„Wartemit Janiauf einlebenszeichen voneuch.“

Ausstellung zum Gedenken an die Deportation in der Sakristei

Ausgabe Nr. 2621

Der Luxemburger Fotograf Marc Schroeder in seiner Ausstellung.
Foto: Jan-Christian BREWER

In seiner Ausstellung „Deportation der Rumäniendeutschen. Immer war diese Hoffnung. Ehemalige Russlanddeportierte erinnern sich“ setzt sich der Luxemburger Fotograf Marc Schroeder mit der im Januar 1945 erfolgten Deportation der deutschen Minderheit aus Rumänien in die damalige Sowjetunion auseinander – und spiegelt damit auch die Gefühle der Überlebenden wider.Weiterlesen

Die Schreibmaschine als roter Faden

Streiflichter von der 29. Auflage der Deutschen Literaturtage in Reschitza

Ausgabe Nr. 2621

 

Edith Ottschofski, Horst Samson und Traian Pop (v. l. n. r.)
Foto: Privat

Wer drei volle Tage mit Lesungen, Buchvorstellungen, einer Vernissage und einem Theaterstück erleben darf, sucht beim Berichten natürlich nach dem sprichwörtlichen roten Faden… Diesen stellte bei den 29. Deutschen Literaturtagen in Reschitza die gute alte Schreibmaschine dar. Der in Reps geborene und heute in Backnang lebende Schriftsteller Hellmut Seiler erzählte, wie er – wie vor 1990 alle Besitzer einer Schreibmaschine – mit seiner Schreibmaschine zur Miliz wandern und eine Schriftprobe abtippen musste, wie er dann seine neue Schreibmaschine in der freien Welt in Deutschland kurz nach dem Ankauf in den Sondermüll wandern ließ… Sein Gedicht „Die Schreibmaschine“ bezeichnet er als „Undinggedicht“…. In der als „collagierte Reminiszenz“  inszenierten Erzählung „Hades“ von Joachim Wittstock, ließ die Spielleiterin Carmen Elisabeth Puchianu im Prolog Maschinengeknatter ertönen und die Grande Dame der rumänischen Gegenwartsliteratur Nora Iuga las ein in deutscher Sprache verfasstes Gedicht, auf der Schreibmaschine geschrieben. Sie schreibe immer noch so, verriet sie den zahlreichen Gästen.Weiterlesen

Ein Hobby wie ein Virus

Bei der fünften Auflage war der Traktor der Star

Ausgabe Nr. 2621

 

Die Parade der Oldtimer „Retroparada Primăverii“ hat bei regnerischem Wetter auf dem Großen Ring in Hermannstadt stattgefunden. Unser Bild: Hans und Daniela Riehle posieren stolz vor ihremLanz Bulldog-Traktor, Baujahr 1951.                      Foto: Cynthia PINTER

Man kann ihn schon von weitem hören und wenn er näher kommt, fängt der Boden an zu beben. Das rhythmische Tuckern eines Bulldogs klingt bei vielen wie Musik in den Ohren und hat schon fast eine beruhigende Wirkung. Bei der Parade der Oldtimer „Retroparada Primăverii“, die am Samstag, dem 13. April, auf dem Großen Ring stattfand, war der Lanz Bulldog Traktor der Star. Der Einzylinder Traktor aus dem Baujahr 1951 wurde vom Ehepaar Daniela und Hans Riehle extra für die Frühlingsparade eingefahren. Und das ist kein einfaches Unterfangen.Weiterlesen

Breit gefächert und kurzweilig

Streiflichter vom Pressereferentenseminar der Siebenbürgischen Zeitung

Ausgabe Nr. 2621

 

Gruppenbild der Teilnehmenden vor dem Tagungszentrum mit zwei Chefredakteuren: Siegbert Bruss (SbZ) und Beatrice Ungar (HZ).
Foto: Hans-Werner SCHUSTER

„Die deutsche Minderheit in Rumänien und die aus Rumänien ausgewanderten Deutschen stellen die empfindlichste und zugleich kräftigste Brücke der bilateralen rumänisch-deutschen Beziehungen dar. Eine menschliche Brücke, die im Vergleich zu den gewöhnlichen Brücken, mit der Zeit und Nutzung nicht fragiler, sondern immer stärker und inniger wird. Die Rumänen und die Siebenbürger Sachsen haben friedlich und freundschaftlich koexistiert und die Rückkehr der Deutschen nach Deutschland macht uns traurig. Die Anwesenheit der Deutschen ist eine der schönsten historischen Erinnerungen Rumäniens, sowohl mit der Vergangenheit als auch mit der europäischen Gegenwart. Die mehrere hundert Jahre alten Kirchenburgen der Siebenbürgen Sachsen sind heute Bestandteil des Kulturerbes des rumänischen Staates. Ich stelle diese Realität sowohl mit großer Freude, aber auch als immense Pflicht fest. Wir freuen uns, diese Denkmäler zu haben, aber gleichzeitig wissen und wollen wir ihren Fortbestand, ihre historische, kulturelle und seelische Rolle für die nächsten Generationen schützen und sichern.“ Diese Aussagen machte Rumäniens Botschafter Emil Hurezeanu im Rahmen seines Vortrags beim Pressereferentenseminar, das vom 5. bis 7. April in Leitershofen bei Augsburg stattgefunden hat.Weiterlesen

Kompliziertes Leben in „All Inclusive”

Komödie des Bukarester Nationaltheaters in Hermannstadt aufgeführt

Ausgabe Nr. 2621

 

Komplizierte Beziehungen (v.  l. n. r.): Adele, Monique, Margaret, Maurice und Vince finden heraus, dass sie mehr gemeinsam haben, als sie erst gedacht hatten.                                                  Foto: All Inclusive

Margaret, gespielt von Medeea Marinescu, und Maurice, gespielt von Marius Manole stellen fest, dass die große Liebe zwischen ihnen vorbei ist, oder, besser gesagt, dass es sie irgendwie doch gar nicht gab. Sie sind erst 40, stehen allerdings am Ende ihres Ehelebens, das in den letzten 20 Jahren ihre Tochter Adele, gespielt von Diana Roman, im Mittelpunkt hatte. Das Stück „All Inclusive” von Alexandru Popa, Regie Vlad Zamfirescu, das vergangene Woche im Ion-Besoiu-Kulturzentrum aufgeführt wurde, war allerdings keine Tragödie, sondern eine Komödie, bei der das Publikum fast ununterbrochen lachte.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2621

 

Gottesdienste am Ostersonntag; Osterfeier auf der Michelsberger Burg; Filmfestival hat begonnen; Lesung mit drei Autoren; Gartenmesse am Großen Ring; Creative Buzz; Konsulat geschlossen; Deutsch für Kinder; Programm des Astra-Museums; Neues Vorstandsmitglied; Open Call für Künstler; Gebetswoche; Männerchor im Konzert; Literaturabend in Kronstadt; Anmeldung für Papstbesuch; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache.Weiterlesen

Das kleine Wunder von Tobsdorf

Johannes Reychmuts Nachlass / Tischlerkunst des 16. Jahrhunderts

Ausgabe Nr. 2620

Projektleiter Dr. Ralf Buchholz bei seiner Präsentation. Foto: Fred NUSS

Die Eröffnung der Ausstellung „Das Tobsdorfer Chorgestühl und seine Restaurierung“ fand am 1. April, im Hermannstädter Friedrich Teutsch-Kultur- und Begegnungszentrum statt. Der Projektleiter der Restaurations-Gruppe, Dr. Ralf Buchholz, war zugegen und bot den Besuchern eine Einführung in das Projekt. Die als Wanderausstellung konzipierte Schau ist noch bis zum 15. Juni geöffnet und bietet auch eine originalgetreue Replik der eigentlichen Konstruktion.Weiterlesen

„Die Stadt ist wie ein Festival“

Der neue Leiter der deutschen Abteilung heißt Hunor Horváth

Ausgabe Nr. 2620

Hunor Horváth fühlt sich in Hermannstadt (hier auf dem Großen Ring) sehr wohl.                                                                        
Foto:  Jan Christian BREWER

Wenn man ihn zum ersten Mal sieht, mit seinen klaren, blauen Augen, seinem struppigen Bart, der Stoffweste und dem ausgefransten Schal, könnte man ihn glatt für einen Freibeuter oder einen Wandergesellen halten. Im Gespräch dagegen gibt er sich überlegt, drückt sich differenziert aus und man merkt ihm schnell eine sehr progressive Haltung an. Hunor Horváth ist seit kurzer Zeit Leiter der deutschen Abteilung des Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheaters. Er ist 33, kümmert sich hauptsächlich um die Organisation der deutschsprachigen Stücke und um all das, was darüber hinaus für einen reibungslosen Ablauf wichtig ist.Weiterlesen

Ehrenamt, Identität und Kooperation

Streiflichter vom internationalen ifa-Netzwerktreffen in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2620

Die ifa-Kulturmanager und die Veranstalter (v. l. n. r.): Florian Kerzel (Temeswar), Sara Delinger (Sombor/Serbien), Arthur Glaser (Sathmar), Konsul Hans Erich Tischler, Cornelia Hemmann (ifa-Regionalkoordinatorin Temeswar), Margarete Walo (ifa, Abteilung Dialoge, Entsendeprogramm, Stuttgart), Constanze Thielen (Fogarasch/Seligstadt), Aurelia Brecht (Hermannstadt).                                                   Foto: Beatrice UNGAR

Ehrenamt, Identität, Kooperation und Verantwortung waren die Stichworte im Rahmen des ifa-Netzwerkstreffens, das am Donnerstag der Vorwoche im Festsaal im Bischofspalais in Hermannstadt zum Thema „Die deutsche Minderheit im Kontext der Zivilgesellschaft“ stattgefunden hat. Mitarbeiter des Instituts für Auslandsbeziehungen aus Deutschland, Rumänien, Serbien und Ungarn haben ihre Projekte präsentiert und Ideen für die Zukunft ausgetauscht. Weiterlesen

„Die perfekte Spielwiese“

Das Social Business-Projekt in Probstdorf wird von Julius Fabini weitergeführt

Ausgabe Nr. 2620

Julius Fabini auf dem Großen Ring in Hermannstadt.
Foto: Werner FINK

Julius Fabini (20), ein Passauer Student mit siebenbürgischen Wurzeln, möchte das von der ehemaligen österreichischen Sozialattachée Barbara Schöfnagel in Probstdorf ab 2007 gestartete Social Business-Projekt wieder ins Rollen bringen und weiterführen. Mit vereinten Kräften von Senior-Experten und Dorfbewohnern sowie mit großzügigen Spenden aus Österreich wurde damals das seit der Wende dem Verfall preisgegebene sächsische Pfarrhaus saniert und zu einem Begegnungszentrum und Gästehaus mit einfachen Zimmern ausgebaut. Auf demselben Grundstück entstanden verschiedene Nebengebäude, in denen eine Schmiede, eine Holzwerkstatt und eine professionelle Obstverarbeitung als Produktions- und Lehrwerkstätten eingerichtet wurden. Nach und nach wurde auch die ehemalige sächsische Schule saniert und zu hochwertigen und stilvoll eingerichteten Gäste-Appartements ausgebaut. So wurden hier sieben Zimmer mit insgesamt 22 Betten sowie sieben hochwertige Appartements mit 14 Betten eingerichtet.Weiterlesen