Mauern der Gleichgültigkeit einreißen

Maria Mădălina Turza will im EU-Parlament für Menschen mit Behinderung kämpfen

Ausgabe Nr. 2610

Maria Mădalina Turza (rechts außen) wird von Mugur Frăţliă (mit Mikrophon) vorgestellt.                                                 
Foto: Ruxandra STĂNESCU

„Am besten lassen Sie Ihr Kind hier im Krankenhaus, gehen nach Hause und zeugen ein anderes.” Das sagte der Arzt zu Maria Mădălina Turza vor 14 Jahren, kurz nach der Geburt ihrer Tochter mit Behinderung, Clara. Nach vielen Jahren, in denen die Mutter für die Rechte ihrer Tochter und Tausenden Kindern mit Behinderung gegen die Gesellschaft und den Staat kämpfte und auch oft gewann, fasste sie den Entschluss, von oben nach unten die öffentliche Politik zu ändern, als parteilose Europaabgeordnete. Ich bin ein starker Partner, Allierter und Fürsprecher für Gleichberechtigung“, lautet ihre Devise.Weiterlesen

Mit offenen Armen empfangen

Ein Film über Erfolgsgeschichten in Siebenbürgen

Ausgabe Nr. 2610

Zuwanderung nach Siebenbürgen. Erfolgsgeschichten.  Ein Film von Florin Besoiu. FB Filmproduktion 2018. Bestellungen unter fbfilmproduktion@gmail.com

Birthälm, Michelsberg, Mediasch. Aus der Vogelperspektive werden Bilder von Kirchen aus der Hermannstädter Umgebung eingeblendet. Es erklingen die ersten Töne des Siebenbürgenlieds und dann ist der Titel des neuesten Dokumentarfilms von Florin Besoiu „Zuwanderung nach Siebenbürgen. Erfolgsgeschichten“ zu sehen.  Nach seinen ersten beiden Dokumentarfilmen „Die Albtraumreise“ und „Die Überlebenden im Winter. Erinnerungen aus der Deportation“, die von der Deportation der Rumäniendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg handelte, ist das Thema des 2018 erschienenen letzten Films ein sehr positives. Portraitiert werden Einwanderer, Rückkehrer aber auch junge Siebenbürger, die im Land geblieben sind, um hier wirtschaftlich oder kulturell etwas aufzubauen. Die Erfolgsgeschichten sind im 45-minütigen Dokumentarfilm zu sehen. Weiterlesen

„Eine Art Wegweiser”

Mozartabend im Spiegelsaal des DFDH

Ausgabe Nr. 2610

Sie konzertierten zu Ehren von Mozart (v. l. n. r.): Makcim Fernandez Samodaiev, Monica Florescu, Gabriel Silișteanu, Karina und Rafaela Fernandez Samodaiev, Ciprian Dancu, Oana Bădescu, Mihai Andrițcu und Alina Stavăr.                                                                     
Foto: Beatrice UNGAR

Ein Mozartabend zum Geburtstag des Komponisten am 27. Januar fand im Rahmen der von dem Demokratischen Forum der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) unterstützten Kammermusik-Reihe „Florescu-Fernandez&Friends” am Sonntag im Spiegelsaal des DFDH statt. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt.Weiterlesen

„…mit Recht eine musikalische Stadt”

180 Jahre Hermannstädter Musikverein, 70 Jahre Hermannstädter Staatsphilharmonie

Ausgabe Nr. 2610

Postkarte von 1900 mit Blick auf das Musikvereins-Gebäude (heute Hermania-Restaurant) auf der Kleinen Erde (heute Str. Filarmonicii).

„Hermannstadt kann man mit Recht eine musikalische Stadt nennen, denn in jedem Hause ist gewiss jemand, der wenigstens ein Instrument zu spielen weiß“, schrieb 1828 ein Wiener Schriftsteller über die Pflege der Hausmusik. Elf Jahre danach, am 20. Januar 1839, findet die Gründungsversammlung des Hermannstädter Musikvereins – übrigens der erste überhaupt in Hermannstadt gegründete Verein – statt, 121 Jahre danach, am 1. Januar 1949, wird die Hermannstädter Staatsphilharmonie gegründet. In diesem Jahr dürfen sich die Hermannstädter Musikliebhaber auf zwei Jubiläen freuen: 180 Jahre seit der Gründung des Hermannstädter Musikvereins und 70 Jahre seit der Gründung der aus dem 1935 aufgelösten und 1943 neu gegründeten städtischen philharmonischen Orchester hervorgegangenen Hermannstädter Staatsphilharmonie. Aus diesem Anlass drucken wir in der neuen Rechtschreibung Auszüge aus einem Beitrag des letzten Vorsitzenden des Hermannstädter Musikvereins, dem langjährigen Professor und Direktor am Landeskirchlichen Lehrerseminar Dr. Hans Tobie, ab, der in der Hermannstädter ZeitungNr. 53 vom 24. Januar 1969 veröffentlicht worden ist.Weiterlesen

Reparaturarbeiten an Stadtmauer

Ausgabe Nr. 2610

Insgesamt 8,9 Millionen Lei hat der Stadtrat in seiner Sitzung gestern für zwei Projekte veranschlagt, die Reparaturarbeiten an der Stadtmauer an der Unteren Promenade (Coposu-Boulevard), einschließlich Hallerbastei und Einfahrt Reissenfelsgasse/Str. Gheorghe Lazăr, sowie an den so genannten Hartenecktürmen – Armbrusterturm, Töpferturm und Zimmermannsturm –  betreffenUnser Bild: Blick auf den Töpferturm von der Oberen Promenade, wo sich auch die Walk of Fame des Hermannstädter Internationalen Theaterfestivals befindet.                      

Foto: Fred NUSS

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2610

Doku über die Urzeln; Bilderbuchkino im DKH; Deutschkurse für Kinder; Theater aus Turda zu Gast; Samen und Setzlinge gratis; Fasching an der EAS; Vorträge zum Engagement für die Gesellschaft; Ostkurs 2019 für Journalisten; Projekte für Benefizmarathon; DFDH veranstaltet Marienball; PC-Kurs für Senioren; Projekte für Benefizmarathon; Schüler in den USA erfolgreich; Hebräischkurs; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache.Weiterlesen

„Beispiellose Solidarität“

FCER-Vorsitzender Aurel Vainer ausgezeichnet

Ausgabe Nr. 2609

Unser Bild (v. l. n. r.): der DFDR-Vorsitzende Dr. Paul-Jürgen Porr, der FCER-Vorsitzende Aurel Vainer, der DFDR-Abgeordnete Ovidiu Ganț (der die Laudatio hielt) und der Vorsitzende des Regionalforums Altreich, Klaus Fabritius.
Foto: George DUMITRIU

Die höchste Auszeichnung des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR), die Goldene Ehrennadel, überreichte am vergangenen Freitag im Rahmen einer Feierstunde im Friedrich Schiller-Kulturhaus in Bukarest der DFDR-Vorsitzende Paul-Jürgen Porr dem Vorsitzenden der Föderation der Jüdischen Gemeinschaften (FCER) in Rumänien, Aurel Vainer, als Anerkennung für die Unterstützung der deutschen Minderheit.Weiterlesen

„Geist von Mediasch“ – 100 Jahre danach

Tagung zur Beitrittserklärung der Siebenbürger Sachsen vom 8. Januar 1919

Ausgabe Nr. 2609

Gruppenbild mit Vortragenden und Organisatoren in der Aula des Stephan-Ludwig-Roth-Lyzeums in Mediasch (v. l. n. r.): Daniela Stanciu, Rudolf Gräf, Thomas Șindilariu, Vasile Ciobanu, Ruxandra Hurezean, Elena-Teodora Ion, Paul-Jürgen Porr, Ovidiu Ganț (1. Reihe), Konrad Gündisch, Alexandru Nicolaescu, Daniel Seiberling und Helmuth Julius Knall (2. Reihe).
Foto: Beatrice UNGAR

Unter dem Titel 100 Jahre seit der Beitrittserklärung der Siebenbürger Sachsen zur Vereinigung mit Rumänien“ veranstalteten das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien und die Hanns-Seidel-Stiftung am vergangenen Samstag eine Tagung im Festsaal des Stephan-Ludwig-Roth-Lyzeums in Mediasch. In diesem Saal des damaligen evangelischen Gymnasiums hatten am 8. Januar 1919 die 138 Delegierten der Sächsischen Nationalversammlung ihre Zustimmung für die Vereinigung Siebenbürgens mit dem Königreich Rumänien ausgedrückt. Sieben Vortragende referierten über die Ereignisse in jenen Jahren und die Folgen dieser Entscheidung. Weiterlesen

Zusammenarbeit im Fokus

Theaterabende für Diplomaten und Unternehmer

Ausgabe Nr. 2609

Ein Kulturtreffen der Diplomaten und Unternehmer veranstaltete am vergangenen Wochenende das Radu Stanca-Nationaltheater. Unser Bild: Bürgermeisterin Astrid Fodor empfing gemeinsam mit Theaterdirektor Constantin Chiriac die Teilnehmer am Samstagvormittag zu einer Gesprächsrunde im Rathaus.                                           
Foto: Dragoș DUMITRU

Die beiden neuesten Produktionen des Radu Stanca-Nationaltheaters standen am Freitag und Samstag im Mittelpunkt des  ersten Kulturtreffens der Diplomaten und Unternehmer aus dem deutschsprachigen Raum, das auf Initiative von Intendant Constantin Chiriac veranstaltet wurde. Am Samstag wurde die deutsch-rumänische Produktion „Urciorul sfărâmat/Der zerbrochene Krug“ nach dem gleichnamigen Stück von Heinrich von Kleist dargeboten, am Samstag die Produktion der deutschen Abteilung,  „Hin und her“, eine Posse von Ödön von Horváth.Weiterlesen

Die häufigste Frage: „Wer bist du?“

Agnethler HOG brachte Buch zum Brauch des Urzellaufs heraus

Ausgabe Nr. 2609

Horst Fabritius (Hg.): Wer bist du? Die Urzelmaske im siebenbürgischen Agnetheln, im württembergischen Sachsenheim und in Süddeutschland. Heimatortsgemeinschaft Agnetheln. Heilbronn 2008.

„Wer bist du? Die Urzelmaske im siebenbürgischen Agnetheln, im württembergischen Sachsenheim und in Süddeutschland“ heißt das Bilder- und Lesebuch, in dem der Herausgeber Horst Fabritius dem Leser eine Vielzahl von authentischen Beiträgen zum Thema Urzel, die meist von Autoren verfasst sind, die selber aktive Teilnehmer beim Urzelnlaufen waren, zur Verfügung stellt. Wer nun im Vorfeld des Urzellaufs in Agnetheln  am Sonntag, dem 27. Januar oder in Großschenk am 9. Februar mehr über den siebenbürgisch-sächsischen Brauch des Urzellaufs wissen möchte, über Ursprünge, Geschichte, Hintergründe und heutige Verbreitung, ist dieses Buch eine informative und interessante Lektüre. Das Buch erschien als Festgabe der HOG Agnetheln zum siebenten Agnethler Treffen am 11. Oktober 2008 in Bad Rappenau bei Heilbronn.Weiterlesen

Humorvoll, skurril und absolut lesenswert

Kurt H. Binder erzählt aus dem „ganz normalen“ Alltag in Siebenbürgen

Ausgabe Nr. 2609

Kurt H. Binder: Mixed Pickles. Humoresken und Satiren aus dem „ganz normalen“ Alltag in Siebenbürgen und anderswo.  Schiller-Verlag, Hermannstadt-Bonn, 2018, 221 S., ISBN 978-3-946954-43-9

Humorvoll, skurril und hyperbelhaft liest sich das neueste Buch von Kurt H. Binder, das Ende vergangenen Jahres im Schiller Verlag Hermannstadt Bonn erschienen ist. „Mixed Pickles“, was zu Deutsch soviel hieße wie „Gemischtes Eingelegtes“, führt den Rumänien kennenden Leser sofort gedanklich zu dem rumänischen Begriff „murături asortate“, einer beliebten Beilage aus eingelegtem Gemüse und manchmal Obst. Erst der Untertitel klärt ein wenig über den Inhalt des Buches auf: „Humoresken und Satiren aus dem ‚ganz normalen’ Alltag in Siebenbürgen und anderswo“. „Mixed Pickles“ ist das zweite 2008 erschienene Buch von Kurt H. Binder nach „Sir Lim Erick gibt sich die Ehre“.Weiterlesen

Gegen die Traurigkeit

Große Gefühle zu meistern sollte gelernt werden

Ausgabe Nr. 2609

Eva Eland: Gebrauchsanweisung gegen Traurigkeit.  Erscheinungsdatum:  18. 02. 2019, empfohlen ab 3 Jahren, 32 S., Hanser Verlag, fester Einband, ISBN 978-3-446-26210-2.

Was kann man tun, wenn man mal ganz traurig ist? Ganz einfach: Die Traurigkeit willkommen heißen und mit ihr eine heiße Schokolade trinken. Die Autorin Eva Eland gibt in ihrer Gebrauchsanweisung gegen Traurigkeit” einige gute und einfache Ratschläge. Die deutsche Fassung dieses kleinen Büchleins, das im Februar im Hanser Verlag erscheinen wird, eignet sich gut für Kinder, aber auch für Erwachsene, denn jeder braucht mal eine kleine Aufmunterung. Weiterlesen