Zum Auftakt ein Buch

100 Jahre Handball in Rumänien

Ausgabe Nr. 2722

Narcisa Lecușanu (links außen) mit ihrer Vorstandskollegin und ihren Vorstandkollegen bei der 24. Handball-Wm der Damen in Japan (v. l. n. r.): Präsident Dr. Hassan Moustafa (Ägypten), Erster Vizepräsident Joel Deplanque (Frankreich), Schatzmeisterin Anna Rapp (Schweden), Mitglied Frantisek Taborsky (Tschechien).                           Foto: www.ihf.info

,,Im allgemeinen muß aber ausgesetzt werden, daß das Gesamtbild bei beiden Wettkämpfen durch das häufige Verschwinden des Balles (oft minutenlang!!) auf der einen Seite in den Bach, auf der anderen hinter den Blanken überaus gestört wurde, was auf die unzulänglichen Breitenverhältnisse des Platzes zurückzuführen ist. Weiters mangelt es an ordentlichen Toren, die hier durch Stangen mit hängendem Strick markiert wurden.“  Dieser Kommentar zu dem Turnschulgrund ist in der Hermannstädter Zeitung Deutsche Tagespost Nr. 144 vom 6. Juli 1920 zu lesen. Der Kommentar bezog sich auf ein Fußballspiel, doch es ist zu vermuten, dass knapp ein Jahr später, als am 17. Juni 1921 auf diesem Platz in Hermannstadt das erste Handballspiel in Rumänien ausgetragen worden ist, die Verhältnisse ähnlich waren.Weiterlesen

Damit einen das Erwartete nicht unerwartet überrascht

Neue Schulbücher für den deutschsprachigen Unterricht in Rumänien

Ausgabe Nr. 2722

 

 

Die aus dem Rumänischen übersetzten Schulbücher für die 8. Klasse haben aufgrund der Pandemiesituation länger auf sich warten lassen, als ursprünglich vorgesehen. Jetzt sind sie wenigstens als PDF schon auf manuale.edu.ro abrufbar und hoffentlich bald auch gedruckt. Über die Arbeit an den Schulbüchern für die Schulen und Schulabteilungen mit Unterricht in der Sprache der deutschen Minderheit berichtet im Folgenden Dr. Renate Klein, Schulbuchbeauftragte des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR).Weiterlesen

Von unglaublicher Feinheit

Miron Schmückle zeigt Aquarelle in Düsseldorf

Ausgabe Nr. 2722

Miron Schmückle: Float II, Aquarell und Farbstift auf Kartonpapier.

Unter dem Titel ,,Bulp Fiction“ stellt der 1966 in Hermannstadt geborene Künstler Miron Schmückle filigran ausgeführte großformatige Aquarelle derzeit und noch bis zum 3. Juni in der Setareh-Galerie in Düsseldorf aus. Miron Schmückle war bei seinem ersten Besuch in seiner Kindheit in der Gemäldegalerie im Hermannstädter Brukenthalmuseum vor allem von den Stillleben fasziniert und diese Faszination hat ihn seither ständig begleitet. Auch in der aktuellen Ausstellung geht es ihm darum, die Naturerfahrung auszuloten. Weiterlesen

Kreativ und spannend

Schreibwerkstatt der Frauenarbeit der EKR

Ausgabe Nr. 2722

Lockere Stimmung herrschte bei der Schreibwerkstatt der Frauenarbeit der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien (EKR) im Terrassensaal im Hans Bernd von Haeften-Tagungshaus.                                    Foto: die Verfasserin

,,Eines Tages kaufte ich weiße Karteikarten, einen Klebestift und fing an, im Zug oder im Flugzeug, als man noch die Nagelschere mitnehmen durfte, aus der Zeitung Fotos und Wörter auszuschneiden. Auf eine Karte klebte ich dann das Bild und ein paar Wörter: DAS STÖRRISCHE WORT ALSO, oder WENN ES EINEN ORT WIRKLICH GIBT STREIFT ER DAS VERLANGEN, oder DIE TASCHENDIEBIN DIE BIN ICH.“  So schilderte die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller im März 2019 gegenüber der Zeitung Welt, wie sie ihre ersten Collagen erstellt hatte.Weiterlesen

,,Ich will raus aus Balkonien“

Die digitale Ferienmesse Wien 2021 Sommer Edition

Ausgabe Nr. 2722

Erinnern Sie sich noch, liebe Leserinnen und Leser, dass ich Mitte Jänner des Jahres bei meinem letzten digitalen Kurztrip in die weite Ferne den Bericht leicht euphorisch folgendermaßen geschlossen habe: ,,Und, nicht zuletzt hoffen wir alle, dass die Ferienmesse Wien 2021 tatsächlich und wie gewohnt in den Messehallen diesmal von 7.- 9. Mai 2021 stattfinden wird. Es ist alles geplant, jeder steht in den Startlöchern – ich drücke uns ganz fest die Daumen und freue mich schon jetzt darauf!“Weiterlesen

„Ich liebe unendlich Gesellschaft…“

Kurzporträts der Rahel Varnhagen und der Franziska zu Reventlow (Teil I)

Ausgabe Nr. 2722

Rahel von Varnhagen (1771-1833)

Zwei literarisch und gesellschaftlich einflussreiche Frauen ihrer Zeit, die – im  Abstand von hundert Jahren –  fast auf den Tag genau – in Deutschland geboren wurden, verdienen es, der Vergessenheit entrissen zu werden. In ihrem jeweiligen Wirkungskreis traten sie aktiv für die Emanzipation der Frau ein, indem sie gegen die Rollenmuster rebellierten, die ihre Familien für sie vorgesehen hatten. Beide mussten viele Schwierigkeiten überwinden, stießen dabei auch auf Ablehnung, erwarben sich aber nicht nur Respekt, sondern auch Bewunderung und Beliebtheit. Der Beitrag in der aktuellen HZ-Ausgabe ist Rahel von Varnhagen, geb. Levin    gewidmet, in der nächsten Ausgabe wird Franziska von Reventlow gedacht.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2722

Foto: Cynthia PINTER

Digitaler Heimattag der Siebenbürger Sachsen in Deutschland

   Aufgrund der anhaltenden Coronavirus-Pandemie veranstaltet der Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland wie schon im vergangenen Jahr zu Pfingsten einen digitalen Heimattag. Unter dem Motto „Zusammen sind wir Heimattag“ wird vom 21. bis 23. Mai ein attraktives Programm geboten. Im Fokus der Liveschaltungen und Aufzeichnungen stehen Geschichte, Trachten, Tanz, Grußworte, Gottesdienst, Interviews, Humor, Mundart, Kochshow und Partymusik.

Den Auftakt macht heute Abend eine Livestream-Party mit drei Musikbands.

Der traditionelle Gottesdienst am Pfingstsonntag erfolgt in Zusammenarbeit von Radio Siebenbürgen, der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien (EKR) und der Gemeinschaft Evangelischer Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben im Diakonischen Werk der EKD – Hilfskomitee e. V. Der Digitale Heimattag 2021 beinhaltet auch ein reichhaltiges Kulturprogramm. Anlässlich des 300. Geburtstags von Samuel Freiherr von Brukenthal (1721-1803), dem bedeutendsten Gouverneur Siebenbürgens, würdigt Thomas Şindilariu dessen Wirken in einem Videobeitrag. Ein weiterer Programmpunkt ist dem Jubiläum „50 Jahre Hermann-Oberth-Museum in Feucht bei Nürnberg“ und damit dem Werk des siebenbürgischen Weltraumpioniers Hermann Oberth gewidmet. Die Podiumsdiskussion „70 Jahre Heimattag – So war es, so ist es, so wird‘s immer sein?“ am Pfingstsonntag befasst sich mit dem Phänomen Heimattag und dessen historischer, gegenwärtiger sowie künftiger Bedeutung für die Gemeinschaft der Siebenbürger Sachsen in Deutschland.

Den Digitalen Heimattag 2021 der Siebenbürger Sachsen kann man über den YouTube-Kanal www.youtube.com/siebenbuergerde und die Facebook-Seite www.facebook.com/siebenbuergerde miterleben.

Das detaillierte Programm ist online zu finden unter: www.siebenbuerger.de oder auch in der Webapp zum Heimattag 2021: www.siebenbuerger.de/geo/heimattag2021Weiterlesen

Impfmarathon auch in Hermannstadt

Am Europatag haben sich 630 Personen für eine Impfung entschieden

Ausgabe Nr. 2721

Das Folkloreensemble Cindrelul-Junii Sibiului erntete lebhaften Beifall. Foto: Kreisrat Hermannstadt

In mehreren Städten in Rumänien wurden am vergangenen Wochenende so genannte Impfmarathons organisiert. Auch Hermannstadt machte keine Ausnahme, hier lief der von dem Kreisrat Hermannstadt in Zusammenarbeit mit der Hermannstädter Staatsphilharmonie, dem Kreiskrankenhaus, dem CFR-Krankenhaus und der Hermannstädter Zweigstelle des Rumänischen Roten Kreuzes  veranstaltete Impfmarathon im Thalia-Saal, am Sonntag, dem 9. Mai, dem Europatag. Die Impfwilligen und auch sonstiges Publikum wurde auf dem Vorplatz des Thalia-Saals unter dem Motto „Europäisches Musikalisches Gipfeltreffen” mit einem Veranstaltungsmarathon verwöhnt, an dem insgesamt 100 Künstlerinnen und Künstler beteiligt waren. Seit Freitag letzter Woche ist auf dem Platz der 90er Kaserne auch eine Impfstraße eingerichtet, die bis auf weiteres zwischen 9 und 19 Uhr in Betrieb ist. Der Parkplatz ist für den Normalbetrieb vorläufig gesperrt. Weiterlesen

Integrierte Stadtentwicklung

Ausgabe Nr. 2721

In Sachen Mobilität strebe man die Gründung eines Großraums Hermannstadt an, um den öffentlichen Verkehr zu fördern, das hatte Bürgermeisterin Astrid Fodor am 20. April 2017 erklärt, als die Strategie über die integrierte Stadtentwicklung von Hermannstadt 2015-2023 im Gong-Theater für Kinder und Jugendliche einem zahlreichen interessierten Publikum vorgestellt wurde. Unser Bild (v. l. n. r.): Die Kreisratsvorsitzende Daniela Cîmpean, die Bürgermeisterin Astrid Fodor und der Verwalter des Kreises und Stadtrat Adrian Bibu bei der Zwischenbilanz im Rathaus.

Foto: Presseamt der Stadt

„Contrarevoluționar“ in der Steppe

Schriftsteller als Zeitzeuge der Bărăgan-Siedlungen / Von Luzian GEIER

Ausgabe Nr. 2721

Kopie (Vorderseite) der Personalakte (Vordruck 1952) des verbannten Schriftstellers Hans Bergel (geboren 1925).

Vor dem 70. Jahrestag der Massendeportation von etwa 40.000 Personen im Frühsommer 1951 aus Südwestrumänien (Banat und Mehedinți) in die Bărăgan-Steppe – Siebenbürgen war verschont geblieben -, stellte die rumänische Archiv-Zentralstelle CNSAS u. a. über 56.000 Personalakten von ehemaligen Zwangsumsiedlern ins Internet. In dem halben Jahrhundert Kommunismus in Rumänien war das Thema weitgehend tabu. Zum 50. Jahrestag hatte der gewählte Abgeordnete der deutschen Minderheit in Rumänien im Parlament, Wolfgang Wittstock, eine Erinnerungs- und Gedenkrede gehalten über diese Menschenrechtsverletzungen, die im Internet nachzulesen ist (Sitzung der Abgeordnetenkammer vom 19. Juni 2001).Weiterlesen

,,Wir sind für die Mitglieder da“

Gespräch mit dem DWNT-Präsidenten Ludger Thol

Ausgabe Nr. 2721

Ludger Thol.               Foto: DWNT

Im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben in der Region Nordsiebenbürgen hat sich der 2010 gegründete Deutsche Wirtschaftsclub Nordtransilvanien (DWNT) viel Anerkennung, Beachtung und Respekt erarbeitet. Der deutschsprachige Club vertritt derzeit über hundert Mitgliedsfirmen und ist damit die mitgliederstärkste Vereinigung von Wirtschaftsunternehmen im Raum Nordtransilvanien. Seit der Gründung ist Ludger Thol Präsident des DWNT und gibt nun die Leitung nach elf Jahren erfolgreicher Tätigkeit ab. Über den DWNT und dessen Ziele und Aktivitäten gibt Ludger Thol in dem folgenden Interview mit der HZ-Chefredakteurin Beatrice U n g a r Auskunft:Weiterlesen