Für eine unsterbliche Liebe

Cellosonaten von Beethoven online im Spiegelsaal

Ausgabe Nr. 2669

Makcim Fernandez Samodaiev, Karina Fernandez Samodaiev und Monica Florescu (v. l. n. r.).                                                                   Foto: Privat

Einer ,,unsterblichen Liebe“, der Gräfin Anna Maria Erdödy, hat Ludwig van Beethoven seine Cellosonaten Nr. 4 in C-Dur, op. 102, Nr. 1, und Nr. 4 in D-Dur, op. 102, Nr. 2 gewidmet, die 1818 bei Simrock veröffentlicht wurden.

 

Die beiden Sonaten hatte Beethoven zwischen Mai und Dezember 1815 komponiert, als er auf dem Landgut zu Jedlesee als Gast der Gräfin weilte, erzählte der Cellist Makcim Fernandez Samodaiev, der am 2. April d. J. gemeinsam mit seiner Gattin, der Pianistin Monica Florescu im Spiegelsaal des DFDH die vor Improvisationsfreude strahlende 4. Cellosonate im Rahmen des im Livestream ausgestrahlten Konzertes erklingen ließ. Damit setzten die Veranstalter der Kammermusikreihe „Florescu – Fernandez & Friends”die „Odae cum harmoniis”-Reihe des DFDH fort. Die Reihe wurde nur am Gründonnerstag vor dem orthodoxen Osterfest ausgesetzt, gestern konnten die Musikliebhaber die 5. Cellosonate erleben. Und es geht Donnerstag für Donnerstag, ab 18 Uhr, weiter auf LivestreamRo mania.ro, versprachen die Veranstalter…

Gedenktafel mit Porträtrelief der ,,kunstsinnigen Förderin Beethovens“, Anna Maria Erdödy (1778-1837), auf der Beethoven-Gedenkstätte in Jedlesee.

In dem Konzert am 2. April jedoch erklangen auch einige Werke von Alfred Schnittke, ein Komponist, der es vor allem dem Cellisten Makcim Fernandez Samodaiev angetan hat. Es handelte sich um diejenigen Werke, die der Cellist und seine Gattin  für die Ballettvorstellung mit „Peer Gynt“ ausgewählt hatten: Epilog aus dem Ballett „Peer Gynt“ für Cello, Klavier und Chor, Suite im alten Stil und die Sonate Nr. 1, Teil II. Die Ballettvorstellung, mit der sich der Cellist nach eigener Aussage ,,einen Traum erfüllte“, hatte in der Spielzeit 2016/2017 Premiere am Hermannstädter Balletttheater. Wer diese Premiere erleben durfte, konnte sich anhand der Musik lebhaft daran erinnern, so eindrucksvoll ließen die Beiden Cello und Klavier erklingen.

In dem Konzert spielten Monica Florescu und ihre Tochter Karina Fernandez Samodaiev auch einige vierhändige Klavierstücke von Maurice Ravel.

Beatrice UNGAR

 

 

 

Am 21. Juli 2017 hatte das Ensemble des Hermannstädter Balletttheaters „Peer Gynt“ erstmals in der Choreographie von Aleisha Gardner (Australien) und vor einem Bühnenbild von Mariia Ermolenko (Russland) auf dem Großen Ring aufgeführt. Damals hatte Kirill Ermolenko die Hauptrolle inne. Unser Bild: Inzwischen tanzt Marco Palamone (hier mit Emöke Boldizsár in der Rolle der Mutter) die Hauptrolle.                             Foto: Ovidiu MATIU

 

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