Ausgabe Nr. 2947
BrukMUN 2026 im Samuel-von-Brukenthal-Gymnasium in Hermannstadt

Blick in die Aula der Brukenthalschule bei einer der Debatten.
Foto: Stephanie DENGEL
Internationale Konflikte, Menschenrechte und Sicherheitsfragen standen drei Tage lang im Mittelpunkt der Model United Nations (MUN), die von Schülerinnen und Schülern der 11. Klassen seit letztem Sommer selbst organisiert wurde. Mit BrukMUN 2026 verwandelte sich das Samuel-von-Brukenthal-Gymnasium vom 5. bis 7. Februar in einen Ort intensiver politischer Debatten. Planung, Ablauf und technische Umsetzung lagen weitgehend in Schülerhand, begleitet wurden sie auch von ihrer Lehrerin Cristina Varga.
Mehr als 90 Teilnehmer übernahmen die Rolle von Delegierten der Vereinten Nationen und vertraten verschiedene Länder weltweit. Unter anderem Themen wie der Schutz indigener Völker, internationaler Organhandel und die Militarisierung des Weltraums wurden diskutiert. Dabei galt es, konsequent aus der Perspektive des jeweiligen Staates zu argumentieren. Persönliche Ansichten hatten in der Debatte keinen Platz.
Die Sitzungen folgten klaren parlamentarischen Regeln. Wortmeldungen, Anträge und Abstimmungen waren genau geregelt, gesprochen wurde ausschließlich Englisch. Wer die Regeln missachtete, erhielt eine Verwarnung. Trotz der formalen Strenge entwickelten sich lebhafte Diskussionen. Unterschiedliche Interessen prallten aufeinander, Bündnisse entstanden und Entwürfe wurden verhandelt.
Am dritten Tag kamen alle Delegationen in einer gemeinsamen Vollversammlung zusammen. Dort wurden die erarbeiteten Resolutionen vorgestellt und abgestimmt. In allen Themenbereichen konnten Beschlüsse gefasst werden. Ein Zeichen dafür, dass diplomatisches Ringen und Kompromissbereitschaft nicht nur theoretische Begriffe geblieben waren.
Die Jugendlichen übernahmen als Diplomaten auf Zeit Verantwortung für globale Fragestellungen strukturiert, argumentativ und hochmotiviert. Es ist geplant das BrukMUN auch im nächsten Jahr wieder stattfindet.
Eduard RESCHKE