Ricky Dandel wie er leibt und lebt

Das zweistündige Warten auf den erfahrenen Hermannstädter Star hat sich gelohnt

 

Auf den Plakaten und auf dem Bühnenhintergrund stand auf Rumänisch Ricky & Elvin Dandel und ihre Gäste" zu lesen,aber zuerst kamen dann doch die Gäste auf die Bühne auf dem Großen Ring, vor der sich am Donnerstag der Vorwoche um 20 Uhr allmählich die Hermannstädter und auch zahlreiche Touristen scharten.

Den drohenden Regen wimmelten, mit klaren Rhythmen, die vier von der Hermannstädter Band The Noise (was so viel bedeutet wie „der Lärm") ab. Die Gitarristen Horia Mărginean und Paul Grigoraş, der Schlagzeuger Bogdan Tătăroiu und der Bassist und Leadsänger Sebastian Marcovici hatten regelrecht Freude am Musizieren und so sprang der Funke über auf das Publikum aller Altersklassen. Viele hatten sich auf die zahlreichen Terrassen am Großen Ring unter die Schirme gesetzt und warteten auf den Auftritt von Ricky Dandel. Andere standen im Schutz des Generallochs. Die meiste Ausdauer bewiesen zwei Damen, die vor der einen Buchhandlung zwei Stunden lang standen, um endlich Ricky zu hören. Ja, erst nach zwei Stunden, pünktlich um zehn Uhr, kündigte Sohn Elvin die Show seines Vaters an mit den Worten, Ricky Dandel sei zwar nicht mehr in Hermannstadt zu Hause, er sei aber dieser Stadt nach wie vor sehr verbunden, kurzum, er sei ein Hermannstädter mit Herz und Seele.

Auf seiner Facebook-Seite schwärmte Elvin am Freitag danach: „Gestern hatten wir ein unvergessliches Konzert in Hermannstadt! Vielen Dank an alle die da waren! Außerdem wurde das Konzert vom öffentlich-rechtlichen Sender aus Rumänien gefilmt und wird in Kürze ebenfalls ausgestrahlt."

Dank des Fernsehens konnten jene, die sich auf die Terrassen zurückgezogen hatten, das Geschehen auf der Bühne auf zwei Flachbildschirmen verfolgen. Doch viele lockte schon Elvin Dandel mit seiner ausgezeichnet besetzten Band vor die Bühne. Und hier ging es über fast eineinhalb Stunden zur Sache. In der ursprünglichen Elvin Dandel Band spielen Daniel Kufner (Schlagzeug und Percussion), Sascha Gutmann (Gitarre und Backgroundvocals), Bylle Baringer (Bass und Backgroundvocals). In Hermannstadt kam noch Julian Haberler (Gitarre) hinzu. Gemeinsam mit ihnen konnte Elvin Dandel sein Motto erneut unter Beweis stellen. Dieses lautet so: „Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber es unmöglich ist zu schweigen.” Bei dem Auftritt in Hermannstadt kamen auch einige eigene Kompositionen von Elvin Dandel zu Gehör, ein unverwechselbarer Crossover aus rockigen Elementen, gepaart mit Pop- und Soul-Klängen. Die Reaktion des Publikums ließ nicht auf sich warten, alle machten mit, die Stimmung war bald am Siedepunkt angekommen.

Zeit für den Auftritt von Ricky Dandel. Und dieser war auch das Highlight des Abends. Alle waren sich einig: Es hat sich gelohnt, zwei Stunden darauf zu warten.

In einer schwarzen kurzen Lederjacke ganz Rockstar, trat Ricky auf die Bühne, wo er sich wie immer wie ein Fisch im Wasser bewegte. Ricky Dandel wie er leibt und lebt eben. Ein Energiebündel, das es versteht, die Leute zu begeistern. Bald tanzten fast alle auf dem Großen Ring mit, zollten minutenlangen Beifall und sangen auch mit. Am besten kam bei dem Publikum die Medley „Tribute to Elvis Presley" an, das große Vorbild und der Lieblingssänger von Ricky Dandel. Von „Suspicious Mind" bis „Dancing In The Dark" entführte Dandel die Fans in das Goldene Zeitalter des Rock`n Roll, ließ auch mal das Publikum singen, ging auf die Knie, wie es sich für einen Showmaster seines Kalibers gehört.

Die Band RIFF mit dem erfahrenen Bassisten und „Urgestein" der rumänischen Rockszene, Florin Grigoraş, an der Spitze sorgte für eine gediegene Begleitung. RIFF wurde 1970 als „Sonic"-Band gegründet und trägt seit 1980 den Namen RIFF. Nach Phoenix ist es die langlebigste rumänische Band dieser Musikgattung und sie hatte im Laufe der Jahre verschiedene Zusammensetzungen. Beim Konzert mit Ricky standen neben Florin Grigoraş seine Gattin Mihaela (Keyboards), der erfahrene Solo-Gitarrist Florin Demea, am E-Klavier Ovidiu Badescu und am Schlagzeug der Newcomer der Band, der gelernte Jurist Laur Făgădar, auf der Bühne.

                       Beatrice UNGAR

 

 

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Ricky Dandel sang nur ein einziges Lied in der Lederjacke, dann legte er sie ab und bot im Hemd eine Show wie zu alten Zeiten, professionell und schwungvoll begleitet von der Band RIFF.               Foto: Eugen POP

 

Den Regen vertrieben im wahrsten Sinne des Wortes die Mitglieder der Band The Noise  (v. l. n. r.: Horia Mărginean, Sebastian Marcovici, Bogdan Tătăroiu und Paul Grigoraş) die auch bei der ersten Auflage des Focus Festivals am Sonntag, 21.30 Uhr auftreten werden, das am Wochenende auf dem Kleinen Ring stattfindet.      Foto: Beatrice UNGAR

 

Schlaflos in Birthälm

2. Horror- und Phantasie-Film-Festival „Luna plină“

 

In der letzten Woche fand das Horror- und Phantasie-Film-Festival „Luna plină“ (Vollmond) in Birthälm statt.  Vom 14. bis 18. August wurden an sechs verschiedenen Plätzen, darunter auch zwei Freilichtkinos Filme an große Leinwände projiziert. Zum nunmehr zweiten Mal reisten ca. 5.000 Genrefans an, um gemeinsam Klassiker sowie moderne Filme zu betrachten und den besten zu prämieren. In diesem Jahr machte der Spielfilm Rambler" von Calvin Lee Reeder das Rennen.

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2.000 Kilometer in 38 Tagen durch sechs Länder

Maffay-Fans haben das Projekt Radeln nach Radeln" erfolgreich abgeschlossen und präsentiert

 

Rund 2.000 Kilometer in 38 Tagen durch sechs Länder, so liest sich die Geschichte „Radeln nach Radeln“ in Kurzform. Dahinter steckt die Idee, mal was Verrücktes für die Peter-Maffay-Stiftung zu machen und auf unkonventionelle Weise Geld zu sammeln. 2011 wurde von Manfred Kramer und Dieter Radke die Idee geboren, nachdem sie mit ihren Frauen auf dem Tag der offenen Tür in Pollensa auf Mallorca gemeinsam geholfen hatten.

Für ihre Tour haben beide Männer Veranstaltungen und Sammlungen durchgeführt, Sponsoren gesucht und aktiv für die Peter-Maffay-Stiftung geworben. Stellvertretend für die großartige Unterstützung in Schöppenstedt,  sei die Aktion der Elterninitiative  „Regenbogen e.V.“ aus Eilum genannt. Hier haben die beiden Erzieherinnen mit den Kindern Kekse gebacken und die Eltern haben Unmengen an Marmeladen und Gelees gekocht, damit anschließend auf zwei Weihnachtsmärkten die Produkte für die Peter-Maffay-Stiftung verkauft werden konnten.

 Die erste Etappe führte im September 2012 von Schöppenstedt in Niedersachsen bis an die tschechische Grenze und bescherte den beiden unterwegs viele schöne Begegnungen. Bestärkt durch die guten Erfahrungen begannen die Männer im Mai 2013, ab Dresden, die zweite Etappe. Ihre Reise hat sie durch Deutschland, Tschechien, Österreich, Slowakei, Ungarn und Rumänien geführt. Die Radtour ging entlang der Flüsse Elbe, Moldau, Donau und Mieresch.

Wichtige Partner unterwegs waren die Betriebsräte von Volkswagen, Audi, Skoda und MAN. In den jeweiligen Standorten wurden bei der Belegschaft und in der Geschäftsleitung Sammlungen durchgeführt. Von der Spendenbereitschaft wurden beide überrascht, kamen doch auf diese Weise über 6.000 Euro zusammen. Damit nicht genug, wurden außerdem einige Unterkünfte für die beiden Radler organisiert.

Es waren aber auch die vielen Dörfer und kleinen Städte entlang der Route, die sehr beeindruckend waren. Egal, ob in Ungarn das Fahrrad schlapp machte und neue Speichen notwendig wurden, ob auf der Tour die Welt untergehen wollte und beide völlig durchnässt in Österreich nach einer Unterkunft suchten oder an der Straße in Siebenbürgen der Imker mit seinem Bienenvolk stand, immer war man neugierig auf die beiden Radfahrer und es gab viel zu erzählen. Wenn die Sprachkenntnisse nicht ausreichten, wurden  Hände und Füße eingesetzt, so war Verständigung immer möglich.

In Radeln angekommen, gab es einen herzlichen Empfang durch Karin und Michael Morth, beide sind vor Ort für die Stiftungsarbeit tätig. Es wurde die Schule in Radeln besucht, es gab einen Empfang beim deutschen Generalkonsul Thomas Gerlach in Hermannstadt und ein Interview mit Radio Neumarkt.

Wieder zu Hause angekommen, stellen die beiden Radler fest, dass die Begegnungen auf ihrem Weg nach Radeln in jedem einzelnen Land eine Bereicherung war, die Eindrücke und Erlebnisse überwältigend waren und beide von dieser ungewöhnlichen Fahrradtour noch lange zehren werden. Ausführliche Informationen zu der Aktion findet man auf der Webseite: www.radeln-nach-radeln.de

Am 22. Juni d. J. war es endlich soweit: in Hannover konnten Manfred Kramer und Dieter Radke gemeinsam mit ihren Frauen, einem sichtlich beeindruckten, Peter Maffay persönlich einen Scheck über 25.000 Euro übergeben. Er freute sich sehr, dass das Team seit vielen Jahren für die Stiftung aktiv und stets für die gute Sache unterwegs ist. Die Spendensumme haben die beiden Männer bei Ihrer Aktion „Radeln nach Radeln“ gesammelt. Auch die Schirmherrin der Aktion, Tania Maffay, war über so viel Engagement begeistert. Sie lobte die Ausdauer und den Einsatz der beiden Radfahrer und ihrer Frauen für die gute Sache.

Auch beim Tag der offenen Tür am 3. August 2013 in Radeln wurde das Projektergebnis vorgestellt.

                    Manfred KRAMER

 

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Bei der Scheckübergabe in Hannover (v. l. n. r.): Dieter Radke, Manfred Kramer, Peter Maffay, Gudrun Kramer-Grodd und Marlis Radke. 

 

Zum Qualifizierten Jameson Whiskey Verkoster erklärt

Ausgabe Nr. 2345
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Neues Jameson Whiskey Sortiment auf dem Kleinen Ring in Hermannstadt vorgestellt

 

Qualifizierter Jameson Whiskey Verkoster” stand auf Englisch auf der Urkunde, die jeder  Besucher nach der Verkostung bekam. Vergangenen Montag stoppte der Jameson-Bus auch in Hermannstadt auf dem Kleinen Ring, wo es nun die Möglichkeit gab, in dem mit einer Bar versehenen Bus von dem Bar-Experten Mihai Luca Näheres zur Geschichte des Jameson Irish Whiskey zu erfahren sowie Jameson Irish Whiskey rein oder als Cocktail aber auch das neue Sortiment Jameson Select Reserve zu verkosten.

 

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„In allen Erdenwinkeln treue Alzner“

Ausgabe Nr. 2345
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Alzener feierten Burgfest mit Gästen von nah und fern

 

„Über Länder über Meere werden wir uns einst zerstreu’n doch in allen Erdenwinkeln ewig treue Alzner sein.“ Dieser Spruch prangte am Ostturm, vor dem eine Bühne aufgestellt worden war. Im Schatten einer jahrhundertealten Linde empfingen die Lustigen Adjuvanten aus Traun unter der Leitung von Karl Zehetner die rund 600 Teilnehmer beim Burgfest in Alzen am Samstag.

 

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Vielleicht schließt sich der Kreis

Ausgabe Nr. 2345
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Einweihungsfest in der schmucken Kirchenburg Arkeden

 

Arkeden hat seine Kinder wieder", schwärmte Dechant Johannes Halmen beim Festgottesdienst am Sonntag in der frisch sanierten evangelischen Kirche in Arkeden, die hell und freundlich strahlt.  Halmen bezog sich darauf, dass ca. 60 in Arkeden Geborene und in Deutschland Lebende dem Aufruf der Heimatortsgemeinschaft gefolgt waren, bei diesem Fest dabei zu sein, das dem Abschluss der Sanierung der Kirchenburg im Rahmen des EU-Projekts galt.

 

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Bundschuhe und ihre Legenden

Ausgabe Nr. 2345
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Alexandru Ilinca und (s)ein vom Aussterben bedrohter Beruf

„Wusstest du, dass man nach dem Zweiten Weltkrieg Bundschuhe aus Autoreifen herstellte? Schau mal, da steht seitlich 'Victoria´ drauf und auf der Sohle ist noch das Profil des Autoreifens zu sehen.“ Alexandru Ilinca zeigt einen alten ledernen Bundschuh, der tatsächlich aus einem alten Autoreifen entstanden sein muss. Ilinca ist Bundschuhmacher, auf rumänisch „opincar“, ein vom Aussterben bedrohter Beruf, den er von seinem Vater gelernt hat.

 

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Tanz, Gesang und gute Laune

Ausgabe Nr. 2344
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Erstmals Gäste aus Hessen beim Internationalen Folklorefestival in Hermannstadt

 

Spitzenfolkore aus Sibiu beim Stadtfest 3 Tage Marburg" war Ende Juni auf der Homepage www.myheimat.de zu lesen.  Wer Anfang Juli beim Stadtfest in Marburg dabei war, konnte das Hermannstädter Folkloreensemble Cindrelul-Junii Sibiului" auf der Marktplatzbühne erleben, das auf Einladung des Freundeskreises Marburg-Sibiu ein Feuerwerk rumänischer Folklore abfeuerte", wie die Marburger Presse schwärmte.

 

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