Von Picasso bis Matisse

Werke der größten europäischen Künstler im Brukenthalmuseum

Ausgabe Nr. 2684

Blick in die Ausstellung, in der u. a. Werke von Henri Matisse (im Schaukasten rechts) neben Werken von Victor Vasarely zu sehen sind. Foto: Fred NUSS

Picasso, Chagall, Munch, Matisse, Dali, Klimt, Kandinski, Renoir und die Liste geht weiter. „Empowered/Puterea de a crede. Greatest Artists of the World“ heißt die neueste Sonderausstellung, die am vergangenen Freitag im Brukenthalmuseum in Hermannstadt eröffnet wurde. Insgesamt 70 Werke, Lithografien und Gravuren von 30 der bekanntesten europäischen Künstler des 19. und 20. Jahrhundert sind im Stichekabinett des Brukenthalpalais zu sehen.

Die Werke stammen aus der Kollektion des Rechtsanwalts und Sammlers George Șerban aus Bukarest, der schon des öfteren in Hermannstadt Werke aus seiner Sammlung ausgestellt hat. Die Ausstellung ist bis zum 27. September d. J. zu sehen.Weiterlesen

Vorsicht: Es wird laut!

Hermannstädter Band beim Wacken Open Air 2020

Ausgabe Nr. 2684

 

Die Mitglieder der Band „E-an-na“ posieren auf der alten Steinbrücke über den Zibin im Theresianum-Stadtviertel.                                 Foto: E-an-na

Was für manche wie ein Ausnahmezustand wirken mag, ist für die Bewohner des Dorfes Wacken in Schleswig-Holstein längst Normalität. Jeden Sommer stürmen bis zu 85.000 Metal-Fans die rund 1.800 Einwohner große Gemeinde, um ihre Lieblingsbands live zu erleben. Doch musste das Wacken Open Air 2020 wegen des grassierenden Corona-Virus ebenfalls ausfallen und fand vom 30. Juli bis 1. August nur online statt.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2684

Schuljahr beginnt am 14. September

   Bukarest. – Das Schuljahr 2020/2021 werde am 14. September d. J. beginnen, gab Rumäniens Staatspräsident Klaus Johannis nach einer eingehenden Beratung mit den zuständigen Behörden am Mittwoch bekannt. Ob der Unterricht in den Schulen selbst oder online stattfinden wird, hänge, so der Staatspräsident, von der jeweiligen epidemiologischen Lage vorort ab. So könnten z. B. in der gleichen Stadt in einigen Stadtvierteln die Schulen geöffnet sein und der Unterricht normal – mit Einhaltung der durch die Pandemie bedingten erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen – erfolgen, während in anderen Stadtvierteln, wo die Anzahl der Corona-Kranken hoch ist, der Unterricht online abgehalten werden muss, bis die Fallzahlen wieder sinken.

Was die Anzahl der positiv mit dem Virus SARS-CoV-2 getesteten Personen in Rumänien betrifft, waren es am Mittwoch insgesamt 56.550, davon 1.309 neue Fälle, 11 davon im Kreis Hermannstadt. Besorgniserregend ist die steigende Zahl der Intensivpatienten. (BU)

 

Begegnung mit DFDR-Kandidaten

Hermannstadt. – Das Hermannstädter Forum veranstaltet am Sonntag, den 9. August, nach dem Gottesdienst, ab 11.15 Uhr, im Hof des Teutschhauses für die Mitglieder der Hermannstädter evangelischen Kirchengemeinde eine Begegnung mit den Hermannstädter DFDR-Kandidaten für die Kommunalwahlen.

Diskussionen zum Thema Stadtverwaltung und Fragen über die Zukunft der Stadt und des Kreises bilden den Hauptteil der Begegnung.Weiterlesen

,,Auf das Machen konzentrieren“

DFDR-Kandidaten für Stadt und Kreis Hermannstadt vorgestellt

Ausgabe Nr. 2683

Mit entsprechendem Sicherheitsabstand und im Freien, im Hof des Friedrich Teutsch-Kultur- und Begegnungszentrums und der Johanniskirche stellten sich die DFDR-Kandidaten vor, am Rednerpult befindet sich gerade Hermannstadts Bürgermeisterin Astrid Fodor.                            Foto: Ruxandra STĂNESCU

Das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien (DFDR) hat am Montag im Hof des Teutsch-Hauses die Kandidaten für die Kommunalwahlen im Herbst vorgestellt. Astrid Fodor stellt sich für ein weiteres Mandat als Bürgermeisterin von Hermannstadt. Für den Vorsitz des Kreisrates tritt Gabriel Tischer an, zur Zeit u. a. Vorsitzender des Verwaltungsrates des Hermannstädter Flughafens. Vorgestellt wurden auch Robert Krafft, Kandidat für das Heltauer Bürgermeisteramt und Vasile Gavrilă, Kandidat für das Bürgermeisteramt in Freck. Eine Überraschung folgt noch: Nach mehr als einem Jahrzehnt soll das DFDR auch in Mediasch eigene Kandidaten in das Rennen schicken, diese stellen sich demnächst vorort vor.Weiterlesen

Ein cineastisches Theatererlebnis

Erste deutsche Premiere der online-Spielzeit am Radu Stanca-Nationaltheater

Ausgabe Nr. 2683

Szenenfoto mit Valentin Späth (links) und Johanna Adam.Foto: TNRS, Dan ȘUȘA

Am vergangenen Freitag, den 24. Juli, feierte das Stück „Live“ Premiere an der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters in Hermannstadt. Seit Anfang des Jahres hatten die acht Schauspieler sowie alle Beteiligten zusammen mit dem Regisseur, Bobi Pricop, und dem Dramatiker, Thomas Perle, an der Inszenierung gearbeitet – nach wenigen Treffen vorerst nur noch in Videokonferenzen, in den letzten drei Wochen dann endlich gemeinsam auf der Bühne. Die Sitzplätze des Theaters blieben allerdings leer, denn wie auch alle anderen Aufführungen der Saison gab es „Live“ nur online zu sehen.

Im Gegensatz zu anderen Stücken wurde dieses aber nicht nur aufgezeichnet und dann ausgestrahlt, sondern an allen drei Spieltagen, vom 24. bis 26. Juli, auch immer live aufgeführt.Weiterlesen

Freude am Musizieren und am Geselligen

Gespräch mit Erich Türk zu 25 Jahre Barockensemble ,,Transylvania“

Ausgabe Nr. 2683

Das Barockensemble ,,Transylvania“ heute (v. l. n. r.): Mátyás Bartha (Violine), Erich Türk (Cembalo), Ciprian Câmpean (Bass) und Zoltán Majó (Blockflöte)

Das Barockensemble „Transylvania“ aus Klausenburg widmet sich seit 1995 der siebenbürgischen Barockmusik. Es benützt Kopien barocker Instrumente, setzt sich aber auch für die zeitgenössische Musik Siebenbürgens ein und hat mehrere ihm gewidmete Werke der Komponisten Hans Peter Türk, Adrian Borza, Dan Voiculescu, Adrian Pop und Cornel Ţăranu aufgeführt. Vom Wirken des Barockensembles ,,Transylvania” zeugen fünf CDs und eine Dokumentar-DVD über siebenbürgische Musik, Rundfunk- und Fernsehübertragungen und eine rege Konzerttätigkeit (ca. 500 Auftritte). Alle Mitglieder des Ensembles sind Absolventen der Klausenburger „Gh. Dima“- Musikakademie.  In diesem Jahr feiert das Ensemble sein 25. Gründungsjubiläum. Aus diesem Anlass gewährte der Musiker Erich Türk, der seit 1996 als Cemballist dabei ist, der HZ-Chefredakteurin Beatrice U n g a r folgendes Interview:Weiterlesen

Ein Meilenstein für Bosch

In 5 Jahren 25 Millionen Sauerstoffsensoren gefertigt

Ausgabe Nr. 2683

Kleines Bestandteil mit großer Wirkung: Der Sauerstoffsensor, auch Lambdasonde genannt.                                                                     Foto: Bosch

Seit 1960 bemüht sich Bosch um die Verbesserung von Sauerstoffsensoren. Gegenwärtig werden über die Hälfte der von Bosch produzierten Sauerstoffsensoren in der Bosch-Niederlassung in Blasendorf/Blaj hergestellt. Vor Kurzem feierte das Werk in Blasendorf die Produktion von 25 Millionen Sensoren in fünf Jahren. Alexander Firsching, Senior-Vizepräsident und kaufmännischer Leiter beiBosch, ist nach Auslandsaufenthalten wie Russland, Japan oder  China seit drei Jahren in Rumänien tätig und war bereit, dem HZ-Redakteur Werner F i n k  auf einige Fragen zu diesem Thema zu antworten:Weiterlesen

Im Museum getöpfert und gekocht

8. Auflage des Sonder-Töpfermarktes „Schön. Keramisch. Nützlich”

Ausgabe Nr. 2683

Der 8. ,,Schön. Keramisch.Nützlich“-Töpfermarkt hat am Wochenende stattgefunden. Unser Bild: Krineläwend (Krensuppe) kochten Teilnehmenden die Vertreter der Tonal-Werkstatt.    Foto: Fred NUSS

Die andere Art Töpfermarkt – „Schön. Keramisch. Nützlich” – hat an diesem Wochenende im Freilichtmuseum stattgefunden, diesmal allerdings ein bisschen anders als in den Vorjahren, denn wegen der Corona-Pandemie wurde jetzt die Sommerauflage ausschließlich mit Töpfern aus dem Inland organisiert. Eine Herbstauflage soll ebenda vom 18. bis 20. September stattfinden. Weiterlesen

Tiefgründig und mitreißend

Der Roman ,,Metzgerei Kennedy“ von Radu Țuculescu

Ausgabe Nr. 2683

Radu Țuculescu: Metzgerei Kennedy (Zarte Nebenwirkungen der globalen Erwärmung). Aus dem Rumänischen von Peter Groth.  Originaltitel ,,Măcelaria Kennedy“ (Polirom Verlag, Bukarest, 2017). Mitteldeutscher Verlag GmbH, Halle (Saale), 2019, 240 Seiten, ISBN 978-3-96311-107-5

Mit „Metzgerei Kennedy“ ist Radu Ţuculescu eine meisterhafte Komödie gelungen, die auch einen kritischen Blick auf die rumänische Gesellschaft wirft und selbst vor dem Klimawandel nicht haltmacht. 2017 unter dem Titel „Măcelăria Kennedy“ im Polirom Verlag erschienen, folgte nun im vergangenen Jahr endlich die deutsche Übersetzung des Romans, der vier Preise erhalten hat: „Romanul românesc în mileniul 3” beim Internationalen Transilvania-Buchfestival (2017), „Ovidiu Cotruş” der Zeitschrift Familia (2017), „Radu Petrescu” der Schiftstellergesellschaft und der „George Coşbuc”-Bibliothek in Bistritz (2017) sowie „Pavel Dan” der Klausenburger Zweigstelle des Rumänischen Schriftstellerverbands (2018).Weiterlesen

Von Griechen und Geten, Dakern und Römern

Erzählt der Band „Dacia Felix“ von Kai Brodersen / Von Jürgen HENKEL

Ausgabe Nr. 2683

Sarmizegetusa Regia in den Brooser Bergen. Foto: Bogdan BRYLYNSKI

„In unseren Adern fließt Römerblut“ – so heißt es bis heute in der rumänischen Nationalhymne. Die Rumänen sind stolz auf ihre römischen Wurzeln, die sich in den Auseinandersetzungen zwischen ihren dakischen Vorfahren und den Römern sowie der Zeit als Provinz Dacia des Römischen Reiches ab 106 n. Chr. herausgebildet haben. Für die rumänische Geschichtsschreibung ist diese dakisch-römische Identität freilich nicht nur eine zu beweisende Theorie, sondern Axiom, Prämisse und Prinzip. Doch wie sieht es um die historische Zuverlässigkeit dieser These aus? Weiterlesen