„Sehr berührt“

2622

Spenden und Herznasen für den Dr. Carl Wolff-Verein

Heimleiterin Ortrun Rhein (links) und der Österreichische Honorakonsul Andreas Huber bei der symbolischen Scheckübergabe am Mittwoch der Vorwoche. Foto: Beatrice UNGAR

Vor und nach Ostern herrschte in den Einrichtungen des Dr. Carl Wolff-Vereins in Hermannstadt wie immer reger Betrieb. Gleich zwei großzügige Spenden trafen ein für das Kinderhospiz und in alle drei Einrichtungen – Erwachsenenhospiz, Altenheim und Kinderhospiz – schickte der Verein Herznasen Neuburg e. V. die Clowns Sepp und Kerstin Egerer. Eingeladen wurde der Verein von dem Ehekirchner Unternehmer Werner Seeger, der schon lange Zeit in Rumänien als Trainer und Berater für Unternehmen tätig ist. 

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„Es war uns ein Anliegen“

2622

Osterpäckchen für Kinderheime in Weidenbach und Orlat

Markus Goldbach, Hannelore Farnung, Thomas Storch, Michel Geschke (oben, v. l. n. r.) und Michael Lipus (vorne, 2. v. l. ) in Orlat.

Osterpäckchen aber auch alle möglichen Hilfsgüter überbrachte eine Delegation um Michael Lippus von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) Neuhof und Matthias Goldbach vom Kreisverband Fulda des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) an das Kinderheim der Stiftung für verlassene Kinder (PECA) in Weidenbach im Kreis Kronstadt sowie an das Kinderheim in Orlat im Kreis Hermannstadt. Die Helfer kommen seit vielen Jahren regelmäßig vor Ostern und im September nach Rumänien.

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Sehr gut besucht

2622

Lesung mit Traian Pop Traian und Horst Samson

Traian Pop Traian (lins, sitzend) und Horst Samson bei der sehr gut besuchten Lesung im Erasmus-Büchercafé. Foto: Beatrice UNGAR

Angesagt war am Karfreitag letzte Woche eine Lesung mit den Schriftstellern Eginald Schlattner, Horst Samson und Traian Pop Traian im Erasmus-Büchercafé in Hermannstadt. Schlattner sagte kurzfristig ab, so dass Pop und Samson die Veranstaltung bestritten. 

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„alles frei, aber nichts umsonst“

2622

 

Gebürtiger Oberwischauer veröffentlicht Prosaband

Thomas Perle war 2018 Stadtschreiber von Rottweil. Foto: dpa/Gollnow

Thomas Perle, 1987 in Oberwischau/Vișeu de Sus geborener deutscher Schriftsteller und Dramatiker, hat 2018 ein Buch vorgelegt, in dem er über die Zerrissenheit der Menschen zwischen zwei Welten schreibt. Etwas gewöhnungsbedürftig ist das vollkommene Weglassen der Großschreibung. Der Schreiber zeigt damit das Vergängliche, indem er auf die Heraushebung des Bestimmenden, des Ewigen, verzichtet! Thomas Perle beginnt sein Buch am 25. Dezember 1989 vor dem Fernseher und nicht unter dem Weihnachtsbaum, der Fernseher lief den ganzen Tag und zeigte nicht, wie gewohnt, zwei Stunden sozialistische Traumwelt. Es wurden Bilder von buhenden Menschen, Hubschraubern, Panzer, einem alt gewordenen „Conducător“ und einer hysterischen  „Mutter des Volkes“ gezeigt. Ein ganzes Land saß vor dem Fern-
seher und wusste nicht, was kommen wird. 

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Isidore Isou und die anderen

2622

Rückblick auf die France-Roumanie-Saison in Frankreich        

Isidore Isou: Chronographismes. Öl auf Leinwand, 1961

Das Karrussel der Saison France-Roumanie in Frankreich drehte sich bis zum 14. April weiter. Gerade wurde noch eine kleine „Konfrontation” der Bilder von Ciprian Mureșan und Șerban Savu eingeweiht, die ja schon einen Dialog ihrer Werke zu Anfang der Saison hatten, diesmal im Atelier von Brâncuși. Man sieht da auch Fotos einer Installation von Mureșan 2012 im  Museum von Klausenburg, wo er bei einigen Skulpturen, u. a. einer von Brâncuși, „die Perspektive verändert” hatte. Wieder sind die Bilder von Mureșan reichlich gefüllt und verinnerlicht, während Savus Bilder das Leben draußen zeigen. Ihre Präsenz im Atelier Brâncuși ist vielleicht ein Hinweis über Rumäniens Präsenz in der französischen Kultur damals und heute.

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Nachrichten

2622

In eigener Sache

Freilichtmuseum Samstag geschlossen

Heute Transilvania-Markt

Gespräch mit Octavian Saiu

Konsulat geschlossen

Zoo und Museum sind offen

Männerchor auf Tournee

Deutsch für Kinder

Konzert in der Sakristei

Gebetswachen für die EU

Hebräisch für Anfänger

Dokumentarfilmworkshop

Brunches und Fahrradtour

Open Call für Künstler

Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache

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Der tiefe Sinn von Ostern

Osterbotschaft von Dechant Hans-Georg JUNESCH

Ausgabe Nr. 2621

 

„Denkt an mich und an das, was ich für euch getan habe!“

Liebe Leserinnen und Leser,

vielleicht erschließt es sich nicht sofort, wer den zitierten Satz gesagt hat. Es war jedenfalls kein politisch aktiver Mensch, nicht links und auch nicht rechts orientiert. Obwohl, viele behaupten das, besonders  Linksgerichtete, und meinen, das sei das Bedeutendste an ihm. Ein Revolutionär sei er also gewesen. Nur, war das wirklich seine wahre Absicht? Verkennen wir ihn da nicht? Weiterlesen

Honigkekse, Mehlspeisen und Gestricktes

30. Osterbasar der Handarbeitskreise fand im Presbyterialsaal statt

Ausgabe Nr. 2621

 

Wie schon bei den früheren Auflagen wurde der Tisch mit den Honigkeksen beim Osterbasar der Hansarbeitskreise des Evangelischen Frauenkreises im Presbyterialsaal als erster gestürmt.       Foto: Cynthia PINTER

Noch nie hat der Presbyterialsaal so lecker nach Zimt, Nelken und Honig geduftet, wie am Samstagmorgen. Im Haus am Huetplatz Nummer 2 fand nämlich der schon zur Tradition gewordene Osterbasar der Handarbeitskreise des Hermannstädter Evangelischen Frauenkreises statt. Und zum Osterbasar wie zum Weihnachtsbasar gehören die Honigkekse dazu. Häschen in allen Größen und Formen, wunderschön mit weißem Zuckerschnee verziert, hießen die Gäste willkommen. Viele der ersten Käufer stürzten sich regelrecht auf den vollen Tisch. Auch dieses Jahr war der Honigkekse-Stand der erste, der nach wenigen Minuten leer war. Weiterlesen

„Wartemit Janiauf einlebenszeichen voneuch.“

Ausstellung zum Gedenken an die Deportation in der Sakristei

Ausgabe Nr. 2621

Der Luxemburger Fotograf Marc Schroeder in seiner Ausstellung.
Foto: Jan-Christian BREWER

In seiner Ausstellung „Deportation der Rumäniendeutschen. Immer war diese Hoffnung. Ehemalige Russlanddeportierte erinnern sich“ setzt sich der Luxemburger Fotograf Marc Schroeder mit der im Januar 1945 erfolgten Deportation der deutschen Minderheit aus Rumänien in die damalige Sowjetunion auseinander – und spiegelt damit auch die Gefühle der Überlebenden wider.Weiterlesen

Die Schreibmaschine als roter Faden

Streiflichter von der 29. Auflage der Deutschen Literaturtage in Reschitza

Ausgabe Nr. 2621

 

Edith Ottschofski, Horst Samson und Traian Pop (v. l. n. r.)
Foto: Privat

Wer drei volle Tage mit Lesungen, Buchvorstellungen, einer Vernissage und einem Theaterstück erleben darf, sucht beim Berichten natürlich nach dem sprichwörtlichen roten Faden… Diesen stellte bei den 29. Deutschen Literaturtagen in Reschitza die gute alte Schreibmaschine dar. Der in Reps geborene und heute in Backnang lebende Schriftsteller Hellmut Seiler erzählte, wie er – wie vor 1990 alle Besitzer einer Schreibmaschine – mit seiner Schreibmaschine zur Miliz wandern und eine Schriftprobe abtippen musste, wie er dann seine neue Schreibmaschine in der freien Welt in Deutschland kurz nach dem Ankauf in den Sondermüll wandern ließ… Sein Gedicht „Die Schreibmaschine“ bezeichnet er als „Undinggedicht“…. In der als „collagierte Reminiszenz“  inszenierten Erzählung „Hades“ von Joachim Wittstock, ließ die Spielleiterin Carmen Elisabeth Puchianu im Prolog Maschinengeknatter ertönen und die Grande Dame der rumänischen Gegenwartsliteratur Nora Iuga las ein in deutscher Sprache verfasstes Gedicht, auf der Schreibmaschine geschrieben. Sie schreibe immer noch so, verriet sie den zahlreichen Gästen.Weiterlesen

Ein Hobby wie ein Virus

Bei der fünften Auflage war der Traktor der Star

Ausgabe Nr. 2621

 

Die Parade der Oldtimer „Retroparada Primăverii“ hat bei regnerischem Wetter auf dem Großen Ring in Hermannstadt stattgefunden. Unser Bild: Hans und Daniela Riehle posieren stolz vor ihremLanz Bulldog-Traktor, Baujahr 1951.                      Foto: Cynthia PINTER

Man kann ihn schon von weitem hören und wenn er näher kommt, fängt der Boden an zu beben. Das rhythmische Tuckern eines Bulldogs klingt bei vielen wie Musik in den Ohren und hat schon fast eine beruhigende Wirkung. Bei der Parade der Oldtimer „Retroparada Primăverii“, die am Samstag, dem 13. April, auf dem Großen Ring stattfand, war der Lanz Bulldog Traktor der Star. Der Einzylinder Traktor aus dem Baujahr 1951 wurde vom Ehepaar Daniela und Hans Riehle extra für die Frühlingsparade eingefahren. Und das ist kein einfaches Unterfangen.Weiterlesen