Sieben Medaillen bei Europameisterschaft

Ausgabe Nr. 2910

Der Hermannstädter Bodybuilder Robert Mihai Frățilă (unser Bild) hat an der Europameisterschaft in Santa Susanna (Spanien) teilgenommen, die vom 30. April bis zum 5. Mai stattgefunden hat und brachte insgesamt sieben Medaillen nach Hause.

Die wichtigste Medaille, die der 21-Jährige Hermannstädter dieses Mal gewonnen hat, ist die Goldmedaille in der Kategorie Junior Men Games Classic Bodybuilding und Overall Champion bei den 21-23-Jährigen. Außerdem heimste er noch vier Silbermedaillen (in den Kategorien Classic Bodybuilding Junioren; Bodybuilding 75 kg Junioren, Men Classic Bodybuilding Senioren 175 cm; Men Games Classic Bodybuilding Senioren 180 cm) und eine Bronzemedaille (in der Kategorie Classic Physique Junioren) ein.

„Dies ist meine zweite Teilnahme an einer Europameisterschaft, bei der ich eine fantastische Erfahrung gemacht habe. Ich habe unvergessliche Momente erlebt und bin dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte, mein Land mit Stolz zu vertreten. Die Anstrengung war groß, aber jedes Opfer war es wert für das, was ich erleben und erreichen konnte”, sagte Robert Frățilă der Hermannstädter Zeitung. Als nächstes wird der Hermannstädter Kraftsportler an der Landesmeisterschaft teilnehmen, die vom 28. Mai bis zum 1. Juni in Hermannstadt stattfinden wird.

Die rumänische Nationalhymne erklang während der vier Tage der Meisterschaft 25 Mal und die rumänischen Kraftsportler erhielten insgesamt 69 Auszeichnungen. Außerdem belegte das rumänische Team den ersten Platz im Medaillenspiegel von 28 teilnehmenden Ländern.

Text: Cynthia PINTER; Foto: Privat

Eines der folgenschwersten Ereignisse

Betrachtungen zu 80 Jahren seit dem Victory in Europe Day (kurz: VE Day)

Ausgabe Nr. 2910

Paul Milata: Zwischen Hitler, Stalin und Antonescu. Rumäniendeutsche in der Waffen-SS. 478 Seiten, Schiller Verlag Hermannstadt-Bonn 2023, broschierte Ausgabe, ISBN 978-3-9499583-48-3, 89 Lei/19,90 Euro.
Das Titelbild zeigt SS-Obergruppenführer Berger, wie er im Oktober 1943 in Wien zu Rekruten der Waffen-SS aus Siebenbürgen spricht.

Die bedingungslose Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945 beendete fast alle Kampfhandlungen des Zweiten Weltkrieges in Europa. Etwa 3 Prozent der Weltbevölkerung war von 1939 bis 1945 getötet worden. Der 8. Mai kennzeichnet auch das Ende des sogenannten Zweiten Dreißigjährigen Krieges (1914-1945).

Auch für die Deutschen in Rumänien war der Zweite Weltkrieg eines der folgenschwersten Ereignisse ihrer Geschichte. Und auch hier gilt: Wer die Jahre 1939-1945 verstehen möchte, muss in das Jahr 1919 zurückblicken. Weiterlesen

Mehrleistung wird anerkannt

Deutschland fördert Lehrkräfte im deutschsprachigen Schulwesen in Rumänien

Ausgabe Nr. 2910

Botschafter Dr. Peer Gebauer (links) und Klaus-Harald Sifft bei der Unterzeichnung des Zuwendungsvertrags.          
Foto: @Deutsche Botschaft Bukarest

Mit dieser Förderung soll Deutsch auf muttersprachlichem Niveau an staatlichen Schulen und Bildungseinrichtungen in Rumänien gefördert und der Mangel an qualifizierten Lehrkräften verringert werden. Das Projekt zielt durch regelmäßige Fortbildung von deutschsprachigen Lehrkräften und moderne deutschsprachige Schulbücher darauf ab, Schülerinnen und Schülern in Rumänien auch in Zukunft den Erwerb der deutschen Sprache auf muttersprachlichem Niveau zu ermöglichen. Zudem sollen deutschsprachige junge Menschen motiviert werden, eine Lehrerkarriere anzustreben.Weiterlesen

Rainer Maria Rilkes ,,Gesang” auf Weltreise

Streiflichter von einem Fest für Lyrik und Kunst in Klausenburg

Ausgabe Nr. 2910

Gruppenbild der an dem Projekt beteiligten Lehrerinnen und Lehrer von der Apáczai-Csere-János-Schule.

Poesie wurde (auch) in diesem Frühling besonders großgeschrieben: Der 21. März ist traditionell der Welttag der Poesie, der 11. April der Tag der Ungarischen Dichtung – und im März erschien zudem das Buch „Viva la poesia!” von Papst Franziskus, eine Anthologie von Texten über Literatur und Dichtung. Kurz vor seinem Tod würdigte er darin die Kraft der Poesie: „Die Poesie hilft uns allen, Mensch zu sein – und wir brauchen sie heute so sehr.“ Diese poetische Stimmung war deutlich spürbar in der Kunstgalerie der Apáczai-Csere-János-Schule in Klausenburg, als dort am 16. April das internationale Posterfest zum österreichischen Jubiläumsdichter Rainer Maria Rilke als Höhepunkt der Veranstaltungsreihe Lyrikfest eröffnet wurde.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2910

  1. ,,Begegnung auf dem Huetplatz“ und Maifest

Hermannstadt. – Unter dem Motto „Verwurzelt in Hermannstadt. Offen für die Welt” findet vom 9. bis zum 11. Mai d. J. die 15. „Begegnung auf dem Huetplatz”, wie das Treffen der Hermannstädter von nah und fern in Hermannstadt genannt wird,.Die wichtigsten Programmpunkte: Freitag, 9. Mai, ab 15 Uhr, Forumshaus: Infostände der Handarbeitskreise im Foyer des Forums; 16 Uhr: Eröffnungsveranstaltung; 19 Uhr, Teutsch-Haus: Vortrag von Thomas Șindilariu, „Andreanum – 800 Jahre Recht und Verfassung der Siebenbürger Sachsen“. Samstag, 10. Mai, 9.30 Uhr: Maifest (Aufmarsch über den Kleinen und Großen Ring, Heltauergasse, Harteneckgasse bis zum Parkplatz Thaliasaal und Programm im Jungen Wald, bis 17 Uhr); 11 Uhr, Spiegelsaal: Buchvorstellung – Ilse Philippi, „Evangelische Persönlichkeiten auf dem historischen evangelischen Teil des Hermannstädter Zentralfriedhofs“; 13 Uhr: Führung auf dem evangelischen Teil des Hermannstädter Zentralfriedhofs; 17 Uhr, Forumshaus: Vortrag von Hannelore Baier zur Deportation; 17 Uhr, Erasmus-Büchercafé: Lesung mit Heinrich Heini; 18 Uhr, ebenda: Buchvorstellung – Hans Klein Ausgerichtet auf das Kommende. Erinnerungen, 19 Uhr: Konzert in der ev. Stadtpfarrkirche. Sonntag, 11. Mai, 10 Uhr: Gottesdienst in der ev. Stadtpfarrkirche; 11 Uhr: Begegnung auf dem Huetplatz mit der Neppendorfer Blaskapelle, der Lehrertanzgruppe, der Tanzgruppe der Brukenthalschule und der Volkstanzgruppe des Jugendforums Hermannstadt. (BU)Weiterlesen

Passionsmusik und Eierschippeln

Rückblick auf den Palmsonntag, den Ostersonntag und den Ostermontag

Ausgabe Nr. 2909

Beim Eierschippeln in Neppendorf am Ostermontag machte das Wetter mit und alle hatten großen Spaß.
Foto: Beatrice UNGAR

Mit der Eröffnung des Ostermarktes auf dem Großen Ring begann am 11. April der Reigen der Veranstaltungen rund um Palmsonntag und Ostern in und um Hermannstadt. Da alle christlichen Konfessionen in diesem Jahr gemeinsam das Fest der Auferstehung des Herrn feierten herrschte eine besondere Stimmung. Zunächst war das natürlich auf dem schon erwähnten Ostermarkt zu spüren, danach auf dem Osterbasar im Spiegelsaal des DFDH am 12. April, am Samstag vor Palmsonntag. Weiterlesen

Mit keiner Arbeit überfordert gewesen

Interview mit dem Orgelbauer Hermann Binder

Ausgabe Nr. 2909

Das Ehepaar Dorothea und Hermann Binder.              
Foto: Werner FINK

„Eine Vielfalt von Orgeln unterschiedlichen Alters, Größe und Funktionsweise gehörten in den Bereich meiner Arbeiten für die Evangelische Kirche A. B. in Rumänien”, erklärt der Orgelbauer Hermann Binder, der am 28. April 1945 in Schäßburg geboren wurde. Zwischen 1963 und 1968 studierte er Physik in Klausenburg und war danach kurze Zeit Lehrer in Stolzenburg. Da die Evangelische Kirche A. B. in Rumänien dringend eine Fachkraft für die Wartung von Orgeln suchte, meldete er sich und wählte dafür eine Ausbildung zum Orgelbauer bei der Firma Alexander Schuke Orgelbau in Potsdam.

Die Aktivität als Orgelbauer in Siebenbürgen begann 1973 mit der Restaurierung der Orgel in Arbegen als Angestellter des Landeskonsistoriums der Evangelische Kirche A. B. in Rumänien (EKR). Im Jahr 1995 wurde die Werkstatt als GmbH eingetragen, um den Ablauf der Arbeiten besser gestalten zu können und Kunden außerhalb der EKR bedienen zu können. Im Jahr 2000 war er Mitbegründer des Vereins in Rumänien ansässiger Orgelbauer (AOR) und ebenfalls 2000 erschien sein Buch „Orgeln in Siebenbürgen“ im Gehann-Musik-Verlag Kludenbach, in der Reihe „Musikgeschichtliche Studien“. Seit 1973 ist er mit Dorothea Franke verheiratet und hat drei Töchter und fünf Enkelkinder. Zu seinem Werdegang führte HZ-Redakteur Werner F i n k mit Hermann Binder folgendes Gespräch:Weiterlesen

Schule Nr. 13 komplett saniert

Ausgabe Nr. 2909

Der alte Trakt der Schule Nr. 13, Baujahr 1934, in der Langgase wurde komplett energieeffizient (neue Anschlüsse und Rohre usw.) modernisiert und mit IT-Geräten und neuen Möbeln ausgestattet. Die Räumlichkeiten sind seit dem 31. März d. J. wieder in Nutzung. 2016 war ein neuer Trakt angebaut worden. Besonders erwähnenswert ist die analoge Uhr (siehe Bild links oben), die seit 40 Jahren außer Betrieb war und nun ersetzt wurde und funktioniert.                                        Fotos: Presseamt der Stadt/Beatrice UNGAR

Bill Murray und Kathleen Turner beim FITS

Highlights des diesjährigen Theaterfestivals bekannt gegeben

Ausgabe Nr. 2909

Das Stück „New Worlds” mit der Geigerin Mira Wang, der Pianistin Vanessa Perez, dem Schauspieler Bill Murray und dem Cellisten Jan Vogler (v. l. n. r.) gehört zu den Highlights der diesjährigen Auflage.     Foto: FITS

Die Vorbereitungen für die diesjährige 32. Ausgabe des Internationalen Hermannstädter Theaterfestivals (FITS) sind in vollem Gange, gab Festivalleiter Constantin Chiriac in einer Pressekonferenz am 10. April bekannt und verriet auch schon einige Highlights, auf die sich die Theaterliebhaber freuen dürfen. Das Theaterfestival findet vom 20.-29. Juni statt und trägt das Motto „Danke“ (Mulțumesc). Das Programm mit über 830 Veranstaltungen kann man auf www.sibfest.ro aufrufen und ebenda auch online Eintrittskarten kaufen. Natürlich kann man auch Eintrittskarten in der Theateragentur (Str. N. Bălcescu 17, Di.-So. 11-18 Uhr, Tel. 0369-10.15.78) kaufen.Weiterlesen

90 Jahre seit Raketenstart in Mediasch

Ausgabe Nr. 2909

Um der 90 Jahre zu gedenken, seit Professor Hermann Oberth (1894-1989) am 11. April 1935 in Mediasch an der Fliegerschule seine erste Flüssigkeitsrakete hatte steigen lassen, hat der Mediascher Philatelist Liviu Pintican einen Sonderbriefumschlag mit einem Sonderstempel bei der Rumänischen Post in Auftrag gegeben. Der Sonderstempel ist datiert und mit diesem wurde am 11. April 2025 die Korrespondenz im Postamt Mediasch Nr. 1 gestempelt. Auf dem Bild links sind Hermann Oberth und eine Luftaufnahme von Mediasch abgebildet.                                                                       Foto: Cynthia PINTER