Diplomaten auf Zeit

Ausgabe Nr. 2947

BrukMUN 2026 im Samuel-von-Brukenthal-Gymnasium in Hermannstadt

Blick in die Aula der Brukenthalschule bei einer der Debatten.
Foto: Stephanie DENGEL

Internationale Konflikte, Menschenrechte und Sicherheitsfragen standen drei Tage lang im Mittelpunkt der Model United Nations (MUN), die von Schülerinnen und Schülern der 11. Klassen seit letztem Sommer selbst organisiert wurde. Mit BrukMUN 2026 verwandelte sich das Samuel-von-Brukenthal-Gymnasium vom 5. bis 7. Februar in einen Ort intensiver politischer Debatten. Planung, Ablauf und technische Umsetzung lagen weitgehend in Schülerhand, begleitet wurden sie auch von ihrer Lehrerin Cristina Varga.

 

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Zwischen Hunger und Neuanfang

Ausgabe Nr. 2947

Lothar Schelenz erinnerte an die Nachkriegszeit in Nidda

Lothar Schelenz (stehend) bei seinem interessanten Vortrag im Spiegelsaal des DFDH. Foto: Beatrice UNGAR

Die Jahre 1945 bis 1950 brachten tiefgreifende Veränderungen für viele Städte in Deutschland. Auch für die hessische Kleinstadt Nidda. Über diese Zeit sprach Lothar Schelenz beim Kaffeenachmittag des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) im Spiegelsaal am 10. Februar d. J..

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,,Die Stasi war mein Eckermann“

Ausgabe Nr. 2947

Zum 100. Geburtstag des ost-west-deutschen Schriftstellers Erich Loest (1926-2013)

Erich Loest (1926-2013).

Der am 24. Februar 1926 geborene Schriftsteller Erich Loest ist seit seinem Tod zu Unrecht etwas in Vergessenheit geraten.  Aus dem Nachlass erschienen 2014 die Tagebücher von 2011 bis 2013 unter dem Titel „Gelindes Grausen“.  Seither ist es es still um ihn geworden, obwohl die über 75 Bücher, die er im Laufe seines langen Lebens verfasst hat, zum Teil  Neuauflagen erlebt haben.

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Tolle Leistung

Ausgabe Nr. 2947

„Es war wie ein Wunder, wir haben unsere eigenen Erwartungen übertroffen”, erklärte Bob-Pilot Mihai Țentea (rechts), nachdem er gemeinsam mit Anschieber George Iordache (links) am Dienstag im Zweierbob-Rennen auf Platz 5 gelandet ist. Die ersten drei Plätze hatten drei deutsche Teams für sich entschieden, auf Platz 4 landete das Team aus den USA. Das ist die seit 34 Jahren beste Leistung  bei einer Teilnahme Rumäniens bei Olympischen Winterspielen, nachdem die Rodler Ioan Apostol und Liviu Cepoi  1992 in Albertville den vierten und 1994 in Lillehammer den sechsten Platz belegt hatten. Die bisher einzige Medaille – eine Bronzemedaille -für Rumänien bei Olympischen Winterspielen holten 1968 in Grenoble Ion Panțuru und Nicolae Neagoe im Zweierbob.                                                                                          Foto: COSR

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2947

Rumänien bei den Berliner Filmfestspielen 2026: Rumänien ist bei der diesjährigen Berlinale in mehreren Kategorien vertreten, allerdings nicht im Wettbewerb um den Goldenen Bären. In der Kategorie Berlinale Shorts zeigen Radu Jude und Adrian Cioflâncă „Plan Contraplan”. Im Forum feierte der neueste Spielfilm von Regisseur Tudor Cristian Jurgiu, „De capul nostru”, Weltpremiere, im Beisein der gesamten Besetzung (unser Bild). „Atlasul Universului“ von Paul Negoescu war der erste rumänische Film in der dem Kinderfilm gewidmeten Kategorie Generation Kplus. Beim Berlinale Special waren die Produzentin Anda Ionescu und die Regisseurin und Drehbuchautorin Cristina Groșan mit der Mini-TV-Serie „Angelmaker”, in der Retrospektive „Videogramme einer Revolution” von Harun Farocki und Andrei Ujică und bei der Berlinale Special Gala „Heysel 85” von Teodora Ana Mihai dabei. Foto: Transilvania Film

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Wo früher Seisers Konditorei stand

Ausgabe Nr. 2946

Bereits um die Mitte des 18. Jahrhunderts sind in Hermannstadt Kaffeehäuser nach Wiener Vorbild eröffnet worden. Aus einem Erlass des Hermannstädter Magistrats aus dem Jahre 1738 geht hervor, dass es zu jenem Zeitpunkt bereits mehrere Kaffeehäuser gab. Diese mussten infolge des Ausbruchs einer Pestepidemie ihre Tätigkeit einstellen. 1771 eröffnete der ehemalige Theaterdirektor, Livio Cinti, 1771 ein Café im Baron Möhringerschen Haus am Großen Ring 5 (heute Blaues Stadthaus) neben dem Brukenthalpalais. Schon 1776 wird erwähnt, dass die Konditore Anton Geist und Sebastian Wirth in Hermannstadt tätig sind. In der Sporergasse/General Magheru 2, 1933 hieß sie König Karlgasse, befand sich das Café und die Konditorei Seiser, deren Inhaber Oskar Seiser war. Dieser hatte Filialen in der Saggasse/Turnului 12 (heute befindet sich dort das Restaurant Akropolis) und von 1911 bis zur Enteignung 1948 im Erlenpark. Die Konditorei Seiser im Erlenpark (Bild oben) war nur in der Zeitspanne vom 1. Mai bis zum 15. Oktober geöffnet und bot ihren Gästen außer Konditoreierzeugnissen auch kalte Speisen, Wein und Bier an. Außerdem konzertierte hier wöchentlich die Militärkapelle.

Nach der Enteignung gab es hier einen Biergarten, der den Namen „Bolta rece” (Kühle Laube) trug. Nach der Wende wechselten die Betreiber und seit geraumer Zeit wird das Lokal umgebaut und modernisiert. Heute sieht es sehr modern aus, das alte Gebäude wurde erhalten aber es wurden zwei verglaste Trakte angebaut und alles mit einem hohen Draht-Zaun umgeben, an dem sich Efeu emporrankt.                      

Text und Foto rechts: Beatrice UNGAR

Hauptsache die Gemeinschaft kommt zusammen

Urzellauf in Großschenk: Eine Tradition, die Verbindungen schafft

Ausgabe Nr. 2946

Gruppenbild mit Urzeln und Narrenwagen vor dem Hintergrund der imposanten Großschenker Kirchenburg.
Fotos: Werner FINK

„Läw Schoinker Sochsen,/ Dä nea schun vuir longer Zet,/ Mät oallen ausgewemdert set./ Doch vuir det Urzelleofen nin ech un,/ set ihr extra än de Hoimet kun.”, begrüßte Narrenrichter Helmuth Zink die Anwesenden. Heimgekommen waren auch dieses Mal etwa 35 Großschenker, die in Deutschland leben, um gemeinsam mit den hier Lebenden den Urzellauf in Großschenk mitzumachen. Insgesamt 99 Urzeln nahmen in diesem Jahr teil.Weiterlesen