Oscarreife Filme beim TIFF 2018

Streiflichter von der 12. Auflage des Transilvania Film Festivals in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2583

In der ehemaligen Brukenthalschen Sommerresidenz in Freck soll am 10. August das erste von Christian Rätscher organisierte Brukenthal-Fest stattfinden, Ehrengäste sind Ricky Dandel, Florin Piersic und Bernhard Moestl. Näheres unter www.gqentertainment.ro. Unser Bild: Am Samstagabend  wurde hier der Film „La Ch’tite famille“ gezeigt.
Foto: Dragoș DUMITRU

„Der Regisseur ist die einzige Person, die weiß, worum es in einem Film geht.” Dieses Zitat stammt von dem bekannten indischen Filmregisseur Satyajit Ray. Und weil er in den meisten Fällen Recht hat mit seiner Behauptung, leiteten die Organisatoren des „Transilvania International Film Festival“ (TIFF) – das vom 25. Mai bis 3. Juni in Klausenburg stattfgefunden hat -, nach den meisten Filmvorführungen eine Diskussionsrunde mit Regisseur und Mitarbeitern ein, wobei die Zuschauer Fragen zu dem Film stellen können. So geschehen auch vergangene Woche in Hermannstadt, als vom 20. bis 24. Juni die zwölfte Auflage des TIFF stattfand. Weiterlesen→

„…besser als New York“

Angehende Glasbautechniker in Martinsdorf
Ausgabe Nr. 2583

Abschiedsfest im Gemeindesaal.                                               
Foto: Privat

„Martinsdorf ist besser als New York.“ Dieses erstaunliche Resümee ziehen die zehn angehenden Glasbautechniker der Staatlichen und Kommunalen Beruflichen Schulen in Vilshofen nach ihrem Einsatz am Pfarrhaus in Martinsdorf. Die Abschlussfahrten des Fachbereichs Glasbautechnik gingen in den letzten Jahren beispielsweise nach Irland, Kanada oder New York. In diesem Jahr fiel die Entscheidung auf Martinsdorf in Siebenbürgen. Weiterlesen→

Zum Abschluss Spirituals

Sommerkonzert 2018 des Hermannstädter Bachchors
Ausgabe Nr. 2583

Der Hermannstädter Bachchor unter der Leitung von Jürg Leutert (am Dirigentenpult) konzertierte am Sonntagabend in der Johanniskirche in Hermannstadt.                                               
Foto: Fred NUSS

„Im anspruchsvollen, abwechslungreichen und ausdrucksvollen Programm werden alle ZuhörerInnen Perlen entdecken und liebgewinnen – hoffentlich eine ganze Kette! Die Chormitglieder freuen sich auf ein zahlreiches, neugieriges Publikum!“ – So warb der Hermannstädter Bachchor für sein Sommerkonzert 2018, mit dem der Klangkörper unter Leitung von Musikwart Jürg Leutert das Chorjahr 2017/18 abschloss.     Weiterlesen→

„…in einem Moment, in dem das Land gespalten ist“

DFDR und FCER organisierten Kennenlernaktion für Jugendliche
Ausgabe Nr. 2583

 

Blick auf den jüdischen Friedhof im Lazarett-Viertel, der ein neues Tor hat.
Foto: Werner FINK

19 Jugendliche hatten die Möglichkeit, die jüdische Gemeinschaft in Hermannstadt kennenzulernen und zugleich vergessene Orte in der Stadt, genauer den alten jüdischen Friedhof im Lazarett-Viertel, wieder zu entdecken und etwas für dessen Instandhaltung zu tun, im Rahmen eines Workshops, den vergangene Woche das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien (DFDR)  in Zusammenarbeit mit dem Verband der jüdischen Gemeinden in Rumänien (FCER) veranstaltete. Zum Abschluss des Workshops gab es am dritten Tag eine Pressekonferenz im Beisein des DFDR-Abgeordneten Ovidiu Ganţ, des DFDR-Landesvorsitzenden Paul-Jürgen Porr und des Vorsitzenden der Hermannstädter jüdischen Gemeinde, Otto Deutsch. Die Initiative hatte Benjamin Józsa, Geschäftsführer des Landesforums.Weiterlesen→

Neuer Airbus, neue Flugziele

Wizz Air feierte zwei Jahre am Standort Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2583

Der Flughafendirektor Marius Ioan Gîrdea, die Kreisratsvorsitzende Daniela Cîmpean und der Vorsitzende des Verwaltungsrates, Gabriel Tischer, freuen sich mit Sorina Ratz, Wizz Air Head of Corporate Communications und Flugbegleiterinnen.                                                        
Foto: Wizz Air

Der zweite Airbus A3 120 mit 180 Plätzen der Billigfluggesellschaft Wizz Airist vergangene Woche nach Hermannstadt gebracht worden und somit bietet die ungarische Gesellschaft von Hermannstadt aus fünf neue Flugziele und mehrere Flüge pro Woche für die weiteren von ihr betriebenen Flüge. Bei dieser Gelegenheit feierte die Gesellschaft auch zwei Jahre seitdem sie in Hermannstadt einen Standort eröffnet hat.Weiterlesen→

Blick zurück – Blick nach vorn

Dokumentarfilmreihe in Berlin von Januar bis Mai
Ausgabe Nr. 2583

 

Der Schriftsteller und Filmemacher Frieder Schuller und die Moderatorin Dr. Ingeborg Szöllössi.                                              
Foto: Christel WOLLMANN-FIEDLER

Dr. Ingeborg Szöllösi, Südosteuropareferentin beim Deutschen Kulturforum östliches Europa, plante eine Dokumentarfilmreihe, wollte dem Berliner Publikum Siebenbürgen zeigen, das Land inmitten der Karpaten. Vor achthundert Jahren kamen deutsche Kolonisten aus dem Moselland und Luxemburg in diese Landschaft, ließen sich nieder, bauten ihre Dörfer und Kirchen und blieben. Sie blieben bis vor über fünfundzwanzig Jahren. Nach der Öffnung der Grenzen in Europa begann der große Exodus nach Westen, nach Deutschland. Weiterlesen→

„Das Theater ist mein Land”

Nachlese zum 25. Internationalen Hermannstädter Theaterfestival
Ausgabe Nr. 2583

 

Isabelle Huppert auf dem „goldenen Sofa“.            Foto: Doina GIURGIU

„Das Theater ist mein Land. Es ist ein riesiges Land ohne Grenzen, ohne Vorurteile. Es lebe das Theater!“ sagte die französische Schauspielerin Isabelle Huppert bei der Feierstunde am vorletzten Tag des 25. Internationalen Hermannstädter Theaterfestivals, dem 16. Juni, als sie einen Stern auf der Ruhmesmeile auf der Oberen Promeande in Hermannstadt entgegennehmen durfte. Wer am letzten Festivalstag, den 17. Juni, nach dem 45 Minuten-Gespräch mit Isabelle Huppert und Regisseur Cristian Mungiu im Thaliasaal nicht genug hatte, konnte am Abend erleben, dass die Schauspielerin, die u. a. durch ihre Hauptrolle im Film „Die Spitzenklöpplerin“ (1977) so richtig durchgestartet war, tatsächlich auf den „Brettern, die die Welt bedeuten“ zu Hause ist.Weiterlesen→

Schulkinder standen im Mittelpunkt

Tag der offenen Türen in der evangelischen Kirchengemeinde A. B. Heltau

Ausgabe Nr. 2582

Außer der Stadtkantorin an der Orgel gestalteten auch die Gitarrengruppe der Viertklässler (unser Bild) unter Leitung von Lehrerin Adina Fülöp und der Kinderchor unter der Leitung von Lehrerin Mihaela Fülöp den musikalischen Rahmen des Schulabschlussgottesdienstes in der evangelischen Kirche.
Foto: Beatrice UNGAR

„Geschafft!“ lautete der Titel des Werkes von Markus Nickel, das Stadtkantorin Zsuzsánna Molnár  zum Auftakt des Schulabschlussgottesdienstes am 10. Juni in der evangelischen Kirche in Heltau auf der Orgel zu Gehör brachte. Der Titel passte zum Anlass. Obwohl noch eine Woche Schule bevorstand, feierten die Heltauer schon die kommenden Ferien.Weiterlesen→

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2583

Foto: Cynthia PINTER

In eigener Sache

Da die Rumänische Post zum 1. Juni d. J. die Gebühren für die Auslandspost von 4 auf 5 Lei erhöht hat, bitten wir unsere Auslandsabonnenten um eine Nachzahlung von 23 Lei für das Jahr 2018. Wir hoffen auf Ihr Verständnis.          

Die RedaktionWeiterlesen→

Singen und spielen

Generationenchortreffen 2018 in Malmkrog

Ausgabe Nr. 2582

Der Malmkroger Kirchenchor begrüßt die Sängerschar musikalisch vor der prächtigen und frisch herausgeputzten Kirche.
Foto: Steffen SCHLANDT

Beim Treffen der Chöre aus den Gemeinden der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien 2017 lud der Malmkroger Kirchenchor zum Chortreffen 2018 am 9. Juni d. J. ein. Damit sei ihm „ein großer Stein vom Herzen“ gefallen, sagt Musikwart Jürg Leutert, der im Folgenden kurz davon berichtet. Damals schwärmten immer noch viele ChorsängerInnen vom letzten Treffen dort vor ca. acht Jahren – ihre Erwartungen wurden mehr als erfüllt!Weiterlesen→

Ausgelacht von tanzenden Omas

Streiflichter vom 25. Hermannstädter Internationalen Theaterfestival

Ausgabe Nr. 2582

Interaktiv und mitreißend: Mit ihrer Show „Travelers“ bewiesen die Schauspielerinnen und Schauspieler vom Teatr Akt aus Warschau den zahlreichen Zuschauern aller Altersklassen in der Heltauergasse, dass eine Reise immer auch eine Zeitreise  ist…
Foto: Adi BULBOACĂ

Satte 12,9 Millionen Euro hat die diesjährige Auflage des Internationalen Theaterfestivals gekostet, um 700.000 Euro mehr als die vorige Auflage. 12.850.000 Lei umgerechnet (rund 2,9 Millionen Euro) sind öffentliche Gelder: acht Millionen Lei kamen von der Stadt Hermannstadt, vier vom Kulturministerium, 600.000 Lei vom Bildungsministerium und 250.000 Lei vom Rumänischen Kulturinstitut. Dazu kam das Geld für die Karten, über 17.000 wurden verkauft, mit Preisen zwischen 15 und 50 Lei. Das heißt, dass im Durchschnitt jedes Event 25.000 Euro gekostet hat, da 525 Events angemeldet waren. Dabei wurde zum Beispiel jede Ausstellung zehn Mal gezählt, wenn sie jeden Tag zu sehen war. Gezeigt wurden Theaterstücke in Sälen und auf den öffentlichen Plätzen, Tanzvorstellungen, Zirkusnummern, Ausstellungen, Konferenzen und sogar Live-Cooking-Shows.Weiterlesen→

Überzeugend authentisch

Persönliche Nachlese zum 25. Theaterfestival

Ausgabe Nr. 2582

Szene aus „CION: Requiem of Ravel´s Bolero“.
Foto: Sebastian MARCOVICI

Unter dem Gesichtspunkt, dass Theater die Kommunikation zwischen den Künstlern und dem Publikum über gesellschaftlich relevanten Themen ist und durchaus auch gesellschaftskritisch verstanden werden soll, hat das 25. Theaterfestival in Hermannstadt den Schreiber der Zeilen voll überzeugt. Der Beginn des Festivals war fulminant und hat auch schon die Richtung bestimmt. Weiterlesen→

Vom Hobby zum Beruf

Interview mit dem Mühlbacher Produzenten Eduard Schneider

Ausgabe Nr. 2582

 

Eduard Schneider in seinem Studio mit der englischen Version seines von dem großen deutschen Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel stammenden Leitspruches: „Nichts wirklich Wichtiges ist ohne Leidenschaft erreicht worden“.                                                            
Foto: Werner FINK

Eduard Schneider kehrte gerade vom Golfplatz, wo er ein internationales Golfturnier gefilmt hatte,  zurück zu seinem Studio im Gebäude der ehemaligen Lederfabrik in Mühlbach. In der Hand schwang er eine teuere Phantom-Zeitlupenkamera, die er aus London für diesen Zweck gemietet hatte. Schneider ist ein Rückkehrer, der seit 1997 die Schneider Productionsin Mühlbach betreibt. Anfangs konzentrierte er sich auf die Musikbranche wo er, auch als „DJ Phantom“ bekannt, die rumänische Musikindustrie nach 1990 revolutioniert haben soll. Er produzierte über 60 Musikalben für die bekanntesten Plattenfirmen aus Rumänien. Später wechselte er zur Filmbranche. Einen Höhepunkt erreichte Schneider als Filmemacher,  als er das Musikvideo für das Lied „Playing with Fire“ produzierte, mit dem Paula Seling und Ovi im Rahmen des Liederwettbewerbs Eurovision Song Contest 2010 den dritten Platz errangen. Das Video selber wurde zum besten Musikvideo des Wettbewerbs erklärt. 2012 wurde Schneider auch zum Ehrenbürger der Stadt Mühlbach gekürt und  sogar von bekannten Firmen angesprochen, um für sie Markenbotschafter zu werden. Eduard Schneider gewährte HZ-Redakteur Werner F i n k folgendes Interview:  Weiterlesen→