Unerwartete Ergebnisse

Erasmus+-Projekt zu Insektensterben erfolgreich

Ausgabe Nr. 2793

Prof. em. Dr. Wolfgang Schumacher (links) von der Universität Bonn und eine Schülerin vor dem Rollup zum Thema ,,Insektenfreundliche Heugewinnung“.              Foto: Beatrice UNGAR

Die Projektergebnisse des Erasmus+-Projekts „Ausgebrummt und abgeblüht?- Insektensterben in Mittel- und Osteuropa” haben am 10. Oktober d. J. mehrere Lehrkräfte und Schüler der Alfred-Delp-Schule im rheinland-pfälzischen Hargesheim und des Samuel-von-Brukenthal-Gymnasiums in Hermannstadt im Rahmen einer Feierstunde in der Aula des Samuel-von-Brukenthal-Gymnasiums in Hermannstadt präsentiert.Weiterlesen→

Orgel spielen ist faszinierend

Gespräch mit der US-amerikanischen Orgelkünstlerin Renée Anne Louprette

Ausgabe Nr. 2793

Renèe Anne Louprette an der Stolzenburger Orgel von Samuel Mätz.                    Foto: Max SHUZ

Die US-amerikanische Orgelkünstlerin Renée Anne Louprette, Assistenzprofessorin für Musik am Bard College nahe New York, Dirigentin und vor allem Konzertorganistin, nimmt derzeit ein Fullbright-Stipendium für sechs Monate in Anspruch, um die siebenbürgische Orgellandschaft zu studieren. Anfang Oktober gastierte sie in Hermannstadt und bestritt zwei Auftritte in der evangelischen Stadtpfarrkirche. Am Freitag gestaltete sie an der Martinsberger Orgel von Samuel Mätz die Mittagsmusik und am Samstag das abendliche Konzert an der Stolzenburger Orgel von Johannes Hahn. Im Vorfeld ihrer beiden Konzerte in der Hermannstädter Stadtpfarrkirche führte HZ-Praktikant Fabian L u t s c h folgendes Gespräch mit Renée Anne Louprette.Weiterlesen→

Aufbruchstimmung statt Schwerfälligkeit

Streiflichter von der Kunstmesse ,,Paris+ par Art Basel“ / Von Claus REHNIG

Ausgabe Nr. 2793

Im Grand Palais Ephémère fand vom 20. bis 23. Oktober die erste Auflage der Kunstmesse ,,Paris+ par Art Basel“ statt.

,,Selten war das Geschiebe auf einer Kunstmesse in Paris größer als auf der ersten ‚Paris+ par Art Basel‘. Hinter dem sperrigen Namen verbirgt sich nichts anderes als ein neuer Ableger der weltweit wichtigsten Messe für Gegenwartskunst, der Art Basel“, schwärmte Reporter Thomas Walde im ZDF-Mittagsmagazin am Freitag, dem 24. Oktober 2022. Und tatsächlich herrschte eine äußerst positive Stimmung bei der Nachfolgerin der FIAG, die Jahrzehnte lang die Geschicke dieser Pariser Kunstmesse leitete. Die Stadtverwaltung von Paris, die Paris wohl zur Weltkunst-Hauptstadt  wandeln will, gab diesmal den Zuschlag an Art Basel, die über größere Verbindungen zu internationalen Kunstsammlern verfügt. Weiterlesen→

Die Welt von oben

Sonderausstellung im Astra-Freilichtmuseum

Ausgabe Nr. 2793

Blick in die Ausstellung mit Werken von Viorel Marginean im Kellergeschoss des Multikulturellen Pavillons am Haupteingang des Astra-Freilichtmuseums. FOTO: Ruxandra STĂNESCU

Ein Höhepunkt seiner Künstlerlaufbahn sei die Teilnahme an der Biennale in Paris 1967 im Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris, wo der Schriftsteller und damalige französische Kulturminister André Malraux  und der Kunstkritiker Jaques Lassaigne, damals Präsident der International Association of Art Critics und u. a. Autor einer Monografie des Künstlers Ștefan Luchian, seine Werke betrachteten. Dies betonte Viorel Mărginean (1933-2022) immer wieder in seiner bescheidenen aber bestimmten Art. Weiterlesen→

Keine seichte Lektüre

Erster Gedichtband von Brigitte Hermann erschienen

Ausgabe Nr. 2793

,,Eine Sammlung meiner zeitlich, räumlich und inhaltlich unterschiedlich entstandenen poetischen Niederschläge, die hoffentlich nicht schlagen, erschlagen, sondern vielleicht ein wenig berühren“. So beschreibt  die in Hermannstadt geborene und heute in Dachau lebende Brigitte Hermann ihren jüngst im Hermannstädter Armanis-Verlag erschienenen ersten Gedichtband, in dem sie 80 Gedichte veröffentlicht, die „aus der Menge ragen“ – um gleich eine sprachliche Anleihe bei ihr zu machen. Schon im Titel „Untiefenfrei“ lässt sie die Sprache schillern und spielt durch Doppeldeutigkeiten mit Leser und Leserin, deren Aufmerksamkeit sie schnell auf ihre Seite(n) bringt.Weiterlesen→

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2793

Gottesdienst in der Mundart

Michelsberg. – Am Reformationstag,  Montag, dem 31. Oktober, 17 Uhr, findet in der Michelsberger Dorfkirche der schon zur Tradition gewordene Gottesdienst in siebenbürgisch-sächsischer Mundart statt. Es predigt Pfarrer Michael Reger (Kerz). Musikalisch umrahmt wird der Gottesdienst durch den Heltauer Kirchenchor und Zsuzsánna Molnár an der Orgel. Dr. András Bándi ergänzt die Veranstaltung mit einem Vortrag über den siebenbürgischen Reformator und Verleger Caspar Helth.

Anschließend lädt die Kirchengemeinde auf dem Pfarrhof zu Speis und Trank – insbesondere zu ,,evangelischem Speck” – ein.  (BU)Weiterlesen→

Neuer Vorsitzender

Ausgabe Nr. 2792

Der im März 2021 zum Vorsitzenden des Kreisforums Hermannstadt gewählte Gabriel Tischer (rechts) legte infolge seiner am 31. März d. J. erfolgten Wahl zum Vorsitzenden des DFDH dieses Amt ab, sodass die Vertreterversammlung des Kreisforums auf der Tagesordung der Tagung vom 14. Oktober die Wahl eines neuen Vorsitzenden und eines neuen Vorstandsmitglieds hatte. Zum Vorsitzenden gewählt wurde der Jungunternehmer Wolfgang Alexander Guib (links), DFDR-Stadtrat und Geschäftsführer des Deutschen Wirtschaftsclubs Siebenbürgen, bisher Vorstandsmitglied  des Kreisforums. Neu in den Vorstand gewählt wurde Corina Bokor, derzeit Vizebürgermeisterin von Hermannstadt.  Foto: Beatrice Ungar

Ein Synonym für den Herbst

Die Gewinnerfilme des Astra Film Festivals 2022 wurden bekannt gegeben

Ausgabe Nr. 2792

Der ,,Full Dome“, die mobile Kuppel auf dem Großen Ring, in der ca. 20.000 Kinder und Jugendliche an den acht Festivaltagen Kurzfilme im Full Dome-Format sehen konnten, war auch in diesem Jahr die wichtigste Attraktion. Das Bild hat eine 360-Grad-Ausdehnung im Horizont sowie mindestens 180 Grad über den Zenit und umgibt den Betrachter.                                                                                       Foto: Beatrice UNGAR

Ein Synonym für den Herbst in Hermannstadt ist das Astra Film Festival. Seit 29 Jahren lockt das Dokumentarfilmfestival Jung und Alt in seine Kinosäle, sei es wie zu Beginn ins eigene Haus auf dem Kleinen Ring, später ins Gewerkschaftskulturhaus, während der Pandemie ins Freilichtmuseum und dieses Jahr zum ersten Mal ins CineGold, in der Promenada Mall Sibiu. Die Qualität der Filme ist immer gleich gut, das Publikum geht mit dem Gefühl nach Hause, etwas Neues gelernt zu haben, manchmal aus dem Film selber, andere Male aus den Gesprächen, den Q&A Sessions mit den Filmemachern. Weiterlesen→

Von Old Shatterhand bis János Xantus

Besuch bei den Filmemachern Gábor und Áron Xantus (I) / Von Werner FINK

Ausgabe Nr. 2792

János (John) Xantus in der Uniform der amerikanischen Marine 1861.

„Die Traumhelden und die Traumlandschaften unserer Jugendjahre – er hat sie erzählt und beschrieben wie kein anderer, ja verkörpert im wahrsten Sinne des Wortes. Ging er doch in seinem blonden deutschen Helden Old Shatterhand alias Kara Ben Nemsi vollends auf. Die Rede ist vom Volksschriftsteller Karl May, der es wie kein anderer verstand, seine Leser zu fesseln“, schreibt Konrad Wellmann in einem Artikel in der Hermannstädter Zeitung von 2012 zum 100. Todestag von Karl May (1842-1912) und stellt ebenda fest:  „Jung und Alt liebten seine starken Helden, hassten die Bösewichte und bewunderten seine angeblich selbst erlebten Abenteuer. Dabei hat Karl May erst im Alter einige Stätten seiner Romane kennen gelernt.“ Wenn Karl May erst im Alter die Stätten seiner Romane kennengelernt hat, wer war es, der ihm als Inspiration diente? Diese Gedanken gingen bestimmt ganzen Generationen Lesern durch den Kopf. Antworten zu finden wird versucht in dem Film ,,Magyar volt-e Old Shatterhand“ (War Old Shatterhand ein Ungar?/ 2006), von Gábor Xantus und dessen Sohn Áron Xantus. Expeditionsreisen sind übrigens eine Herzensangelegenheit der Beiden. Neulich drehten sie einen Film über Emil Racoviță (1868-1947), der 2021 mit dem Preis der Rumänischen Akademie und Ende September d. J. vom  Verband der Rumänischen Filmemacher (UCIN) ausgezeichnet wurde.Weiterlesen→

Frei und unabhängig mit dem Fahrrad

Gespräch mit Luca Schaff über seine in Rumänien gesammelten Erfahrungen

Ausgabe Nr. 2792

Blick auf den Buleasee.

Wer durch Rumänien reist, hat viele Möglichkeiten, von Flugzeug, über Zug bis hin zum Auto. Der Ostwestfale Luca Schaff hat sich gegen all das entschieden und ist im Sommer 2022 mit dem Fahrrad quer durch Siebenbürgen und über die Transfogarascher Hochstraße bis nach Bukarest gefahren. Der 25-Jährige erzählte im Interview mit der damaligen HZ-Praktikantin Annika K ö n n t g e n, wieso er das gemacht hat und was er erlebt hat.Weiterlesen→

,,Wir stehen vor einem Berg…“

Streiflichter von den Benefizveranstaltungen für die Revision der Sauer-Orgel

Ausgabe Nr. 2792

Portativ und Orgelpfeife:  Mehrere Benefizveranstaltungen haben am Wochenende zugunsten der Sauer-Orgel in der evangelischen Stadtpfarrkirche stattgefunden. Unser Bild: An dem den Kindern gewidmeten Samstagnachmittag präsentierten Stadtkantorin Brita Falch-Leutert ein Portativ und Musikwart Jürg Leutert eine Orgelpfeife.                                                Foto: Beatrice UNGAR

,,Wir stehen vor einem Berg, dessen Höhe wir noch nicht kennen“, sagte Musikwart Jürg Leutert und meinte damit die Sauerorgel in der evangelischen Stadtpfarrkirche, die dringend einer Revision bedarf. Allerdings muss fachgerecht festgestellt werden, wie arbeitsaufwändig dieser Einsatz sein wird. Sicher sei, dass die 7.000 Orgelpfeifen erstmal entfernt und gereinigt werden müssen und dies ca. ein halbes Jahr dauern werde.Weiterlesen→

Kulturelle Vielfalt stärken

Gespräch mit dem Leiter des Französischen Instituts

Ausgabe Nr. 2792

Julien Chiappone-Lucchesi auf dem Balkon des Gebäudes am Dacia-Boulevard 77 in Bukarest, in dem das Französische Institut untergebracht ist.               Foto: institutfrancais.ro

Julien Chiappone-Lucchesi, seit September 2021 Berater für kulturelle Kooperation und Aktion an der Französischen Botschaft in Bukarest und Geschäftsführer des Französischen Instituts in Rumänien Bukarest, möchte die kulturelle Vielfalt in Rumänien durch bilaterale Zusammenarbeit aufrichten. Das Institut verfügt über mehrere Außenstellen in Klausenburg, Jassy und Temeswar und setzt sich unter anderem die Förderung der bilateralen Zusammenarbeit, Intervention und Aktion zum Ziel. Diese gemeinnützigen Einrichtungen ermöglichen es, die französisch-rumänische Kooperation und die kulturelle Vielfalt in Rumänien zu stärken. Mit Julien Chiappone-Lucchesi sprach die HZ-Praktikantin Clémence M i c h e l s:Weiterlesen→