Ein Plädoyer fürs Anderssein

Bühnenpremiere des Stückes „Bookpink“ von Caren Jeß in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2721

Das Stück „Bookpink” von Caren Jeß wurde am Sonntag, vor Publikum, von der deutschen Abteilung des Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheaters aufgeführt. Unser Bild: Der Temeswarer Yannick Becker (hier als weiße Taube) ist ein Neuzugang an der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters.          Foto: Cynthia PINTER

„Zwischen den einzelnen Szenen verläuft kein roter Faden.
Es gibt keine übergreifende protagonistische Instanz.
Die Reihenfolge der Szenen ist abänderlich.“ Mit diesen Bemerkungen beginnt Autorin Caren Jeß ihr „Dramatisches Kompendium” „Bookpink”, das nun von der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters in Hermannstadt in zweiter Weltpremiere (nach der Uraufführung 2019 in Graz) aufgeführt wurde. Am Sonntag, dem 9. Mai, erfreute sich das Publikum zum ersten Mal nach langer Zeit wieder, Theater live auf der Bühne zu erleben. Geboten wurde das postdramatische Theaterstück „Bookpink“, in der Regie von Alexandru Weinberger-Bara und eines kreativen Kollektivs.Weiterlesen

Ein objektives Bild

Film von Florin Besoiu im Forumsclub uraufgeführt

Ausgabe Nr. 2721

Florin Besoiu, Winfried Ziegler und Aurelia Brecht (v. l. n. r, stehend) beim anschließenden Publikumsgespräch.                               Foto: der Verfasser

Der Dokumentarfilm  „Neues Leben in alten Mauern“ wurde am Dienstag im Rahmen des Forumsclubs in der neu renovierten evangelischen Stadtpfarrkirche gezeigt. Der Film wurde von Florin Besoiu im Auftrag des  Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt erstellt und rückt die Wiederbelebung der Kirchenburgen durch Restaurierungsarbeiten und neue Nutzungskonzepte in den Mittelpunkt. Gezeigt wurde der Film mit rumänischen Untertiteln.

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Muttertag

Ausgabe Nr. 2721

Zum Muttertag am Sonntag wurden alle beim Gottesdienst in der evangelischen Stadtpfarrkirche anwesenden Frauen mit einem Fliederstrauß beschenkt. Die Predigt hielt Pfarrer Klaus Martin Untch, der darauf hinwies, dass am Sonntag, dem 16. Mai, Konfirmation angesagt ist.   Foto: Beatrice UNGAR

„Für mich ist es eine Zeitreise“

Nationaltag der Volkstracht und Europatag im ASTRA-Freilichtmuseum

Ausgabe Nr. 2721

Helga Meitert (links) und Rosemarie Henrich brachten vor dem Haus eines siebenbürgisch-sächsischen Strohflechters aus Michelsberg siebenbürgisch-sächsische Volkslieder zu Gehör.                        Foto: Werner FINK

Wer am Sonntag, dem Europatag, das Freilichtmuseum im Jungen Wald in einer Volkstracht besuchte, musste an der Kasse nicht bezahlen. Traditionell wird in Rumänien an diesem Tag der  ,,Nationaltag der Volkstracht“ gefeiert und Trachtenträgerinnen und -träger erfreuen sich des kostenlosen Eintritts. Auch in diesem Jahr stand die Veranstaltung unter dem Zeichen der ethnischen Vielfalt und bot eine Vielzahl an unterschiedlichen Workshops an.Weiterlesen

,,Es war, als hätte man auf uns gewartet“

PHOENIX wird 60: Interview mit Nicu Covaci

Ausgabe Nr. 2721

Nicu Covaci (links) und Gabriela Căluțiu Sonnenberg. Foto: Privat

Kaum noch eine Band auf der ganzen Welt kann auf so ein langes ununterbrochenes Bestehen zurückblicken wie PHOENIX. Die Zusammensetzung der Band hat sich im Laufe der Zeit oft geändert, wobei der Stil unverkennbar blieb. In diesem Jahr feiert die Band ihr 60. Gründungsjubiläum. Aus diesem Anlass besuchte unsere Spanien-Korrespondentin Gabriela C ă l u ț i u S o n n e n b e r g im spanischen Moraira Nicu Covaci, die Leitfigur der bekanntesten rumänischen Rockband und führte mit ihm folgendes Gespräch.

 

Nicu Covaci, kaum noch eine Musiktruppe auf der ganzen Welt kann auf so ein langes ununterbrochenes Bestehen zurückblicken wie Phoenix. Wie fühlst du dich als Leitfigur der bekanntesten rumänischen Rockband?

Ja, PHOENIX feiert in diesem Jahr 60 Jahre seit der Gründung. Die Zusammensetzung der Truppe hat sich oft geändert, aber unser Stil blieb immer gleich.Weiterlesen

Nur eine kurze Geschichte in Rumänien

Erste wissenschaftliche Studie über die Deutschen in der Dobrudscha

Ausgabe Nr. 2721

Josef Sallanz: Dobrudscha. Deutsche Siedler zwischen Donau und Schwarzem Meer,  Mit zahlreichen farbigen und Schwarz-Weiß-Abbildungen, ausführlichen Registern und Karten. Potsdam, Verlag des Deutschen Kulturforums östliches Europa 2020, 350 Seiten, ISBN 978-3-936168-73-0.

Die von dem ausgewiesenen Sozialwissenschaftler Josef Sallanz verfasste Monographie ,,Dobrudscha. Deutsche Siedler zwischen Donau und Schwarzem Meer“, die vor kurzem im Verlag des Deutschen Kulturforums östliches Europa in Potsdam erschienen ist, ist den rund 16.000 Deutschen aus der Dobrudscha gewidmet, die größtenteils 1940 ins Deutsche Reich umgesiedelt wurden. Die Gruppe hatte nur eine kurze Geschichte in Rumänien und bestand größtenteils aus Bauern, die wenige schriftliche Zeugnisse hinterlassen haben. Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2721

Foto: Beatrice UNGAR

Lokale wieder offen

Hermannstadt. – Nachdem der Inzidenzwert in Hermannstadt unter 2 gefallen ist, sind nun die Lokale auch innen geöffnet, allerdings nur zu 30 Prozent der Kapazität. (BU)

Kostenloser Eintritt

Hermannstadt. – Das Gong-Theater bietet für das Stück „Sarea-n bucate” nach Petre Ispirescu Freikarten an für Eltern, die einen Impfschein gegen Covid-19 (1 oder 2 Dosen) vorweisen können. Für jedes geimpfte Elternteil wird eine Freikarte ausgestellt. Die Karten kann man am Freitag (11-18 Uhr) und am Samstag abholen (10-18 Uhr), die Anzahl der Plätze ist beschränkt. Gezeigt wird das Stück heute, 18 Uhr, am Samstag, dem 15. Mai, 11 und 18 Uhr und am Sonntag, dem 16. Mai, 11 Uhr. (RS)Weiterlesen

Maisingen

Ausgabe Nr. 2720

Das traditionelle Maisingen auf der Michelsberger Burg fand am 1. Mai 2021 wieder mit Publikum statt, nachdem es im Vorjahr nur online erlebt werden konnte. Es gab auch eine Andacht mit Pfarrer Zorán Kézdi und anschließend ein gemeinsames Frühstück.               

Foto: Beatrice UNGAR

Zwei Preisträgerinnen

Der Siebenbürgisch-Sächsische Kulturpreis 2021 geht an Sigrid Haldenwang und Erika Schneider

Ausgabe Nr. 2720

Dr. Sigrid Haldenwang.Foto: Mariana VLAD

Der Siebenbürgisch-Sächsische Kulturpreis, die höchste von den Siebenbürger Sachsen vergebene Ehrung für wissenschaftliche und künstlerische Leistungen, wurde für das Jahr 2021 der Lexikografin Dr. Sigrid Haldenwang sowie der Botanikerin Prof. Dr. Erika Schneider zuerkannt. Wenn es auf den ersten Blick auch viel Trennendes gibt – die eine Preisträgerin ist Geisteswissenschaftlerin und lebt und wirkt in Siebenbürgen, die andere ist Naturwissenschaftlerin und hat ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland –, so gibt es in Wirklichkeit doch mehr Verbindendes: neben einer persönlichen Freundschaft ist dies vor allem die unermüdliche und jahrzehntelange wissenschaftliche Beschäftigung mit dem jeweiligen Fachgebiet.Weiterlesen

Ein Mandat der Fragen und Antworten

Interview mit Emil Hurezeanu, der von der Botschaft in Berlin nach Wien wechselt

Ausgabe Nr. 2720

Bei seinem Deutschlandbesuch 2017 wurde Staatspräsident Klaus Johan- nis (links) auch in der Rumänischen Botschaft in Berlin empfangen. Bot- schafter Emil Hurezeanu (rechts) war damals schon im zweiten Jahr im Amt. Foto: Rumänische Botschaft Berlin

Der 1955 in Hermannstadt geborene Schriftsteller, Publizist und Politologe Emil Hurezeanu ist seit 2015 Botschafter Rumäniens in Berlin. Im Juni d. J. wechselt er als Botschafter Rumäniens nach Wien. Über seine Amtszeit in Berlin und seine Pläne für die neue Stelle aber auch über seine literarische Tätigkeit gibt Hurezeanu Auskunft in dem folgenden Interview mit der HZ-Chefredakteurin Beatrice U n g a r. Weiterlesen

Maiständchen

Ausgabe Nr. 2720

Ein Maiständchen für alle statt des traditionellen Maiblasens bot die Neppendörfer Blaskapelle am 1. Mai auf dem Kirchhof in Neppendorf für alle Mitglieder des Gemeindeverbands Neppendorf. Die Veranstaltung wurde im Livestream übertragen und erlebte allein auf Facebook knapp 5.000 Aufrufe.         

Foto: Beatrice UNGAR