Die Musik war im ,,Focus“

Bei der zweiten Auflage des „Focus In The Park“-Festivals regnete es mit Bällen

Ausgabe Nr. 2638

Der Höhepunkt der zweiten Auflage von „Focus In The Park“ war der Auftritt der Band „Subcarpați“, die sich zum Schluss ein Selfie mit dem zahlreich erschienenen Publikum machte.
Foto: Focus In The Park

Weg von den Pflastersteinen und in den kühlen Erlenpark. Dieses Konzept der Organisatoren des einzigen Festivals für alternative Musik in Rumänien hat sich spätestens dieses Jahr bewährt. „Focus In The Park“ wurde von tausenden Menschen am verlängerten Wochenende vom 22.-25. August besucht.

Im Schatten der alten Eichen konnte man es sich tagsüber in Hängematten, auf Beanbags (Sitzsäcken) oder auf Strohballen gemütlich machen oder auf mitgebrachten Decken picknicken. Abends ging die Party los. Auf der Hauptbühne war die Créme de la Créme der alternativen Musikszene zu sehen.

Die ersten Stimmungsmacher am Freitagabend, dem 23. August, waren die Jungs der Band „Subcarpați“, die gerade die rumänische Alternativszene erobert haben. Eine Kombination aus Elektromusik, Hip Hop und rumänischer Volksmusik brachte die zahlreiche Band – insgesamt gibt es laut Frontman Marius Andrei Alexe 38 Musiker bei „Subcarpați“ – auf die große Bühne im Erlenpark. Hier konnte man sehen, wie groß die Hip Hop Szene in Hermannstadt eigentlich ist. Der Platz vor der Bühne füllte sich mit hunderten Jugendlichen, die zu den groovigen Rhythmen der Band tanzten. Ein Akkordeon und viele Hirtenflöten, die von dem Hermannstädter Musiker Călin Han gemeistert wurden, kamen zum Einsatz und gaben der Musik ihren typischen Groove. Beim Lied „Să plouă“ regnete es mit zig Bällen, die vom Publikum hin und her geworfen wurden, was sichtlich viel Spaß machte. Dieser Moment feuerte die Massen an und kein Mensch stand still. Als ein Rapbattle zwischen den MC’s AFO und Motanu entstand, wurde das Publikum auf zwei aufgeteilt, aber gewonnen haben alle, die bei dem Konzert dabei waren.

Die nächsten beiden Abende waren schwer zu überbieten. Am Samstag, dem 24. August, waren die Rocker von „Firma“ die Headliner, davor heizten „Toulouse Lautrec“ ein. Die Alternativrocker von „Firma“ stammen aus Bukarest und mischen in ihre Musik Rock, Trip Hop und Blues. Auch am Samstag fanden sich hunderte Menschen bei ihrem Konzert ein.

Ein zweites Highlight des Festivals war der Auftritt der bekannten Rocker von „Vița de Vie“ am Sonntagabend. Die Band um Leadsänger Adrian Despot wurde 1996 gegründet und hat mit dem Lied „Basul și cu toba mare“ 1999 den großen Durchbruch geschafft. Dieses Lied wurde auch in Hermannstadt gesungen und fast alle im Publikum kannten den Song und sangen beim Refrain mit.

Für das leibliche Wohlbefinden waren bei „Focus In The Park“ die Besitzer der insgesamt 14 Imbisswagen zuständig, die mit allerlei Gerichten aus der internationalen Küche den Gaumen verwöhnten. Von „Fisch und Chips“, die es in verbesserter Variante mit leckerem Erbsenpüree und Tartare Sauce unter dem Namen „Don Codleone“ beim Imbisswagen „The Codfather“ zu probieren gab, bis zu „Cubano Sandwiches“ mit Schinken, Käse und geräuchertem Schweinefleisch, beim „Cubano Food Truck“ oder leckere glutenfreie „Arepas“, runde Maisfladen, gefüllt mit Hähnchenfleisch, Gemüse und Guacamolesoße  von „Arepas Colombianas“ schmeckte alles lecker. Als Dessert hatte man sizilianische „Cannollis“, französische „Eclairs“ oder „Crepes“ zur Auswahl. Durstlöscher gab es auch in Form von Craft Beer, vertreten von Ständen der Brauereien „Csiki Sör“, „Nembeer“, „Aradeana“ oder „Zaganu“. Nebst unzähligen Stehtischen, gab es auch Bierbänke und Tische unter schattenspendenden Zelten, wo man gemütlich essen und trinken konnte. Neu in diesem Jahr war die von der Firma „Continental“ finanzierte „Insel“, die man über Brücken, die den Trinkbach überquerten, erreichen konnte. Hier gab es eine weitere kleine Bühne, „Backyard“ genannt, von der aus Musiker und Dj’s wie Sebastian Burneci, Ana Coman oder JazzyBit Musik spielten.

Organisiert wurde „Focus In The Park“ von dem Hermannstädter Verein Focus und finanziert vom Bürgermeisteramt und Stadtrat Hermannstadt.

Cynthia PINTER

 

 

 

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