Nachrichten

Ausgabe Nr. 2806

Foto: Adrian LUCA

In eigener Sache

Bald sind wir 55!

Am 25. Februar 2023 feiert die Hermannstädter Zeitung ihren 55. Geburtstag. Daher bitten wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, uns von Ihren Erfahrungen mit der HZ zu berichten, uns zu schreiben, was Ihnen an der Zeitung gefällt, was nicht, welche Themen Sie vermissen, aber auch, welcher Themen Sie überdrüssig sind. Ihre Ideen, Vorschläge und Kritiken wollen wir in unserer Ausgabe vom 24. Februar 2023 veröffentlichen (und, soweit möglich, natürlich auch beherzigen).

Die RedaktionWeiterlesen

Von Bindung und Entwurzelung

,,Der Kirschgarten“ – erste Premiere des Jahres am Radu Stanca-Nationaltheater

Ausgabe Nr. 2805

Erste Premiere des Jahres am TNRS: Zehn von insgesamt 15 Schauspielerinnen und Schauspieler, die in der ersten Premiere des Jahres am TNRS auftreten, sind auf dem Bild oben zu sehen: Ofelia Popii, Pali Vecsei, Mariana Mihu-Plier, Diana Fufezan, Horia Fedorca, Antonia Dobocan, Ștefan Tunosiu, Ioana Cosma, Ali Deac, Andrei Gîlcescu (v. l. n. r.).                                                                                                                                         Foto: Andrei VĂLEANU

Auf eine leere Theaterbühne blickten die Zuschauer am Freitagabend, dem 10. Februar, zur Premiere des Klassikers „Der Kirschgarten“ von Anton Tschechow an der rumänischen Abteilung des Hermannstädter Radu-Stanca-Nationaltheaters. Kein Stuhl, kein Tisch, keine Kirschblüte – nur die schwarz gestrichene Bühne und der offene Vorhang waren zu sehen. Das von dem Moldauer Regisseur Dumitru Acriș inszenierte Theaterstück ist die erste Premiere des Jahres und wurde mit minutenlangem Stehapplaus beendet.  Weiterlesen

Spendenübergabe

Ausgabe Nr. 2805

Mittwoch übergab eine Delegation von Schülerinnen und Schülern der Klassen 5-12 des Hermannstädter Samuel von Brukenthal-Gymnasiums aus dem Erlös des Weihnachtsbasars vom 21. Dezember 2022 eine Spende von 13.500 Lei der Leiterin des Dr. Carl Wolff-Altenheims, Ortrun Rhein, für das Kinderhospiz des gleichnamigen Vereins. Bei der  Übergabe wurden sie von der Schulleiterin Monika Hay und ihrer Stellvertreterin Delilah Florea begleitet.   Foto: Beatrice UNGAR

,,Seht, das ist Gottes Lamm“

Broschüre zum Johannis-Altar von Radeln erschienen

Ausgabe Nr. 2805

Die Werktagsseite des Flügelaltars von Radeln zeigt die Passion Christi. Foto: Stefan Jammer

In seiner Reihe zu Siebenbürgischen Altären veröffentlichte Pfarrer im Ruhestand Dr. Rolf Binder kürzlich ein Heft über den 490 Jahre alten Johannis-Altar von Radeln. Das Anliegen des Autors ist es, dieses herausragende Werk der sakralen Kunst als Glaubenszeugnis und Meditationsobjekt zu deuten.Weiterlesen

Im Dienst des Gemeinwohls

Buch über Leben und Wirken der von Heydendorffs

Ausgabe Nr. 2805

Hansotto Drotloff, Helmuth Knall, Markus Lörz und Viorel Ștefu: In memoriam Conrad von Heydendorff, Crisserv Verlag Mediasch 2022, 276 Seiten, ISBN 978-973-8990-76-0. Der Druck des Buches erfolgte mit finanzieller Unterstützung des Departements für interethnische Beziehungen der rumänischen Regierung durch das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien. Das Buch wird kostenlos verteilt.Auf dem Umschlag vorne abgebildet ist Michael Daniel Stefan Conrad von Heydendorff (1769-1857).

„In Memoriam Conrad von Heydendorff – Zwei Jahrhunderte im Dienst des Gemeinwohls in Mediasch und Siebenbürgen“ ist ein Sammelband über das Leben und Wirken der bedeutsamen Familie von Heydendorff aus Mediasch. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der Heimatgemeinschaft Mediasch, dem Demokratischen Forum der Deutschen in Mediasch, dem Siebenbürgischen Museum Gundelsheim und dem Bürgermeisteramt Mediasch veröffentlicht. Weiterlesen

Die Blumen waren ihre Welt

Eine unbekannte siebenbürgische Künstlerin

Ausgabe Nr. 2805

Zinnien (Zinnia elegans) wurden und werden in Siebenbürgen auch u. a. ,,Junge Herren“ oder ,,Ochsenaugen“ genannt.

Nach einigen Jahrzehnten der stillen, unverändert hohen und sehr ehrlichen Wertschätzung soll eine Künstlerin, die einige meiner Bilder signiert hat und die in der Welt der Kunst weder bekannt noch anerkannt ist, auch einen „Rahmen“ bekommen, auch wenn dieser für sie zu spät kommt. Es handelt sich um Helene Maria Amalie Wilhelmine Fink, die am 24. April 1909 in Türmitz /Trmice bei Aussig an der Elbe/Ústí nad Labem (heutige Tschechische Republik) geboren wurde und am 19. Februar1993 in Hermannstadt gestorben ist. Wer also dachte, der Organist, Chorleiter, Dirigent, Musikpädagoge und Komponist Franz Xaver Dressler (1898-1981) sei der einzige im böhmischen Aussig an der Elbe Geborene, der irgendwann in Hermannstadt ansässig geworden ist, irrt. Aus Anlass des 30. Todestages von Helene Maria Fink hat eine Freundin der Familie folgenden Beitrag verfasst und stellte ihn der Hermannstädter Zeitung dankenswerterweise zur Verfügung.Weiterlesen

Molière im Spiegelsaal

Streiflichter von dem Seniorennachmittag des DFDH

Ausgabe Nr. 2805

Johanna Adam, Gyan Ros Zimmermann und Daniel Plier (v. l. n. r.) von der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters proben derzeit ,,Moliéres sämtliche Werke“ und ließen die Seniorinnen und Senioren am Dienstag im Spiegelsaal des DFDH einige Szenen genießen.Foto: Beatrice UNGAR

Das Seniorentreffen des Demokratischen Forums Hermannstadt fand in angenehmer Atmosphäre am Dienstag, dem 14. Februar, im Spiegelsaal statt. Mit Molière, Gespräche über einen am Stadtrand herumirrenden Braunbären und einem Erdstoß, dazu die deutsche Abteilung des Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheaters war es wohl ein Nachmittag, der in Erinnerung bleiben wird. Weiterlesen

Bei minus 20 Grad Celsius

Ausgabe Nr. 2805

Blick von der Thalheimer Höhe auf die Fogarascher Berge bei minus 20 Grad Celsius klirrender Kälte morgens um 7 Uhr. Solche Außentemperaturen gehören jetzt wohl der Vergangenheit an, der Schnee taut auch schon, es wird am Wochenende regnen und stürmisch sein.                                                                                                   Foto: Andreas GALTER

,,Unruhig bewegte Formgebilde“

Ritzi & Peter Jacobi stellen gemeinsam in der Jecza Gallery in Temeswar aus

Ausgabe Nr. 2805

Blick in die Ausstellung: links an der Wand: Ritzi Jacobi: ,,Stella“ (Tapisserie); Bildmitte: Bronzesäulen von Peter Jacobi; rechts an der Wand: Peter Jacobi: ,,Westwall“ (Vintage-Prints).                                      Foto: jeczagallery.com

Mit der Ausstellung „Textur der Erinnerung. Ritzi & Peter Jacobi – Werke aus fünf Jahrzehnten“ stellt die Jecza Gallery in Temeswar erstmals seit langer Zeit das Schaffen von Ritzi und Peter Jacobi in einer gemeinsamen Präsentation vor. Neben den in den 1960er bis 1980er Jahren zusammen erarbeiteten Werken bezieht die Ausstellung auch spätere Exponate ein, die getrennt entstanden sind. Eröffnet wurde die Werkschau am 15. Februar, am Vortag der offiziellen Eröffnung des Kulturhauptstadtjahres in Temeswar. Weiterlesen

Wenn Ismene geredet hätte…

Premiere mit One-Woman-Show ,,Schwester von…“ im Habitus-Kulturzentrum

Ausgabe Nr. 2805

Cristina Ragos (Ismene) zeigt anklagend auf das Portraitfoto ihres Kollegen Daniel Plier, der in der Inszenierung ,,antigone.ein requiem“ Ismenes Onkel Kreon spielt.                                                                                      Foto: TNRS

Antigone wird nicht genannt. Ismene spricht nur von ,,meine Schwester“, wie um sich zu rächen, weil sie in allen Bearbeitungen dieses Mythos, wenn überhaupt, als ,,Schwester von Antigone“ vorkommt. Eine Nebenrolle wird in dem Stück ,,Schwester von“ der niederländischen Autorin Lot Vekemans zur tragenden Rolle einer One-Woman-Show. Und in der Inszenierung ,,Soră-sa“ durch Hunor Horváth an der  rumänischen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters zieht die Schauspielerin Cristina Ragos alle Register aus der Kiste der (verletzten) Gefühle.Weiterlesen