erfahrenen Bassisten und „Urgestein" der rumänischen Rockszene, Florin Grigoraş, an der Spitze sorgte für eine gediegene Begleitung. RIFF wurde 1970 als „Sonic"-Band gegründet und trägt seit 1980 den Namen RIFF. Nach Phoenix ist es die langlebigste rumänische Band dieser Musikgattung und sie hatte im Laufe der Jahre verschiedene Zusammensetzungen. Beim Konzert mit Ricky standen neben Florin Grigoraş seine Gattin Mihaela (Keyboards), der erfahrene Solo-Gitarrist Florin Demea, am E-Klavier Ovidiu Badescu und am Schlagzeug der Newcomer der Band, der gelernte Jurist Laur Făgădar, auf der Bühne.

                       Beatrice UNGAR

 

 

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Ricky Dandel sang nur ein einziges Lied in der Lederjacke, dann legte er sie ab und bot im Hemd eine Show wie zu alten Zeiten, professionell und schwungvoll begleitet von der Band RIFF.               Foto: Eugen POP

 

Den Regen vertrieben im wahrsten Sinne des Wortes die Mitglieder der Band The Noise  (v. l. n. r.: Horia Mărginean, Sebastian Marcovici, Bogdan Tătăroiu und Paul Grigoraş) die auch bei der ersten Auflage des Focus Festivals am Sonntag, 21.30 Uhr auftreten werden, das am Wochenende auf dem Kleinen Ring stattfindet.      Foto: Beatrice UNGAR

 

Schlaflos in Birthälm

2. Horror- und Phantasie-Film-Festival „Luna plină“

 

In der letzten Woche fand das Horror- und Phantasie-Film-Festival „Luna plină“ (Vollmond) in Birthälm statt.  Vom 14. bis 18. August wurden an sechs verschiedenen Plätzen, darunter auch zwei Freilichtkinos Filme an große Leinwände projiziert. Zum nunmehr zweiten Mal reisten ca. 5.000 Genrefans an, um gemeinsam Klassiker sowie moderne Filme zu betrachten und den besten zu prämieren. In diesem Jahr machte der Spielfilm Rambler" von Calvin Lee Reeder das Rennen.

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2.000 Kilometer in 38 Tagen durch sechs Länder

Maffay-Fans haben das Projekt Radeln nach Radeln" erfolgreich abgeschlossen und präsentiert

 

Rund 2.000 Kilometer in 38 Tagen durch sechs Länder, so liest sich die Geschichte „Radeln nach Radeln“ in Kurzform. Dahinter steckt die Idee, mal was Verrücktes für die Peter-Maffay-Stiftung zu machen und auf unkonventionelle Weise Geld zu sammeln. 2011 wurde von Manfred Kramer und Dieter Radke die Idee geboren, nachdem sie mit ihren Frauen auf dem Tag der offenen Tür in Pollensa auf Mallorca gemeinsam geholfen hatten.

Für ihre Tour haben beide Männer Veranstaltungen und Sammlungen durchgeführt, Sponsoren gesucht und aktiv für die Peter-Maffay-Stiftung geworben. Stellvertretend für die großartige Unterstützung in Schöppenstedt,  sei die Aktion der Elterninitiative  „Regenbogen e.V.“ aus Eilum genannt. Hier haben die beiden Erzieherinnen mit den Kindern Kekse gebacken und die Eltern haben Unmengen an Marmeladen und Gelees gekocht, damit anschließend auf zwei Weihnachtsmärkten die Produkte für die Peter-Maffay-Stiftung verkauft werden konnten.

 Die erste Etappe führte im September 2012 von Schöppenstedt in Niedersachsen bis an die tschechische Grenze und bescherte den beiden unterwegs viele schöne Begegnungen. Bestärkt durch die guten Erfahrungen begannen die Männer im Mai 2013, ab Dresden, die zweite Etappe. Ihre Reise hat sie durch Deutschland, Tschechien, Österreich, Slowakei, Ungarn und Rumänien geführt. Die Radtour ging entlang der Flüsse Elbe, Moldau, Donau und Mieresch.

Wichtige Partner unterwegs waren die Betriebsräte von Volkswagen, Audi, Skoda und MAN. In den jeweiligen Standorten wurden bei der Belegschaft und in der Geschäftsleitung Sammlungen durchgeführt. Von der Spendenbereitschaft wurden beide überrascht, kamen doch auf diese Weise über 6.000 Euro zusammen. Damit nicht genug, wurden außerdem einige Unterkünfte für die beiden Radler organisiert.

Es waren aber auch die vielen Dörfer und kleinen Städte entlang der Route, die sehr beeindruckend waren. Egal, ob in Ungarn das Fahrrad schlapp machte und neue Speichen notwendig wurden, ob auf der Tour die Welt untergehen wollte und beide völlig durchnässt in Österreich nach einer Unterkunft suchten oder an der Straße in Siebenbürgen der Imker mit seinem Bienenvolk stand, immer war man neugierig auf die beiden Radfahrer und es gab viel zu erzählen. Wenn die Sprachkenntnisse nicht ausreichten, wurden  Hände und Füße eingesetzt, so war Verständigung immer möglich.

In Radeln angekommen, gab es einen herzlichen Empfang durch Karin und Michael Morth, beide sind vor Ort für die Stiftungsarbeit tätig. Es wurde die Schule in Radeln besucht, es gab einen Empfang beim deutschen Generalkonsul Thomas Gerlach in Hermannstadt und ein Interview mit Radio Neumarkt.

Wieder zu Hause angekommen, stellen die beiden Radler fest, dass die Begegnungen auf ihrem Weg nach Radeln in jedem einzelnen Land eine Bereicherung war, die Eindrücke und Erlebnisse überwältigend waren und beide von dieser ungewöhnlichen Fahrradtour noch lange zehren werden. Ausführliche Informationen zu der Aktion findet man auf der Webseite: www.radeln-nach-radeln.de

Am 22. Juni d. J. war es endlich soweit: in Hannover konnten Manfred Kramer und Dieter Radke gemeinsam mit ihren Frauen, einem sichtlich beeindruckten, Peter Maffay persönlich einen Scheck über 25.000 Euro übergeben. Er freute sich sehr, dass das Team seit vielen Jahren für die Stiftung aktiv und stets für die gute Sache unterwegs ist. Die Spendensumme haben die beiden Männer bei Ihrer Aktion „Radeln nach Radeln“ gesammelt. Auch die Schirmherrin der Aktion, Tania Maffay, war über so viel Engagement begeistert. Sie lobte die Ausdauer und den Einsatz der beiden Radfahrer und ihrer Frauen für die gute Sache.

Auch beim Tag der offenen Tür am 3. August 2013 in Radeln wurde das Projektergebnis vorgestellt.

                    Manfred KRAMER

 

Bildtext:

Bei der Scheckübergabe in Hannover (v. l. n. r.): Dieter Radke, Manfred Kramer, Peter Maffay, Gudrun Kramer-Grodd und Marlis Radke. 

 

Zum Qualifizierten Jameson Whiskey Verkoster erklärt

Ausgabe Nr. 2345
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Neues Jameson Whiskey Sortiment auf dem Kleinen Ring in Hermannstadt vorgestellt

 

Qualifizierter Jameson Whiskey Verkoster” stand auf Englisch auf der Urkunde, die jeder  Besucher nach der Verkostung bekam. Vergangenen Montag stoppte der Jameson-Bus auch in Hermannstadt auf dem Kleinen Ring, wo es nun die Möglichkeit gab, in dem mit einer Bar versehenen Bus von dem Bar-Experten Mihai Luca Näheres zur Geschichte des Jameson Irish Whiskey zu erfahren sowie Jameson Irish Whiskey rein oder als Cocktail aber auch das neue Sortiment Jameson Select Reserve zu verkosten.

 

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„In allen Erdenwinkeln treue Alzner“

Ausgabe Nr. 2345
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Alzener feierten Burgfest mit Gästen von nah und fern

 

„Über Länder über Meere werden wir uns einst zerstreu’n doch in allen Erdenwinkeln ewig treue Alzner sein.“ Dieser Spruch prangte am Ostturm, vor dem eine Bühne aufgestellt worden war. Im Schatten einer jahrhundertealten Linde empfingen die Lustigen Adjuvanten aus Traun unter der Leitung von Karl Zehetner die rund 600 Teilnehmer beim Burgfest in Alzen am Samstag.

 

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