An der Heilkraft interessiert

Beim Csiszár-Bad im Kurort Bálványos im Kreis Covasna

Ausgabe Nr. 2786

Meister Petz hautnah: Wer im Landkreis Covasna unterwegs ist, kann etwas erleben, wie der HZ-Redakteur, den tatsächlich ein Bär „begrüßt hat, als er im Wald unweit vom Kurort Bálványos den Wagen anhielt. Foto: Werner FINK

Wenn man von Sankt Georgen in Richtung Szeklerburg fährt, heißt das vierte Dorf Sepsibükszád/Bixad. Hier muss man nach rechts abbiegen, um zum Kurort Bálványos zu gelangen. Eine gern besuchte Anlage ist hier das „Csiszár“-Bad, das sich nun wieder im Familienbesitz befindet. Über die Lockerung von Corona-Maßnahmen haben sich im Sommer vor allem die Tourismusbetreiber gefreut. Die Taierling-Brüder Johann und Péter, die sich um das Csiszár-Bad kümmern, haben sich entschlossen, das Bad auch „offiziell“ zu eröffnen und damit in den kommerziellen Sektor einzutreten. Hier gibt es acht Mineralwasser-Becken, jedes mit einer anderen Zusammensetzung des Wassers, wobei viele Badelustige vor allem wegen der Heilkraft dieses Wassers kommen. Seit neuestem kann man hier auch in beheizten Holzzubern baden.Weiterlesen→

Jacobi-Vernissage in Gundelsheim

Ausgabe Nr. 2786

Die Vernissage der Sonderausstellung „MEMORIA – Denk- und Mahnmale des Bildhauers Peter Jacobi“ findet am Freitag, dem 16. September, um 18 Uhr, im Siebenbürgischen Museum Gundelsheim statt, mit Werken eines der bedeutendsten zeitgenössischen Bildhauer siebenbürgischer Herkunft. Bereits 1970 vertrat Peter Jacobi Rumänien bei der Biennale in Venedig. Es folgten zahlreiche Einzelausstellungen unter anderem 1981 im Chicago Museum of Contemporary Art und 1984 im Musée d’Art Moderne de Paris. Nach seiner Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland hatte er zudem von 1971 bis 1998 eine Professur an der Hochschule für Gestaltung in Pforzheim inne. Als eines seiner Hauptwerke gilt das 2009 eingeweihte zentrale Holocaust-Mahnmal in Bukarest, das im Zentrum der Ausstellung steht (unser Bild).                   Foto: Beatrice UNGAR

Vom Klapotetz und der Apfelalm

Streiflichter von den 32. Deutschen Literaturtagen in Reschitza

Ausgabe Nr. 2786

Gruppenbild der Teilnehmer.
Foto: DFDBB

Was sucht eine Bierfabrik auf der Apfelalm? Gutes Wasser natürlich. Und was ein Klapotetz im Hof der Deutschen ,,Alexander Tietz“-Bibliothek? Die Spende des Landes Steiermark soll, so Gastgeber und Hauptorganisator Erwin Josef Țigla, die bösen Geister vertreiben… Der Klapotetz ist eine im südsteirischen Weinland verbreitete Vogelscheuche und besteht aus einem Windrad mit Welle und Schlägeln, die durch ihr rhythmisches Geklapper die Vögel von den Weingärten zur Zeit der Traubenreife fernhalten sollen. Der Name stammt aus dem Slowenischen: klopótec, zu deutsch „Klapper“. Solchen und ähnlichen Fragen konnten die Teilnehmenden an den 32. Deutschen Literaturtagen in Reschitza vom 19. bis 21. August nachgehen. Weiterlesen→

Gala der AHK Awards

Ausgabe Nr. 2786

Insgesamt 12 Projekte, die von acht Unternehmen und einer Stiftung, Mitglieder der AHK Rumänien, initiiert und entwickelt wurden, waren in die engere Wahl der von der AHK Rumänien organisierten Preisausschreibung, AHK Awards, gekommen, die herausragende Wirtschaftsleistungen auszeichnet. Die Gewinner wurden auf der Gala zum 20. Jubiläum bekannt gegeben, die am 1. September im Parlamentspalast in Bukarest stattgefunden hat. Weiterlesen→

Von Angesicht zu Angesicht

Iris Wolff und Horst Samson lasen im Rahmen der Künstlerresidenz Kleinschenk

Ausgabe Nr. 2786

Carmen Schuster (stehend), Horst Samson (sitzend) und  Iris Wolff (stehend) bestritten die Veranstaltung im voll besetzten Erasmus-Büchercafé (v. l. n. r.).               Foto: Beatrice UNGAR

Das war schon eine sehr besondere Veranstaltung mit den Schriftstellern Iris Wolff und Horst Samson am 1. September in der wohligen Atmosphäre des Erasmus-Büchercafés. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Künstlerresidenz Kleinschenk statt, eine Initiative des Vereins CONTRAFORT PRO Kleinschenk und der Kirchengemeinde Kleinschenk. Das Konzept wurde von Carmen Schuster und Michael Lisske erarbeitet und von Elisabeth Ochsenfeld, Galeristin und Künstlerin, kuratiert.  Ziel ist es, die Kirchenburg Kleinschenk auch einer anderen Nutzung als derjenigen für Gottesdienste zuzuführen, sie als Kulturkirche einem breiteren Publikum vorzustellen. Die jährliche Künstlerresidenz Kleinschenk ist eine Plattform, die bildende Künstler, Bildhauer, Schriftsteller und Galeristen aus unterschiedlichen Ländern zusammenbringt und sie zum Austausch auffordert.Weiterlesen→

Theologie und Predigthilfen

Dr. Jürgen Henkel startet mit ,,Auftrag und Wahrheit“ neue internationale Initiative

Ausgabe Nr. 2786

Eine neue theologische ökumenische Zeitschrift aus Hermannstadt bietet neuerdings unter hochkarätiger internationaler Beteiligung aus verschiedenen Kirchen theologische Aufsätze zu verschiedenen Themen, Rezensionen und vor allem katholische und evangelische Predigthilfen und Predigtentwürfe zu den Sonn- und Feiertagen des Kirchenjahrs. Unter dem Titel „Auftrag und Wahrheit. Ökumenische Quartalsschrift für Predigt, Liturgie und Theologie“ konnte der bayerische evangelisch-lutherische Theologe Pfarrer Dr. Jürgen Henkel aus Selb als Initiator und Schriftleiter namhafte internationale Theologen als Mitherausgeber gewinnen. Dazu zählen Kardinal Gerhard Müller (Rom), der rumänische orthodoxe Metropolit Serafim von Deutschland, Zentral- und Nordeuropa (Nürnberg) sowie der Bischofsvikar der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, Dr. Daniel Zikeli (Bukarest). Weiterlesen→

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2786

 

Freitag Abend Sommernachtsparty

Hermannstadt. – Zu der traditionellen Sommernachtsparty im Hof des Teutsch-Hauses in Hermannstadt sind alle, die gern tanzen und einen fröhlichen Abend verbringen wollen, heute, Freitag, dem 9. September, eingeladen.

DJ Dietrich und DJ Michael sorgen für schwungvolle Musik. Getränke können den ganzen Abend im Erasmus-Büchercafé gekauft werden.

Die Unterhaltung beginnt um 19 Uhr. Ort: „Friedrich-Teutsch“-Begegnungs- und Kulturzentrum, Fleischergasse/Mitropoliei 30. (GR)Weiterlesen→

,,Eine gute und nachhaltige Initiative“

Ausgabe Nr. 2785

Rückblick auf den Siebenbürgischen Kultursommer mit Dr. Heinke Fabritius

Dr. Heinke Fabritius.
Foto: Hanna HENNENKEMPER

,,Licht und Schatten: Malerei der 1920er Jahre in Siebenbürgen“ lautete der Titel des Vortrags zu zehn Bildern aus einem Jahrzehnt, das gern als das „goldene“ apostrophiert wird, den Dr. Heinke Fabritius, Kulturreferentin für Siebenbürgen am Siebenbürgischen Museum in Gundelsheim am Neckar am 4. August d. J. im  Spiegelsaal des Hermannstädter Forums gehalten hat. Der Vortrag war speziell für die erste Auflage des Siebenbürgischen Kultursommers konzipiert worden und führte hinein in eine Zeit voller neuer Hoffnungen und Herausforderungen. Zu ihrem Vortrag und zu den Veranstaltungen des Siebenbürgischen Kultursommers gab Dr. Heinke Fabritius der HZ-Chefredakteurin Beatrice U n g a r in dem nachfolgenden Interview Auskunft.

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Miteinander Vielfalt gefeiert

Ausgabe Nr. 2785

Streiflichter vom 18. ProEtnica-Festival in Schäßburg

ProEtnica 2022: Vom 25. bis zum 28. August hat nach zwei Jahren Pause erneut das ProEtnica-Festival in Schäßburg stattgefunden. Neben mehr als 60 Vorstellungen Vorstellungen mit traditioneller Musik und Tänzen von über 600 Angehörigen der 20 nationalen Minderheiten fanden die Reihen ,,Agora des interkulturellen Dialogs”, der ,,Literatursalon” und Foto- und Malereiausstellungen statt. Lesen Sie mehr dazu auf Seite 3. Unser Bild: Die Dionyssos-Singgruppe des Verbands der Griechen in Rumänien. Foto: Annika KÖNNTGEN

Vom 25. bis zum 28. August hat nach zwei Jahren Pause die 18. Auflage des interkulturellen Festivals ProEtnica in Schäßburg stattgefunden. Neben mehr als 60 Vorstellungen mit traditioneller Musik und Tänzen von über 600 Angehörigen der 20 nationalen Minderheiten fanden die Reihen ,,Agora des interkulturellen Dialogs”, der ,,Literatursalon” und Foto- und Malereiausstellungen statt.

Die Veranstalter beschreiben das Event als ,,Instrument zur Hervorhebung der ethnokulturellen Vielfalt” und als “Modell des friedlichen Zusammenlebens”. Die HZ-Praktikantin Annika Könntgen hat das Festival besucht und beschreibt, warum das aus ihrer Sicht vollkommen gelungen ist.

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,,Die Welt ist bereit für Enescu“

Ausgabe Nr. 2785

Klausenburger Malschule stellt in der UAP-Galerie aus

Maestro Vladimir Jurowski, Robert Schwartz, Cristina Uruc und Maestro Cristian Măcelaru bei ihrem Podiumsgespräch (v. l. n. r.). Foto: Virgil OPRINA

Am 4. September wird der diesjährige „Internationale George-Enescu-Wettbewerb“ im Rumänischen Athenäum in Bukarest durch die Philharmonie unter Leitung von Maestro Peter Ruzicka eröffnet. Es ist weltweit einer der anerkanntesten Wettbewerbe für klassische Musik. Bis zum 18. September erhalten Musikinteressierte die Möglichkeit, den jungen Musikerinnen und Musikern bei ihren Aufführungen zuzuhören – optional auch per Livestream. Doch bereits jetzt laufen die Vorbereitungen für das „George-Enescu-Festival“ im kommenden Jahr auf Hochtouren.

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Zwischen Täuschung und Selbsttäuschung

Ausgabe Nr. 2785

Carmen E. Puchianu präsentierte ihre neueste Premiere in Reschitza


Carmen E. Puchianu im ,,Kampf“ mit den Dingen. Fotos: DFDBB

,,Absurdes Theater ist nicht mein Ding“, antwortete eine Premierenbesucherin auf die Frage, wie ihr das neueste Ein-Personen-Stück der Kronstädter Autorin Carmen Elisabeth Puchianu gefallen hat, das diese unter dem Titel ,,Entsorgt. Theater des Ichs“ am Samstag, den 20. August d. J., im Rahmen der 32. Auflage der Deutschen Literaturtage in Reschitza im ,,West“-Theater aufgeführt hat. Das Absurde gehört allerdings schon seit geraumer Zeit zum Alltag und so ist auch diese neueste Produktion Puchianus sprachlich und gestisch-mimisch exzentrisch und zwischen Täuschung und Selbsttäuschung angesiedelt.

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Einen Zirkus veranstalten, warum nicht?

Ausgabe Nr. 2785

Buntgemischte Kindergruppe beim ,,Circus Danubii“-Ferienlager in Bekokten 

Pyramidenbau mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ders Zirkuscamps ,,Danubii“.
Foto: Nelu AVRAM

Seit der Antike lieben es Menschen, in den Zirkus zu gehen und sich von der Darbietung beeindrucken zu lassen. Wie wäre es jedoch, wenn man die Chance hätte, statt zuzuschauen, selbst als Künstler im Rampenlicht zu stehen? Diese Gelegenheit nutzten die wagemutigen Kinder, die letzte Woche an dem Ferienlager „Circus Danubii“ teilgenommen haben.

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Der Schöpfer des Rolands vom deutschen Heldenfriedhof in Kerz

Ausgabe Nr. 2785

Auf den Spuren des Hermannstädter Bildhauers Fritz Zelch / Wie die Burgkirche in Michelsberg vor 80 Jahren zum ,,germanischen Golgotha“ wurde / Von Konrad KLEIN

Pfarrer Carl Reich mit Konsul Karl Stauss (im Hanomag), damals Beauftragter der Deutschen Kriegsgräberfürsorge in Rumänien (Kerz, 1928). Foto: Samml. Gotthelf Zell

Anlass dieses Beitrags ist der verdienstvolle Artikel von Prof. Heinz Acker über seinen Urgroßvater Carl Reich, in dem ich aufgrund eines redaktionellen Eingriffs mit einer leider falsch wiedergegebenen Information zum Bildhauer „Rudolf Zelch“ erwähnt wurde (HZ vom 10. Juni 2022, S. I). Eine nähere Beschäftigung mit Fritz Zelch (Rudolf Binder war sein Arbeitgeber), dem Schöpfer der markanten Rolandfigur vom Kerzer Heldenfriedhof, lohnt indes ebenfalls und hält Überraschendes bereit. Aus ähnlichen Gründen habe ich einige unbekannte Fakten zur Geschichte der Heldengedenkstätte auf der Michelsberger Burg und, damit zusammenhängend, der Steinmetzfirma R. Binder zusammengetragen, der wohl bedeutendsten siebenbürgischen Firma für Sepulkral- und Gedächntniskultur.

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